- Deutschlands dramatischste Felslandschaft: Sandsteintürme, Schluchten und Tafelberge direkt über der Elbe — 45 S-Bahn-Minuten von Dresden.
- Bastei mit Taktik: Vor 9 oder nach 17 Uhr gehört die berühmte Brücke dir — mittags den Ausweich-Fels wählen.
- Malerweg als Königsdisziplin: Acht Etappen durch die Motive der Romantiker — Caspar David Friedrich ging hier voraus.
Als die Romantiker eine Landschaft suchten, die wie gemalt aussieht, fanden sie diese: Felsnadeln im Morgennebel, die Elbe in Schleifen darunter, Tafelberge wie gestrandete Schiffe. Die Sächsische Schweiz ist Deutschlands begehbares Gemälde.
Sächsische Schweiz: Orte und Felsreviere im Überblick
Der Kurort Rathen ist das Tor zur Bastei — Aufstieg zu Fuß von der Elbfähre, oben die Brücke und die Felsenburg Neurathen; nebenan spielt die Felsenbühne Open-Air-Oper im Felskessel. Königstein trägt die gleichnamige, nie eroberte Festung auf seinem Tafelberg, Bad Schandau ist die Basis fürs Hinterland: mit der historischen Kirnitzschtalbahn zum Lichtenhainer Wasserfall, weiter zum Kuhstall-Felsentor oder auf die Schrammsteine — die wilde Gratkulisse für Trittsichere. Ambitionierte steigen auf den Pfaffenstein (mit Barbarine-Felsnadel) oder den Gohrisch, Genießer nehmen die Elbradweg-Etappe bis Pirna. Und drüben in Böhmen setzt die Böhmische Schweiz mit dem Prebischtor nach — Tschechien beginnt an der Elbe. Der Kultur-Kontrast wartet flussabwärts: Dresden und Sachsen.
Vier Felsen-Erlebnisse
Die Sandsteinbrücke von 1851 im Morgenlicht — Aufstieg ab Rathen macht sie zum Erlebnis statt Parkplatz-Foto.
Europas größte Bergfestung — 9,5 Hektar Plateau mit Elbblick, nie im Sturm genommen.
Leitern, Stiegen und der große Blick über das Felsenmeer — die Königsrunde ab Bad Schandau.
Mit der Museums-Tram ins Wildnistal, dann Aufstieg zum zweitgrößten Felsentor des Gebirges.
Anreise in die Sächsische Schweiz
Beste Reisezeit für die Sächsische Schweiz
April bis Juni und September/Oktober sind die Wandermonate — der Herbst legt Nebelmeere unter die Bastei, die Fotografen aus aller Welt anreisen lassen. Der Hochsommer ballt sich an den Ikonen; dann früh starten oder auf Pfaffenstein und Böhmisches ausweichen. Der Winter hat mit Raureif-Felsen und leeren Stiegen seinen stillen Reiz — Festung und Kirnitzschtalbahn laufen durch.
„Komm mit der S-Bahn und der Fähre nach Rathen und steig zu Fuß zur Bastei auf: Wer von unten kommt, erlebt die Brücke als Belohnung — wer oben parkt, nur als Fotostopp. Und um acht Uhr morgens hast du sie fast allein."


