Der Touristikspezialist M-TOURS Erlebnisreisen arbeitet inzwischen mit rund 80 Partnerverlagen zusammen und verknüpft Leserreisen enger mit digitalen Vertriebswegen. Für die Nordsee-Zeitung bedeutet das: Die Leserreisen kommen nach der Rückkehr zur Verlagsgruppe NOZ/mh:n wieder als eigenes Geschäftsfeld zurück, aber ohne eigenen operativen Reiseaufwand.

Spannend ist das vor allem für Regionalverlage, die neue Erlöse suchen, ohne selbst Buchungstechnik, Kundenservice und Reiseabwicklung aufzubauen. M-TOURS liefert dafür ein fertiges Reiseportal im Verlagsdesign, Werbemittel und die komplette Betreuung vor, während und nach der Reise. Das Modell setzt auf exklusive Programme und auf die Bindung an die redaktionelle Marke.

Auf einen Blick

  • Branche: Regionalmedien, Touristik, Direktvertrieb
  • Relevanz: digitale Leserreisen, Verlagsmarketing, Zusatzgeschäft
  • Geschäftsmodell: Reiseportal im CI-Look des Verlags, Buchung und Service durch M-TOURS
  • Beispielpartner: Badische Zeitung, Medienhaus Aachen, OM Medien, Oberpfalz Medien

Worum es bei dem Modell geht

Leserreisen ohne eigenes Reisebüro

M-TOURS übernimmt laut Meldung die Mediaplanung, stellt Werbemittel in der Corporate Identity des Verlages bereit und steuert den Buchungsprozess inklusive Kundenservice. Die Verlage müssen also keine eigene Touristiktechnik aufbauen. Genau das dürfte für Häuser interessant sein, die Zusatzgeschäft wollen, aber keine Reiseabteilung betreiben.

In der Pressemitteilung nennt M-TOURS auch das Abrechnungsmodell: leistungsorientierte Cost-per-Order-Modelle (CPO). Das macht das Angebot für Partner kalkulierbar, weil Kosten an konkrete Buchungen gekoppelt sind.

Warum Regionalverlage darauf setzen

Die Meldung spricht von Druck auf das klassische Leserreisengeschäft. Gleichzeitig wächst laut M-TOURS die Nachfrage nach profitablen Zusatzkanälen. Für Verlage ist das logisch: Sie haben Reichweite, Vertrauen und oft eine sehr treue Stammleserschaft. Wenn daraus Buchungen entstehen, lässt sich das Geschäft ohne viel eigenes Personal ausbauen.

Der Clou ist nicht die Reise selbst, sondern die Kombination aus redaktioneller Marke, digitalem Funnel und kompletter Abwicklung durch einen Dienstleister.

Was M-TOURS konkret liefert

Schlüsselfertiges Portal und Servicekette

  • Reiseportal im Design des jeweiligen Medienhauses
  • Werbemittel passend zur Corporate Identity
  • kompletter Buchungsprozess
  • persönlicher Kundenservice
  • Organisation vor, während und nach der Reise

Das ist mehr als eine klassische Leserreise auf Papier. M-TOURS beschreibt das Produkt als digital anschlussfähig und will Erkenntnisse aus rund 80 Partnerschaften direkt in technische Optimierungen überführen. Genannt werden neue Webshop-Funktionen, optimierte App-Werbeformate und automatisierte Konzepte für Folgebuchungen.

Exklusive Reisen statt Standardpakete

Ein zweiter Punkt ist die inhaltliche Ausrichtung. M-TOURS setzt laut Meldung auf "Manufakturreisen" mit exklusivem Mehrwert. Ein Beispiel ist die Begleitung durch Redaktionsmitglieder. In der Meldung wird Burkhard Ewert von der NOZ-Chefredaktion genannt, der eine begleitete Reise für den Leserdialog nutzte und die Erkenntnisse in digitale Newsletter überführte.

Welche Rolle die Nordsee-Zeitung spielt

Rückkehr in die Gruppe, Neustart im Reisegeschäft

Die Nordsee-Zeitung ist laut Meldung wieder Teil der Unternehmensgruppe NOZ/mh:n und belebt das Leserreisengeschäft ein Jahr nach der Rückkehr strategisch neu. Alexander Knupp, Mitglied der Geschäftsleitung und Leiter Innendienst der Nordsee-Zeitung, zieht laut Zusatzmaterial eine positive Zwischenbilanz. Der Satz aus dem Material ist zwar nicht vollständig, zeigt aber die Stoßrichtung: Die Reaktivierung der Leserreisen ist für die Zeitung offenbar ein Baustein im Vertrieb.

Für Leser heißt das oft: vertraute Marke, kuratierte Reiseauswahl und ein Ansprechpartner, der nicht irgendwo im Netz sitzt, sondern aus dem bekannten Medienhaus kommt. Das senkt bei älteren Zielgruppen oft die Einstiegshürde.

Einordnung für Medienhäuser

Was das für die Praxis heißt

Das Modell funktioniert vor allem dort, wo eine Marke Vertrauen hat und die Zielgruppe noch auf kuratierte Angebote reagiert. Wer dagegen nur generische Reisekacheln ausspielt, wird kaum starke Buchungsraten sehen. Die Formel ist simpel: Reichweite plus Vertrauen plus sauberer Buchungsprozess.

  • Gut für: Regionalverlage mit treuer Stammleserschaft
  • Weniger passend: Medienhäuser ohne klare Marke oder ohne aktive Leserschaft
  • Wichtig: exklusive Inhalte statt austauschbarer Pauschalreisen

Praxisbeispiele aus der Meldung

Wer schon mit M-TOURS arbeitet

Als Partner nennt die Meldung neben den Titeln der NOZ/mh:n-Gruppe auch Badische Zeitung, Medienhaus Aachen, OM Medien und Oberpfalz Medien. Diese Namen zeigen: Das Modell ist nicht auf einen lokalen Markt beschränkt, sondern läuft über mehrere Regionen und Verlagshäuser hinweg.

Die Meldung nennt keine einzelnen Reiseziele aus dem aktuellen Ausbau, verweist aber auf konkrete Reiseprodukte aus dem Zusatzmaterial, etwa Fernsehgarten-Reisen nach Mainz oder Film-Themenreisen nach Lüneburg. Das passt zu Leserreisen, die eher auf bekannte Anlässe als auf exotische Ziele setzen.

Was Leser davon haben können

Warum solche Reisen für Endkunden funktionieren

Für Leser ist der Vorteil oft nicht der billigste Preis, sondern die einfache Buchung und das vorgeplante Programm. Gerade bei Tages- und Kurzreisen nehmen viele gern ein Paket, wenn Anreise, Hotel und Ticket zusammenpassen. Das funktioniert besonders gut bei Events, TV-Formaten, Konzerten oder Stadtbesuchen mit klarer Route.

  • übersichtliche Buchung über ein bekanntes Medienhaus
  • oft feste Termine und klare Leistungen
  • wenig Planungsaufwand
  • für Stammleser ein vertrauter Kanal

Was du aus der Entwicklung mitnehmen kannst

Die Meldung zeigt, wie Regionalverlage ihre Reichweite außerhalb des Anzeigenmarkts nutzen. Leserreisen sind dabei kein Nebenthema mehr, sondern ein digitales Vertriebsprodukt mit eigener Marge. Für M-TOURS ist das ein Skalierungspfad, für die Verlage ein Weg zu Zusatzumsatz ohne eigenen Touristikapparat. Wer im Markt bestehen will, braucht dafür vor allem drei Dinge: eine starke Marke, ein sauberes Serviceversprechen und Produkte, die nicht wie Copy-Paste-Pauschalen wirken.


Quellen: Presseportal-Meldung von Unternehmensgruppe NOZ/mh:n, Unternehmensseiten der genannten Partnerverlage.

Häufige Fragen

Worum geht es bei der Kooperation zwischen M-TOURS und der Nordsee-Zeitung?
M-TOURS baut digitale Leserreisen für Regionalverlage aus. Die Nordsee-Zeitung nutzt das Modell wieder, damit Buchung, Service und Reiseorganisation ausgelagert laufen.
Was ist an dem Modell für Verlage interessant?
Der Verlag braucht keine eigene Reiseabteilung und kein eigenes Buchungssystem. Er nutzt seine Reichweite und bekommt ein fertiges Reiseportal im eigenen Design.
Was bedeutet CPO bei diesem Geschäftsmodell?
CPO steht für Cost per Order. Die Abrechnung hängt an konkreten Buchungen und nicht an einem großen Vorabaufwand.
Welche Verlage werden in der Meldung als Partner genannt?
Genannt werden unter anderem Badische Zeitung, Medienhaus Aachen, OM Medien und Oberpfalz Medien.
Was haben Leser von solchen Reisen?
Sie buchen über eine bekannte Marke, bekommen meist ein klar geschnürtes Paket und müssen sich um viele Einzelschritte nicht selbst kümmern.