Island ist ein Reiseziel der Extreme – Vulkane und Gletscher, Wasserfälle und Geysire, Mitternachtssonne im Sommer und Polarlichter im Winter. Dieser Guide beantwortet die häufigsten Fragen zu Lage, Reisezeit, Natur und Praktischem kompakt an einem Ort.

Lage und Basics

Island liegt im Nordatlantik nahe dem Polarkreis, zwischen Grönland und dem europäischen Festland – geografisch zählt es zu Nordeuropa. Die Insel ist rund 103.000 Quadratkilometer groß und wird vom Nordatlantik umgeben. Gesprochen wird Isländisch, eine altnordische Sprache, die sich über die Jahrhunderte kaum verändert hat.

Licht: Mitternachtssonne und Polarnacht

Wegen der Lage nahe dem Polarkreis erlebt Island extreme Lichtverhältnisse. Im Sommer, besonders im Juni, bleibt es dank der Mitternachtssonne fast 24 Stunden hell. Im Winter kehrt sich das um: Rund um die Wintersonnenwende Ende Dezember gibt es nur wenige Stunden Tageslicht. Genau diese dunklen Monate von etwa September bis April sind die beste Zeit, um die Polarlichter (Aurora borealis) zu beobachten.

Beste Reisezeit

Die beliebteste Reisezeit ist der Sommer von Juni bis August: milde Temperaturen, lange helle Tage und befahrbare Hochlandpisten machen Rundreisen ideal. Wer Polarlichter erleben möchte, reist dagegen im Winterhalbjahr. Grundsätzlich gilt für Island ganzjährig: Das Wetter ist wechselhaft, warme und wetterfeste Kleidung gehört immer ins Gepäck.

Natur: Vulkane und fehlende Wälder

Island liegt auf dem Mittelatlantischen Rücken, wo die eurasische und die nordamerikanische Erdplatte auseinanderdriften, und zusätzlich über einem vulkanischen Hotspot. Diese Kombination macht die Insel zu einer der vulkanisch aktivsten Regionen der Erde. Auffällig ist zugleich das Fehlen von Wäldern: Die ursprünglichen Birkenwälder wurden nach der Besiedlung gerodet, und das raue Klima mit Wind und vulkanischen Böden erschwert seither das Nachwachsen.

Praktisches: Mietwagen, Zelt und Kosten

Für Rundreisen empfiehlt sich ein Mietwagen. Wer ins Hochland und auf die sogenannten F-Straßen möchte, braucht zwingend ein Allradfahrzeug (4x4); für die Ringstraße reicht in der warmen Jahreszeit oft ein normaler Pkw. Camper sollten ein windstabiles Zelt (idealerweise ein Vier-Jahreszeiten- oder Geodät-Zelt) wählen, denn der Wind ist Islands größte Herausforderung. Preislich muss man sich auf viel einstellen: Island zählt zu den teuersten Reiseländern der Welt.

Land und Leute

Island gilt seit Jahren als sicherstes Land der Welt – die Kriminalität ist extrem niedrig. Eine eigene Armee hat das Land nicht: Nach der Unabhängigkeit von Dänemark 1944 verzichtete Island auf Streitkräfte und verlässt sich als NATO-Mitglied auf die Bündnispartner. Entdeckt und benannt wurde die Insel im 9. Jahrhundert von den Wikingern; die dauerhafte Besiedlung begann um 874.

Häufige Fragen

Wo liegt Island in Europa?
Im Nordatlantik nahe dem Polarkreis, zwischen Grönland und dem europäischen Festland. Geografisch zählt Island zu Nordeuropa.
Welches Meer umgibt Island?
Island ist vom Nordatlantik umgeben; im Norden grenzt es an das Europäische Nordmeer nahe dem Polarkreis.
Welche Sprache wird in Island gesprochen?
Isländisch, eine altnordische Sprache, die sich über die Jahrhunderte kaum verändert hat.
Wie groß ist Island?
Rund 103.000 Quadratkilometer – etwas kleiner als Bayern und Baden-Württemberg zusammen.
Wann ist die beste Reisezeit für Island?
Der Sommer von Juni bis August für Rundreisen mit langen hellen Tagen; das Winterhalbjahr für Polarlichter.
Wann kann man in Island die Polarlichter sehen?
In den dunklen Monaten von etwa September bis April, bei klarem Himmel und geringer Lichtverschmutzung.
Wie lange bleibt es im Sommer in Island hell?
Rund um die Sommersonnenwende im Juni bleibt es dank Mitternachtssonne fast 24 Stunden hell.
Wann wird es im Winter in Island dunkel?
Rund um die Wintersonnenwende Ende Dezember ist es am dunkelsten, mit nur wenigen Stunden Tageslicht.
Warum gibt es in Island so viele Vulkane?
Island liegt auf dem Mittelatlantischen Rücken, wo zwei Erdplatten auseinanderdriften, und zusätzlich über einem vulkanischen Hotspot – eine der aktivsten Regionen der Erde.
Warum hat Island keine Bäume?
Die ursprünglichen Birkenwälder wurden nach der Besiedlung gerodet; das raue Klima mit Wind und vulkanischen Böden erschwert das Nachwachsen bis heute.
Warum gilt Island als das sicherste Land der Welt?
Island führt seit Jahren den Global Peace Index an: sehr niedrige Kriminalität, hohe soziale Stabilität und keine militärischen Konflikte.
Warum hat Island keine Armee?
Nach der Unabhängigkeit von Dänemark 1944 baute Island keine Streitkräfte auf und verlässt sich als NATO-Mitglied auf die Bündnispartner.
Wer hat Island entdeckt?
Die Wikinger im 9. Jahrhundert – Hrafna-Flóki Vilgerðarson gab der Insel ihren Namen; die dauerhafte Besiedlung begann um 874.
Welches Auto sollte man in Island mieten?
Für die Ringstraße reicht in der warmen Jahreszeit oft ein Pkw; fürs Hochland und die F-Straßen ist ein Allradfahrzeug (4x4) zwingend nötig.
Welches Zelt ist für einen Island-Urlaub zu empfehlen?
Ein windstabiles Zelt, idealerweise ein Vier-Jahreszeiten- oder Geodät-Zelt, denn der Wind ist Islands größte Herausforderung.
Wie teuer ist ein Urlaub in Island?
Island zählt zu den teuersten Reiseländern der Welt – Unterkünfte, Mietwagen, Sprit und Restaurants liegen deutlich über deutschem Niveau.
Was versteht man unter Island Hopping?
Island Hopping (Inselhüpfen) bezeichnet das Reisen von einer Insel zur anderen innerhalb einer Inselgruppe, um mehrere Inseln auf einer Reise zu erkunden.
Was sollte man bei einer Island-Reise beachten?
Das Wetter ist wechselhaft – wetterfeste Kleidung, flexible Planung und Respekt vor der Natur (markierte Wege, keine Fahrten abseits der Pisten) sind entscheidend.