AROYA Cruises, die erste arabische Kreuzfahrtlinie, kehrt für eine zweite Sommersaison ins Mittelmeer zurück. Von Juni bis Mitte September 2026 legt das 151.000-BRZ-Schiff AROYA ab Galataport Istanbul ab — mit 7-Nacht-Routen zu türkischen Küsten, griechischen Inseln und Alexandria in Ägypten.
Zweite Saison, gleicher Heimathafen
Nach dem Debüt im Sommer 2025 setzt AROYA Cruises erneut auf Istanbul als Ausgangspunkt für seine Mittelmeer-Saison. Galataport Istanbul, der 2021 eröffnete Passagierhafen direkt am Bosporus, verbindet Europas und Asiens Küstenlinien auf kurzem Weg — ein logistisch sinnvoller Anker für Ostmittelmeer-Routen.
Die Abfahrten laufen über rund drei Monate, bis Mitte September 2026. Damit schließt die Reederei nahtlos an ihre Rote-Meer-Saison an, die traditionell die Wintermonate abdeckt.
Was die Route bietet
Zwei 7-Nacht-Itinerare stehen zur Wahl. Beide starten und enden in Istanbul und kombinieren türkische Küstenorte mit griechischen Inselstopps sowie Alexandria — dem Hafen für Ausflüge nach Kairo und zu den Pyramiden. Welche türkischen und griechischen Häfen konkret angelaufen werden, hat die Reederei bislang nicht im Detail kommuniziert.
Für wen sich die Route lohnt
- Arabischsprachige Reisende, die ein kulturell vertrautes Bordklima suchen — AROYA Cruises richtet Betrieb, Küche und Entertainment auf ein arabisches Publikum aus.
- Türkei-Griechenland-Kombinierer, die in einer Woche beide Länder mitnehmen wollen, ohne Flüge umzubuchen.
- Ägypten-Interessierte, die Alexandria als Tor zu den Pyramiden nutzen möchten, ohne eine separate Ägypten-Reise zu planen.
- Erstkreuzfahrer aus dem Nahen Osten, für die Istanbul als Einstiegspunkt geografisch und kulturell näherliegend ist als Southampton oder Barcelona.
AROYA Cruises — wer steckt dahinter?
Die Reederei ist Teil der Public Investment Fund (PIF)-Strategie Saudi-Arabiens, den Tourismus- und Freizeitsektor des Landes auszubauen. Das Schiff AROYA fuhr früher als Costa Venezia für Costa Cruises und wurde für den arabischen Markt umgerüstet. Alkohol wird an Bord nicht serviert; Küche, Unterhaltung und Servicepersonal folgen arabischen Gepflogenheiten.
Einordnung: Wachstum auf der Ostmittelmeer-Route
Dass AROYA Cruises nach dem Premierenjahr direkt mit einer zweiten Saison nachzieht, zeigt, dass die Nachfrage aus dem arabischen Markt für Mittelmeer-Kreuzfahrten stabil ist. Istanbul als Drehkreuz macht dabei Sinn: Die Stadt hat direkte Flugverbindungen aus Riad, Dubai, Abu Dhabi und Kairo — allesamt Kernmärkte der Reederei. Für europäische Buchende bleibt das Angebot eine Nische, aber für Reisende, die Istanbul ohnehin als Städtetrip kombinieren wollen, ist der Einstieg über Galataport logistisch attraktiv.



