Wizz Air hat seinen 200. Airbus aus der A320neo-Familie übernommen — ein A321XLR, die Langstrecken-Variante der Neo-Baureihe. Seit der ersten Lieferung im Jahr 2019 hat die ungarische Billigfluglinie ihre Neo-Flotte in sieben Jahren auf diese Größe ausgebaut. Bis 2029 soll die gesamte Flotte aus Flugzeugen dieser Baureihe bestehen.
200 Maschinen in sieben Jahren
2019 übernahm Wizz Air seinen ersten A321neo. Seitdem hat die Airline konsequent alte Maschinen ersetzt und neue bestellt. Das 200. Exemplar ist ein A321XLR — die Langstrecken-Variante, die größere Reichweiten als der Standard-A321neo schafft und damit neue Routen außerhalb Europas ermöglicht.
Der Schritt ist kein Selbstzweck. Das Ultra-Low-Cost-Modell von Wizz Air hängt direkt an der Effizienz seiner Flotte: Mehr Sitze pro Flieger, niedrigerer Treibstoffverbrauch, geringere Emissionen pro Passagier. Der A321neo hat dabei mehr Sitzplätze als ältere Schmalrumpf-Maschinen — genau das, was Wizz Air für seine Kalkulation braucht.
Was der A321XLR bringt
Der A321XLR von Airbus ist die jüngste und reichweitenstärkste Variante der A320neo-Familie. Er kann Strecken bedienen, für die bisher größere Langstreckenflieger nötig waren — bei deutlich niedrigerem Betriebsaufwand. Für Passagiere bedeutet das in erster Linie neue Direktverbindungen, die bislang einen Umstieg erfordert hätten.
- Größere Reichweite als der Standard-A321neo — nonstop-Verbindungen in Regionen außerhalb Europas werden damit wirtschaftlich darstellbar
- Niedrigerer Treibstoffverbrauch gegenüber Vorgänger-Baureihen wie dem A321-200
- Mehr Sitze als klassische Schmalrumpf-Maschinen — Kern des Ultra-Low-Cost-Konzepts
- Geringere Emissionsintensität pro Passagierkilometer durch modernere Triebwerkstechnik (CFM LEAP oder Pratt & Whitney GTF)
Der Weg zur reinen Neo-Flotte bis 2029
Wizz Air betreibt noch ältere Maschinen vom Typ A320-200 und A321-200. Diese sollen bis 2029 vollständig durch Flugzeuge der Neo-Familie ersetzt werden. Weitere A321neo-Bestellungen stehen bereits im Orderbuch. Für Reisende heißt das: Wer regelmäßig mit Wizz Air fliegt, wird in den kommenden Jahren immer seltener in älteren Kabinen sitzen.
Wizz Air ist nach Ryanair der zweitgrößte Ultra-Low-Cost-Carrier in Europa und hat seinen Heimatmarkt vor allem in Mittel- und Osteuropa. Die Flottenstrategie — möglichst einheitlich, möglichst neu, möglichst große Maschinen — ist dabei kein Luxus, sondern Grundbedingung für die schmalen Margen im Billigflug-Segment. Mit 200 Neo-Fliegern hat die Airline einen Punkt erreicht, ab dem der Betrieb alter Maschinen wirtschaftlich immer weniger Sinn ergibt.



