Die Steiermark trägt zu Recht den Beinamen Garten Österreichs und ist die kulinarische Schatzkammer des Landes. Auf rund 16.400 Quadratkilometern wachsen Kürbis, Wein, Äpfel und Kren in einer Dichte wie nirgends sonst in Österreich. Das Steirische Kürbiskernöl mit geschützter geografischer Angabe ist das flüssige Gold der Region, drei DAC-Weinregionen (Südsteiermark, Vulkanland und Weststeiermark) bringen Sauvignon Blanc, Gelben Muskateller und den rosa Schilcher hervor. Spezialitäten wie die Steirische Käferbohne, der Steirische Kren und der Vulcano-Schinken haben EU-Herkunftsschutz. Graz ist als Genusshauptstadt UNESCO-Welterbe und Heimat von Bauernmärkten, Buschenschänken und Haubenlokalen. Dieser Guide zeigt Dir die Genussregionen, Weinstraßen, kulinarischen Spezialitäten und einen Sieben-Tage-Plan für eine Genussreise durch das grüne Herz Österreichs.

Anreise in die Steiermark

Die Steiermark liegt im Südosten Österreichs und ist über Graz als Drehscheibe gut erreichbar. Die Genussregionen verteilen sich auf die Südsteiermark, das Vulkanland im Osten und das Schilcherland im Westen. Für eine Weinstraßen-Tour brauchst Du Auto oder eine geführte Genusstour.

Mit dem Auto

Aus dem Norden über die A9 Pyhrn-Autobahn nach Graz, aus dem Westen über die A2 Süd-Autobahn. Die elektronische Vignette (12,40 Euro für 10 Tage) ist Pflicht, dazu Sondermaut für den Gleinalmtunnel und Bosrucktunnel auf der A9. Die Südsteirische Weinstraße rund um Gamlitz und Leutschach ist die genussreichste Strecke, im Herbst zur Weinlese besonders schön. Achtung beim Weingenuss: in Österreich gilt 0,5 Promille, am besten ein Fahrer ohne Verkostung.

Mit der Bahn und dem ÖPNV

Graz Hauptbahnhof ist mit Railjet-Verbindungen aus Wien (2:30 h), Salzburg (4 h via Bischofshofen) und Klagenfurt angebunden. Aus dem Norden über München und Salzburg. Die Weinregionen sind mit dem Bus ab Graz oder Leibnitz erreichbar, allerdings mit langen Wartezeiten. Für die Weinstraßen-Tour ist ein Mietwagen praktischer, das Klimaticket Steiermark kostet rund 588 Euro pro Jahr.

Mit dem Flugzeug

Graz Airport (GRZ) liegt 10 Kilometer südlich der Stadt und ist mit Direktflügen aus Frankfurt, Düsseldorf, Wien, Berlin und Zürich angebunden. Vom Flughafen fährt die S-Bahn-Linie S5 in 12 Minuten zum Hauptbahnhof. Wien-Schwechat (VIE) als großer Hub ist 2:30 Stunden mit Auto oder Bahn entfernt und bietet mehr internationale Verbindungen.

Vor Ort bewegen

Graz hat ein gutes Straßenbahn- und Busnetz, die Altstadt ist Fußgängerzone. Für die Genussregionen brauchst Du ein Auto, weil Buschenschänke und Weingüter oft abseits liegen. Geführte Genusstouren mit Verkostung kosten rund 90 bis 150 Euro pro Person inklusive Transport, sodass alle Gäste verkosten können. Viele Weingüter bieten auch Übernachtung mit Frühstück direkt am Hof an.

Wien → Graz 200 km ~2 h Auto, 2:30 h Railjet
Graz → Südsteiermark Gamlitz 50 km ~50 min Auto
Graz → Vulkanland Riegersburg 55 km ~50 min Auto
Salzburg → Graz 280 km ~3 h Auto, 4 h Bahn
München → Graz 450 km ~4:30 h Auto

Die Genussregionen der Steiermark

Die kulinarische Steiermark gliedert sich in vier Schwerpunkt-Regionen, die jeweils eigene Spezialitäten und Weinsorten hervorbringen. Von der toskanaartigen Südsteiermark über das vulkanische Osten bis zum Schilcherland im Westen gibt es überall etwas zu entdecken.

Südsteiermark – die Toskana Österreichs

Die Südsteirische Weinstraße rund um Gamlitz, Leutschach und Ehrenhausen gilt mit ihren steilen Rebhängen als Toskana Österreichs. Hier wächst der berühmte steirische Sauvignon Blanc, der international zu den besten der Welt zählt. Die Weinregion Südsteiermark DAC erstreckt sich über rund 2.500 Hektar, dazu kommen Klapotetz-Windräder als Vogelscheuchen und Buschenschänke an fast jeder Kurve. Gamlitz ist die größte Weinbaugemeinde Österreichs.

Vulkanland im Osten

Das Steirische Vulkanland rund um Riegersburg, Feldbach und Bad Gleichenberg verdankt seinen Namen erloschenen Vulkanen, deren Basaltboden Wein und Obst besonders aromatisch macht. Hier sitzt die Zotter Schokoladenmanufaktur mit über 500 Sorten in Bean-to-Bar-Qualität, dazu der Vulcano-Schinken aus glücklichen Schweinen und die Brennerei Gölles für Essige und Edelbrände. Das Vulkanland ist die Genuss-Innovationsregion der Steiermark.

Schilcherland in der Weststeiermark

Die Weststeiermark rund um Stainz und Deutschlandsberg ist Heimat des Schilchers, eines kräftig-säuerlichen Rosé-Weins aus der autochthonen Rebsorte Blauer Wildbacher. Der Schilcher wird seit Jahrhunderten nur hier angebaut und ist tiefrosa bis lachsfarben mit prägnanter Säure. Die Schilcher Weinstraße führt durch sanfte Hügel mit kleinen Familien-Weingütern und urigen Buschenschänken.

Graz und die Hochsteiermark

Graz ist als Genusshauptstadt Österreichs Zentrum der kulinarischen Szene mit Bauernmärkten am Kaiser-Josef-Platz und Lendplatz, dazu mehreren Haubenlokalen. Die Hochsteiermark mit Ennstal und Murtal liefert Bergkäse, Almbutter und das Ennstaler Steirerkäs. Hier verbinden sich alpine Hüttenküche und urbane Feinschmecker-Kultur zu einem vielfältigen Genuss-Spektrum.

Die sechs steirischen Spezialitäten im Überblick

Steirisches Kürbiskernöl

Dunkelgrünes Öl aus gerösteten Kernen des Ölkürbisses, geschützte g.g.A. Für 1 Liter braucht es rund 35 Kürbisse. Klassisch über Salat, Vanilleeis oder Kürbiscremesuppe.

Sauvignon Blanc

Aushängeschild der Südsteiermark, knackig mit Stachelbeere, Holunder und mineralischer Frische. Lagenweine aus Steillagen wie Zieregg und Pössnitzberg zählen zur Weltspitze.

Schilcher

Kräftig-säuerlicher Rosé aus Blauem Wildbacher, nur in der Weststeiermark angebaut. Tiefrosa, fruchtig mit prägnanter Säure. Auch als Schilchersturm-Sekt erhältlich.

Steirische Käferbohne

Große, rot-violett gefleckte Bohne mit g.U.-Schutz. Klassisch im Käferbohnensalat mit Kürbiskernöl, Zwiebeln und Kürbiskernen. Wird an Maisstauden hochgezogen.

Steirischer Kren

Scharfer Meerrettich mit g.g.A., zur Brettljause, zu Tafelspitz und Vulcano-Schinken gerieben. Steiermark ist Österreichs größtes Kren-Anbaugebiet.

Zotter und Vulcano-Schinken

Bean-to-Bar-Schokolade mit über 500 Sorten in Riegersburg, dazu der 30 Monate gereifte Vulcano-Schinken. Beide Manufakturen sind mit Führung besuchbar.

Die drei Weinregionen im direkten Vergleich

Kriterium
Südsteiermark
Vulkanland
Weststeiermark
Graz Umland
Hochsteiermark
Top-Wein
Sauvignon Blanc
Welschriesling
Schilcher
gemischt
kein Wein
Spezialität
Kürbiskernöl
Vulcano-Schinken
Schilchersekt
Bauernmarkt
Bergkäse
Zentrum
Gamlitz
Riegersburg
Deutschlandsberg
Graz
Schladming
Landschaft
Steilrebhänge
Vulkankegel
sanfte Hügel
Stadt
Berge
Charakter
Toskana-Flair
Innovation
urig-ruhig
urban
alpin
Beste Zeit
Sept-Okt
Mai-Okt
Mai-Okt
ganzjährig
Sommer

Die Südsteirische Weinstraße ist im September zur Weinlese und Oktober mit Sturm und Maroni am schönsten.

Wein, Buschenschank und Sturm-Saison

Die steirische Genusskultur lebt von der Verbindung aus Wein und Brettljause in urigen Buschenschänken. Im Herbst kommt die Sturm-Saison hinzu, die jungen, halbvergorenen Most-Wein bringt.

Die Buschenschank-Tradition

Ein Buschenschank ist eine traditionelle Gaststätte, die nur eigene Produkte ausschenken darf: Wein, Most, Sturm und kalte Brettljausen mit Schinken, Verhackertem, Käse, Kren und Kürbiskernöl. Erkennbar sind sie am Föhrenbuschen über der Tür, der signalisiert, dass aktuell ausgeschenkt wird. Buschenschänke haben oft nur saisonal geöffnet und sind in der Steiermark gesetzlich geregelt. Eine Brettljause mit einem Achterl Wein kostet rund 15 bis 22 Euro.

Sturm und Junker im Herbst

Der Sturm ist halbvergorener Traubensaft mit niedrigem Alkoholgehalt, der nur im Herbst (September bis November) erhältlich ist und süffig-prickelnd schmeckt. Der Junker ist der erste Jungwein des neuen Jahrgangs, der traditionell am ersten Donnerstag im November präsentiert wird, ähnlich dem französischen Beaujolais Nouveau. Beide gehören zur steirischen Herbst-Genusskultur und sind in jedem Buschenschank verfügbar.

Steirische Haubenküche

Die Steiermark hat eine starke Spitzengastronomie. Das Steirereck am Pogusch bei Turnau ist die ländliche Schwester des Wiener Steirereck und arbeitet mit Produkten vom eigenen Hof. Der Steirerwirt in Trautmannsdorf und das Vulcano-Genussrestaurant zeigen, wie regionale Spezialitäten zu Sterneküche werden. Reservierung in den Top-Häusern Wochen im Voraus empfohlen.

Praktische Tipps für die Steiermark-Genussreise

  • Ab-Hof-Verkauf nutzen

    Weingüter und Bauernhöfe verkaufen ihre Produkte direkt ab Hof zu Erzeugerpreisen. Kürbiskernöl kostet hier rund 18 bis 22 Euro pro Liter, Sauvignon Blanc ab 9 Euro pro Flasche. Im Supermarkt zahlst Du für dieselbe Qualität deutlich mehr. Viele Höfe haben Selbstbedienungs-Hofläden mit Vertrauenskasse.

  • Geführte Genusstour mit Fahrer

    Wer auf der Weinstraße verkosten will, sollte eine geführte Tour mit Fahrer buchen. Diese kosten rund 90 bis 150 Euro pro Person inklusive Transport und Verkostungen, sodass alle Gäste mitprobieren können. In Österreich gilt 0,5 Promille, Verkostung plus Selbstfahren ist riskant.

  • Beste Reisezeit für Weingenuss

    September und Oktober sind mit Weinlese, Sturm und goldenem Herbstlaub die schönste Zeit für die Weinstraße. Mai und Juni bringen blühende Landschaften und ruhigere Buschenschänke. Im Juli und August kann es in der Südsteiermark sehr heiß werden, dafür sind die Weingärten am sattesten grün.

  • i Föhrenbuschen als Öffnungszeichen

    Buschenschänke sind oft nur saisonal geöffnet. Ein Föhrenbuschen oder Strohbüschel über der Eingangstür signalisiert, dass aktuell ausgeschenkt wird. Die Öffnungszeiten wechseln, viele Höfe veröffentlichen ihre Schank-Termine online oder per Aushang am Ortseingang.

  • + Zotter-Manufaktur mit Führung

    Die Zotter Schokoladenmanufaktur in Riegersburg bietet einen Schoko-Laden-Theater-Rundgang mit Verkostung von über 30 Sorten für rund 16 Euro. Geöffnet täglich, in der Hochsaison Online-Ticket empfohlen. Der angeschlossene Essbare Tiergarten und das Café machen den Besuch zum Halbtags-Ausflug.

  • Kürbiskernöl richtig verwenden

    Das dunkelgrüne Öl wird nicht erhitzt, sondern kalt über Salate, Suppen, Aufstriche und sogar Vanilleeis geträufelt. Echtes Steirisches Kürbiskernöl trägt das g.g.A.-Siegel mit Banderole und Prüfnummer. Geöffnet hält es kühl und dunkel rund ein Jahr, dann verliert es Aroma.

  • Bauernmärkte in Graz besuchen

    Der Kaiser-Josef-Markt und der Lendplatz-Markt in Graz öffnen Montag bis Samstag und bieten regionale Produkte direkt von den Bauern. Hier bekommst Du Käferbohnen, frischen Kren, Bauernbrot und steirisches Obst. Samstagvormittag ist Markt-Hochbetrieb mit dem größten Angebot.

  • Übernachten am Weingut

    Viele steirische Weingüter bieten Gästezimmer mit Frühstück und Weinverkostung direkt am Hof. Eine Nacht kostet rund 80 bis 130 Euro pro Person mit Weinpaket. So sparst Du Dir die Heimfahrt nach der Verkostung und erlebst die Weinregion auch am Morgen mit Nebel über den Reben.

Insider-Tipps für die Steiermark

Gölles Brennerei und Essigmanufaktur

Im Vulkanland bei Riegersburg produziert die Manufaktur Gölles seit Generationen Edelbrände und Balsamessige von Weltruf. Die Apfel- und Quitten-Balsamessige reifen jahrelang in Holzfässern und werden in Spitzenrestaurants weltweit verwendet. Eine Verkostungs-Führung kostet rund 12 Euro und zeigt den Unterschied zwischen industriellem und handwerklichem Essig.

Klapotetz und Weinstraßen-Aussicht

Der Klapotetz ist ein hölzernes Windrad, das mit klapperndem Geräusch Vögel aus den Weingärten vertreibt und zum Wahrzeichen der Südsteiermark wurde. Die schönste Aussicht über das Rebland gibt es vom Kreuzbergwarte-Aussichtsturm und von der Weinstraße bei der Demmerkogel-Warte. Im Herbst legt sich oft Morgennebel über die Hügel und schafft das berühmte Toskana-Flair.

Therme Loipersdorf und Bad Gleichenberg

Das Vulkanland ist auch Thermenregion. Die Therme Loipersdorf gehört zu den größten Thermen Österreichs, Bad Gleichenberg und die Heiltherme Bad Waltersdorf ergänzen das Angebot. Nach einer Genussreise mit Wein und Brettljause ist ein Thermentag die perfekte Erholung. Tageseintritt rund 30 bis 40 Euro.

HÄUFIGE FRAGEN

Was ist steirisches Kürbiskernöl und wie verwende ich es?

Steirisches Kürbiskernöl ist ein dunkelgrünes Öl aus gerösteten Kernen des steirischen Ölkürbisses und trägt eine geschützte geografische Angabe (g.g.A.). Für einen Liter braucht es rund 35 Kürbisse. Es wird nicht erhitzt, sondern kalt über Salate, Suppen, Aufstriche und sogar Vanilleeis geträufelt. Echtes Öl erkennst Du an der Banderole mit Prüfnummer.

Welche Weinregionen gibt es in der Steiermark?

Die Steiermark hat drei DAC-Weinregionen: Südsteiermark (berühmt für Sauvignon Blanc und Gelben Muskateller), Vulkanland Steiermark (Welschriesling und Weißburgunder) und Weststeiermark (der einzigartige Schilcher aus Blauem Wildbacher). Die Südsteirische Weinstraße rund um Gamlitz und Leutschach gilt als Toskana Österreichs.

Was ist Schilcher und wo gibt es ihn?

Schilcher ist ein kräftig-säuerlicher Rosé-Wein aus der autochthonen Rebsorte Blauer Wildbacher, der ausschließlich in der Weststeiermark angebaut wird. Er ist tiefrosa bis lachsfarben mit prägnanter Säure und fruchtigen Aromen. Im Herbst gibt es ihn auch als Schilchersturm, ganzjährig als Schilcher-Frizzante oder Sekt. Zentrum des Anbaus ist die Region um Stainz und Deutschlandsberg.

Was ist ein Buschenschank?

Ein Buschenschank ist eine traditionelle Gaststätte, die nur eigene Produkte ausschenken darf: Wein, Most, Sturm und kalte Brettljausen mit Schinken, Verhackertem, Käse und Kren. Erkennbar ist der geöffnete Buschenschank am Föhrenbuschen über der Tür. Eine Brettljause mit einem Achterl Wein kostet rund 15 bis 22 Euro. Öffnungszeiten sind oft saisonal.

Wann ist die beste Reisezeit für eine Genussreise in die Steiermark?

September und Oktober sind mit Weinlese, Sturm-Saison und goldenem Herbstlaub die schönste Zeit für die Weinstraße. Mai und Juni bringen blühende Landschaften und ruhigere Buschenschänke. Im Juli und August wird es in der Südsteiermark heiß, dafür sind die Weingärten am sattesten grün. Für Graz und die Städte ist ganzjährig gut.

Was ist die Steirische Käferbohne?

Die Steirische Käferbohne ist eine große, rot-violett gefleckte Bohne mit geschützter Ursprungsbezeichnung (g.U.), die an Maisstauden hochgezogen wird. Klassisch wird sie im Käferbohnensalat mit Kürbiskernöl, Zwiebeln und gerösteten Kürbiskernen serviert. Sie hat einen kräftig-nüssigen Geschmack und eine besonders cremige Konsistenz.

Was ist der Unterschied zwischen Sturm und Junker?

Sturm ist halbvergorener Traubensaft mit niedrigem Alkoholgehalt, der nur im Herbst von September bis November erhältlich ist und süffig-prickelnd schmeckt. Der Junker ist der erste Jungwein des neuen Jahrgangs, der traditionell am ersten Donnerstag im November präsentiert wird, ähnlich dem französischen Beaujolais Nouveau. Beide gehören zur steirischen Herbst-Genusskultur.

Kann ich die Zotter Schokoladenmanufaktur besuchen?

Die Zotter Schokoladenmanufaktur in Riegersburg im Vulkanland produziert über 500 Sorten in Bean-to-Bar-Qualität. Eine Führung mit Schoko-Laden-Theater und Verkostung von über 30 Sorten kostet rund 16 Euro. Dazu gehören der Essbare Tiergarten und ein Café. Geöffnet täglich, in der Hochsaison ist ein Online-Ticket empfehlenswert.

Kann ich mit dem Auto auf der Weinstraße verkosten?

Beim Verkosten auf der Weinstraße solltest Du eine geführte Tour mit Fahrer buchen (rund 90 bis 150 Euro pro Person), weil in Österreich 0,5 Promille gelten. Alternativ übernachtest Du am Weingut und läufst zur Verkostung. Wer mit dem eigenen Auto unterwegs ist, sollte einen Fahrer ohne Verkostung bestimmen oder das Spucken beim Probieren üben.

Welche Spitzenrestaurants gibt es in der Steiermark?

Das Steirereck am Pogusch bei Turnau ist die ländliche Schwester des Wiener Steirereck und arbeitet mit Produkten vom eigenen Hof. Der Steirerwirt in Trautmannsdorf und das Vulcano-Genussrestaurant zeigen regionale Spitzenküche. In Graz gibt es mehrere Haubenlokale. Reservierung in den Top-Häusern ist Wochen im Voraus empfohlen.

Wo kaufe ich steirische Spezialitäten am günstigsten?

Weingüter und Bauernhöfe verkaufen direkt ab Hof zu Erzeugerpreisen. Kürbiskernöl kostet rund 18 bis 22 Euro pro Liter, Sauvignon Blanc ab 9 Euro pro Flasche. Viele Höfe haben Selbstbedienungs-Hofläden mit Vertrauenskasse. In Graz bieten der Kaiser-Josef-Markt und der Lendplatz-Markt regionale Produkte direkt von den Bauern.

Gibt es in der Steiermark auch Thermen zur Erholung?

Das Vulkanland ist auch Thermenregion. Die Therme Loipersdorf gehört zu den größten Thermen Österreichs, dazu Bad Gleichenberg und die Heiltherme Bad Waltersdorf. Nach einer Genussreise mit Wein und Brettljause ist ein Thermentag die perfekte Erholung. Der Tageseintritt liegt bei rund 30 bis 40 Euro, viele Hotels in der Region haben eigene Thermenanschlüsse.
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