KAYAK hat mit Ask AI ein neues Planungs-Tool gestartet: Du tippst deine Reisefrage in einen Chat, und Flüge, Hotels sowie Mietwagen aktualisieren sich live daneben. Laut KAYAK-CEO Steve Hafner ist das die erste Funktion, die aus dem internen KI-Labor KAYAK.ai auf die Hauptseite gewechselt ist.
Was Ask AI konkret macht
Wer bisher auf KAYAK gesucht hat, kannte das klassische Schema: Abflugort eingeben, Ziel wählen, Datum setzen, Klasse wählen — und dann filtern. Ask AI dreht das um. Du schreibst zum Beispiel: „Ich suche einen Flug von Berlin nach Lissabon Mitte August, möglichst nicht länger als vier Stunden“, und das Tool zieht daraus automatisch die relevanten Suchparameter.
Was das von einfachen Chatbots unterscheidet: Die Suchergebnisse erscheinen nicht irgendwann danach, sondern laufen parallel zum Gespräch. Änderst du einen Wunsch — etwa ein anderes Datum oder ein alternatives Ziel — passen sich die Treffer sofort an.
Wie das Tool in die Reiseplanung passt
KAYAK.ai hatte Steve Hafner im April 2025 intern für Entwickler gestartet, um KI-Funktionen zu testen. Ask AI ist jetzt die erste dieser Funktionen, die reguläre Nutzerinnen und Nutzer auf der Hauptseite nutzen können — als sogenannter „AI Mode“.
Der Ansatz ist nicht völlig neu: Google Flights hat ähnliche Suchverfeinerungen per Spracheingabe, und Anbieter wie Expedia haben schon früher Chatbot-Elemente eingebaut. Was KAYAK hier anders macht: Chat und Ergebnisse laufen auf einem geteilten Bildschirm, nicht nacheinander. Das spart Klicks und erlaubt schnelleres Vergleichen.
„AI Mode ist die erste Funktion, die aus KAYAK.ai auf unsere Hauptseite wechselt.“ — Steve Hafner, CEO KAYAK
Was das für deine Reiseplanung bedeutet
Für wen lohnt sich der Umstieg auf Ask AI? Vor allem dann, wenn du noch nicht genau weißt, was du willst. Wer Datum und Ziel schon kennt und nur den besten Preis sucht, ist mit der klassischen Suche genauso schnell. Ask AI hilft eher beim Einkreisen: „Wohin kann ich von Hamburg Ende September für unter 300 Euro fliegen?“ ist genau der Typ Frage, bei der ein Chat-Interface Vorteile hat.
Einordnung: KI in der Reisesuche — wo geht das hin?
Reisesuchmaschinen stehen unter Druck. Google hat die eigene Flugsuche ausgebaut, Booking Holdings (zu dem KAYAK gehört) investiert massiv in KI-Personalisierung, und Start-ups wie Mindtrip oder Layla greifen mit KI-first-Ansätzen an. Ask AI ist KAYAKs Antwort: kein separates Produkt, sondern KI direkt in den gewohnten Workflow eingebaut.
Ob sich das als echter Vorteil beweist, hängt davon ab, wie gut die Antworten wirklich auf individuelle Fragen eingehen — und ob die Ergebnisse zuverlässig aktuell bleiben. Wer spontane Trips plant oder noch in der Orientierungsphase steckt, sollte das Tool schlicht ausprobieren. Es kostet nichts und läuft über die bekannte KAYAK-Oberfläche.



