- Zwei Hälften: Der Hochschwarzwald im Süden (Feldberg, Titisee, Schluchsee) ist alpiner — der Nordschwarzwald um Baden-Baden sanfter und bäderselig.
- Konus-Karte: In rund 150 Orten fahren Übernachtungsgäste Bus und Bahn in der ganzen Region kostenlos — das Auto kann stehen bleiben.
- Klischee-Bonus: Kirschtorte, Kuckucksuhr und Bollenhut sind real — und in Triberg, Gutach und den Höhencafés bestens erlebbar.
Der Schwarzwald ist Deutschlands berühmtestes Mittelgebirge — und zugleich sein unterschätztestes Genussrevier. Zwischen dunklen Tannenkämmen liegen badische Winzerdörfer, Sterneküche in Baiersbronn, Thermen in Baden-Baden und die sonnigste Großstadt des Landes: Freiburg. Wandern und Schlemmen sind hier keine Gegensätze, sondern Tagesprogramm.
Urlaub im Schwarzwald: die Highlights
Im Hochschwarzwald sammeln sich die Klassiker: der Feldberg mit seiner subalpinen Kuppe, Titisee und Schluchsee fürs Bad nach der Tour, die Ravennaschlucht mit ihrem Viadukt (und dem stimmungsvollsten kleinen Weihnachtsmarkt der Region). Triberg inszeniert Deutschlands berühmteste Wasserfälle über 163 Meter Fallhöhe, nebenan ticken die Kuckucksuhren. Freiburg lockt mit Münster, Bächle und badischer Lebensart, Baden-Baden mit Belle-Époque-Glanz, Casino und den zwei großen Thermen — seit 2021 UNESCO-Welterbe als eine der „Great Spa Towns of Europe". Und die Schwarzwaldhochstraße zwischen Baden-Baden und Freudenstadt bleibt eine der schönsten Panoramastraßen des Landes, inklusive Mummelsee und Nationalpark-Zentrum Ruhestein.
Fünf Schwarzwald-Erlebnisse
Bei Föhn reicht die Sicht bis zu den Schweizer Viertausendern — Seebuck und Bismarckdenkmal als Aussichtslogen.
Sieben Kaskaden im Fichtenwald — am eindrucksvollsten nach Regen und zur Abendbeleuchtung.
Wildes Wasser, Urwaldpfade, das Höllental-Viadukt — die dramatischste Seite des Südens.
Friedrichsbad im Belle-Époque-Original oder Caracalla modern — danach Lichtentaler Allee.
Das Freilichtmuseum in Gutach zeigt 400 Jahre Schwarzwald-Alltag — Original-Höfe inklusive.
Anreise in den Schwarzwald
Die Konus-Karte bekommst du automatisch von teilnehmenden Gastgebern in rund 150 Orten — sie gilt im gesamten Schwarzwald-Nahverkehr. Vor der Buchung prüfen, ob die Unterkunft dabei ist; das spart schnell den Preis eines Tankfüllung-Wochenendes.
Beste Reisezeit für den Schwarzwald
Mai bis Oktober gehört den Wanderern — im Juni blühen die Hochweiden, der Oktober vergoldet die Mischwälder der Täler. Die Seen erreichen im Hochsommer Badetemperatur, sind dann aber gut besucht: Titisee-Trubel meidet, wer auf Windgfällweiher oder Nonnenmattweiher ausweicht. Der Winter macht am Feldberg auf klein-alpin (größtes Skigebiet des Landes außerhalb der Alpen), und die Vorweihnachtszeit hat mit dem Ravennaschlucht-Weihnachtsmarkt unterm Viadukt ihr eigenes Postkartenmotiv. Thermen und Sterneküche kennen ohnehin keine Saison.
„Kirschtorte isst man nicht am Titisee-Souvenirstand, sondern im Höhencafé nach der Wanderung — und Freiburg erlebt man am besten samstags früh auf dem Münstermarkt, wenn die Region ihre Körbe füllt."
Schwarzwald mit Kindern und durch den Magen
Familien haben die Wahl zwischen Action und Almidyll: Der Steinwasen-Park und die Sommerrodelbahn in Todtnau liegen mitten im Wandergebiet, der Titisee bietet Boots-Nachmittage, und auf den Höhenhöfen gehören Ziegen und Heuböden zum Programm. Der Feldberg ist mit Bahnunterstützung auch für kurze Beine machbar. Kulinarisch führt die Skala vom Vesperbrett mit Schwarzwälder Schinken über badische Spargel- und Wildgerichte bis zur Sterne-Dichte von Baiersbronn — und zum Abschluss ein Kirschwasser, dem Original hinter der Torte.
Drei ehrliche Spartipps für den Schwarzwald
Erstens: Konsequent auf Konus-Gastgeber setzen — der kostenlose Nahverkehr macht selbst Baden-Baden-Tage vom Hochschwarzwald aus bezahlbar. Zweitens: Die Seitentäler (Münstertal, Simonswald, Kinzigtal) sind spürbar günstiger als Titisee und Baiersbronn — bei gleicher Wanderqualität. Drittens: Mittags badisch einkehren statt abends — viele Landgasthöfe fahren werktags Mittagsangebote, die dieselbe Küche zum kleineren Preis servieren.
