Entdecke die Reise + Camping 2026 – Dein Abenteuer wartet!
Schon bei der Ankunft merkt man: dieses Jahr knistert etwas anders in der Luft. Die klassische Messeaufstellung weicht partiell interaktiven Inseln, an denen man Sachen nicht nur anschauen, sondern gleich anfassen, ausprobieren und mitgestalten kann. Neu sind mehrere Live-Bühnen für Kurzpräsentationen von Gründerinnen und Gründern, die ihre cleveren Reisegadgets direkt vor Publikum testen – oft unfertig, manchmal chaotisch, aber immer spannend. Gleichzeitig haben Veranstalterinnen eine Reihe von Pop-up-Workshops reingepackt, in denen du in 20 Minuten lernst, wie man eine Solarladefolie anbringt oder ein ultraleichtes Schlafsystem pimpt. Ich stand selbst einmal in einer solchen Runde und war überrascht, wie viele Aha-Momente in so kurzer Zeit zusammenkommen.
Technik und Nachhaltigkeit spielen dieses Mal extrem eng zusammen. Marken, die früher nur mit glänzenden Prospekten hantierten, zeigen jetzt Prototypen für wiederverwendbare Komponenten, Reparaturkits und modulare Ausstattungen, die sich bei Bedarf updaten lassen. Besonders auffällig: Demonstrationen zu Offgrid-Energie-Setups, kompakte Wasserfilter und digitale Tools, die Stellplatz-Suche, CO2-Abgleich und Packlisten in einer App bündeln. Einige Start-ups haben konkrete Angebote zur Rücknahme von Produkten vorgestellt – nicht bloß Marketingfloskeln, sondern richtige Rücknahme-Boxen und Reparaturprogramme. Das wirkt ehrlicher, als ich erwartet hatte, und macht Lust, beim nächsten Ausrüstungs-Kauf etwas genauer hinzuschauen.
Der Messetag fühlt sich daher weniger wie ein schnelles Durchlaufen von Ständen an, sondern mehr wie eine kleine Entdeckungsreise mit Pausen. Mehr Loungebereiche und stille Ecken wurden eingerichtet, sodass man gesammelte Prospekte in Ruhe sortieren oder ein kurzes Telefonat führen kann, ohne gleich im Gedränge zu versinken. Für alle, die mit Handlungssinn kommen: es gibt jetzt strukturierte Netzwerkslots und „Meet-the-Maker“-Fenster, in denen du konkrete Gesprächstermine mit Herstellern und Anbietern vereinbaren kannst – praktisch, wenn du nicht einfach nur Flyer mitnehmen, sondern echte Antworten willst. Auch die Verpflegungs-Offerten sind moderner geworden; regionale Anbieter mischen sich mit Food-Concepts, die auf Nachhaltigkeit achten. Ich hab mir zwischendurch so ein komisches, aber leckeres fermentiertes Gemüsebrötchen reingezogen und war positiv überrascht.
Wenn du planst, hinzufahren, nimm dir Zeit und geh mit einer kleinen To‑Do-Liste los: zwei feste Termine für Vorführungen oder Gespräche, möglichst eine wiederbefüllbare Trinkflasche und eine Powerbank, denn die vielen Demos saugen Energie. Tickets sind online zu haben, aber erwäge den frühen Slot am Vormittag – die Stimmung ist dann noch relaxt, und du kannst neu entdeckte Favoriten später in Ruhe wieder aufsuchen. Ich freu mich jedenfalls schon auf das, was sich daraus für die nächste Reisesaison abzeichnet; so viel Input auf einmal verändert die Sicht auf eine Packliste schneller, als man „Abenteuer“ sagen kann.



