Camping bleibt in Deutschland ein großes Thema. Laut ADAC Camper-Studie 2026 zählen inzwischen 25 Prozent der Menschen ab 16 Jahren zur Camping-Zielgruppe, das sind rund 17 Millionen Personen. Besonders stark wächst die Gruppe der 16- bis 39-Jährigen, und Deutschland bleibt das beliebteste Reiseziel der Camper.

Spannend für die Planung: Vier von fünf Campern nutzen im Haupturlaub einen klassischen Campingplatz. Dazu kommen Microcamping-Angebote auf Bauernhöfen, Weingütern oder privaten Flächen, die bereits 29 Prozent ausprobiert haben.

Warum Camping weiter wächst

Der Trend ist klar: Camping ist längst nicht mehr nur ein Thema für klassische Wohnwagen-Fans. In der ADAC-Erhebung ist der Anteil der Camping-Zielgruppe seit 2023 um vier Prozentpunkte gestiegen. Vor allem bei den 16- bis 39-Jährigen legt Camping zu. Dort kletterte der Anteil in drei Jahren von 35 auf 39 Prozent.

Für den Alltag auf Reise bedeutet das: mehr Nachfrage nach Stellplätzen, mehr Druck auf beliebte Regionen und mehr Interesse an flexiblen Formen wie ADAC Camping und Microcamping. Die Studie zeigt auch, dass sich viele nicht auf ein einziges Setup festlegen. Knapp die Hälfte der Campingurlaube wird mit Wohnmobil, Campingbus oder Minicamper gemacht. 18 Prozent buchen Mobilheime, 17 Prozent reisen mit Zelt oder Dachzelt, 16 Prozent mit dem Wohnwagen.

Anzeige · Erlebnisse von GetYourGuide

Was Camper wirklich buchen

Campingplatz bleibt die erste Wahl

Vier von fünf Campern verbringen ihren Haupturlaub auf einem klassischen Campingplatz. Das passt zu Familien, die feste Infrastruktur wollen: Sanitäranlagen, Spielplatz, Stromanschluss und klare Platzregeln. Wer mit Kindern reist, plant so oft entspannter als auf einer freien Wiese.

Microcamping wird interessanter

29 Prozent haben schon Microcamping genutzt, also Übernachtungen auf Bauernhöfen, Weingütern oder privaten Grundstücken. Weitere 56 Prozent können sich vorstellen, das in den nächsten zwei Jahren zu testen. Genau hier steckt Bewegung im Markt. Viele suchen weniger Trubel und kürzere Wege zum nächsten See, Hofladen oder Radweg.

Diese Ziele liegen vorn

Deutschland bleibt mit rund 54 Prozent das beliebteste Reiseziel der Camper. Im Ausland folgt das europäische Ausland mit rund 41 Prozent. Innerhalb Deutschlands führen Bayern und Mecklenburg-Vorpommern das Ranking an, dicht gefolgt von Schleswig-Holstein. Im Ausland liegt Italien vor Frankreich und den Niederlanden.

Wenn du konkret planst, lohnt sich der Blick auf Regionen mit guter Platzdichte und klarer Saison. Die Ostseeküste in Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein ist für Wohnmobil-Reisen stark gefragt. Bayern punktet mit Seen und Bergen. Italien bleibt für viele Camper die klassische Auslandsoption, vor allem wegen Wetter, Platzangebot und gut ausgebauter Infrastruktur.

Was das fürs Budget heißt

Laut ADAC liegt das durchschnittliche Wochenbudget bei 910 Euro pro Erwachsenen oder Jugendlichen und 410 Euro pro Kind unter 14 Jahren. Umgerechnet sind das 102 Euro Tagesbudget pro Erwachsenen und 54 Euro pro Kind. Gegenüber 2023 ist das leicht gestiegen. Damals lag das Tagesbudget pro Erwachsenem bei 90 Euro.

Für die Praxis heißt das: Wer mit Familie unterwegs ist, sollte nicht nur die Übernachtung rechnen. Dazu kommen Sprit, Platzgebühren, Einkäufe, Restaurantbesuche, Fährfahrten und bei Bedarf Stellplatz-Extras wie Strom oder Wäsche. Genau da entscheidet sich oft, ob der Campingurlaub günstig bleibt oder am Ende ähnlich teuer wird wie ein Ferienapartment.

So planst du einen Campingurlaub ohne Stress

Campingplatz oder Microcamping — was passt besser?

Dafür spricht

  • Campingplatz: verlässliche Infrastruktur, gut für Familien und längere Aufenthalte
  • Microcamping: ruhiger, oft näher an Natur und Hofläden

Dagegen spricht

  • Campingplatz: in Spitzenzeiten oft früh ausgebucht
  • Microcamping: weniger Komfort, oft nur mit klaren Regeln nutzbar

Checkliste vor der Buchung

  • Prüfe, ob du Strom, Wasser und Entsorgung direkt am Platz hast.
  • Frag nach Mindestaufenthalt, Anreisezeit und Haustierregeln.
  • Wenn du in Deutschland bleibst, such früh nach Plätzen in Bayern, Mecklenburg-Vorpommern oder Schleswig-Holstein.
  • Bei Microcamping lohnt sich ein Blick auf Zufahrt, Ruhezeiten und Sanitärlösung.

Welche Anbieter und Marken den Trend abbilden

Für die Planung im Alltag helfen etablierte Plattformen und Verbände. Der ADAC bündelt Campinginfos, Platzsuche und Ratgeber. Für Microcamping und private Stellplätze sind spezialisierte Buchungsplattformen relevant, etwa kleine Hof- und Stellplatzanbieter mit regionalem Fokus. Bei der Auswertung der Marktbewegung ist die ADAC-Studie selbst die zentrale Quelle.

Fazit für deine Buchung

Camping bleibt auf Wachstumskurs, und zwar nicht nur bei eingefleischten Wohnmobil-Fans. Wer 2026 einen Campingurlaub plant, sollte früh reservieren, vor allem für deutsche Küstenregionen und Seenlagen. Wenn du Ruhe suchst, lohnt sich Microcamping. Wenn du mit Kindern reist oder länger bleibst, ist der klassische Campingplatz meist die bessere Wahl.


FAQs

Wie groß ist die Camping-Zielgruppe in Deutschland?

Laut ADAC zählen 25 Prozent der Menschen ab 16 Jahren zur Camping-Zielgruppe. Das entspricht rund 17 Millionen Personen.

Ist Deutschland wirklich das beliebteste Ziel für Camper?

Ja. In der ADAC-Umfrage liegt Deutschland mit rund 54 Prozent vorn, danach folgt das europäische Ausland mit rund 41 Prozent.

Welche Regionen in Deutschland sind für Camping besonders gefragt?

In der Studie führen Bayern, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein das Ranking an.

Wie hoch ist das Campingbudget pro Woche?

Der ADAC nennt durchschnittlich 910 Euro pro Erwachsenen oder Jugendlichen und 410 Euro pro Kind unter 14 Jahren.

Was ist Microcamping?

Gemeint sind Übernachtungen auf Bauernhöfen, Weingütern oder privaten Grundstücken. 29 Prozent der Camper haben das laut Studie schon genutzt.

Häufige Fragen

Wie groß ist die Camping-Zielgruppe in Deutschland?
Laut ADAC zählen 25 Prozent der Menschen ab 16 Jahren zur Camping-Zielgruppe. Das entspricht rund 17 Millionen Personen.
Ist Deutschland wirklich das beliebteste Ziel für Camper?
Ja. In der ADAC-Umfrage liegt Deutschland mit rund 54 Prozent vorn, danach folgt das europäische Ausland mit rund 41 Prozent.
Welche Regionen in Deutschland sind für Camping besonders gefragt?
In der Studie führen Bayern, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein das Ranking an.
Wie hoch ist das Campingbudget pro Woche?
Der ADAC nennt durchschnittlich 910 Euro pro Erwachsenen oder Jugendlichen und 410 Euro pro Kind unter 14 Jahren.
Was ist Microcamping?
Gemeint sind Übernachtungen auf Bauernhöfen, Weingütern oder privaten Grundstücken. 29 Prozent der Camper haben das laut Studie schon genutzt.