München ist mit rund 1,58 Millionen Einwohnern die drittgrößte Stadt Deutschlands und Hauptstadt des Freistaats Bayern. Die einstige Residenzstadt der Wittelsbacher liegt 520 Meter über dem Meer am Nordrand der Alpen, die an klaren Föhntagen scheinbar zum Greifen nah hinter dem Stadtrand aufragen. Gegründet 1158 von Heinrich dem Löwen, gewachsen zur königlich-bayerischen Hauptstadt und nach 1945 zur weltoffenen Wirtschaftsmetropole, vereint München heute Weißwurst-Tradition und High-Tech, Hofbräuhaus-Trubel und Kunstareal-Stille, Englischen Garten mit Eisbach-Welle und Schwabinger Bohème. Der Marienplatz mit dem Rathaus-Glockenspiel bildet die historische Mitte, von dort sind es zu Fuß zwölf Minuten zur Frauenkirche, fünfzehn zum Viktualienmarkt und zwanzig zum Englischen Garten. Mit BMW Welt, Olympiapark und drei Pinakotheken liegen Industriedesign, Sport-Erbe und Kunstgeschichte in fußläufiger Distanz, und über S-Bahn und Regionalzug erreichen Tagesausflügler Schloss Neuschwanstein, Dachau und die Zugspitze in zwei Stunden. Die offizielle Tourismusseite muenchen.travel bündelt aktuelle Veranstaltungen und Tickets, der Münchner Verkehrs- und Tarifverbund mvv-muenchen.de stellt Fahrpläne und Linienpläne bereit, Bahnreisende prüfen Verbindungen auf bahn.de.

Anreise und Erreichbarkeit

München liegt am Schnittpunkt der wichtigsten süddeutschen Verkehrsachsen und ist von allen Himmelsrichtungen gut erreichbar. Der Flughafen Franz Josef Strauß (MUC) im Erdinger Moos ist der zweitgrößte Deutschlands, der Hauptbahnhof zentraler ICE-Knoten Süddeutschlands, und über die Autobahnen A8 (Stuttgart/Salzburg), A9 (Nürnberg/Berlin), A92 (Deggendorf), A95 (Garmisch-Partenkirchen) und A96 (Lindau) führen sternförmig Achsen in alle Richtungen. Aktuelle Tourismusinformationen bündelt muenchen.travel, Fahrpläne und Tickets im Stadtgebiet gibt es bei mvv-muenchen.de, und Fernverkehrsverbindungen prüft man auf bahn.de.

Mit dem Flugzeug — Franz Josef Strauß (MUC)

Der Flughafen München liegt 35 Kilometer nordöstlich der Innenstadt im Erdinger Moos und ist Drehkreuz der Lufthansa-Tochter Lufthansa City Airlines sowie Sekundär-Hub von Lufthansa. Über 250 Direktverbindungen weltweit, alle deutschen Großstädte werden angebunden außer den unmittelbaren Bahn-Konkurrenten Stuttgart und Nürnberg. Vom Flughafen führt die S-Bahn S1 über Freising und S8 über Ismaning in jeweils 40 bis 45 Minuten zum Hauptbahnhof und Marienplatz, die Linien starten alle zehn Minuten zwischen 4 Uhr früh und Mitternacht. Ein Einzelticket Flughafen-Innenstadt kostet 14,30 Euro, die günstigere Tageskarte für zwei Zonen 17,80 Euro. Der Lufthansa Airport Bus pendelt im 20-Minuten-Takt direkt zum Hauptbahnhof in 45 Minuten (13 Euro). Taxis kosten 70 bis 90 Euro.

Mit der Bahn — ICE-Knoten Hauptbahnhof

Der Münchner Hauptbahnhof ist einer der zehn meistfrequentierten ICE-Bahnhöfe Deutschlands. Aus Berlin fahren ICE in 4:00 Stunden über Nürnberg, aus Hamburg in 5:50, aus Frankfurt am Main in 3:10, aus Köln in 4:30, aus Stuttgart in 2:15 und aus Wien in 4:00 Stunden. Der Bahnhof liegt am westlichen Rand der Innenstadt, vom Hauptausgang sind es zwölf Minuten zu Fuß zum Marienplatz oder zwei U-Bahn-Stationen mit U1, U2, U4 oder U5. Für ICE-Sparpreise nach Bayern empfiehlt sich bahn.de mit BahnCard-Rabatt, Sparpreis ab 17,90 Euro buchbar bis 6 Monate vorab. Der Münchner Ostbahnhof und Pasing sind ICE-Halte für Verbindungen Richtung Salzburg und Lindau.

Mit dem Auto und Parken

Aus Norden über die A9 ab Nürnberg (170 km, 1:45 h), aus Westen über die A8 ab Stuttgart (225 km, 2:15 h) oder ab Frankfurt über A3/A9 (390 km, 4:00 h), aus Süden über die A95 von Garmisch (90 km, 1:00 h) oder die A8 ab Salzburg (140 km, 1:30 h). Die Mittlerer Ring umschließt die Innenstadt, die Altstadt selbst ist weitgehend autofreie Fußgängerzone. Park-and-Ride-Plätze an den S-Bahn-Endpunkten Holzkirchen, Tutzing oder Ebersberg kosten 1 Euro pro Tag inklusive ÖPNV-Anschluss. Innenstadt-Tiefgaragen wie Marienhof, Hofstatt, Stachus-Passagen oder Operngarage liegen zwischen 3,50 und 5,00 Euro pro Stunde, Tageshöchstsatz 30 bis 40 Euro. Seit Februar 2025 gilt im Mittleren Ring die strenge Umweltzone, nur Fahrzeuge mit grüner Plakette dürfen einfahren.

Vor Ort bewegen — MVV mit U-Bahn, S-Bahn, Tram, Bus

Der Münchner Verkehrs- und Tarifverbund MVV vereint U-Bahn (8 Linien), S-Bahn (8 Linien), Tram (13 Linien), Bus und Regionalverkehr unter einem Tarif. Die acht U-Bahn-Linien U1 bis U8 erschließen die Stadt sternförmig vom Marienplatz aus, alle S-Bahnen treffen sich auf der zentralen Stammstrecke zwischen Pasing und Ostbahnhof mit den Hauptstationen Hauptbahnhof, Karlsplatz Stachus, Marienplatz, Isartor und Rosenheimer Platz. Tickets kosten gestaffelt nach Zonen: Einzelfahrt Innenstadt M 4,00 Euro, Streifenkarte 17,80 Euro für zehn Streifen, Single-Tageskarte für die Innenraum-Zone 9,20 Euro, IsarCard9Uhr-Monatskarte 65,00 Euro. Die MVV-App und die DB Navigator-App zeigen Echtzeitverbindungen, Tickets gibt es an jedem Bahnhof oder per Smartphone. Die Altstadt zwischen Marienplatz, Frauenkirche, Viktualienmarkt und Hofbräuhaus ist in 15 Gehminuten komplett zu Fuß abgegrast.

Berlin 585 km ~4:00 h ICE oder 5:45 h via A9
Hamburg 775 km ~5:50 h ICE oder 1:15 h Flug
Frankfurt 395 km ~3:10 h ICE oder 4:00 h via A3/A9
Stuttgart 225 km ~2:15 h ICE oder 2:15 h via A8
Wien 435 km ~4:00 h Railjet oder 4:15 h via A8

Die großen Wahrzeichen — Marienplatz, Frauenkirche, Hofbräuhaus

Münchens historische Altstadt liegt komplett innerhalb des ehemaligen Stadtmauer-Rings, dessen Verlauf heute durch den Altstadtring nachgezeichnet wird. Die wichtigsten Wahrzeichen drängen sich auf einer Fläche von gerade einmal einem Quadratkilometer zwischen Marienplatz, Frauenkirche, Hofbräuhaus, Residenz und Viktualienmarkt. Wer früh am Morgen kommt, hat Marienplatz und Glockenspiel fast für sich; ab 11 Uhr füllt sich das Pflaster mit Reisegruppen.

Marienplatz und Neues Rathaus

Der Marienplatz ist seit der Stadtgründung 1158 das urbane Zentrum Münchens und beherbergt seit 1908 das mächtige Neue Rathaus im neugotischen Stil mit 85 Meter hohem Turm und 43 Glocken-Glockenspiel. Täglich um 11 und 12 Uhr (Mai bis Oktober auch um 17 Uhr) tanzen die 32 lebensgroßen Figuren des Glockenspiels und erzählen vom Schäfflertanz und vom Ritterturnier zur Hochzeit Herzog Wilhelms V. 1568. Im Zentrum des Platzes steht die vergoldete Mariensäule von 1638, ein Dank für die Verschonung Münchens im Dreißigjährigen Krieg. Der Rathausturm ist täglich bis 19 Uhr per Aufzug für 6,50 Euro begehbar mit Panoramablick auf die Frauenkirche und die Alpen.

Frauenkirche — das Symbol Münchens

Die Frauenkirche (Dom zu Unserer Lieben Frau) wurde zwischen 1468 und 1488 als spätgotische Backsteinhallenkirche von Jörg von Halsbach errichtet und ist mit ihren zwei 99-Meter-Türmen und den charakteristischen welschen Hauben das Wahrzeichen Münchens schlechthin. Seit 1971 darf laut Beschluss kein Neubau in der Innenstadt die Türme überragen, ein Bürgerentscheid bekräftigte 2004 diese Höhenbegrenzung. Im Inneren liegt das berühmte Kaisergrab Ludwigs des Bayern und der sagenumwobene Teufelstritt am Eingang, ein dunkler Fußabdruck im Boden. Eintritt zur Kirche frei, der Südturm war bis 2023 begehbar und wird derzeit saniert, Wiedereröffnung 2027 geplant.

Hofbräuhaus — die berühmteste Bierhalle der Welt

Das Hofbräuhaus am Platzl wurde 1589 als herzogliche Brauerei gegründet und ist seit 1828 öffentliche Wirtschaft. Die heutige Wirtshausanlage von 1897 erstreckt sich über drei Etagen mit dem berühmten Schwemme-Saal im Erdgeschoss (1300 Plätze), dem Bräustüberl im ersten Stock und dem Festsaal für 1300 Personen im zweiten. Täglich zapfen die Schenken bis zu 30.000 Halbe HB-Hell, eine Maß kostet 9,70 Euro, eine Brezn 4,80 Euro, der Schweinsbraten 18,50 Euro. Die Blaskapelle spielt täglich ab 11 Uhr Schuhplattler-Klassiker. Wer den Massentourismus meidet, geht stattdessen ins Augustiner-Bräustuben in Schwanthalerhöhe oder das Schneider Weisse-Brauhaus im Tal.

Viktualienmarkt — Münchens Schlemmer-Herz

Direkt südlich vom Marienplatz erstreckt sich seit 1807 der Viktualienmarkt, Münchens permanenter Wochenmarkt auf 22.000 Quadratmetern mit 110 Ständen. Käse aus dem Allgäu, Lebkuchen aus Nürnberg, Wildbret aus den bayerischen Wäldern, Antipasti aus Südtirol, Austern aus der Bretagne und das berühmte Münchner Weißwurst-Frühstück mit süßem Senf und Brezn finden sich hier. Im Zentrum steht der Maibaum mit Zunft-Tafeln, davor der namensgebende Biergarten mit 800 Plätzen unter Kastanien (Maß 4,90 Euro). Geöffnet Montag bis Samstag 8 bis 18 Uhr, am Faschingsdienstag tanzen die Marktfrauen verkleidet auf dem Maibaum.

Die sechs Highlights im Überblick

Englischer Garten und Eisbach-Welle

Mit 375 Hektar einer der größten innerstädtischen Parks der Welt, größer als der New Yorker Central Park. 1789 von Kurfürst Karl Theodor angelegt, mit Chinesischem Turm-Biergarten (7000 Plätze), Monopteros-Hügel mit Stadtblick und der weltberühmten Eisbach-Welle, auf der Surfer das ganze Jahr ihre Bahnen ziehen. Eintritt frei.

Schloss Nymphenburg

Sommerresidenz der Wittelsbacher, 1664 begonnen, mit 632 Meter breiter Fassade die längste Schlossanlage Europas. Im Park (200 Hektar) liegen Amalienburg, Badenburg, Pagodenburg und Magdalenenklause. Eintritt Schloss 8 Euro, Park-Schlösser-Kombi 15 Euro, Park frei. Tram 17 ab Hauptbahnhof in 17 Minuten.

Pinakotheken im Kunstareal

Alte Pinakothek (Werke vor 1800, darunter Dürer und Rubens), Neue Pinakothek (19. Jahrhundert), Pinakothek der Moderne (20./21. Jahrhundert) und Museum Brandhorst (zeitgenössisch) bilden Deutschlands größtes Kunstareal. Einzeleintritt 7 bis 10 Euro, Sonntag pauschal 1 Euro. U2 Königsplatz oder U3/U6 Universität.

BMW Welt und BMW Museum

Architektur-Ikone von Coop Himmelb(l)au mit doppelkonischem Wolkenturm direkt am Olympiapark. Eintritt zur BMW Welt mit aktuellen Modellen frei, BMW Museum 10 Euro, Werksführung Plant Munich 13 Euro (vorab buchen, 2 Stunden). U-Bahn U3 Olympiazentrum in 18 Minuten vom Marienplatz.

Olympiapark

Errichtet zu den Sommerspielen 1972 nach dem Konzept von Günter Behnisch und Frei Otto mit der berühmten Zeltdach-Architektur. Olympiaturm mit 290 Meter Höhe und Rundum-Aussicht für 13 Euro, im Sommer Konzerte im Olympiastadion. Der Olympiasee bietet Tret- und Ruderboot-Verleih. U3 Olympiazentrum.

Münchner Residenz

Innenstadt-Schloss der Wittelsbacher von 1385 bis 1918, mit 130 Schauräumen das größte Stadtschloss Deutschlands. Antiquarium, Hofkapelle, Steinzimmer und das Cuvilliés-Theater im Apothekenstock. Eintritt Residenzmuseum 9 Euro, Schatzkammer 9 Euro, Kombi 14 Euro. U3/U6 Odeonsplatz.

Stadtteile im Vergleich — wo wohnen, ausgehen, schlendern?

Kriterium
Altstadt
Schwabing
Glockenbach
Haidhausen
Maxvorstadt
Charakter
historisch, Touristen-Zentrum
Bohème, Studenten, Cafés
queer, Szene, Designer
französisch geprägt, ruhig
Kunstareal, Universität
Hotelpreis Doppelzimmer
220 bis 480 Euro
160 bis 320 Euro
180 bis 340 Euro
150 bis 280 Euro
170 bis 320 Euro
ÖPNV-Anbindung
alle Linien Marienplatz
U3/U6 Münchner Freiheit
U1/U2 Sendlinger Tor
S-Bahn Rosenheimer Platz
U2 Königsplatz
Highlights
Marienplatz, Residenz, Hofbräuhaus
Englischer Garten Nord, Leopoldstraße
Gärtnerplatz, Müllersches Volksbad
Wiener Platz, Maximilianeum
Pinakotheken, Königsplatz
Nachtleben
touristisch, Hofbräuhaus
lebendig, Bars in Leopoldstraße
sehr lebendig, Clubs, Bars
ruhig, kleine Weinstuben
studentisch, günstige Bars
Empfehlung für
Erstbesucher, Kurztrip
längere Aufenthalte, Familien
junge Reisende, Szene-Fans
ruhige Reisende, Paare
Kulturreisende, Museumsbesuche

Die Preise gelten für ein Doppelzimmer in einem 4-Sterne-Hotel zur Hauptsaison ohne Messe oder Oktoberfest. Zum Oktoberfest und großen Messen wie BAUMA oder IAA verdoppeln sich die Preise und Übernachtungen sind oft Monate vorab ausgebucht.

Schwabing und Glockenbachviertel — die lebendigen Quartiere

Wer München länger als drei Tage erkundet, kommt um die beiden bekanntesten Szene-Viertel kaum herum. Schwabing nördlich der Maxvorstadt war um 1900 Boheme-Zentrum von Thomas Mann, Wassily Kandinsky und Frank Wedekind, heute mischen sich akademisches Flair der nahen Universität, gediegene Altbauwohnungen und die Nightlife-Achse Leopoldstraße. Das Glockenbachviertel zwischen Sendlinger Tor und Gärtnerplatz gilt seit den 1980er Jahren als Münchens queer-affines, kreatives Zentrum mit Designer-Boutiquen, Independent-Galerien, Bars und dem berühmten Schyrenbad.

Schwabing — Kaffeehäuser und Englischer Garten

Das Quartier nördlich der Universität reicht von der Münchner Freiheit bis zur Münchner Freiheit. Hauptachse ist die kilometerlange Leopoldstraße mit Cafés, Eisdielen und Open-Air-Galerien im Sommer. Der südliche Englische Garten liegt direkt östlich, vom Chinesischen Turm bis zum Eisbach in fünfzehn Gehminuten. Klassiker sind das Café Kosmos in der Dachauer Straße, der Schwabinger Wassermann, das Lehel am Markt und die Atelier-Kneipe Schelling-Salon mit Billardtisch, an dem schon Lenin spielte. Trambahn-Tipp: Linie 27 zwischen Karolinenplatz und Petuelring durchquert komplett Schwabing.

Glockenbachviertel — Gärtnerplatz und Müllersches Volksbad

Das Glockenbach ist seit den 1980er Jahren Münchens kreativste Ecke mit Klein-Galerien, Concept Stores, queer-affinen Bars und der besten Espressokaffee-Dichte der Stadt. Zentrum ist der Gärtnerplatz mit dem Staatstheater am Gärtnerplatz und einer Rundpark-Anlage. Südlich davon das Schyrenbad (Münchens schönstes Freibad aus den 1930ern), östlich das Müllersche Volksbad von 1901 als Jugendstil-Bad mit großer und kleiner Schwimmhalle und Dampfbad-Bereich (Tageskarte 4,80 Euro). Bar-Tipps sind die Goldene Bar im Haus der Kunst, das Holy Home in der Reichenbachstraße und Bei Mama Jankowski für Pierogi.

Praktische Tipps für München

  • München CityTourCard

    Die Tageskarte kombiniert MVV-Innenraum-Ticket mit Rabatten von 10 bis 30 Prozent auf rund 80 Attraktionen darunter Schloss Nymphenburg, BMW Museum, Olympiaturm und Hop-on-Hop-off-Busse. Single-Tageskarte ab 17,50 Euro, Partner-Tageskarte 26,90 Euro, 6-Tages-Karte 41,90 Euro. Erhältlich an MVV-Automaten, im Touristikbüro am Marienplatz oder online über muenchen.travel.

  • Sonntag in den Pinakotheken für 1 Euro

    Alle staatlichen Münchner Museen (Alte, Neue, Moderne Pinakothek, Brandhorst, Ägyptisches Museum, Glyptothek) kosten sonntags pauschal nur 1 Euro Eintritt. Wer zwei oder drei Häuser am Wochenende kombinieren will, spart so 20 bis 30 Euro. Anreise bequem mit U2 Königsplatz oder zu Fuß ab Hauptbahnhof in 10 Minuten.

  • + Bayerntickets für Tagesausflüge

    Das Bayern-Ticket auf bahn.de gilt einen Tag lang in allen Nahverkehrszügen und Stadtverkehren in Bayern für 28 Euro Solo, jede weitere Person 9 Euro (bis 5 Personen). Damit fährt man bis Garmisch, Salzburg, Berchtesgaden, Nürnberg oder zum Königssee. Gültig montags bis freitags ab 9 Uhr, am Wochenende ganztägig.

  • i Glockenspiel-Timing

    Das berühmte Glockenspiel am Neuen Rathaus läuft täglich um 11 und 12 Uhr, zwischen Mai und Oktober zusätzlich um 17 Uhr. Die komplette Vorführung dauert 10 bis 12 Minuten und endet mit dem goldenen Hahn auf dem Turm. Wer den besten Blickwinkel will, kommt 15 Minuten vorher oder beobachtet vom Café Glockenspiel im fünften Stock gegenüber.

  • Tischreservierung Biergarten

    In den großen Biergärten wie Chinesischer Turm, Hirschgarten oder Augustiner-Keller darf man auf den Selbstversorger-Bänken kostenlos Platz nehmen und mitgebrachte Brotzeit auspacken, nur die Getränke werden gekauft. An den weiß-blau gedeckten Tischen gilt Bedienung mit Speisekarte, dort möglichst vorab reservieren bei größeren Gruppen, besonders an Wochenenden.

  • Barrierefreier ÖPNV

    Alle U-Bahnhöfe und S-Bahn-Stationen im Innenraum sind mit Aufzügen ausgestattet, die Trams der jüngeren Generation sind niederflurig. Die MVV-App zeigt unter dem Filter Barrierefreiheit, welche Stationen aktuell wegen Wartung gesperrt sind. Begleitperson für Schwerbehinderte mit Merkzeichen B fährt mit dem Behindertenausweis kostenlos mit.

  • Eisbach-Welle und Flaucher

    Auf der Eisbach-Welle am südlichen Englischen Garten surfen erfahrene Surfer das ganze Jahr durch, der Zugang ist frei aber nur für Profis. Wer im Sommer baden will, nutzt den Flaucher südlich des Tierparks (S-Bahn S7 Großhesseloher Brücke), eine FKK-tolerante Isarweite mit Kies-Stränden und Picknick-Wiesen. Achtung, die Isar führt kaltes Schmelzwasser, im Frühsommer kaum über 14 Grad.

  • Regentag-Plan

    Bei Regen lohnt sich das Deutsche Museum auf der Museumsinsel (15 Euro, 4 bis 6 Stunden Verweildauer), die NS-Dokumentation am Königsplatz (5 Euro), das Bayerische Nationalmuseum (7 Euro) oder eine BMW-Werksführung. Auch die Verkostungsbar Schumann's, das Lenbachhaus mit Blauer-Reiter-Sammlung oder eine Münchner Marionetten-Vorstellung sind regenfeste Programmpunkte.

Insider-Tipps

Versteckte Plätze

Wer dem Marienplatz-Trubel entkommen will, geht zum Hofgarten direkt nördlich der Residenz, einer barocken Anlage mit Diana-Tempel und seitlich gelegenem Café Tambosi, dem ältesten Münchner Kaffeehaus seit 1775. Ebenfalls ruhig ist der St.-Anna-Platz in Lehel mit der gleichnamigen Klosterkirche und dem unscheinbaren, aber feinen Brasserie OskarMaria. Wer Münchner Brauerei-Tradition kompakt erleben will, ist im Augustiner-Keller in der Arnulfstraße mit 5000 Plätzen unter alten Kastanien und der schönsten Augustiner-Halben der Stadt richtig.

Beste Aussichtspunkte

Der Olympiaturm mit 290 Metern bietet die weiteste Aussicht über die Stadt bis zur Zugspitze (klare Föhntage) für 13 Euro, der Alte Peter (Pfarrkirche Sankt Peter) hat für 5 Euro nur 306 Stufen und den besten Blick auf Marienplatz und Frauenkirche. Der Rathausturm ist per Aufzug für 6,50 Euro begehbar. Geheim-Tipp ist die Aussichtsterrasse der Bavaria-Statue an der Theresienwiese, kostenlos zu Fuß durch die hohle Statue erreichbar, im Sommer mit Blick auf das Oktoberfest-Gelände.

Oktoberfest und Tagesausflüge

Zwei Erlebnisse gehören für viele München-Besucher zum Pflichtprogramm: Das Oktoberfest auf der Theresienwiese als größtes Volksfest der Welt mit jährlich 6 Millionen Besuchern, und Tagesausflüge in die nähere Umgebung, allen voran Schloss Neuschwanstein und die KZ-Gedenkstätte Dachau. Beides sollte man früh und gut planen.

Oktoberfest — die Wiesn auf der Theresienwiese

Das Oktoberfest findet jährlich von Mitte September bis zum ersten Oktober-Sonntag statt, 2026 vom 19. September bis 4. Oktober. 16 Tage lang verwandelt sich die Theresienwiese in das größte Volksfest der Welt mit 14 großen Festzelten zwischen 5000 und 11000 Plätzen, 21 kleinen Zelten, drei riesigen Achterbahnen und über 200 Schaustellergeschäften. Eintritt frei, Tischreservierung in den großen Zelten (Schottenhamel, Hofbräu, Augustiner, Hacker, Paulaner, Käfer Wiesnschänke) ist meist Monate vorab ausgebucht, eine Maß Wiesnbier kostet 2026 voraussichtlich 15 bis 16 Euro, ein halbes Hendl 18 bis 22 Euro. Ohne Reservierung gilt: Vormittag bis 11 Uhr ins Zelt und einen Platz schnappen, ab 15 Uhr ist nichts mehr frei. Die Mittagstische in fast allen Zelten sind reservierungsfrei und meist zwischen 11 und 14 Uhr.

Tagesausflug Schloss Neuschwanstein

Das berühmteste Märchenschloss der Welt liegt 110 Kilometer südwestlich von München bei Füssen und wurde ab 1869 für Ludwig II. gebaut, blieb bei seinem Tod 1886 unvollendet. Anreise per Auto über A95 und B17 in 1:45 Stunden, per Bahn ab Hauptbahnhof mit Regionalbahn nach Füssen in 2:05 Stunden und Bus 73/78 zum Schlossparkplatz Hohenschwangau. Eintritt nur per geführter Tour, 18 Euro Schloss Neuschwanstein, Kombi mit Hohenschwangau 31 Euro, online vorab buchen ist Pflicht in der Hauptsaison Juni bis September. Die Marienbrücke mit dem ikonischen Schloss-Blickpunkt ist saisonal gesperrt im Winter wegen Eisgefahr.

Tagesausflug KZ-Gedenkstätte Dachau

Die Gedenkstätte auf dem Gelände des ersten NS-Konzentrationslagers (1933 bis 1945) liegt nur 18 Kilometer nordwestlich der Innenstadt im Stadtteil Dachau-Ost. Anreise per S2 ab Hauptbahnhof in 22 Minuten bis Bahnhof Dachau, dann Bus 726 in 8 Minuten zur Gedenkstätte. Eintritt frei, geführte Touren auf Deutsch täglich 11 und 13 Uhr für 4 Euro, Audio-Guide 4 Euro. Vor Ort 90 Minuten Mindestaufenthalt, mit Audio-Guide oder Tour 3 bis 4 Stunden. Wichtige Gedenkorte sind das Krematorium, die Lagerstraße, die Häftlings-Baracken und das Internationale Mahnmal. Geöffnet täglich 9 bis 17 Uhr außer 24. Dezember.

Weitere Tagestouren ab München

Per Bayernticket auf bahn.de erreicht man in 1:20 Stunden Garmisch-Partenkirchen für Alpspitze und Zugspitze, in 1:30 Stunden Salzburg für Festung und Mozart-Spuren, in 2:00 Stunden Berchtesgaden für Königssee und Watzmann, in 1:40 Stunden Regensburg mit UNESCO-Altstadt und Steinerner Brücke und in 1:00 Stunde den Starnberger See mit Schloss Berg und der historischen Salondampfer-Flotte. Die Wieskirche bei Steingaden und Schloss Linderhof lassen sich gut mit Neuschwanstein an einem Tag kombinieren, wenn man mit dem Mietwagen unterwegs ist.

HÄUFIGE FRAGEN

Wie lange dauert die Anreise von Deutschland nach München?

Per ICE ab Berlin sind es 4:00 Stunden, ab Hamburg 5:50, ab Frankfurt 3:10, ab Köln 4:30 und ab Stuttgart 2:15 Stunden. Mit dem Flugzeug zum Flughafen München (MUC) fliegt man ab den meisten deutschen Großstädten in 1:00 bis 1:15 Stunden. Per Auto ab Berlin sind es 5:45 Stunden über die A9, ab Frankfurt 4:00 Stunden über A3 und A9, ab Stuttgart 2:15 Stunden über die A8.

Wie komme ich am besten vom Flughafen München in die Innenstadt?

Die S-Bahn S1 über Freising und S8 über Ismaning pendeln alle 10 Minuten zwischen Flughafen und Hauptbahnhof in 40 bis 45 Minuten, ein Einzelticket kostet 14,30 Euro. Der Lufthansa Airport Bus fährt im 20-Minuten-Takt direkt zum Hauptbahnhof in 45 Minuten für 13 Euro. Taxis kosten 70 bis 90 Euro je nach Verkehrslage. Wer mit der Tageskarte fährt, zahlt 17,80 Euro für zwei Zonen und kann den ganzen Tag das ÖPNV-Netz nutzen.

Welche Stadtviertel eignen sich am besten zum Übernachten?

Für Erstbesucher und Kurztrips ist die Altstadt mit Marienplatz die beste Wahl (220 bis 480 Euro im 4-Sterne-Hotel), aber teuer und nachts touristisch. Schwabing bietet Bohème-Atmosphäre und direkten Englischer-Garten-Zugang (160 bis 320 Euro). Das Glockenbachviertel zwischen Sendlinger Tor und Gärtnerplatz ist kreativ und queer-affin (180 bis 340 Euro). Haidhausen östlich der Isar ist ruhiger und französisch geprägt (150 bis 280 Euro). Zur Oktoberfest-Zeit verdoppeln sich alle Preise.

Was ist die beste Reisezeit für München?

Mai bis September mit milden bis warmen Temperaturen (15 bis 27 Grad), langen Tagen und Biergarten-Saison ist die Hauptzeit. Juli und August können heiß werden, Vorab-Hotelbuchung ist Pflicht. Die Oktoberfest-Zeit von Mitte September bis Anfang Oktober ist die teuerste und vollste Zeit. Die Adventszeit mit Christkindlmarkt am Marienplatz und Weihnachtsdorf in der Residenz ist stimmungsvoll. Januar und Februar sind kalt mit Föhntagen und Skitouren-Möglichkeit in Garmisch.

Wie funktioniert der MVV in München und was kostet ein Ticket?

Der Münchner Verkehrs- und Tarifverbund MVV vereint U-Bahn (8 Linien), S-Bahn (8 Linien), Tram (13 Linien) und Bus unter einem Tarif gestaffelt nach Zonen. Eine Einzelfahrt im Innenraum M kostet 4,00 Euro, eine Streifenkarte mit 10 Streifen 17,80 Euro, die Single-Tageskarte Innenraum 9,20 Euro, die Partner-Tageskarte 17,80 Euro für bis zu 5 Personen. Tickets gibt es an MVV-Automaten, in der MVV-App oder im DB Navigator. Tageskarten sind ab Entwertung 24 Stunden gültig.

Was kostet das Oktoberfest und wie reserviere ich einen Tisch?

Eintritt zum Oktoberfest auf der Theresienwiese ist frei, aber in den 14 großen Festzelten sind Tischreservierungen meist 6 bis 9 Monate vorab ausgebucht. Eine Maß Wiesnbier kostet 2026 voraussichtlich 15 bis 16 Euro, ein halbes Hendl 18 bis 22 Euro, eine Brezn 6 Euro. Reservierungen laufen direkt über die Zelt-Websites (Schottenhamel, Hofbräu, Augustiner, Hacker, Paulaner, Käfer) ab Februar des laufenden Jahres. Ohne Reservierung gilt vor 11 Uhr ins Zelt gehen und einen Platz schnappen.

Lohnt sich der Tagesausflug nach Schloss Neuschwanstein?

Ja, das Schloss ist eines der berühmtesten Bauwerke der Welt und liegt nur 110 Kilometer südwestlich von München. Per Auto über A95 und B17 dauert die Anreise 1:45 Stunden, per Bahn ab Hauptbahnhof mit Regionalbahn nach Füssen 2:05 Stunden und Bus 73 oder 78 zum Schlossparkplatz. Eintritt nur per geführter Tour 18 Euro, Kombi mit Hohenschwangau 31 Euro. In der Hauptsaison Juni bis September ist die Online-Vorab-Buchung Pflicht, Tickets sind oft Wochen vorab ausverkauft.

Wie besucht man die KZ-Gedenkstätte Dachau?

Die Gedenkstätte auf dem Gelände des ersten NS-Konzentrationslagers liegt 18 Kilometer nordwestlich der Innenstadt. Anreise per S-Bahn S2 ab Hauptbahnhof in 22 Minuten bis Bahnhof Dachau, dann Bus 726 in 8 Minuten zur Gedenkstätte. Eintritt frei, geführte Touren auf Deutsch täglich 11 und 13 Uhr für 4 Euro, Audio-Guide für 4 Euro. Mindestaufenthalt 90 Minuten, mit Tour oder Audio-Guide 3 bis 4 Stunden. Geöffnet täglich 9 bis 17 Uhr außer Heiligabend. Kinder unter 12 nicht empfohlen.

Wo sind die besten Biergärten Münchens?

Der Hirschgarten in Neuhausen ist mit 8000 Plätzen der größte Biergarten Europas, der Chinesische Turm im Englischen Garten der bekannteste (7000 Plätze), der Augustiner-Keller in der Arnulfstraße mit 5000 Plätzen unter alten Kastanien der traditionellste. Geheim-Tipps sind der Flaucher an der Isar, das Paulaner am Nockherberg und der Aumeister im Englischen Garten Nord. Eine Maß kostet zwischen 4,90 und 6,50 Euro, Selbstversorger-Bänke mit Brotzeit-Mitnahme erlaubt, Bedienung an gedeckten Tischen empfehlenswert reservieren.

Wie viele Tage sollte man für München einplanen?

Für die Altstadt mit Marienplatz, Frauenkirche, Viktualienmarkt und Hofbräuhaus reichen 2 Tage. Mit Englischem Garten, Schwabing und Schloss Nymphenburg sind es 3 bis 4 Tage. Wer zusätzlich Pinakotheken, BMW Welt, Olympiapark und einen Tagesausflug nach Neuschwanstein oder Dachau will, plant 5 bis 6 Tage ein. Ein verlängertes Wochenende (3 Nächte) ist die häufigste Aufenthaltsdauer und reicht für die Highlights der Altstadt plus einen halben Englischer-Garten-Tag.

Was kostet ein Wochenende in München durchschnittlich?

Ein verlängertes Wochenende für zwei Personen (drei Nächte 4-Sterne-Hotel zentral, MVV, Mittag und Abendessen, drei Attraktionen plus Tagesausflug) kommt auf rund 950 bis 1500 Euro außerhalb der Oktoberfest-Zeit, also etwa 320 bis 500 Euro pro Person und Tag. Während des Oktoberfests verdoppeln sich die Hotelpreise auf 400 bis 900 Euro pro Nacht, das Budget steigt auf 2000 bis 3000 Euro. Sparoptionen sind Hotels in Haidhausen, Sonntags-Pinakotheken für 1 Euro und Selbstversorger-Biergärten.

Brauche ich für München eine Reservierung im Hofbräuhaus?

Nein, im Hofbräuhaus am Platzl mit seinen 3000 Plätzen über drei Etagen muss man nicht reservieren, in der berühmten Schwemme im Erdgeschoss setzt man sich frei an noch unbesetzte Tische und teilt mit anderen Gästen. Reservierung lohnt sich nur für Gruppen ab 10 Personen oder im ruhigeren Festsaal im zweiten Stock. Eine Maß HB-Hell kostet 9,70 Euro, eine Brezn 4,80 Euro, der Schweinsbraten 18,50 Euro. Öffnungszeiten täglich 9 bis 23:30 Uhr, am stärksten besucht zwischen 18 und 21 Uhr.
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