La Sultana Marrakech liegt in der Kasbah, dem südlichen Teil der Medina von Marrakesch, und bündelt 5 restaurierte Riads zu einem kleinen Luxusensemble mit 28 Zimmern und Suiten. Das Hotel setzt nicht nur auf Tadelakt, Innenhöfe und Dachterrasse, sondern auch auf ein Thema, das in Marokko noch immer unter dem Radar läuft: Wein aus dem eigenen Land. Für Paare, Weininteressierte und ruhesuchende Städtereisende ist das ein guter Ausgangspunkt, wenn du Marrakesch mit mehr Substanz als nur Pool und Souk erleben willst. Die Lage ist stark, weil du zu den Saadier-Gräbern und zum Bahia-Palast zu Fuß gehst und abends trotzdem wieder in einem ruhigeren Viertel landest.
Ein Riad, das nicht nur schön aussieht
La Sultana Marrakech wirkt auf den ersten Blick wie ein klassisches Luxuriad. Es gibt Höfe mit Brunnen, schwere Holztüren, gewölbte Decken und viel Handwerk. Der Unterschied liegt im Konzept. Fünf historische Riads wurden zusammengelegt und miteinander verbunden. Das macht den Ort größer, verschachtelter und ruhiger als viele kleinere Häuser in der Medina. Du gehst durch Gänge, Treppen und Innenhöfe, statt in einem einzigen, schön eingerichteten Block zu wohnen.
Der Standort hilft dabei. Die Kasbah liegt südlich der Djemaa el-Fna und ist weniger laut als das Kerngebiet rund um den Platz. Gleichzeitig bist du nah genug dran, um die wichtigsten Ziele zu Fuß zu erreichen. Genau das macht La Sultana für viele Gäste interessant: Du schläfst mitten in der Altstadt, aber nicht direkt im Rummel.
Anreise und Erreichbarkeit
La Sultana Marrakech liegt in der Kasbah, also in einem Teil der Medina, in dem du am Ende fast immer ein Stück zu Fuß gehst. Für einen Riad in Marrakesch ist das normal. Plane daher eine kurze letzte Etappe mit Taxi oder Hoteltransfer ein, statt mit dem Mietwagen bis vor die Tür zu fahren.
Mit dem Flugzeug
Der nächstgelegene Flughafen ist Marrakesch Menara (RAK). Von dort fährst du je nach Verkehr in etwa 15 bis 25 Minuten zur Kasbah. Für Reisende aus Deutschland sind Direktflüge nach Marrakesch die einfachste Lösung. Je nach Saison gibt es Verbindungen ab Frankfurt, München, Berlin oder Düsseldorf. Wer Gepäck für mehrere Tage mitbringt, fährt meist entspannter mit einem vorbestellten Taxi oder Transfer.
Mit dem Auto
Innerhalb von Marrakesch ist die Medina kein Ort für spontane Autofahrten. Die engen Gassen sind unübersichtlich, und viele Abschnitte sind für Durchgangsverkehr gesperrt. Wenn du mit dem Mietwagen anreist, stellst du ihn besser außerhalb der Altstadt ab und lässt dich die letzten Meter fahren. Für Rundreisen durch Marokko ist das praktisch, für den Aufenthalt selbst eher nicht.
Mit der Bahn / dem ÖPNV
Die Bahn spielt für die direkte Anreise zum Hotel kaum eine Rolle. Der Bahnhof von Marrakesch liegt weiter nördlich, und von dort nimmst du am besten ein Taxi. Öffentliche Verkehrsmittel in der Medina sind für Gäste mit Gepäck selten die bequemste Wahl.
Vor Ort bewegen / Parken
Vor Ort bewegst du dich in der Regel zu Fuß. Für kurze Strecken in die Kasbah oder zu weiter entfernten Punkten der Altstadt ist das die einfachste Lösung. Ein Auto ist im Riad-Alltag eher hinderlich. Wenn du einen Mietwagen nutzt, kläre Parken und Übergabe vorab mit dem Hotel oder dem Transferdienst.
Die Dachterrasse und der Wein-Fokus
Das markanteste Zusatzangebot des Hauses ist die geführte Weinverkostung auf der Dachterrasse. Ein Sommelier stellt Weine aus Marokko vor und erklärt, warum das Land mehr kann als sonnengereifte Massenware. Gerade bei Gästen, die marokkanischen Wein bisher kaum kennen, funktioniert das gut. Du bekommst keine trockene Theorie, sondern eine verständliche Einordnung der wichtigsten Regionen und Rebsorten.
Spannend ist vor allem der Rahmen. Über den Dächern der Medina schmecken Wein und Abendlicht anders als in einer neutralen Bar. Von hier oben blickst du über die Kasbah, auf Minarette, Mauerzüge und die Dachlandschaft der Altstadt. Das Hotel nutzt den Ort also nicht nur als Kulisse, sondern als Teil des Konzepts.
Warum das Thema in Marokko selten ist
Marokkanischer Wein spielt im internationalen Vergleich eine kleine Rolle. Trotzdem gibt es im Land eine gewachsene Weintradition. Besonders bekannt sind Regionen rund um Meknès sowie Lagen an der Atlantikküste. Dort arbeiten Produzenten mit Rebsorten wie Syrah, Cabernet Sauvignon, Grenache und auch mit Sorten, die du auf europäischen Weinkarten kaum findest. Für viele Reisende ist genau das der Punkt: Du lernst ein Weinland kennen, das abseits der üblichen Etiketten funktioniert.
Die Verkostung im La Sultana ist deshalb kein Gimmick. Sie ist ein Einstieg in ein Thema, das in Marokko zwar vorhanden ist, im Urlaub aber oft untergeht. Wer sich dafür interessiert, kann den Hotelaufenthalt später mit einem Tagesausflug oder einer Rundreise durch die Weinregionen verbinden.
Marokkanischer Wein im Vergleich
Die Tabelle zeigt den Unterschied zwischen Weinregion und Hotelangebot. La Sultana ersetzt kein Weingut, bringt dir das Thema aber ohne langen Transfer näher.
Die 6 Dinge, die den Aufenthalt prägen
Weinverkostung auf der Dachterrasse
Das Kernmotiv des Hauses. Du probierst ausgewählte marokkanische Weine mit Erklärungen zu Herkunft, Rebsorten und Stil. Am besten funktioniert das am späten Nachmittag oder zum Sonnenuntergang.
Altstadt zu Fuß erkunden
Von der Kasbah aus erreichst du Saadier-Gräber, Bahia-Palast und Djemaa el-Fna in überschaubarer Distanz. Für ein erstes Marrakesch-Gefühl brauchst du kein Programm, nur bequeme Schuhe.
Riad-Architektur anschauen
Fünf zusammengelegte Häuser bedeuten viel Struktur. Innenhöfe, Treppen, Türen, Putz und Holzarbeiten sind hier Teil des Aufenthalts, nicht bloß Deko im Vorbeigehen.
Dinner mit Dachblick
Die Dachterrasse eignet sich nicht nur für Wein, sondern auch für ein ruhiges Abendessen über den Dächern der Medina. Gerade nach einem langen Stadtspaziergang ist das ein angenehmer Kontrast zum Trubel unten.
Tagesausflug in eine Weinregion
Wer mehr sehen will, plant einen längeren Aufenthalt und fährt in Richtung Meknès oder an die Küste. Das passt besonders gut bei einer Marokko-Rundreise mit mehreren Nächten in Marrakesch.
Ruhige Rückkehr in die Kasbah
Nach dem Abend in der Medina ist die Kasbah ein guter Rückzugsort. Sie ist lebendig, aber meist weniger dicht gedrängt als die Gassen nördlich der Hauptplätze.
Für wen La Sultana gut passt
Praktische Tipps für La Sultana Marrakech
- €Früh buchen lohnt sich
Mit 28 Zimmern ist das Haus klein. Vor allem in der kühleren Saison zwischen März und Mai sowie im Herbst sind gute Kategorien oft früh weg.
- ✦Wein am späten Nachmittag planen
Die Dachterrasse ist dann am angenehmsten. Mittags kann es in Marrakesch schnell sehr warm werden, gerade von April bis Oktober.
- +Bequeme Schuhe mitnehmen
Riad-Häuser haben oft Stufen, unterschiedliche Ebenen und glatte Böden. Für den Weg durch die Kasbah und zu den Sehenswürdigkeiten brauchst du gutes Schuhwerk.
- iTransfer vorab klären
Die Medina ist verwinkelt. Wenn du spät ankommst, spart ein organisierter Transfer Zeit und Nerven, weil du nicht erst nach der richtigen Gasse suchen musst.
- ⌘Mit Kultur statt mit Cluburlaub vergleichen
La Sultana ist kein Haus für Animation und große Anlagen. Der Mehrwert liegt in Lage, Architektur und dem speziellen Wein-Thema.
- ♿Barrierefreiheit vorab anfragen
Riad-Bauten sind oft nur eingeschränkt barrierearm. Wegen Treppen, Höfen und der alten Bausubstanz solltest du Details direkt vor der Buchung prüfen.
- ☀Beste Reisezeit ist nicht der Hochsommer
Für Stadtspaziergänge und Verkostungen sind Frühling und Herbst klar angenehmer. Im Sommer kann Marrakesch sehr heiß werden.
- ☂Auch bei kurzer Reise funktioniert das Hotel
Wenn du nur 2 bis 3 Nächte in Marrakesch hast, passt La Sultana gut. Du brauchst kein großes Programm, weil Lage und Dachterrasse schon viel abdecken.
Insider-Tipps
Weitere Orte, die gut dazu passen
Djemaa el-Fna
Der Hauptplatz der Altstadt ist laut, voll und abends am lebendigsten. Von La Sultana aus erreichst du ihn zu Fuß, kehrst aber später wieder in die ruhigere Kasbah zurück.
Bahia-Palast
Ein guter Gegenpol zum Hotel. Hier geht es um große Innenhöfe, feine Holzarbeiten und Raumfolgen, die zeigen, wie reiches Wohnen in Marrakesch früher aussah.
Saadier-Gräber
Klein, kompakt und sehr nah am Hotel. Das Ziel eignet sich gut als kurzer Vormittagsstopp, bevor die Hitze in der Altstadt zunimmt.
Atlas-Ausflug
Wenn du mehr Zeit hast, lohnt ein Abstecher in Richtung Atlas. So verstehst du auch besser, woher ein Teil der Trauben für marokkanische Weine kommt.
Souks nördlich der Medina
Die Souks sind der Gegenpol zur Kasbah. Wer dort unterwegs war, merkt am Abend im La Sultana sofort, wie viel ruhiger der südliche Teil der Altstadt wirkt.
Meknès bei längerer Reise
Für Weininteressierte ist Meknès die wichtigste Ergänzung. Erst dort wird aus dem Hotelthema ein echter Reisebaustein mit Produzenten, Lagen und Verkostungen außerhalb Marrakeschs.
Häufige Buchungsfragen
Wenn du La Sultana Marrakech buchst, zählt vor allem der Mix aus Lage, Zimmerzahl und Zusatzprogramm. Es ist ein Haus für Gäste, die Marrakesch ruhig erleben wollen und dafür auch den Premiumpreis akzeptieren. Die Weinverkostung ist kein Pflichtpunkt, aber ein klarer Mehrwert, wenn du nicht nur schlafen, sondern auch etwas mitnehmen willst.
Für kurze Reisen reicht das Hotel als Basis völlig aus. Bei einer längeren Marokko-Tour ist es umso spannender, weil du von hier aus sowohl die Altstadt als auch das Thema marokkanischer Wein anreißt. Genau das hebt La Sultana von vielen anderen Riads ab.



