Bora Bora liegt in Französisch-Polynesien im Südpazifik und ist vor allem für die Lagune, den Matira Beach und die Motus rund um die Hauptinsel bekannt. Die Insel ist klein genug für kurze Wege, aber groß genug für Bootstouren, Schnorcheln, Allradfahrten und Wanderungen ins Inselinnere. Am besten passt Bora Bora zu Paaren, Honeymoonern, Wassersportfans und allen, die viel Zeit auf dem Wasser verbringen wollen. Wenn Du Ruhe suchst, planst Du eher 5 bis 7 Nächte ein. Für Strandtage, eine Lagunen-Tour, Kulturstopp und einen Ausflug ins Inselinnere reichen sonst auch 3 bis 4 Nächte. Preislich liegt Bora Bora klar im oberen Bereich.
Anreise und Erreichbarkeit
Bora Bora liegt weit weg von Europa. Du kommst fast immer über Tahiti an. Von dort geht es weiter per Inlandsflug nach Bora Bora oder mit der Fähre von Tahiti nach Moorea und weiter zu anderen Inseln, je nach Route. Vor Ort landest Du auf dem kleinen Flughafen auf einem Motu. Das macht die Anreise länger, aber auch ziemlich klar planbar: erst Langstrecke, dann Inselhoppen, dann Lagune.
Mit dem Auto
Ein Auto brauchst Du nicht für die Anreise nach Bora Bora. Auf der Insel selbst gibt es nur wenige Straßen rund um die Hauptinsel. Wer mit Gepäck ankommt, nutzt meist den Transfer vom Flughafen oder vom Hafen zur Unterkunft. Wenn Du auf Tahiti startest, sind Mietwagen dort sinnvoll, auf Bora Bora selbst aber eher nicht.
Mit der Bahn / dem ÖPNV
Eine Bahnverbindung gibt es nicht. Der öffentliche Verkehr auf Bora Bora ist sehr überschaubar. Zwischen Hafen, Unterkünften und größeren Punkten fahren je nach Anbieter Transfers oder kleine Shuttle-Boote. Für Ausflüge auf der Insel selbst sind Taxi, Mietroller oder gebuchte Touren übliche Lösungen.
Mit dem Flugzeug
Der nächste wichtige Flughafen ist Bora Bora Airport auf dem Motu Mute. Internationale Anreise läuft meist über Tahiti-Faa''a. Für die lange Strecke aus Deutschland planst Du mit mindestens einem Umstieg und insgesamt oft deutlich über 24 Stunden Reisezeit, je nach Verbindung und Wartezeit. Von Hamburg, Berlin oder München bis Tahiti gibt es keine direkte Standardverbindung.
Vor Ort bewegen / Parken
Vor Ort bewegst Du Dich meist per Shuttle, Taxi, Mietwagen auf der Hauptinsel oder per Boot. Wer im Inselinneren unterwegs ist, nutzt oft geführte Touren oder einen Geländewagen. Parken spielt nur dort eine Rolle, wo Du selbst mit dem Fahrzeug fährst. Für die meisten Reisenden ist der Transfer ab Unterkunft, Hafen oder Flughafen die bequemste Lösung.
Die 7 Dinge, die Deinen Bora-Bora-Urlaub prägen
1. Matira Beach statt Postkartenfloskel
Der Matira Beach gilt als der bekannteste Strand der Insel. Der Strand zieht sich flach ins Wasser, das macht ihn gut zum Baden und für entspannte Stunden am Nachmittag. Im Süden der Hauptinsel liegt er außerdem so, dass Du den Sonnenuntergang gut mitnehmen kannst.
2. Lagunen-Touren mit Motu-Stopp
Bootstouren durch die Lagune gehören zu den stärksten Erlebnissen auf Bora Bora. Viele Touren verbinden Schnorcheln, Rochenbeobachtung und einen Stopp auf einem kleinen Motu. So lernst Du nicht nur die Wasserfarbe kennen, sondern auch die kleinen Inseln rundherum.
3. Schnorcheln an den Riffen
Die Lagune ist für Schnorchelgänge gut geeignet, besonders bei organisierten Touren mit Guide. Du siehst oft Korallen, Rifffische, Stachelrochen und mit etwas Glück auch Schwarzspitzen-Riffhaie aus sicherem Abstand. Am besten funktioniert das in ruhigem Wasser und mit guter Sicht.
4. Kultur an den Marae
Die Marae sind alte Zeremonialstätten und geben einen direkten Eindruck von der polynesischen Geschichte. Sie sind keine Show-Attraktion, sondern ruhige Orte mit Steinterrassen und erklärender Führung. Wenn Du die Insel besser verstehen willst, lohnt sich so ein Stopp sehr.
5. Allradfahrt ins Inselinnere
Mit einem 4x4 kommst Du zu Aussichtspunkten, alten Militärresten und Straßenabschnitten, die Du zu Fuß kaum erreichst. Die Fahrt zeigt Dir die grüne, steile Seite von Bora Bora. Das ist die beste Ergänzung zum Lagunen-Programm.
6. Jet-Ski, Kajak und Stand-up-Paddling
Wer mehr Tempo will, bucht Jet-Ski. Wer es ruhiger mag, nimmt Kajak oder SUP. Beides passt gut zur Lagune, weil Du dicht am Wasser bleibst und trotzdem viele Perspektiven mitnimmst. Für Einsteiger sind geführte Touren am einfachsten.
Der Matira Beach und die besten Strände
Matira Beach
Der Matira Beach ist der bekannteste öffentliche Strand auf Bora Bora. Er liegt im Süden der Hauptinsel und bietet feinen Sand, flaches Wasser und gute Bedingungen für einen Badetag. Gerade wenn Du ohne Resort-Strandabschnitt reisen willst, ist das der einfachste Zugang zum Meer. Die Länge wird oft als ungefähr 2 km angegeben, also genug Platz für einen langen Spaziergang.
Strandabschnitte an der Lagune
Abseits von Matira findest Du kleinere Abschnitte entlang der Hauptinsel und auf den Motus. Viele davon gehören zu Hotels oder liegen an Tour-Routen. Dort ist das Wasser oft sehr ruhig, aber nicht immer frei zugänglich. Wenn Du gezielt baden willst, lohnt sich vorab der Blick auf den Zugang der Unterkunft oder des Strandabschnitts.
Motu-Sandbänke und ruhige Buchten
Die Motus rund um Bora Bora sind für Tagesausflüge spannend. Dort liegen oft kleine Sandstreifen, die nur per Boot erreichbar sind. Das Wasser ist dort meist klar und ruhig, weil die Lagune geschützt ist. Genau dort passt auch Schnorcheln gut, wenn Du lieber abseits des Hauptstrands unterwegs bist.
Wassersport und Bootstouren
Schnorcheln mit Guide
Geführte Schnorcheltouren sind auf Bora Bora besonders sinnvoll, wenn Du sichere Spots und gute Sicht suchst. Anbieter zeigen Dir Riffbereiche, Rochenplätze und Stellen, an denen Du mit wenig Strömung ins Wasser gehst. Für Familien ist das entspannter als ein spontaner Einstieg vom Strand.
Jet-Ski und Speedboat
Wenn Du Geschwindigkeit magst, sind Jet-Ski-Touren und Speedboat-Runden die richtige Wahl. Du kommst damit schnell zu weiter entfernten Buchten und Motus. Die Touren sind oft in Halbtagspaketen buchbar und eignen sich gut als Kontrast zu einem ruhigen Strandtag.
SUP, Kajak und entspannte Lagunenstunden
Stand-up-Paddling und Kajakfahren sind ideal, wenn Du die Lagune in ruhigem Tempo erleben willst. Du bist näher am Wasser und kannst Küstenlinien, kleine Boote und die Farben der Lagune besser wahrnehmen. Das passt besonders gut am Morgen, wenn es noch ruhiger ist.
Kultur und Geschichte ohne Umwege
Die Marae als historische Orte
Die Marae auf Bora Bora zeigen, dass die Insel nicht nur aus Strand und Wasser besteht. Diese alten Zeremonialstätten liegen oft etwas abseits und brauchen etwas Erklärung. Mit Guide verstehst Du schneller, welche Rolle Religion, Ahnen und Gemeinschaft für die Insel gespielt haben.
Kunsthandwerk und lokale Werkstätten
Lokale Kunsthandwerker arbeiten mit Muscheln, Holz, Stoffen und einfachen Naturmaterialien. Wenn Du ein Souvenir suchst, sind solche Werkstätten meist besser als der schnelle Shop am Hafen. Du bekommst ein Stück Handarbeit und oft auch ein kurzes Gespräch dazu.
Naturerlebnisse abseits des Wassers
Wanderungen mit Blick auf Lagune und Otemanu
Bora Bora hat auch im Inselinneren einiges zu bieten. Wanderungen führen Dich durch tropische Vegetation, vorbei an Hängen und hin zu Aussichtspunkten. Der Blick auf die Lagune und den Berg Otemanu ist der Grund, warum viele diese Touren buchen. Festes Schuhwerk ist sinnvoll, weil die Wege rutschig sein können.
Allradfahrten zu Aussichtspunkten
Ein 4x4 bringt Dich auf Straßen und Pisten, die Du allein kaum fahren würdest. Damit kommst Du näher an Aussichtspunkte, an alte Relikte und an die grüne Seite der Insel. Für alle, die nicht nur am Wasser bleiben wollen, ist das eine gute Ergänzung.
Bora Bora im Vergleich: Welche Erlebnisse passen zu Dir?
Wenn Du nur wenig Zeit hast, kombiniere Matira Beach mit einer Lagunen-Tour. So bekommst Du Wasser, Aussicht und den wichtigsten Strand in einem Aufenthalt unter.
Praktische Tipps für Bora Bora
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Plane das Budget großzügig
Bora Bora ist teuer. Das gilt für Unterkünfte, Touren und oft auch für Essen. Wenn Du entspannt buchen willst, kalkulierst Du lieber etwas mehr ein als bei anderen Inseln in Französisch-Polynesien.
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Buche Lagunen-Touren früh
Die besten Touren sind oft schnell voll, vor allem in der Hauptsaison von Mai bis Oktober. Das gilt besonders für kleine Anbieter mit guten Schnorchelplätzen und deutschsprachiger oder englischer Begleitung.
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Nimm Sonnenschutz ernst
Die Sonne ist am Wasser sehr intensiv. Hut, Shirt und starker Sonnenschutz gehören in den Tagesrucksack. Gerade bei Bootstouren merkst Du die Belastung oft erst später am Abend.
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Matira Beach ist am Nachmittag am besten
Für Baden und Sonnenuntergang ist der Strand sehr praktisch. Morgens ist es ruhiger, am Abend bekommst Du oft die schönste Lichtstimmung. Wenn Du Fotos willst, ist das ein klarer Vorteil.
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Kombi aus Wasser und Inselinnerem lohnt sich
Wenn Du nur die Lagune siehst, fehlt ein Teil von Bora Bora. Ein Halbtagesausflug ins Inselinnere ergänzt Strand und Bootstour sehr gut. So verstehst Du die Insel schneller.
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Barrierefreiheit vorher prüfen
Viele Strände und Touren sind nicht komplett barrierefrei. Wenn Mobilität wichtig ist, frag vorab nach Transfer, Einstieg ins Boot und Zugang zum Strand. Das spart vor Ort Zeit und Stress.
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Die beste Reisezeit liegt in der Trockenzeit
Von Mai bis Oktober ist das Wetter meist stabiler und angenehmer für Bootstouren und Strandtage. In der übrigen Zeit kann es schwüler und nasser sein. Für sichere Außenaktivitäten ist die Trockenzeit meist besser.
Insider-Tipps
Abseits der klassischen Resort-Routine
Such Dir einen Tag ohne feste Resort-Planung. Dann merkst Du schneller, wie klein und gleichzeitig abwechslungsreich Bora Bora ist. Besonders gut funktioniert das, wenn Du morgens badest, mittags auf Tour gehst und den Abend mit Sonnenuntergang am Strand beendest.
Der ruhigere Moment am Wasser
Früh am Morgen ist die Lagune meist am ruhigsten. Dann sehen Wasser und Himmel besonders klar aus und die Tourboote sind noch nicht so zahlreich unterwegs. Für Fotos und entspannte Stunden ist das oft die beste Zeit des Tages.
Unterkunft auf Bora Bora
Bei der Unterkunft zählt auf Bora Bora vor allem die Lage. Direkt an der Lagune oder auf einem Motu bist Du näher am Wasser und hast oft den besten Blick. Wer sparen will, nimmt eher eine einfache Pension auf der Hauptinsel. Wer Komfort sucht, bucht ein Resort mit Transfer, Strandzugang und gutem Schnorchelspot vor der Tür. Für Familien ist ein ruhiger Abschnitt mit flachem Wasser sinnvoll. Paare greifen oft zu Bungalows über dem Wasser oder zu kleineren Boutique-Unterkünften mit viel Privatsphäre.
Welche Unterkunft passt zu Dir?
Für Paare und Honeymooner: Ein Überwasser-Bungalow oder ein kleines Resort mit direktem Lagunenzugang passt am besten. Wichtig sind dann Privatsphäre, gute Transferorganisation und ein ruhiger Strandabschnitt.
Für Familien: Such nach flachem Zugang zum Wasser, überschaubaren Wegen und Transfers, die mit Kindern funktionieren. Ein Strand mit ruhigem Einstieg ist wichtiger als maximale Exklusivität.
Für Aktivurlauber: Eine Unterkunft mit Nähe zu Tour-Anbietern, Kajaks, Bootsanleger oder Mietmöglichkeiten spart Zeit. Dann bist Du morgens schneller auf Tour und musst nicht alles extra organisieren.
Warum Bora Bora trotzdem kein Kurztrip-Ziel ist
Bora Bora klingt klein, ist aber für einen echten Urlaubsort weit weg. Die lange Anreise lohnt sich erst, wenn Du mehrere Tage bleibst. Ein oder zwei Nächte fühlen sich hier schnell gehetzt an, weil Du für den Flug so viel Zeit brauchst. Wer nur Strand sehen will, ist vielleicht an anderen Orten besser aufgehoben. Wer aber Lagune, Boot, Kultur und ein paar ruhige Tage kombinieren will, bekommt auf Bora Bora genau das richtige Tempo.




