Scandinavian Airlines (SAS) hat über die Airlines Reporting Corporation (ARC) die Funktion Multiple Forms of Payment (MFOP) freigeschaltet. Reisebüros können damit ab sofort mehrere Zahlungsarten — etwa Kredit- und Debitkarte kombiniert — innerhalb einer einzigen GDS-EDIFACT-Transaktion verarbeiten. Die Ankündigung stammt vom 14. Mai 2026.
Was MFOP konkret ändert
Bisher war eine Buchung über das GDS-System in der Regel an eine einzelne Zahlungsquelle gebunden. Mit MFOP fällt diese Einschränkung weg. Reisebüros, die SAS-Tickets über ARCs Settlement-Plattform abrechnen, können jetzt innerhalb einer Transaktion mehrere Zahlungsarten kombinieren — zum Beispiel eine Kreditkarte für den Großteil des Ticketpreises und eine Debitkarte oder Barzahlung für den Rest.
Das klingt technisch, hat aber praktische Auswirkungen: Firmenreisende, deren Kreditkartenlimit gerade ausgereizt ist, oder Kunden, die Teilbeträge aus unterschiedlichen Quellen zahlen wollen, müssen nicht mehr auf Umwege ausweichen.
ARCs Strategie hinter dem Schritt
MFOP ist kein SAS-Alleingang. ARC baut die Funktion als Teil einer breiteren Modernisierung seiner Abrechnungs- und Reporting-Infrastruktur aus. Das erklärte Ziel: alle Airline-Vertriebsmodelle über alle Kanäle hinweg unterstützen — vom klassischen GDS-Ticket bis zu neueren Direktvertriebs-Formaten.
SAS ist damit eine der Fluggesellschaften, die diesen Schritt früh mitgehen. Für Reisebüros, die viel mit skandinavischen Destinationen arbeiten, ist das eine spürbare Erleichterung im täglichen Buchungsablauf.
Was bedeutet das für dich als Reisender?
Wenn du über ein Reisebüro buchst, das über ARC abrechnet, profitierst du indirekt: Dein Berater hat mehr Spielraum bei der Zahlungsabwicklung. Du musst dich nicht mehr durch mehrere Buchungsvorgänge kämpfen, wenn du verschiedene Karten oder Zahlungsmittel einsetzen willst.
Buchst du direkt auf sas.com, ändert sich vorerst nichts — MFOP greift auf dem GDS-Kanal, nicht automatisch auf dem Direktvertrieb der Airline.
Einordnung: Wohin geht die Branche?
Airlines und Abrechnungsdienstleister drücken seit Jahren auf Flexibilisierung im Ticketing. MFOP ist ein kleiner, aber konkreter Schritt in diese Richtung. Wer regelmäßig über Reisebüros bucht und komplexere Zahlungssituationen kennt — Gruppenreisen, gemischte Firmenkarten, Teilzahlungen — wird den Unterschied merken. Für alle anderen bleibt es erst mal ein technisches Update im Hintergrund.






