Bremen ist die kleinste Metropole Norddeutschlands – eine über 1.200 Jahre alte Hansestadt mit dem UNESCO-Welterbe aus Rathaus und Roland, den berühmten Stadtmusikanten und einem eigenen, kleinen Bundesland. Dieser Guide beantwortet die häufigsten Fragen zu Geschichte, Sehenswürdigkeiten und Stadtteilen kompakt an einem Ort.
Stadtstaat, Geschichte und Lage
Bremen wurde 787 gegründet, als Karl der Große hier ein Bistum errichtete. Heute ist die Freie Hansestadt Bremen ein eigenes Bundesland – das kleinste Deutschlands –, das aus den beiden Städten Bremen und Bremerhaven besteht. Diese Eigenständigkeit ist ein Erbe der jahrhundertelangen Selbstverwaltung als freie Reichs- und Hansestadt. Umschlossen wird das Bundesland vollständig von Niedersachsen; durch die Stadt fließt die Weser.
Einwohner und Bundesland
Die Stadt Bremen hat rund 570.000 Einwohner; zusammen mit Bremerhaven kommt das Zwei-Städte-Bundesland auf etwa 680.000. Dass ein so kleines Gebiet ein eigenes Bundesland bildet, hat historische Gründe: Bremen war über Jahrhunderte eine selbstständige Stadtrepublik und behielt diesen Status auch nach 1945.
Warum gilt Bremen als verschuldet?
Als Stadtstaat trägt Bremen hohe Soziallasten und die Kosten einer ganzen Großstadt-Infrastruktur, ohne ein steuerkräftiges Umland zu besitzen. Strukturwandel – etwa der Niedergang der Werften – und überdurchschnittliche Arbeitslosigkeit in einzelnen Quartieren haben zu einer hohen Pro-Kopf-Verschuldung beigetragen. Für Besucher spielt das freilich keine Rolle: Bremen ist ein lebendiges, sehenswertes Reiseziel.
Sehenswürdigkeiten
Herzstück ist der Marktplatz mit dem prächtigen Rathaus und der Rolandstatue, die gemeinsam zum UNESCO-Welterbe zählen. Direkt daneben stehen die bronzenen Bremer Stadtmusikanten. Nicht verpassen sollte man das mittelalterliche Schnoorviertel, die kunstvolle Böttcherstraße, die Weserpromenade Schlachte mit ihrer Gastronomie, die moderne Überseestadt sowie das Science Center Universum. Bremen lässt sich hervorragend zu Fuß erkunden.
Stadtteile und Einkaufen
Für einen Aufenthalt besonders reizvoll sind die Stadtteile Schwachhausen mit seinen Alleen und Villen, das lebendige „Viertel" rund um Ostertor und Steintor mit Cafés und Szene-Läden sowie die Neustadt südlich der Weser. Welche Gegenden man als Gast eher meiden sollte, ordnet der Beitrag Welche Stadtteile in Bremen sollte man meiden ein. Zum Shoppen lohnt neben der Innenstadt das Einkaufszentrum Waterfront im Bremer Westen mit Mode-, Elektronik- und Schuhgeschäften, Gastronomie und einem Kino.


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