Die Ausbildung zum Hotelkaufmann/zur Hotelkauffrau ist der kaufmännisch-administrative Pfad in der Hotellerie — Schwerpunkt auf Buchhaltung, Controlling, Sales, Marketing und Personalwesen statt operativem Service.

Tätigkeiten als Azubi: Im 1. Lehrjahr operative Rotation (Empfang, Service, Etage), ab 2. Lehrjahr Verschiebung Richtung Office: Buchhaltung, Reservation Management, F&B-Controlling, Marketing-Assistenz, Einkauf. IT-Systeme: Opera/Fidelio (PMS), SAP/DATEV, Excel.

Anforderungen: Zahlenaffinität, Strukturiertheit, kaufmännisches Denken. Mittlere Reife ist Standard, Abitur bei Premium-Häusern und Konzern-Ketten zunehmend Pflicht.

Vergütung 2026: 724-1.018 EUR pro Lehrjahr (DEHOGA-Tarif). Konzern-Hotellerie mit Tarifbindung am oberen Ende.

Nach der Ausbildung: F&B-Controlling, Reservation Manager, Marketing-Assistenz, Personal-Assistenz. Aufstieg ins Hotel- oder Konzern-Controlling nach 2-3 Jahren. Konzerne (Marriott, Accor, Hilton) zahlen Spitzengehälter im Revenue Management oder Cluster-Controlling: 38.000-45.000 EUR Einstieg, 60.000-80.000 EUR mit 5-10 Jahren Erfahrung.

Der komplette Ausbildungs-Leitfaden mit Prüfungsaufbau, Wahlqualifikationen und Karrierepfad steht unter Ausbildung zum Hotelkaufmann.

KARRIERE-PFAD
Rolle Gehalt Jahre bis Wechsel Nächste Station
Commis de Cuisine 26.000–32.000 € 2–3 Demi Chef de Partie
Demi Chef de Partie 28.000–34.000 € 1–2 Chef de Partie
Chef de Partie 30.000–42.000 € 3–5 Senior Chef de Partie
Senior Chef de Partie / Junior Sous 36.000–48.000 € 2–3 Sous Chef
Sous Chef 38.000–55.000 € 4–6 Chef de Cuisine
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HÄUFIGE FRAGEN

Was verdient ein Chef de Partie?

In DACH-Hotels und Restaurants 30.000 bis 42.000 Euro brutto pro Jahr. In Sterne-Küchen und Upscale-Resorts sind 45.000 bis 55.000 Euro üblich, ergänzt durch Trinkgeld-Anteile und Mitarbeiter-Benefits.

Wie unterscheidet sich Chef de Partie vom Sous Chef?

Der Chef de Partie leitet eine einzelne Station (Saucier, Poisonnier, Entremetier, Garde Manger, Pâtissier oder Rotisseur). Der Sous Chef koordiniert alle Stationen und ist die rechte Hand des Küchenchefs. Der Übergang erfolgt typisch nach 3 bis 5 Jahren als Chef de Partie.

Welche Stationen gibt es klassisch?

Saucier (Saucen und Fleisch), Poisonnier (Fisch), Entremetier (Gemüse, Suppen, Beilagen), Garde Manger (kalte Küche), Pâtissier (Dessert, Patisserie), Rotisseur (Braten, Grill). In kleineren Häusern werden mehrere Stationen zusammengelegt.

Muss ich Französisch können?

Nein. Die Stationen-Begriffe sind zwar französisch, werden aber international verwendet, ohne dass man die Sprache beherrschen muss. Englisch ist in internationalen Küchen wichtiger.

Wie lange bleibt man als Chef de Partie?

Typisch 3 bis 5 Jahre, oft mit Wechsel zwischen Stationen, um die Brigade breit zu beherrschen. Danach erfolgt der Schritt zum Senior Chef de Partie oder Junior Sous Chef.