Check Point meldet für Mai 2026 im Reisesektor durchschnittlich 2.291 Cyberangriffe pro Woche und Unternehmen. Das sind 24 Prozent mehr als im Vorjahresmonat und deutlich mehr als der weltweite Schnitt von zwei Prozent. Für dich heißt das: Buchungslink prüfen, Domain genau lesen, Zwei-Faktor-Login aktivieren.
Gerade beim Buchen passieren die meisten Fehler: ein falscher Klick, ein Login auf der Fake-Seite, dann landen Mail-Adresse und Kartendaten bei Betrügern.

Warum Reiseportale so attraktiv für Betrüger sind

Bei Reisen geht es fast immer um Geld, Zeit und Druck. Du vergleichst Angebote, willst schnell buchen und gibst deine Daten oft unterwegs ein. Genau das nutzen Kriminelle aus. Laut Check Point wurden im Mai 2026 in der Reisebranche im Schnitt 2.291 Angriffe pro Woche und Unternehmen registriert. Der Originalhinweis kommt von Check Point auf Presseportal.

Die Forscher sehen keinen Zufall, sondern eine saisonale Welle. Besonders auffällig: Im Mai 2026 kamen 47.318 neu registrierte Domains mit Reisebezug dazu. Viele davon wirken auf den ersten Blick echt, weil sie bekannte Marken, Hotelbegriffe oder Prämienprogramme nachbauen.

Typische Maschen

  • gefälschte Buchungsseiten mit einer nur leicht veränderten Webadresse
  • Phishing-Mails mit angeblichen Sonderpreisen oder Umbuchungen
  • Login-Seiten, die bekannte Reise- oder Finanzmarken nachahmen
  • Rabattseiten, die zu schnellem Bezahlen drängen

So prüfst du eine Reise-Website in 30 Sekunden

Die wichtigste Regel ist simpel: Tippe die Adresse selbst ein oder nutze ein gespeichertes Lesezeichen. Klicke nicht blind auf Buchungslinks aus Mails, Anzeigen oder Messengern. Check Point rät genau dazu, und auch bei Banken gilt derselbe Grundsatz für Online-Banking und Kartendaten. Die Verbraucherzentrale warnt regelmäßig vor Phishing und erklärt typische Merkmale gefälschter Seiten.

Diese Details sind oft verdächtig

  • ein Buchstabe fehlt, ist verdoppelt oder sitzt an falscher Stelle
  • die Seite fordert sofort Login und Zahlungsdaten
  • es gibt ungewöhnlich viele Weiterleitungen
  • Impressum, AGB oder Kontaktdaten wirken unvollständig

Wenn du am Handy buchst, achte extra auf die Domain in der Adresszeile. Kleine Änderungen fallen auf dem kleinen Display schneller durch. Genau darauf setzen viele Fake-Seiten.

Diese Schutzregeln solltest du vor jeder Buchung nutzen

Karte, Login, Gerät

  • Nutze für Online-Buchungen besser eine Kreditkarte als eine Debitkarte, wenn dein Kartenanbieter Streitfälle sauber regelt.
  • Aktiviere Zwei-Faktor-Authentifizierung bei Reiseportalen, E-Mail-Konten und Zahlungsdiensten.
  • Halte Betriebssystem, Browser und Sicherheits-App aktuell.
  • Prüfe Abbuchungen direkt nach der Buchung und vor Reiseantritt noch einmal.

Wenn du unsicher bist

  • Suche die Marke über die offizielle Startseite, nicht über Werbeanzeigen.
  • Vergleiche die Schreibweise der Domain mit früheren Buchungsbestätigungen.
  • Rufe im Zweifel die echte Hotline an, bevor du Daten eingibst.

Für einen schnellen Sicherheits-Check helfen auch die Hinweise des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik. Dort findest du Grundlagen zu sicheren Passwörtern, 2FA und Phishing.

Was sich für dich im Alltag ändert

Die gute Nachricht: Du musst nicht paranoid werden. Es reicht, Buchungen etwas langsamer anzugehen. Wer den Link selbst eingibt, Domains prüft und 2FA nutzt, senkt das Risiko schon deutlich. Vor allem Familien und Vielbucher sollten ihre E-Mail-Konten besonders gut schützen, weil darüber oft Buchungsbestätigungen, Tickets und Zahlungsinfos laufen.

Wenn du gerade eine Pauschalreise, ein Ferienhaus oder einen Hotelaufenthalt suchst, lohnt sich der Blick auf die Adresse mehr als der auf den Rabatt. 5 Prozent sparen bringen nichts, wenn am Ende die falsche Seite deine Daten abgreift.


Praktische Checkliste vor dem Klick

  • URL selbst eingetippt?
  • Domain richtig geschrieben?
  • 2FA aktiv?
  • Nur sichere Geräte genutzt?
  • Zahlung auf vertrauenswürdiger Seite abgeschlossen?

FAQs

Wie erkennst du eine Fake-Reiseseite?
Oft an kleinen Schreibfehlern in der Domain, an Druck zur schnellen Zahlung und an ungewöhnlichen Weiterleitungen. Prüfe die Adresse immer Zeichen für Zeichen.

Ist Kreditkarte bei Online-Buchungen wirklich besser als Debitkarte?
Für viele Buchungen ja, weil Kreditkartenanbieter Streitfälle oft besser abwickeln. Achte trotzdem auf die Bedingungen deiner Karte.

Warum ist Zwei-Faktor-Authentifizierung so wichtig?
Weil ein Passwort allein oft nicht reicht. Mit 2FA braucht der Angreifer zusätzlich einen Code oder eine Freigabe auf deinem Gerät.

Solltest du Buchungslinks aus E-Mails anklicken?
Nur, wenn du die Absenderadresse und die Ziel-Domain schon kennst und geprüft hast. Sicherer ist es, die echte Seite selbst aufzurufen.

HÄUFIGE FRAGEN

Wie erkennst du eine Fake-Reiseseite?

Oft an kleinen Schreibfehlern in der Domain, an Druck zur schnellen Zahlung und an ungewöhnlichen Weiterleitungen. Prüfe die Adresse immer Zeichen für Zeichen.

Ist Kreditkarte bei Online-Buchungen wirklich besser als Debitkarte?

Für viele Buchungen ja, weil Kreditkartenanbieter Streitfälle oft besser abwickeln. Achte trotzdem auf die Bedingungen deiner Karte.

Warum ist Zwei-Faktor-Authentifizierung so wichtig?

Weil ein Passwort allein oft nicht reicht. Mit 2FA braucht der Angreifer zusätzlich einen Code oder eine Freigabe auf deinem Gerät.

Solltest du Buchungslinks aus E-Mails anklicken?

Nur, wenn du den Absender und die Ziel-Domain schon kennst und geprüft hast. Sicherer ist es, die echte Seite selbst aufzurufen.
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