München ist mit rund 1,58 Millionen Einwohnern die drittgrößte Stadt Deutschlands und Hauptstadt des Freistaats Bayern. Die einstige Residenzstadt der Wittelsbacher liegt 520 Meter über dem Meer am Nordrand der Alpen, die an klaren Föhntagen scheinbar zum Greifen nah hinter dem Stadtrand aufragen. Gegründet 1158 von Heinrich dem Löwen, gewachsen zur königlich-bayerischen Hauptstadt und nach 1945 zur weltoffenen Wirtschaftsmetropole, vereint München heute Weißwurst-Tradition und High-Tech, Hofbräuhaus-Trubel und Kunstareal-Stille, Englischen Garten mit Eisbach-Welle und Schwabinger Bohème. Der Marienplatz mit dem Rathaus-Glockenspiel bildet die historische Mitte, von dort sind es zu Fuß zwölf Minuten zur Frauenkirche, fünfzehn zum Viktualienmarkt und zwanzig zum Englischen Garten. Mit BMW Welt, Olympiapark und drei Pinakotheken liegen Industriedesign, Sport-Erbe und Kunstgeschichte in fußläufiger Distanz, und über S-Bahn und Regionalzug erreichen Tagesausflügler Schloss Neuschwanstein, Dachau und die Zugspitze in zwei Stunden. Die offizielle Tourismusseite muenchen.travel bündelt aktuelle Veranstaltungen und Tickets, der Münchner Verkehrs- und Tarifverbund mvv-muenchen.de stellt Fahrpläne und Linienpläne bereit, Bahnreisende prüfen Verbindungen auf bahn.de.
Anreise und Erreichbarkeit
München liegt am Schnittpunkt der wichtigsten süddeutschen Verkehrsachsen und ist von allen Himmelsrichtungen gut erreichbar. Der Flughafen Franz Josef Strauß (MUC) im Erdinger Moos ist der zweitgrößte Deutschlands, der Hauptbahnhof zentraler ICE-Knoten Süddeutschlands, und über die Autobahnen A8 (Stuttgart/Salzburg), A9 (Nürnberg/Berlin), A92 (Deggendorf), A95 (Garmisch-Partenkirchen) und A96 (Lindau) führen sternförmig Achsen in alle Richtungen. Aktuelle Tourismusinformationen bündelt muenchen.travel, Fahrpläne und Tickets im Stadtgebiet gibt es bei mvv-muenchen.de, und Fernverkehrsverbindungen prüft man auf bahn.de.
Mit dem Flugzeug — Franz Josef Strauß (MUC)
Der Flughafen München liegt 35 Kilometer nordöstlich der Innenstadt im Erdinger Moos und ist Drehkreuz der Lufthansa-Tochter Lufthansa City Airlines sowie Sekundär-Hub von Lufthansa. Über 250 Direktverbindungen weltweit, alle deutschen Großstädte werden angebunden außer den unmittelbaren Bahn-Konkurrenten Stuttgart und Nürnberg. Vom Flughafen führt die S-Bahn S1 über Freising und S8 über Ismaning in jeweils 40 bis 45 Minuten zum Hauptbahnhof und Marienplatz, die Linien starten alle zehn Minuten zwischen 4 Uhr früh und Mitternacht. Ein Einzelticket Flughafen-Innenstadt kostet 14,30 Euro, die günstigere Tageskarte für zwei Zonen 17,80 Euro. Der Lufthansa Airport Bus pendelt im 20-Minuten-Takt direkt zum Hauptbahnhof in 45 Minuten (13 Euro). Taxis kosten 70 bis 90 Euro.
Mit der Bahn — ICE-Knoten Hauptbahnhof
Der Münchner Hauptbahnhof ist einer der zehn meistfrequentierten ICE-Bahnhöfe Deutschlands. Aus Berlin fahren ICE in 4:00 Stunden über Nürnberg, aus Hamburg in 5:50, aus Frankfurt am Main in 3:10, aus Köln in 4:30, aus Stuttgart in 2:15 und aus Wien in 4:00 Stunden. Der Bahnhof liegt am westlichen Rand der Innenstadt, vom Hauptausgang sind es zwölf Minuten zu Fuß zum Marienplatz oder zwei U-Bahn-Stationen mit U1, U2, U4 oder U5. Für ICE-Sparpreise nach Bayern empfiehlt sich bahn.de mit BahnCard-Rabatt, Sparpreis ab 17,90 Euro buchbar bis 6 Monate vorab. Der Münchner Ostbahnhof und Pasing sind ICE-Halte für Verbindungen Richtung Salzburg und Lindau.
Mit dem Auto und Parken
Aus Norden über die A9 ab Nürnberg (170 km, 1:45 h), aus Westen über die A8 ab Stuttgart (225 km, 2:15 h) oder ab Frankfurt über A3/A9 (390 km, 4:00 h), aus Süden über die A95 von Garmisch (90 km, 1:00 h) oder die A8 ab Salzburg (140 km, 1:30 h). Die Mittlerer Ring umschließt die Innenstadt, die Altstadt selbst ist weitgehend autofreie Fußgängerzone. Park-and-Ride-Plätze an den S-Bahn-Endpunkten Holzkirchen, Tutzing oder Ebersberg kosten 1 Euro pro Tag inklusive ÖPNV-Anschluss. Innenstadt-Tiefgaragen wie Marienhof, Hofstatt, Stachus-Passagen oder Operngarage liegen zwischen 3,50 und 5,00 Euro pro Stunde, Tageshöchstsatz 30 bis 40 Euro. Seit Februar 2025 gilt im Mittleren Ring die strenge Umweltzone, nur Fahrzeuge mit grüner Plakette dürfen einfahren.
Vor Ort bewegen — MVV mit U-Bahn, S-Bahn, Tram, Bus
Der Münchner Verkehrs- und Tarifverbund MVV vereint U-Bahn (8 Linien), S-Bahn (8 Linien), Tram (13 Linien), Bus und Regionalverkehr unter einem Tarif. Die acht U-Bahn-Linien U1 bis U8 erschließen die Stadt sternförmig vom Marienplatz aus, alle S-Bahnen treffen sich auf der zentralen Stammstrecke zwischen Pasing und Ostbahnhof mit den Hauptstationen Hauptbahnhof, Karlsplatz Stachus, Marienplatz, Isartor und Rosenheimer Platz. Tickets kosten gestaffelt nach Zonen: Einzelfahrt Innenstadt M 4,00 Euro, Streifenkarte 17,80 Euro für zehn Streifen, Single-Tageskarte für die Innenraum-Zone 9,20 Euro, IsarCard9Uhr-Monatskarte 65,00 Euro. Die MVV-App und die DB Navigator-App zeigen Echtzeitverbindungen, Tickets gibt es an jedem Bahnhof oder per Smartphone. Die Altstadt zwischen Marienplatz, Frauenkirche, Viktualienmarkt und Hofbräuhaus ist in 15 Gehminuten komplett zu Fuß abgegrast.
Die großen Wahrzeichen — Marienplatz, Frauenkirche, Hofbräuhaus
Münchens historische Altstadt liegt komplett innerhalb des ehemaligen Stadtmauer-Rings, dessen Verlauf heute durch den Altstadtring nachgezeichnet wird. Die wichtigsten Wahrzeichen drängen sich auf einer Fläche von gerade einmal einem Quadratkilometer zwischen Marienplatz, Frauenkirche, Hofbräuhaus, Residenz und Viktualienmarkt. Wer früh am Morgen kommt, hat Marienplatz und Glockenspiel fast für sich; ab 11 Uhr füllt sich das Pflaster mit Reisegruppen.
Marienplatz und Neues Rathaus
Der Marienplatz ist seit der Stadtgründung 1158 das urbane Zentrum Münchens und beherbergt seit 1908 das mächtige Neue Rathaus im neugotischen Stil mit 85 Meter hohem Turm und 43 Glocken-Glockenspiel. Täglich um 11 und 12 Uhr (Mai bis Oktober auch um 17 Uhr) tanzen die 32 lebensgroßen Figuren des Glockenspiels und erzählen vom Schäfflertanz und vom Ritterturnier zur Hochzeit Herzog Wilhelms V. 1568. Im Zentrum des Platzes steht die vergoldete Mariensäule von 1638, ein Dank für die Verschonung Münchens im Dreißigjährigen Krieg. Der Rathausturm ist täglich bis 19 Uhr per Aufzug für 6,50 Euro begehbar mit Panoramablick auf die Frauenkirche und die Alpen.
Frauenkirche — das Symbol Münchens
Die Frauenkirche (Dom zu Unserer Lieben Frau) wurde zwischen 1468 und 1488 als spätgotische Backsteinhallenkirche von Jörg von Halsbach errichtet und ist mit ihren zwei 99-Meter-Türmen und den charakteristischen welschen Hauben das Wahrzeichen Münchens schlechthin. Seit 1971 darf laut Beschluss kein Neubau in der Innenstadt die Türme überragen, ein Bürgerentscheid bekräftigte 2004 diese Höhenbegrenzung. Im Inneren liegt das berühmte Kaisergrab Ludwigs des Bayern und der sagenumwobene Teufelstritt am Eingang, ein dunkler Fußabdruck im Boden. Eintritt zur Kirche frei, der Südturm war bis 2023 begehbar und wird derzeit saniert, Wiedereröffnung 2027 geplant.
Hofbräuhaus — die berühmteste Bierhalle der Welt
Das Hofbräuhaus am Platzl wurde 1589 als herzogliche Brauerei gegründet und ist seit 1828 öffentliche Wirtschaft. Die heutige Wirtshausanlage von 1897 erstreckt sich über drei Etagen mit dem berühmten Schwemme-Saal im Erdgeschoss (1300 Plätze), dem Bräustüberl im ersten Stock und dem Festsaal für 1300 Personen im zweiten. Täglich zapfen die Schenken bis zu 30.000 Halbe HB-Hell, eine Maß kostet 9,70 Euro, eine Brezn 4,80 Euro, der Schweinsbraten 18,50 Euro. Die Blaskapelle spielt täglich ab 11 Uhr Schuhplattler-Klassiker. Wer den Massentourismus meidet, geht stattdessen ins Augustiner-Bräustuben in Schwanthalerhöhe oder das Schneider Weisse-Brauhaus im Tal.
Viktualienmarkt — Münchens Schlemmer-Herz
Direkt südlich vom Marienplatz erstreckt sich seit 1807 der Viktualienmarkt, Münchens permanenter Wochenmarkt auf 22.000 Quadratmetern mit 110 Ständen. Käse aus dem Allgäu, Lebkuchen aus Nürnberg, Wildbret aus den bayerischen Wäldern, Antipasti aus Südtirol, Austern aus der Bretagne und das berühmte Münchner Weißwurst-Frühstück mit süßem Senf und Brezn finden sich hier. Im Zentrum steht der Maibaum mit Zunft-Tafeln, davor der namensgebende Biergarten mit 800 Plätzen unter Kastanien (Maß 4,90 Euro). Geöffnet Montag bis Samstag 8 bis 18 Uhr, am Faschingsdienstag tanzen die Marktfrauen verkleidet auf dem Maibaum.
Die sechs Highlights im Überblick
Englischer Garten und Eisbach-Welle
Mit 375 Hektar einer der größten innerstädtischen Parks der Welt, größer als der New Yorker Central Park. 1789 von Kurfürst Karl Theodor angelegt, mit Chinesischem Turm-Biergarten (7000 Plätze), Monopteros-Hügel mit Stadtblick und der weltberühmten Eisbach-Welle, auf der Surfer das ganze Jahr ihre Bahnen ziehen. Eintritt frei.
Schloss Nymphenburg
Sommerresidenz der Wittelsbacher, 1664 begonnen, mit 632 Meter breiter Fassade die längste Schlossanlage Europas. Im Park (200 Hektar) liegen Amalienburg, Badenburg, Pagodenburg und Magdalenenklause. Eintritt Schloss 8 Euro, Park-Schlösser-Kombi 15 Euro, Park frei. Tram 17 ab Hauptbahnhof in 17 Minuten.
Pinakotheken im Kunstareal
Alte Pinakothek (Werke vor 1800, darunter Dürer und Rubens), Neue Pinakothek (19. Jahrhundert), Pinakothek der Moderne (20./21. Jahrhundert) und Museum Brandhorst (zeitgenössisch) bilden Deutschlands größtes Kunstareal. Einzeleintritt 7 bis 10 Euro, Sonntag pauschal 1 Euro. U2 Königsplatz oder U3/U6 Universität.
BMW Welt und BMW Museum
Architektur-Ikone von Coop Himmelb(l)au mit doppelkonischem Wolkenturm direkt am Olympiapark. Eintritt zur BMW Welt mit aktuellen Modellen frei, BMW Museum 10 Euro, Werksführung Plant Munich 13 Euro (vorab buchen, 2 Stunden). U-Bahn U3 Olympiazentrum in 18 Minuten vom Marienplatz.
Olympiapark
Errichtet zu den Sommerspielen 1972 nach dem Konzept von Günter Behnisch und Frei Otto mit der berühmten Zeltdach-Architektur. Olympiaturm mit 290 Meter Höhe und Rundum-Aussicht für 13 Euro, im Sommer Konzerte im Olympiastadion. Der Olympiasee bietet Tret- und Ruderboot-Verleih. U3 Olympiazentrum.
Münchner Residenz
Innenstadt-Schloss der Wittelsbacher von 1385 bis 1918, mit 130 Schauräumen das größte Stadtschloss Deutschlands. Antiquarium, Hofkapelle, Steinzimmer und das Cuvilliés-Theater im Apothekenstock. Eintritt Residenzmuseum 9 Euro, Schatzkammer 9 Euro, Kombi 14 Euro. U3/U6 Odeonsplatz.
Stadtteile im Vergleich — wo wohnen, ausgehen, schlendern?
Die Preise gelten für ein Doppelzimmer in einem 4-Sterne-Hotel zur Hauptsaison ohne Messe oder Oktoberfest. Zum Oktoberfest und großen Messen wie BAUMA oder IAA verdoppeln sich die Preise und Übernachtungen sind oft Monate vorab ausgebucht.
Schwabing und Glockenbachviertel — die lebendigen Quartiere
Wer München länger als drei Tage erkundet, kommt um die beiden bekanntesten Szene-Viertel kaum herum. Schwabing nördlich der Maxvorstadt war um 1900 Boheme-Zentrum von Thomas Mann, Wassily Kandinsky und Frank Wedekind, heute mischen sich akademisches Flair der nahen Universität, gediegene Altbauwohnungen und die Nightlife-Achse Leopoldstraße. Das Glockenbachviertel zwischen Sendlinger Tor und Gärtnerplatz gilt seit den 1980er Jahren als Münchens queer-affines, kreatives Zentrum mit Designer-Boutiquen, Independent-Galerien, Bars und dem berühmten Schyrenbad.
Schwabing — Kaffeehäuser und Englischer Garten
Das Quartier nördlich der Universität reicht von der Münchner Freiheit bis zur Münchner Freiheit. Hauptachse ist die kilometerlange Leopoldstraße mit Cafés, Eisdielen und Open-Air-Galerien im Sommer. Der südliche Englische Garten liegt direkt östlich, vom Chinesischen Turm bis zum Eisbach in fünfzehn Gehminuten. Klassiker sind das Café Kosmos in der Dachauer Straße, der Schwabinger Wassermann, das Lehel am Markt und die Atelier-Kneipe Schelling-Salon mit Billardtisch, an dem schon Lenin spielte. Trambahn-Tipp: Linie 27 zwischen Karolinenplatz und Petuelring durchquert komplett Schwabing.
Glockenbachviertel — Gärtnerplatz und Müllersches Volksbad
Das Glockenbach ist seit den 1980er Jahren Münchens kreativste Ecke mit Klein-Galerien, Concept Stores, queer-affinen Bars und der besten Espressokaffee-Dichte der Stadt. Zentrum ist der Gärtnerplatz mit dem Staatstheater am Gärtnerplatz und einer Rundpark-Anlage. Südlich davon das Schyrenbad (Münchens schönstes Freibad aus den 1930ern), östlich das Müllersche Volksbad von 1901 als Jugendstil-Bad mit großer und kleiner Schwimmhalle und Dampfbad-Bereich (Tageskarte 4,80 Euro). Bar-Tipps sind die Goldene Bar im Haus der Kunst, das Holy Home in der Reichenbachstraße und Bei Mama Jankowski für Pierogi.
Praktische Tipps für München
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München CityTourCard
Die Tageskarte kombiniert MVV-Innenraum-Ticket mit Rabatten von 10 bis 30 Prozent auf rund 80 Attraktionen darunter Schloss Nymphenburg, BMW Museum, Olympiaturm und Hop-on-Hop-off-Busse. Single-Tageskarte ab 17,50 Euro, Partner-Tageskarte 26,90 Euro, 6-Tages-Karte 41,90 Euro. Erhältlich an MVV-Automaten, im Touristikbüro am Marienplatz oder online über muenchen.travel.
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Sonntag in den Pinakotheken für 1 Euro
Alle staatlichen Münchner Museen (Alte, Neue, Moderne Pinakothek, Brandhorst, Ägyptisches Museum, Glyptothek) kosten sonntags pauschal nur 1 Euro Eintritt. Wer zwei oder drei Häuser am Wochenende kombinieren will, spart so 20 bis 30 Euro. Anreise bequem mit U2 Königsplatz oder zu Fuß ab Hauptbahnhof in 10 Minuten.
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Bayerntickets für Tagesausflüge
Das Bayern-Ticket auf bahn.de gilt einen Tag lang in allen Nahverkehrszügen und Stadtverkehren in Bayern für 28 Euro Solo, jede weitere Person 9 Euro (bis 5 Personen). Damit fährt man bis Garmisch, Salzburg, Berchtesgaden, Nürnberg oder zum Königssee. Gültig montags bis freitags ab 9 Uhr, am Wochenende ganztägig.
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Glockenspiel-Timing
Das berühmte Glockenspiel am Neuen Rathaus läuft täglich um 11 und 12 Uhr, zwischen Mai und Oktober zusätzlich um 17 Uhr. Die komplette Vorführung dauert 10 bis 12 Minuten und endet mit dem goldenen Hahn auf dem Turm. Wer den besten Blickwinkel will, kommt 15 Minuten vorher oder beobachtet vom Café Glockenspiel im fünften Stock gegenüber.
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Tischreservierung Biergarten
In den großen Biergärten wie Chinesischer Turm, Hirschgarten oder Augustiner-Keller darf man auf den Selbstversorger-Bänken kostenlos Platz nehmen und mitgebrachte Brotzeit auspacken, nur die Getränke werden gekauft. An den weiß-blau gedeckten Tischen gilt Bedienung mit Speisekarte, dort möglichst vorab reservieren bei größeren Gruppen, besonders an Wochenenden.
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Barrierefreier ÖPNV
Alle U-Bahnhöfe und S-Bahn-Stationen im Innenraum sind mit Aufzügen ausgestattet, die Trams der jüngeren Generation sind niederflurig. Die MVV-App zeigt unter dem Filter Barrierefreiheit, welche Stationen aktuell wegen Wartung gesperrt sind. Begleitperson für Schwerbehinderte mit Merkzeichen B fährt mit dem Behindertenausweis kostenlos mit.
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Eisbach-Welle und Flaucher
Auf der Eisbach-Welle am südlichen Englischen Garten surfen erfahrene Surfer das ganze Jahr durch, der Zugang ist frei aber nur für Profis. Wer im Sommer baden will, nutzt den Flaucher südlich des Tierparks (S-Bahn S7 Großhesseloher Brücke), eine FKK-tolerante Isarweite mit Kies-Stränden und Picknick-Wiesen. Achtung, die Isar führt kaltes Schmelzwasser, im Frühsommer kaum über 14 Grad.
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Regentag-Plan
Bei Regen lohnt sich das Deutsche Museum auf der Museumsinsel (15 Euro, 4 bis 6 Stunden Verweildauer), die NS-Dokumentation am Königsplatz (5 Euro), das Bayerische Nationalmuseum (7 Euro) oder eine BMW-Werksführung. Auch die Verkostungsbar Schumann's, das Lenbachhaus mit Blauer-Reiter-Sammlung oder eine Münchner Marionetten-Vorstellung sind regenfeste Programmpunkte.
Insider-Tipps
Versteckte Plätze
Wer dem Marienplatz-Trubel entkommen will, geht zum Hofgarten direkt nördlich der Residenz, einer barocken Anlage mit Diana-Tempel und seitlich gelegenem Café Tambosi, dem ältesten Münchner Kaffeehaus seit 1775. Ebenfalls ruhig ist der St.-Anna-Platz in Lehel mit der gleichnamigen Klosterkirche und dem unscheinbaren, aber feinen Brasserie OskarMaria. Wer Münchner Brauerei-Tradition kompakt erleben will, ist im Augustiner-Keller in der Arnulfstraße mit 5000 Plätzen unter alten Kastanien und der schönsten Augustiner-Halben der Stadt richtig.
Beste Aussichtspunkte
Der Olympiaturm mit 290 Metern bietet die weiteste Aussicht über die Stadt bis zur Zugspitze (klare Föhntage) für 13 Euro, der Alte Peter (Pfarrkirche Sankt Peter) hat für 5 Euro nur 306 Stufen und den besten Blick auf Marienplatz und Frauenkirche. Der Rathausturm ist per Aufzug für 6,50 Euro begehbar. Geheim-Tipp ist die Aussichtsterrasse der Bavaria-Statue an der Theresienwiese, kostenlos zu Fuß durch die hohle Statue erreichbar, im Sommer mit Blick auf das Oktoberfest-Gelände.
Oktoberfest und Tagesausflüge
Zwei Erlebnisse gehören für viele München-Besucher zum Pflichtprogramm: Das Oktoberfest auf der Theresienwiese als größtes Volksfest der Welt mit jährlich 6 Millionen Besuchern, und Tagesausflüge in die nähere Umgebung, allen voran Schloss Neuschwanstein und die KZ-Gedenkstätte Dachau. Beides sollte man früh und gut planen.
Oktoberfest — die Wiesn auf der Theresienwiese
Das Oktoberfest findet jährlich von Mitte September bis zum ersten Oktober-Sonntag statt, 2026 vom 19. September bis 4. Oktober. 16 Tage lang verwandelt sich die Theresienwiese in das größte Volksfest der Welt mit 14 großen Festzelten zwischen 5000 und 11000 Plätzen, 21 kleinen Zelten, drei riesigen Achterbahnen und über 200 Schaustellergeschäften. Eintritt frei, Tischreservierung in den großen Zelten (Schottenhamel, Hofbräu, Augustiner, Hacker, Paulaner, Käfer Wiesnschänke) ist meist Monate vorab ausgebucht, eine Maß Wiesnbier kostet 2026 voraussichtlich 15 bis 16 Euro, ein halbes Hendl 18 bis 22 Euro. Ohne Reservierung gilt: Vormittag bis 11 Uhr ins Zelt und einen Platz schnappen, ab 15 Uhr ist nichts mehr frei. Die Mittagstische in fast allen Zelten sind reservierungsfrei und meist zwischen 11 und 14 Uhr.
Tagesausflug Schloss Neuschwanstein
Das berühmteste Märchenschloss der Welt liegt 110 Kilometer südwestlich von München bei Füssen und wurde ab 1869 für Ludwig II. gebaut, blieb bei seinem Tod 1886 unvollendet. Anreise per Auto über A95 und B17 in 1:45 Stunden, per Bahn ab Hauptbahnhof mit Regionalbahn nach Füssen in 2:05 Stunden und Bus 73/78 zum Schlossparkplatz Hohenschwangau. Eintritt nur per geführter Tour, 18 Euro Schloss Neuschwanstein, Kombi mit Hohenschwangau 31 Euro, online vorab buchen ist Pflicht in der Hauptsaison Juni bis September. Die Marienbrücke mit dem ikonischen Schloss-Blickpunkt ist saisonal gesperrt im Winter wegen Eisgefahr.
Tagesausflug KZ-Gedenkstätte Dachau
Die Gedenkstätte auf dem Gelände des ersten NS-Konzentrationslagers (1933 bis 1945) liegt nur 18 Kilometer nordwestlich der Innenstadt im Stadtteil Dachau-Ost. Anreise per S2 ab Hauptbahnhof in 22 Minuten bis Bahnhof Dachau, dann Bus 726 in 8 Minuten zur Gedenkstätte. Eintritt frei, geführte Touren auf Deutsch täglich 11 und 13 Uhr für 4 Euro, Audio-Guide 4 Euro. Vor Ort 90 Minuten Mindestaufenthalt, mit Audio-Guide oder Tour 3 bis 4 Stunden. Wichtige Gedenkorte sind das Krematorium, die Lagerstraße, die Häftlings-Baracken und das Internationale Mahnmal. Geöffnet täglich 9 bis 17 Uhr außer 24. Dezember.
Weitere Tagestouren ab München
Per Bayernticket auf bahn.de erreicht man in 1:20 Stunden Garmisch-Partenkirchen für Alpspitze und Zugspitze, in 1:30 Stunden Salzburg für Festung und Mozart-Spuren, in 2:00 Stunden Berchtesgaden für Königssee und Watzmann, in 1:40 Stunden Regensburg mit UNESCO-Altstadt und Steinerner Brücke und in 1:00 Stunde den Starnberger See mit Schloss Berg und der historischen Salondampfer-Flotte. Die Wieskirche bei Steingaden und Schloss Linderhof lassen sich gut mit Neuschwanstein an einem Tag kombinieren, wenn man mit dem Mietwagen unterwegs ist.




