Qatar Airways Group hat für das Geschäftsjahr 2025/26 einen Nachsteuergewinn von 7,08 Milliarden Qatarischen Riyal (rund 1,94 Milliarden US-Dollar) gemeldet. Das Ergebnis fiel damit niedriger aus als im Rekordjahr 2024/25, bleibt aber robust — obwohl geopolitische Ereignisse das Schlussquartal belasteten.
Solide Zahlen trotz schwierigem Umfeld
Das abgelaufene Geschäftsjahr lief für die Doha-basierte Gruppe größtenteils gut — erst der letzte Monat bremste. Laut Unternehmensangaben hatten geopolitische Entwicklungen kurz vor Jahresabschluss merklichen Einfluss auf die Endabrechnung. Trotzdem: 1,94 Milliarden Dollar Nachsteuergewinn sind für eine Airline in einem instabilen Marktumfeld kein schlechtes Ergebnis.
Zum Vergleich: Im Vorjahr 2024/25 hatte die Gruppe mit 7,85 Milliarden Qatarischen Riyal (2,15 Milliarden US-Dollar) das bis dahin stärkste Ergebnis ihrer Geschichte eingefahren — ein Anstieg von mehr als 1,7 Milliarden Riyal gegenüber dem Jahr davor. Das aktuelle Ergebnis liegt rund 770 Millionen Riyal darunter.
Strategie 2.0: KI und Partnerschaften als Hebel
Die Gruppe setzt seit einiger Zeit auf das Programm „Qatar Airways 2.0“. Dahinter stecken nach eigenen Angaben neue Unternehmenspartnerschaften sowie der Einsatz von KI-Technologie — mit dem erklärten Ziel, schneller auf Marktveränderungen reagieren zu können, ob politischer, wirtschaftlicher oder klimatischer Natur.
Konkret nennt die Gruppe keine Partnerschaftsdetails in der aktuellen Mitteilung. Bekannt ist jedoch, dass Qatar Airways in den vergangenen Jahren Codeshare- und strategische Beteiligungen ausgebaut hat — unter anderem Anteile an Airlines wie IAG (Muttergesellschaft von British Airways und Iberia) sowie Beteiligungen an RwandAir und Air Italy.
Was das für Reisende bedeutet
Finanzielle Stabilität bei einer Airline ist für Passagiere kein abstraktes Thema. Wer einen Langstreckenflug bucht oder eine Kreuzfahrt mit An- und Abreise via Doha plant, profitiert direkt davon, wenn die Airline ihren Betrieb zuverlässig aufrechterhalten kann.
- Qatar Airways gilt weiterhin als eine der kapitalstärksten Staatsairlines der Welt — der Staat Katar steht als Eigentümer dahinter.
- Der Flughafen Hamad International Airport in Doha ist einer der meistgenutzten Umsteigehubs zwischen Europa und Asien/Australien.
- Preislich bewegt sich Qatar Airways im Premium-Segment, bietet aber regelmäßig Sale-Tarife an — besonders auf Langstrecken nach Südostasien, Australien und Afrika.
Einordnung: Gut, aber kein Rekord
Das Ergebnis 2025/26 zeigt, dass Qatar Airways keine Eintagsfliege der Profitabilität ist. Zwei Milliardenjahre in Folge — auch wenn das zweite knapp drunter liegt — sind in einer Branche, die nach der Pandemie noch immer strukturelle Kosten trägt, keine Selbstverständlichkeit.
Für Reisende, die Flüge via Doha in Betracht ziehen, bleibt die Botschaft einfach: Die Airline steht finanziell auf stabilen Beinen. Wer auf der Suche nach Verbindungen nach Asien, Australien oder Afrika ist, findet auf qatarairways.com aktuelle Tarife — gelegentliche Sale-Aktionen lohnen sich besonders für Buchungen weit im Voraus.




