- Wintersonne ohne Jetlag: Sechs Flugstunden, kaum Zeitverschiebung, 25 Grad im Januar — die Alternative zur Karibik.
- Zwei Urlaubswelten: Sal und Boa Vista für Strand und Wassersport, Santiago, Fogo und Santo Antão für Wandern und Kreol-Kultur.
- Passat gehört dazu: Der stete Wind kühlt angenehm — und macht die Inseln zum Kite-Revier von Weltrang.
Neun Vulkaninseln im Passatwind, kreolische Musik in den Gassen, Strände wie aus der Karibik geliehen: Die Kapverden sind Afrikas entspannteste Ecke — „No stress" ist hier keine Floskel, sondern Verfassungsrang.
Kapverden-Urlaub: welche Insel passt zu dir?
Sal ist die Badeinsel Nummer eins: Santa Marias kilometerlanger Strand, Kitesurf-Reviere und die meiste Hotel-Auswahl. Boa Vista setzt noch mehr auf Sand — 55 Kilometer Strände, Dünenwüste Viana und Schildkröten-Nistplätze im Sommer. Santiago zeigt mit der Hauptstadt Praia und dem UNESCO-Ort Cidade Velha das kreolische Kernland, Fogo den großen Auftritt: Kaffee und Wein wachsen im Krater des Pico do Fogo, den man ab vier Uhr früh besteigt. Wanderer pilgern nach Santo Antão, wo Bergpfade durch grüne Täler über der Brandung hängen, und São Vicente feiert in Mindelo Musik und Karneval. Wintersonne-Alternative in Europa: die Kanaren.
Vier Kapverden-Erlebnisse
Sonnenaufgang am Kraterrand auf 2.829 Metern — Abstieg im Laufschritt durch die Asche.
Das Paúl-Tal in Tropengrün, Küstenwege über der Brandung — Wander-Weltklasse im Atlantik.
Unechte Karettschildkröten bei der Eiablage — geführt, rotlicht-leise, unvergesslich.
Live-Musik in Cesária Évoras Heimatstadt — der melancholisch-schöne Klang der Inseln.
Anreise zu den Kapverden
Beste Reisezeit für die Kapverden
Die Inseln sind ein Ganzjahresziel mit 22 bis 29 Grad — ihr großer Auftritt ist der europäische Winter. November bis Juni ist Trockenzeit mit stärkstem Passat (Kiter-Hochsaison Dezember bis März), August bis Oktober bringt vereinzelte Schauer, grünere Berge und die Schildkrötenzeit. Das Meer bleibt mit 22 bis 26 Grad immer badetauglich — nur der Atlantik-Wellengang verlangt Respekt.
Die Inseln im Detail
Sal und Boa Vista — die Strand-Zwillinge
Sal ist die eingespielte Urlaubsinsel: Santa Maria mit Kilometerstrand und Pier-Fischmarkt, Kite Beach als Weltcup-Revier, dazu Salinen von Pedra de Lume (Baden im Solebecken!) und der „Blue Eye" von Buracona. Boa Vista setzt noch mehr auf Weite — die Dünen von Viana, das Schiffswrack am Praia de Atalanta, 55 Kilometer Strand für ein paar tausend Betten. Beide Inseln sind flach, trocken und komplett auf Passat programmiert: Wer hierher fliegt, will Strand, Wind und Wasser.
Santiago, Fogo und Santo Antão — das andere Kap Verde
Santiago trägt mit Praia die Hauptstadt und mit Cidade Velha die UNESCO-Wiege der Kreol-Kultur; im Inselinneren steigen Märkte wie in Assomada. Fogo ist der große Auftritt: Im Krater des 2.829-Meter-Vulkans wachsen Wein und Kaffee, die Dörfer wurden nach dem Ausbruch 2014 direkt auf der Lava neu gebaut. Und Santo Antão — nur per Fähre ab Mindelo erreichbar — gehört mit dem tropischen Paúl-Tal und Küstenpfaden über der Brandung zu den großen Wanderzielen des Atlantiks. Zur Einordnung des Archipels: Zu wem gehören die Kapverden?
Was kostet ein Kapverden-Urlaub?
Die Pauschalwoche im Vier-Sterne-Resort auf Sal oder Boa Vista kostet je nach Termin 900 bis 1.400 Euro pro Person inklusive Flug — All-Inclusive dominiert, weil die Inseln außerhalb der Orte wenig Gastronomie haben. Individualreisende zahlen für Pensionen 40 bis 80 Euro pro Nacht, das Fischgericht in Santa Maria 10 bis 15 Euro, den Inlandsflug zwischen den Inseln 60 bis 120 Euro. Wintersonne bleibt hier günstiger als Karibik oder Malediven — die Preisspitzen liegen um Weihnachten und in den Februar-Ferien.
Die Kapverden im Jahresverlauf
November bis Februar ist die klassische Wintersonne-Zeit: 24 bis 26 Grad, kräftiger Passat, Kite-Hochsaison. März bis Juni wird der Wind sanfter — beste Zeit für Badegäste und Santo-Antão-Wanderer. Juli bleibt trocken-warm, August bis Oktober bringen die wenigen Schauer des Jahres, grüne Berghänge und die Schildkröten-Nistsaison auf Boa Vista — das Meer erreicht dann mit 26 Grad sein Maximum. Kalt wird es nie: Die Differenz zwischen kühlstem und wärmstem Monat beträgt ganze fünf Grad.
„Kombiniere Strand- und Charakterinsel: erst eine Woche Sal oder Boa Vista, dann per Inlandsflug nach Fogo oder Santo Antão — die Kapverden zeigen ihr wahres Gesicht dort, wo der Sand aufhört."

