Valencia ist Spaniens drittgrößte Stadt mit rund 800.000 Einwohnern im Kernstadtgebiet und etwa 1,6 Millionen in der Metropolregion. Die Stadt liegt am Mittelmeer in der gleichnamigen autonomen Region Comunitat Valenciana, etwa 350 Kilometer südlich von Barcelona und 350 Kilometer östlich von Madrid. Gegründet 138 vor Christus als römische Kolonie Valentia Edetanorum, ist sie heute zugleich gotische Altstadt, Geburtsort der Paella, futuristisches Calatrava-Schaufenster und 7-Kilometer-Strandstadt. Wer drei bis vier Tage Zeit mitbringt, kombiniert Kathedrale mit Heiligem Gral, den 800.000 Quadratmeter großen ehemaligen Flussbett-Park Turia, die Ciudad de las Artes y las Ciencias und einen Paella-Mittag am Sandstrand Malvarrosa. Im März explodiert das Las-Fallas-Fest, sonst herrscht das ganze Jahr über mildes Klima zwischen 12 und 30 Grad.

Anreise und Erreichbarkeit

Valencia ist von Deutschland aus erstaunlich entspannt erreichbar. Der Flughafen Manises (VLC) liegt acht Kilometer westlich der Altstadt und wird von mehreren deutschen Städten direkt angeflogen. Wer ohne Auto kommt, erreicht das Stadtzentrum mit der Metro in 20 bis 25 Minuten — die Linien 3 und 5 verbinden Flughafen und Innenstadt im Drei-Minuten-Takt.

Mit dem Flugzeug

Direktflüge aus Deutschland gibt es ganzjährig ab Frankfurt, München, Düsseldorf und Berlin, saisonal auch ab Hamburg, Köln-Bonn, Stuttgart, Nürnberg, Hannover und Bremen. Die Flugzeit beträgt zwei Stunden 20 Minuten bis zwei Stunden 50 Minuten. Lufthansa, Eurowings, Ryanair, Iberia und Vueling teilen sich die Strecken. Preise bewegen sich außerhalb der Ferienzeit oft unter 150 Euro Hin- und Rückflug, in den Schulferien und um Las Fallas (Mitte März) verdoppeln sie sich häufig.

Vom Flughafen ins Zentrum

Die Metro-Linien 3 (Richtung Rafelbunyol) und 5 (Richtung Maritim) verbinden den Flughafen mit dem Stadtzentrum. Ein Einzelticket kostet 4,90 Euro, die T2-Tageskarte deckt zwei Tage Stadtverkehr für 9 Euro ab. Das städtische Verkehrsunternehmen emtvalencia.es führt zusätzlich die Buslinie 150 für 1,50 Euro. Taxis verlangen zwischen Flughafen und Altstadt eine Flatrate von rund 24 Euro tagsüber und 27 Euro nachts.

Mit der Bahn

Aus Deutschland ist die Bahnreise möglich, aber mit zwei vollen Reisetagen ein Erlebnis für Bahnenthusiasten. Der spanische Hochgeschwindigkeitszug AVE der renfe.com fährt Valencia ab Madrid Atocha in einer Stunde 55 Minuten direkt an. Von Barcelona Sants dauert die Fahrt mit dem Euromed drei Stunden. Der Hauptbahnhof Valencia Joaquín Sorolla liegt einen Kilometer südlich der Altstadt, der historische Bahnhof Estación del Norte 200 Meter weiter nördlich ist selbst eine Jugendstil-Sehenswürdigkeit.

Mit dem Auto

Eigene Anfahrt aus Deutschland summiert sich auf rund 1.800 Kilometer ab München und 2.000 Kilometer ab Frankfurt. Die Autobahn AP-7 läuft entlang der gesamten Mittelmeerküste mautpflichtig durch Frankreich und Katalonien. Innerhalb Valencias gilt seit 2025 eine Umweltzone (ZBE) im historischen Zentrum — wer mit deutschem Auto einreist, sollte die Registrierung über die Stadt-App vorab klären und ohnehin außerhalb parken. Tiefgaragen am Plaza de la Reina, Plaza del Ayuntamiento und am Hauptbahnhof liegen bei 22 bis 28 Euro pro Tag.

Vor Ort bewegen

Die Altstadt ist kompakt und in 20 Minuten zu Fuß durchquert. Für Strecken zur Stadt der Künste, zum Strand Malvarrosa oder zum Bioparc lohnen sich Metro, Bus oder Leihfahrrad. Das Valenbisi-Leihrad-System bietet 2.750 Räder an 275 Stationen, eine Wochenkarte kostet 14 Euro. Der Turia-Park ist als ehemaliges Flussbett neun Kilometer lang und bildet die ideale Achse zwischen Altstadt im Westen und Calatrava-Komplex im Osten — ein Fahrrad spart hier deutlich Zeit.

Frankfurt 2:25 h Flug Lufthansa, Vueling, täglich
München 2:30 h Flug Lufthansa, Eurowings, täglich
Berlin 2:50 h Flug Ryanair, Eurowings, mehrmals wöchentlich
Düsseldorf 2:40 h Flug Eurowings, Ryanair, fast täglich
Madrid 1:55 h AVE renfe.com, halbstündlich

Kathedrale und der Heilige Gral

Die Catedral de Santa María wurde ab 1262 auf dem Grund einer ehemaligen Hauptmoschee errichtet und vereint romanische, gotische, Renaissance- und barocke Elemente. Die Plaza de la Reina und die Plaza de la Virgen rahmen sie ein, vom Glockenturm Miguelete blickt man nach 207 Stufen über die gesamte Altstadt bis zur Calatrava-Skyline.

Der Heilige Gral

In der Capilla del Santo Cáliz, einer gotischen Seitenkapelle aus dem 14. Jahrhundert, steht der Kelch, den die katholische Kirche als den Heiligen Gral des letzten Abendmahls anerkennt. Wissenschaftliche Analysen datieren die ursprüngliche Achatschale auf das erste vorchristliche Jahrhundert und ordnen sie Werkstätten in Alexandria oder Antiochia zu. Goldfassung und Edelsteine sind mittelalterliche Ergänzungen aus dem 12. bis 14. Jahrhundert. Papst Benedikt XVI. zelebrierte 2006 hier eine Messe, Papst Johannes Paul II. tat das 1982 — beide bezeichneten den Kelch als heilig. Der Eintritt zur Kathedrale kostet 9 Euro und enthält einen Audioguide auf Deutsch.

Miguelete-Turm

Der oktogonale Glockenturm Miguelete (auf Valencianisch Micalet) entstand zwischen 1381 und 1429 und ist 51 Meter hoch. Der Aufstieg über die enge Wendeltreppe lohnt sich besonders im späten Nachmittagslicht. Eintritt 2 Euro, Öffnung 10 bis 19 Uhr, im Sommer länger.

Ciudad de las Artes y las Ciencias

Die Stadt der Künste und Wissenschaften zieht sich auf 350.000 Quadratmetern entlang des ehemaligen Turia-Flussbetts und ist das städtebauliche Vermächtnis der Valencianer Santiago Calatrava und Félix Candela. Zwischen 1998 und 2009 entstanden hier sechs Gebäude, die aus jeder Postkarten-Perspektive aussehen wie Sci-Fi-Kulissen.

Hemisfèric

Das Hemisfèric von 1998 ähnelt einem überdimensionalen Auge, dessen Lid sich öffnet. Drinnen läuft auf einer 900 Quadratmeter großen konkaven Leinwand IMAX-Kino und Planetarium. Vorstellungen alle 70 Minuten, Tickets 8,80 Euro.

Museu de les Ciències

Das Wissenschaftsmuseum sieht aus wie das Skelett eines Wals und misst 220 Meter Länge. Auf drei interaktiven Etagen gibt es Klima-Demos, einen Foucault-Pendel und Mitmach-Experimente. Eintritt 9 Euro, ideal für Familien.

Oceanogràfic

Europas größtes Aquarium beherbergt 45.000 Tiere aus 500 Arten in 42 Millionen Litern Wasser. Sieben Themenwelten umfassen Arktis, Antarktis, Mittelmeer, Tropen, Feuchtgebiete, Inseln und Rotes Meer. Die Beluga-Halle und der Hai-Tunnel sind die Publikumsmagneten. Eintritt 36 Euro, mit Hemisfèric-Kombi 49 Euro.

Palau de les Arts Reina Sofía

Das Opernhaus von 2005 wirkt wie ein gestrandeter Helm und ist 75 Meter hoch. Hier residiert das Orquestra de la Comunitat Valenciana, das Programm reicht von Verdi bis Wagner. Tickets ab 25 Euro, Führungen täglich um 12 Uhr für 9 Euro.

Àgora und Pont de l'Assut de l'Or

Die Àgora-Halle dient als Veranstaltungsort für Tennisturniere und Modenschauen, die 125-Meter-Schrägseilbrücke Pont de l'Assut de l'Or markiert den östlichen Abschluss des Komplexes — selbst ohne Ticket lohnt der Spaziergang entlang der spiegelnden Wasserbecken.

Die 6 Wahrzeichen Valencias im Überblick

Kathedrale mit Heiligem Gral

Gotik-Bau ab 1262 mit dem von der Kirche anerkannten Heiligen Gral, dazu der 51 Meter hohe Miguelete-Turm. Eintritt 9 Euro inklusive Audioguide.

Ciudad de las Artes y les Ciències

Calatrava-Komplex aus sechs Gebäuden zwischen 1998 und 2009. Hemisfèric, Wissenschaftsmuseum, Oceanogràfic und Opernhaus auf 350.000 Quadratmetern.

Mercado Central

Jugendstil-Markthalle von 1928 auf 8.000 Quadratmetern mit 1.219 Ständen. Eine der größten frischer-Lebensmittel-Märkte Europas, geöffnet Montag bis Samstag 7:30 bis 15 Uhr.

Barrio del Carmen

Mittelalterliches Altstadtviertel zwischen Mercado Central und Turia-Park. Street-Art, Tapas-Bars, römische Reste und die Stadttore Torres de Serranos und Torres de Quart.

Turia-Park

Neun Kilometer langer Stadtpark im ehemaligen Flussbett. 1957 leitete man den Turia um, ab 1986 entstand auf 800.000 Quadratmetern Valencias grüne Lunge mit 18 Brücken.

Strand Malvarrosa

Drei Kilometer feiner Sandstrand mit Promenade, fünf Kilometer vom Stadtzentrum. Hier wurde laut Überlieferung die Paella valenciana erfunden — entsprechend dicht reihen sich die Strandlokale.

Mercado Central

Die Markthalle am Plaza Ciudad de Brujas zählt zu den schönsten Jugendstil-Bauten Spaniens. Erbaut zwischen 1914 und 1928 nach Plänen von Alejandro Soler March und Francisco Guardia Vial, überspannt die Kuppel den 8.000 Quadratmeter großen Verkaufsraum mit kunstvoll gefärbten Glasfenstern, Keramikfliesen und Eisenkonstruktion.

Heute arbeiten 1.219 Stände und über 400 Händler im Markt, davon allein 270 Frischfisch- und Meeresfrüchte-Theken. Höhepunkte sind die Schinken- und Käse-Stände im Eingangsbereich, der mehrstöckige Bar Central des Sternekochs Ricard Camarena (Tagesmenü 38 Euro) und die Iberico-Stände rund um die zentrale Kuppel. Öffnungszeiten: Montag bis Samstag 7:30 bis 15 Uhr, sonntags geschlossen.

Barrio del Carmen und Altstadt

Das Viertel El Carmen erstreckt sich nördlich des Mercado Central bis zum Turia-Park. Zwischen schmalen Gassen, restaurierten Stadtpalästen und Street-Art-Wänden steckt römische, maurische und gotische Geschichte in jedem Stein.

Torres de Serranos und Torres de Quart

Zwei der zwölf mittelalterlichen Stadttore haben überlebt. Die Torres de Serranos von 1392 markierten den Hauptzugang von Norden, die Torres de Quart aus dem 15. Jahrhundert den Westen. Beide kosten 2 Euro Eintritt und bieten Aufstiegsmöglichkeiten mit Altstadtblick.

Lonja de la Seda

Die Seidenbörse ist seit 1996 UNESCO-Welterbe und gilt als eines der bedeutendsten weltlichen Gotik-Bauwerke Europas. Erbaut zwischen 1482 und 1548, repräsentierte sie Valencias Goldenes Zeitalter als Mittelmeer-Handelsmetropole. Der Säulensaal mit acht spiralförmig gewundenen Säulen kostet 2 Euro Eintritt, montags frei.

IVAM

Das Institut Valencià d'Art Modern an der Guillem de Castro 118 zeigt auf 7.500 Quadratmetern moderne und zeitgenössische Kunst. Sammlung mit Julio González, Ignacio Pinazo, Anish Kapoor und Joan Miró. Eintritt 4 Euro, freitags ab 19 Uhr und sonntags ganztags frei.

Turia-Park

Nach der Sturmflut von 1957 mit 81 Toten leitete die Stadt den Turia-Fluss in einem Kanal südlich um Valencia herum. Das alte Flussbett füllte zunächst Schutt und Verkehr, bis Bürgerproteste den Bau einer geplanten Autobahn verhinderten. Ab 1986 entstand der heute neun Kilometer lange Stadtpark Jardín del Turia, einer der größten innerstädtischen Parks Europas.

Eingebettet zwischen 18 historischen Brücken finden sich Joggingstrecken, Fußball- und Rugbyfelder, der Gulliver-Spielplatz (eine begehbare 70-Meter-Skulptur des liegenden Gulliver), Rosengärten, Skateparks und Boule-Bahnen. Östlich mündet der Park in die Ciudad de las Artes, westlich endet er im Parque de Cabecera mit einem Bootssee. Für die volle Durchquerung empfehlen sich Fahrrad oder Inline-Skates.

Strand Malvarrosa und Paella

Die Playa de la Malvarrosa beginnt rund fünf Kilometer östlich der Altstadt und zieht sich drei Kilometer entlang der Mittelmeerküste, ohne Unterbrechung übergehend in die Playa del Cabanyal und Playa de Las Arenas. Feiner heller Sand, 135 Meter Strandbreite, Rettungsschwimmer von Juni bis September.

Die Promenade Paseo Marítimo trägt eine Reihe legendärer Paella-Restaurants. Hier soll die Paella valenciana im 19. Jahrhundert als Mittagsgericht der Reisbauern erfunden worden sein. Die Originalrezeptur enthält Reis (Rundkornsorten Bomba oder Senia), Huhn, Kaninchen, grüne Bohnen (Bajoqueta), weiße Bohnen (Garrofó), Tomate, Safran, Paprika, Rosmarin und Olivenöl — keinesfalls Meeresfrüchte oder Chorizo. Letztere gehören in die Paella de marisco oder Arroz a banda. Empfehlenswert: La Pepica (seit 1898, Ernest Hemingway war hier mehrfach), Casa Carmela (Holzkohle-Paella, Reservierung nötig) und La Marcelina (1888 gegründet). Preise bewegen sich bei 22 bis 32 Euro pro Person.

Vergleich der wichtigsten Sehenswürdigkeiten

Kriterium
Kathedrale
Ciudad Artes
Mercado
Turia-Park
Malvarrosa
Eintritt
9 Euro mit Audio
36 Euro Aquarium
frei
frei
frei
Dauer
90 Minuten
4 bis 6 Stunden
60 Minuten
halber Tag
halber Tag
Beste Zeit
Vormittag
10 Uhr Start
9 Uhr für Frische
früh oder spät
Mittag bis Abend
Familien
eingeschränkt
sehr geeignet
geeignet
sehr geeignet
sehr geeignet
Wetter-Risiko
indoor
teils indoor
indoor
outdoor
outdoor
Anfahrt Zentrum
zu Fuß
Bus 95, 15 Min
zu Fuß
zu Fuß möglich
Metro 25 Min
Schlange
moderat
hoch im Sommer
keine
keine
keine

Ein typischer Drei-Tage-Aufenthalt mischt zwei dieser Bausteine pro Tag. Tickets zur Stadt der Künste am besten 24 Stunden vorher über visitvalencia.com kaufen, dort gibt es auch die Valencia Tourist Card mit ÖPNV plus Ermäßigungen für 15 bis 27 Euro.

Las Fallas — Valencias Feuerfest

Vom 1. bis 19. März verwandelt sich die Stadt in eine Open-Air-Bühne. Las Fallas (auf Valencianisch Falles) ist seit 2016 immaterielles UNESCO-Welterbe und gilt als eines der spektakulärsten Volksfeste Europas. Über 750 Nachbarschaftskommissionen, sogenannte Comissions Falleres, bauen das ganze Jahr über monumentale Pappmaché- und Holzfiguren, oft 15 bis 30 Meter hoch, die politische und gesellschaftliche Themen satirisch aufgreifen.

Höhepunkte sind die täglichen Mascletà-Knaller-Konzerte um 14 Uhr auf der Plaza del Ayuntamiento (fünf bis sieben Minuten Schwarzpulver-Symphonie), die Blumenopferung Ofrenda an die Schutzheilige Mare de Déu dels Desemparats am 17. und 18. März (rund 100.000 Trachten-Trägerinnen) und schließlich La Cremà in der Nacht vom 19. März, in der fast alle Figuren simultan verbrannt werden. Übernachtungspreise verdoppeln bis verdreifachen sich, Reservierung sechs Monate vorher dringend empfohlen.

Praktische Tipps für die Valencia-Reise

  • Valencia Tourist Card lohnt sich ab dem zweiten Tag

    Die 48-Stunden-Variante für 22 Euro umfasst gesamten ÖPNV inklusive Flughafen-Metro und Ermäßigungen bei rund 50 Sehenswürdigkeiten und Restaurants. Erhältlich über visitvalencia.com oder am Flughafen-Touristenbüro.

  • Paella nur mittags und nur valenciana

    Echte Paella ist ein Mittagsessen, das Abendessen damit ist eine Touristenfalle. Bestellen Sie Paella valenciana oder Arroz a banda, niemals Paella mixta — Mischpaella gilt unter Locals als kulinarische Sünde.

  • + Frühstück mit Horchata und Fartón

    Die kalte Zuckerrohrnuss-Milch Horchata de Chufa ist Valencias Spezialgetränk. Klassiker: Horchatería Daniel im Mercado de Colón oder Horchatería Santa Catalina in der Altstadt, beide ab 2,50 Euro pro Glas.

  • i Las Fallas früh buchen oder meiden

    Vom 1. bis 19. März sind alle Hotels ausverkauft, Preise dreimal so hoch wie sonst. Wer das Fest erleben will, bucht im Oktober davor. Wer Ruhe sucht, meidet diese 19 Tage komplett.

  • Oceanogràfic-Tickets online vorab

    Im Sommer steht man am Schalter eine Stunde an. Online über die offizielle cac.es-Seite gibt es Zeitfenster-Tickets und Kombi-Pakete mit Hemisfèric mit 5 Euro Ersparnis. Idealer Eintrittszeitpunkt 10 Uhr beim Öffnen.

  • Barrierefreiheit gut bis sehr gut

    Metro, Stadtbusse von emtvalencia.es und die Stadt der Künste sind durchgängig barrierefrei. In der Altstadt gibt es Kopfsteinpflaster, der Mercado Central hat Rampen. Die Kathedrale ist über den Seiteneingang Plaza de la Almoina rollstuhlgerecht.

  • Reisezeit März bis Juni oder September bis November

    Im Juli und August klettert das Thermometer regelmäßig über 32 Grad mit hoher Luftfeuchtigkeit. Frühjahr und Herbst bieten 20 bis 26 Grad bei wenig Regen. Im Winter sind 14 bis 18 Grad Standard, Strand-Tauglichkeit erst ab Mai.

  • Siesta beachten — viele Geschäfte schließen 14 bis 17 Uhr

    Außerhalb der großen Einkaufsstraßen schließen Boutiquen, Bäckereien und kleinere Restaurants mittags. Ideale Siesta-Zeit für Park, Strand oder Hotel — Abendessen ab 21 Uhr ist Standard.

Insider-Tipps

Tapas-Routen abseits der Touristenrouten

Die Calle Caballeros in El Carmen ist zwischen 21 und 24 Uhr eine durchgehende Tapas-Meile. Mein Favorit: Casa Montaña im Cabanyal-Viertel — seit 1836 in Familienbesitz, mit über 250 Weinen und Klassikern wie Bonito-Mojama und Boquerones en vinagre. Hauptgericht mit Wein etwa 30 Euro.

Bioparc statt Zoo

Im Westen des Turia-Parks liegt der Bioparc auf 100.000 Quadratmetern. Statt Käfigen gibt es Zoo-Immersion: Lemuren, Schimpansen, Elefanten und Löwen leben in nach afrikanischen Lebensräumen modellierten Geländen ohne sichtbare Barrieren. Eintritt 28 Euro, ideal für Familien mit Kindern zwischen 4 und 12 Jahren.

Albufera-Nationalpark

15 Kilometer südlich der Stadt liegt der Naturpark Albufera mit Spaniens größtem Süßwassersee, Reisfeldern und dem Dorf El Palmar, wo die Paella ihre kulinarischen Wurzeln hat. Buslinie 25 von Valencia, Bootstouren ab 4 Euro, Sonnenuntergang über dem See ist ein Standardprogramm der Locals.

HÄUFIGE FRAGEN

Wie viele Tage sollte man für Valencia einplanen?

Drei volle Tage reichen für die Highlights Kathedrale, Ciudad de las Artes, Mercado Central, Altstadt und Strand. Wer Albufera-Nationalpark, Bioparc und Tagesausflüge nach Sagunto oder Cullera plant, bleibt vier bis sieben Tage. Ideale Aufenthaltsdauer für ein erstes Kennenlernen sind vier Nächte.

Wann ist die beste Reisezeit für Valencia?

März bis Juni und September bis November bieten 20 bis 26 Grad und wenig Regen. Im Juli und August steigen die Temperaturen über 32 Grad mit hoher Luftfeuchtigkeit — das ist nur für reine Strand-Urlaube empfehlenswert. Mitte März bringt das Las-Fallas-Fest spektakuläre Stimmung, aber dreifache Hotelpreise.

Wie kommt man vom Flughafen in die Innenstadt?

Die Metro-Linien 3 und 5 verbinden den Flughafen Manises mit der Innenstadt in 20 bis 25 Minuten. Einzelticket 4,90 Euro, T2-Tageskarte für zwei Tage Stadtverkehr 9 Euro. Alternativ Buslinie 150 für 1,50 Euro oder Taxi mit Flatrate 24 Euro tagsüber.

Wo ist der Heilige Gral in Valencia?

In der Capilla del Santo Cáliz der Kathedrale Santa María, einer gotischen Seitenkapelle aus dem 14. Jahrhundert. Die Achatschale wird wissenschaftlich auf das erste vorchristliche Jahrhundert datiert. Die katholische Kirche erkennt den Kelch offiziell als den Heiligen Gral des letzten Abendmahls an. Eintritt zur Kathedrale 9 Euro inklusive Audioguide auf Deutsch.

Was kostet die Stadt der Künste und Wissenschaften?

Einzeltickets: Hemisfèric 8,80 Euro, Wissenschaftsmuseum 9 Euro, Oceanogràfic 36 Euro. Kombi-Pakete mit allen drei Einrichtungen ab 49 Euro. Mit der Valencia Tourist Card gibt es zusätzliche Ermäßigungen. Online-Buchung über die offizielle Webseite spart etwa 5 Euro gegenüber dem Tagespreis.

Was unterscheidet die echte Paella valenciana?

Originalrezeptur: Rundkornreis Bomba oder Senia, Huhn, Kaninchen, grüne Bohnen Bajoqueta, weiße Bohnen Garrofó, Tomate, Safran, Paprika, Rosmarin, Olivenöl. Keine Meeresfrüchte, kein Chorizo. Eine Paella mixta mit Fleisch und Meeresfrüchten gilt in Valencia als Tourismus-Erfindung. Echte Paella wird mittags zubereitet und vor Ort 35 bis 50 Minuten frisch gekocht.

Wie erreiche ich den Strand Malvarrosa?

Mit der Metro-Linie 5 oder 6 bis Station Marítim, dann zu Fuß zehn Minuten — Gesamtzeit ab Plaza de la Reina rund 25 Minuten. Alternativ Buslinie 19, 31 oder 32 von emtvalencia.es. Mit dem Leihrad Valenbisi sind es etwa 30 Minuten durch den Turia-Park. Taxi vom Stadtzentrum etwa 12 Euro.

Lohnt sich die Valencia Tourist Card?

Ja, ab zwei Reisetagen. Die 48-Stunden-Variante kostet 22 Euro und enthält gesamten ÖPNV inklusive Flughafen-Metro plus Rabatte bei rund 50 Sehenswürdigkeiten, Restaurants und Touren. Die 72-Stunden-Karte für 27 Euro lohnt sich für klassische Drei-Tage-Aufenthalte. Erhältlich über visitvalencia.com oder am Touristenbüro Plaza del Ayuntamiento.

Welche deutschen Städte fliegen direkt nach Valencia?

Ganzjährige Direktflüge ab Frankfurt, München, Düsseldorf und Berlin. Saisonal aus Hamburg, Köln-Bonn, Stuttgart, Nürnberg, Hannover und Bremen. Hauptcarrier: Lufthansa, Eurowings, Ryanair, Iberia, Vueling. Flugzeit zwischen 2:20 und 2:50 Stunden. Außerhalb der Ferienzeit oft unter 150 Euro Hin- und Rückflug.

Wann findet das Las-Fallas-Fest statt?

Vom 1. bis 19. März jedes Jahres. Hauptereignisse sind die täglichen Mascletà-Knaller-Konzerte um 14 Uhr auf der Plaza del Ayuntamiento, die Blumenopferung am 17. und 18. März und La Cremà in der Nacht des 19. März, wenn die Pappmaché-Figuren verbrannt werden. Seit 2016 immaterielles UNESCO-Welterbe.

Wie verbinde ich Valencia mit Madrid oder Barcelona?

Madrid: AVE-Hochgeschwindigkeitszug von renfe.com in 1:55 Stunden ab Madrid Atocha, halbstündliche Verbindungen, Ticket ab 25 Euro Sparpreis. Barcelona: Euromed in drei Stunden ab Barcelona Sants, alle ein bis zwei Stunden, ab 35 Euro. Beide Verbindungen erreichen direkt den Hauptbahnhof Joaquín Sorolla nahe der Altstadt.

Ist Valencia familienfreundlich?

Sehr — Strand fünf Kilometer vom Zentrum, Turia-Park mit Gulliver-Spielplatz, Oceanogràfic als größtes Aquarium Europas, Bioparc mit Immersion-Konzept und das interaktive Wissenschaftsmuseum bieten Kindern jeden Alters Programm. Hotels mit Familienzimmern und Strand-Apartments im Cabanyal-Viertel sind günstig. ÖPNV und alle großen Sehenswürdigkeiten sind durchgängig kinderwagentauglich.
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