Holland America Line hat am 20. Mai 2026 die Buchung für zwei Grand Voyages 2028 freigegeben. Zur Wahl stehen eine 129-tägige Weltumrundung auf der Volendam und eine 90-tägige Reise durch Australien, Neuseeland und den Südpazifik auf der Zaandam. Beide Routen setzen auf lange Hafenaufenthalte statt kurzer Stippvisiten. Das Thema passt vor allem zu Paaren, Best Agern und Menschen, die für drei bis vier Monate komplett reisen können und dafür einen festen Gesamtpreis wollen.
Was dich auf den beiden Routen erwartet
Der Grand World Voyage 2028 dauert 129 Tage und führt über sechs Kontinente. An Bord der Volendam stehen Häfen im Fokus, die Holland America als Marquee Destinations beschreibt: also Orte, an denen ein halber Tag zu wenig ist. Die Reederei plant längere Liegezeiten ein, damit du nicht nur aus- und einsteigst, sondern auch etwas vom Ort mitnimmst.
Der Grand Australia & New Zealand Voyage 2028 dauert 90 Tage. Auf der Zaandam geht es durch Australien, Neuseeland und den Südpazifik. Das ist für viele deutsche Urlauber eine Region, die man ohne Langzeitreise kaum entspannt bereist. Schon die Anreise frisst sonst viel Zeit, und vor Ort liegen die Ziele oft weit auseinander.
Beide Reisen sind klar auf langsames Reisen ausgelegt. Du bekommst keine enge Abfolge von Hafenstädten, sondern mehr Zeit zum Bummeln, für Ausflüge und für Tage an Bord. Genau das macht die Grand Voyages für alle interessant, die Kreuzfahrten nicht als Transportmittel, sondern als eigentliche Reise sehen.
Anreise und Erreichbarkeit
Für die Buchung selbst ist die Anreise natürlich egal. Für die Reisplanung rund um eine Grand Voyage solltest du aber den Vor- und Nachlauf mitdenken. Gerade bei Langzeitkreuzfahrten kommen oft noch Flüge, Hotelnächte, Gepäckfragen und Versicherungen dazu.
Mit dem Auto
Wenn du zum Einschiffungshafen fährst, ist die konkrete Route abhängig vom Abfahrtshafen der jeweiligen Reise. In Europa erreichst du große Kreuzfahrthäfen meist über die Autobahnen und dann über klar ausgeschilderte Hafenzufahrten. Für die Anreise mit dem Auto lohnt sich fast immer ein Vorab-Parkplatz. Viele Häfen arbeiten mit Parkhäusern oder Shuttle-Parkplätzen, die für Langzeitreisende sinnvoller sind als das teure Kurzzeitparken direkt am Terminal.
Mit der Bahn / dem ÖPNV
Bei Kreuzfahrten ist die Bahn oft die entspanntere Lösung, wenn der Hafen gut angebunden ist. Du kommst ohne Stau an, musst dich nicht um Parken kümmern und kannst in der Regel mit Gepäck direkt weiter zum Terminal. Für große europäische Häfen sind Fernbahnhöfe und Shuttlebusse üblich. In Norddeutschland klappt die Kombination aus ICE und Hafen-Shuttle oft gut, wenn du einen Tag vorher anreist.
Mit dem Flugzeug
Bei Grand Voyages ist ein Flug oft Teil der Reise. Für Langstrecken ab Europa oder nach Australien sind Umsteigeverbindungen normal. Sinnvoll ist es, mindestens einen Puffer-Tag vor Abfahrt und nach Rückkehr einzuplanen. So reduzierst du das Risiko, dass eine Flugverspätung direkt den Start der Kreuzfahrt gefährdet.
Vor Ort bewegen / Parken
Vor Ort sind Grand Voyages bewusst entschleunigt. Du bist nicht jeden Tag neu unterwegs, sondern bleibst länger in einem Hafen. Genau deshalb lohnt es sich, bei jedem Stopp vorab zu prüfen, ob du zu Fuß in die Stadt kommst, ob ein Shuttle fährt oder ob ein Landausflug sinnvoller ist. Wer mit viel Gepäck an- oder abreist, sollte außerdem prüfen, ob das Terminal Gepäckservice oder Transfers anbietet.
Warum frühes Buchen hier zählt
Bei Grand Voyages ist Frühbuchen mehr als ein netter Tipp. Die besten Kabinen gehen oft zuerst weg, vor allem Suiten, Balkonkabinen und Einzelkabinen mit guter Lage. Wer 90 oder 129 Tage unterwegs ist, möchte nicht erst beim zweiten Blick merken, dass die Wunschkabine schon vergeben ist.
Dazu kommt der finanzielle Aspekt. Bei solchen Reisen arbeiten Reedereien häufig mit Frühbucher-Vorteilen, Bordguthaben oder Paketpreisen für Flüge und Transfers. Ob das im Einzelfall gilt, hängt vom Angebot zum Buchungszeitpunkt ab. Gerade deshalb lohnt sich der direkte Blick nach Freischaltung mehr als langes Abwarten.
Auch praktisch spricht viel für frühes Handeln. Bei Langzeitreisen müssen Reiseversicherung, Impfungen, Visa und Medikamentenplanung zusammenpassen. Wer früh bucht, hat dafür mehr Zeit und gerät nicht kurz vor Abfahrt in Stress.
Kabine vergleichen
Bei 90 oder 129 Tagen macht die Kabinenwahl einen großen Unterschied. Balkon, Lage am Schiffsende oder Nähe zu öffentlichen Bereichen beeinflussen Ruhe und Komfort deutlich.
Routenabschnitte planen
Teilziele wie Asien, Südsee oder Australien haben oft sehr unterschiedliche Ausflugsmöglichkeiten. Ein genauer Blick auf die Hafenaufenthalte hilft bei der Entscheidung.
Visa prüfen
Für manche Länder brauchst du digitale Einreisegenehmigungen oder zusätzliche Unterlagen. Das gilt besonders bei Langstrecken mit mehreren Kontinenten.
Versicherung anpassen
Normale Jahrespolicen reichen oft nicht für 90 Tage am Stück. Prüfe vor der Buchung, ob dein Schutz die komplette Reisezeit abdeckt.
Flugzeiten puffern
Gerade bei Australien und Neuseeland sind Umstiege und Zeitverschiebungen normal. Ein zusätzlicher Reisetag reduziert das Risiko eines verpassten Starts.
Landausflüge gezielt wählen
Bei langen Liegezeiten kannst du mehr sehen als bei einer kurzen Hafenrunde. Besonders gut sind Ziele mit kurzer Transferzeit zum Stadtzentrum.
Die beiden Grand Voyages im Vergleich
Die Weltreise ist die größere Nummer, die Australien-Neuseeland-Route dafür für viele Gäste etwas greifbarer. Beide bleiben aber klar im Langzeitbereich.
Für wen passen Grand Voyages?
Ganz ehrlich: Nicht jede Reise passt in jedes Leben. 90 oder 129 Tage auf See brauchen Zeit, Budget und die Bereitschaft, Alltagsdinge zu delegieren oder zu verschieben. Genau deshalb sind Grand Voyages besonders bei Best Agern, frisch Pensionierten und Paaren beliebt, die lieber eine große Reise machen als mehrere kurze.
Wenn du gern organisiert reist, aber keine Lust auf ständige Hotelwechsel hast, bist du hier richtig. Die Route übernimmt die Logistik. Du musst nur noch entscheiden, welche Häfen du wirklich sehen willst und welche Tage du lieber an Bord verbringst.
Für Familien mit schulpflichtigen Kindern ist so eine Reise deutlich schwerer umsetzbar. Auch wer beruflich kaum drei Monate frei bekommt, sollte eher über kürzere Fernreisen nachdenken. Die Grand Voyages sind keine Spontanidee, sondern eine bewusste Langzeitentscheidung.
Die Schiffe: Volendam und Zaandam
Beide Schiffe gehören zur mittelgroßen Flotte von Holland America Line und fassen jeweils rund 1.400 Gäste. Das ist für Grand Voyages ein Vorteil, weil kleinere Schiffe in mehr Häfen anlegen können als sehr große Kreuzfahrtschiffe. Genau dadurch entstehen die längeren Liegezeiten und die Auswahl an weniger überlaufenen Zielen.
Die Volendam wurde 2022 renoviert, die Zaandam 2021. Der Stil ist klassisch und eher ruhig als schrill. Wer glitzernde Partystimmung sucht, ist hier nicht richtig. Wer gern in angenehmer Atmosphäre reist, bekommt dagegen genau das passende Umfeld.
Für Langzeitreisen ist auch der Bordalltag wichtig. Restaurants, öffentliche Bereiche und Rückzugsorte müssen über Wochen funktionieren. Gerade bei einer Route mit vielen Seetagen zahlt sich ein Schiff aus, das auf längere Aufenthalte ausgelegt ist und nicht nur auf schnelle Umschläge im Hafen.
Seetage nutzen
Auf langen Routen gehören Seetage zum Konzept. Sie geben dir Zeit für Lesen, Vorträge, Wellness und den Austausch mit anderen Langzeitgästen.
Landausflüge mit Bedacht wählen
Bei langen Routen ist nicht jeder Ausflug gleich sinnvoll. Besonders gut sind Hafenstopps, bei denen die Transferzeit in die Stadt kurz ist.
Reisedokumente ordnen
Bei mehreren Kontinenten brauchst du oft mehr als einen schnellen Blick auf den Pass. Visa, Impfungen und Einreiseformulare gehören früh auf die Liste.
Bordguthaben einplanen
Bei längeren Reisen summieren sich Extras an Bord schneller. Ein vorhandenes Guthaben kann für Getränke, Internet oder Ausflüge sinnvoll sein.
Gepäck sinnvoll packen
Für drei Monate oder länger lohnt sich eine klare Packliste. Denk an unterschiedliche Klimazonen, Waschmöglichkeiten und Ersatzteile für Medikamente.
Kontakt zu Hause regeln
Bei langen Reisen helfen feste Absprachen mit Familie, Bank und Versicherung. So bleiben wichtige Dinge auch während der Reise im Griff.
Praktische Tipps für die Buchung
-
€
Früh nach Freischaltung schauen
Bei Grand Voyages sind gute Kabinen schnell weg. Wenn du Balkon oder Suite willst, solltest du nicht abwarten.
-
✦
Die Reisedauer ehrlich prüfen
90 Tage klingen kürzer als 129 Tage, sind aber immer noch eine sehr lange Abwesenheit. Plane Beruf, Haustiere und private Termine rechtzeitig.
-
+
Versicherung vorab klären
Normale Reiseversicherungen decken Langzeitreisen oft nicht komplett ab. Frage nach einer Police, die die volle Dauer abbildet.
-
i
Einreisebestimmungen je Land prüfen
Für Australien, Neuseeland und einige Pazifikstaaten gelten eigene Regeln. Verlass dich nicht auf alte Unterlagen von früheren Reisen.
-
⌘
Transfers gleich mitdenken
Oft ist nicht der Schiffspreis das Problem, sondern die komplette An- und Abreise. Ein sauberer Transfer spart am Reisetag viel Nerven.
-
♿
Barrierefreiheit im Blick behalten
Bei langen Reisen sind Wege, Kabinenlage und Bordlogistik wichtig. Wer mobil eingeschränkt ist, sollte das vor der Buchung gezielt abfragen.
-
☀
Klimazonen einplanen
Weltreisen bringen oft Hitze, Regen und kühlere Regionen in einer Fahrt zusammen. Leichte Kleidung allein reicht selten aus.
-
☂
Mariner-Society-Vorteile prüfen
Wer bereits mit Holland America gereist ist, sollte mögliche Treuevorteile mitnehmen. Das kann je nach Status beim Preis oder bei Leistungen helfen.
Insider-Tipps
So gehst du die Buchung an
Wenn du ernsthaft mit einer Grand Voyage liebäugelst, dann geh in dieser Reihenfolge vor: zuerst Wunschroute, dann Reisedauer, dann Kabinenkategorie. Danach prüfst du Flugmöglichkeiten, Versicherung und Einreisebedingungen. So verhinderst du, dass du ein gutes Angebot buchst und später an der Logistik scheiterst.
Für viele Gäste ist auch der Schlafkomfort wichtig. Auf einer Reise über mehrere Monate merkst du schnell, ob dir Kabine, Lage und Geräuschpegel zusagen. Deshalb lohnt sich die Beratung durch ein erfahrenes Kreuzfahrtbüro, auch wenn die Buchung am Ende direkt über Holland America Line läuft.
Wer jetzt schon in Richtung 2028 plant, hat genug Zeit für die Vorbereitung. Genau das ist bei solchen Reisen ein Vorteil. Du buchst nicht nur eine Kreuzfahrt, sondern einen großen Block Reisezeit, der in deinem Kalender wirklich Platz braucht.



