Der Zoologische Garten Berlin ist der älteste Zoo Deutschlands und gleichzeitig der artenreichste Zoo der Welt. Auf 33 Hektar mitten in der Berliner City West am Hardenbergplatz 8 im Ortsteil Tiergarten leben rund 19.300 Tiere aus etwa 1.380 Arten, von denen viele in keinem anderen Zoo Europas zu sehen sind. Eröffnet am 1. August 1844 unter der Schirmherrschaft von König Friedrich Wilhelm IV., der zwei Jahre zuvor die königliche Fasanerie als Grundstück geschenkt hatte, prägt der Zoo seit über 180 Jahren das Berliner Selbstverständnis. Wahrzeichen sind das sino-indisch gestaltete Elefantentor von 1899 an der Budapester Straße und das neumaurische Antilopenhaus von 1872, beides original erhaltene Bauten der Gründerzeit. Im Zweiten Weltkrieg wurde der Zoo 1944 und 1945 fast komplett zerstört, von 3.715 Tieren überlebten nur rund 91 die Bombennächte und Bodenkämpfe. Der Wiederaufbau ab 1949 unter Direktor Heinz-Georg Klös schuf den heutigen Garten mit seinen rund 3 Millionen Besuchern pro Jahr. Berühmte Bewohner waren Eisbär Knut von 2006 bis 2011 und Panda-Dame Bao Bao von 1980 bis 2012, heute begeistern die chinesischen Großen Pandas Meng Meng und Jiao Qing samt ihren 2019 geborenen Zwillingen Pit und Paule die Massen. Direkt nebenan liegt das eigenständige Aquarium Berlin mit über 2.000 Tieren, Krokodil-Halle und Quallen-Tank.
Anreise und Erreichbarkeit
Der Zoologische Garten Berlin liegt mitten in der Berliner City West, direkt am Bahnhof Zoo und am Zooviertel rund um die Budapester Straße, Kurfürstendamm und Hardenbergstraße. Die Lage macht den Zoo zu einem der am besten erreichbaren Tierparks Europas. Aus jedem Berliner Stadtteil ist der Haupteingang am Hardenbergplatz binnen 30 Minuten per S-Bahn oder U-Bahn erreichbar, deutsche Gäste aus dem übrigen Bundesgebiet kommen üblicherweise per ICE, Auto oder Flugzeug nach Berlin und schließen die letzten Meter per ÖPNV ab.
Mit dem Auto
Berlin erreicht man aus allen Himmelsrichtungen über den Berliner Ring A10 und die einlaufenden Autobahnen A2 aus Hannover und dem Ruhrgebiet, A9 aus München und Leipzig, A11 aus Stettin sowie A13 aus Dresden. Vom Berliner Ring führen Stadtautobahn A100 und A111 in die innere Stadt, der Zoo wird am ehesten über die Ausfahrt Kurfürstendamm der A100 angefahren. Tiefgaragen-Optionen rund um den Zoo sind das Parkhaus Bikini Berlin am Budapester Platz, das Park-Plus-Parkhaus an der Hertzallee und die Tiefgarage am Europa-Center. Direkt vor dem Haupteingang am Hardenbergplatz gibt es Behindertenparkplätze. In Berlin gilt eine Umweltzone, der Zoo liegt mittendrin, fahren dürfen nur Fahrzeuge mit grüner Plakette.
Mit der Bahn und dem ÖPNV
Der Bahnhof Zoo liegt einen Steinwurf vom Zoo-Eingang Hardenbergplatz entfernt und wird von den S-Bahnen S5, S7 und S75 sowie zahlreichen Regionalzügen RE1, RE2, RE7 und IC-Verbindungen aus Köln, Hannover und Hamburg angefahren. Die Zugangswege Bahnhof-Zoo zum Haupteingang sind ausgeschildert und nicht länger als 100 Meter. Die U-Bahn-Linien U2 und U9 halten gemeinsam an der Station Zoologischer Garten, die U2 verbindet Pankow, Alexanderplatz und Potsdamer Platz, die U9 läuft von Steglitz bis Osloer Straße. Zusätzlich halten zahlreiche Bus-Linien wie der Doppeldecker M45, M46, X9, X10, 100 und 200 am Bahnhof Zoo. Wer aus dem übrigen Deutschland anreist, fährt mit ICE oder IC bis Berlin Hauptbahnhof und schließt die letzten zwei Stationen per S5 oder S7 in 10 Minuten an.
Mit dem Flugzeug
Der einzige Berliner Flughafen ist seit 2020 Berlin Brandenburg Willy Brandt, kurz BER, im südöstlichen Brandenburg rund 35 Kilometer vom Zoo entfernt. Vom BER fährt die Airport-Express-Linie FEX in 30 Minuten zum Berlin Hauptbahnhof, von dort sind es weitere 10 Minuten S-Bahn zum Bahnhof Zoo. Schneller geht die S9 direkt vom BER zur Friedrichstraße und Umstieg in die S5 oder S7. Eine durchgängige direkte Verbindung BER-Zoo gibt es nicht, jedoch ein Umstieg ist die Regel. Aus den meisten deutschsprachigen Städten gibt es Direktverbindungen nach BER mit Lufthansa, easyJet, Eurowings und Ryanair.
Vor Ort bewegen und Parken
Innerhalb des Zoos hilft ein klar gegliederter Wegeplan, die 33 Hektar in zwei bis vier Stunden zu erkunden. Hauptwege sind asphaltiert oder feinkies-belegt und damit kinderwagen- und rollstuhlgerecht, einzelne Pfade zu historischen Tierhäusern haben gröberes Pflaster. Es gibt mehrere Toilettenstationen, einen Buggy-Verleih am Haupteingang Hardenbergplatz, drei Restaurants und mehrere Kioske über das Gelände verteilt. Vom Haupteingang Hardenbergplatz erreicht man das benachbarte Aquarium Berlin in zwei Gehminuten über die Budapester Straße. Wer die historischen Tor-Bauten sehen will, sollte einmal den Eingang Elefantentor an der Budapester Straße nutzen, dort öffnet sich der prächtigste Auftakt.
Geschichte und Entwicklung seit 1844
Die Geschichte des Berliner Zoos beginnt 1842 mit einem königlichen Geschenk. König Friedrich Wilhelm IV. übergab der Stadt Berlin die königliche Fasanerie im Tiergarten als Grundstück, dazu kam der zoologische Bestand der königlichen Menagerie auf der Pfaueninsel. Auf Initiative des Naturforschers Alexander von Humboldt und des Zoologen Martin Hinrich Lichtenstein wurde die Aktiengesellschaft Zoologischer Garten Berlin gegründet, die das Grundstück bebaute und am 1. August 1844 den Zoo als ersten in Deutschland eröffnete. London hatte 1828 vorgelegt, Amsterdam folgte 1838, Berlin war die dritte zoologische Anlage Europas und die erste im deutschsprachigen Raum.
Aufstieg zum Welt-Zoo bis 1939
Unter Direktor Ludwig Heck und ab 1932 unter seinem Sohn Lutz Heck wuchs der Zoo zwischen 1888 und 1939 zum bedeutendsten Tierpark Europas mit über 3.700 Tieren und einer für die Zeit einzigartigen Architektur. Die historischen Tierhäuser entstanden im Stil exotischer Bauten der jeweiligen Herkunftsregion. Das Antilopenhaus von 1872 ist neumaurisch gehalten, das Elefantentor von 1899 sino-indisch, das Straußenhaus zeigte ägyptische Tempelarchitektur und das Vogelhaus war im historisierenden Fachwerkstil errichtet. Vor dem Zweiten Weltkrieg zählte der Zoo Berlin neben London, New York und Antwerpen zu den international wichtigsten zoologischen Adressen.
Zerstörung 1944 und 1945
Im Zweiten Weltkrieg traf der alliierte Bombenkrieg den Zoo Berlin mit voller Wucht. In der Nacht vom 22. auf den 23. November 1943 zerstörte ein britischer Großangriff weite Teile der historischen Tierhäuser, in den folgenden 15 Monaten bis zur Schlacht um Berlin im April 1945 wurde der Zoo immer wieder bombardiert und schließlich im Häuserkampf der letzten Kriegstage fast völlig dem Erdboden gleichgemacht. Von den 3.715 Tieren des Bestands überlebten nur rund 91 Tiere, darunter zwei Elefanten, eine Schimpansin, ein Schabrackentapir, vier asiatische Wasserbüffel und der berühmte Berliner Flusspferdbulle Knautschke, der in seinem mit Bombentrichter-Wasser gefüllten Becken die letzten Kriegstage überstand. Knautschke wurde nach 1945 zum Symbol des Wiederaufbaus und bekam viele Kinder, die in Zoos weltweit verteilt wurden.
Wiederaufbau und Moderne ab 1949
Der Wiederaufbau begann 1949 unter Direktorin Katharina Heinroth, die als erste Frau in Europa einen Großzoo leitete, und wurde ab 1956 unter Heinz-Georg Klös konsequent fortgesetzt. Klös prägte den Zoo über 35 Jahre und holte spektakuläre Tiere wie Eisbären, Großkatzen, Menschenaffen und ab 1980 die Pandabären Yan Yan und Tian Tian nach Berlin. Unter ihm entstand auch das Hippoquarium 1997 und das Affenhaus 1981. Seit 2007 leitet Andreas Knieriem als Direktor zunächst den Tierpark Berlin in Friedrichsfelde, seit 2014 zusätzlich auch den Zoologischen Garten als gemeinsame Stiftung. Heute ist der Zoo Berlin mit 19.300 Tieren und 1.380 Arten artenreichster Zoo der Welt vor San Diego und Moskau.
Die sechs Highlights im Überblick
Pandas Meng Meng und Jiao Qing
Seit Juni 2017 lebt das Panda-Paar Meng Meng, übersetzt Träumchen, und Jiao Qing, übersetzt Schätzchen, im Panda Garden im südlichen Teil des Zoos. Berlin ist neben Wien, Madrid, Paris, Edinburgh und Kopenhagen einer der wenigen Zoos in Europa mit Großen Pandas. Im August 2019 wurden die Zwillinge Pit und Paule geboren, die ersten in Deutschland geborenen Pandas. 2024 folgten zwei weitere Jungtiere. Der Panda Garden ist 5.480 Quadratmeter groß und im chinesischen Tempelstil mit Außen- und Innengehegen gestaltet.
Historisches Elefantentor
Das Elefantentor an der Budapester Straße ist seit 1899 zweiter Hauptzugang des Zoos und gilt als eines der schönsten Tor-Bauwerke Europas. Zwei mächtige Elefanten-Skulpturen aus Sandstein tragen einen sino-indisch verzierten Aufbau mit dekorativem Pavillon. Das Tor wurde von Architekt Heinrich Kayser entworfen, im Krieg zerstört und 1984 originalgetreu wiederaufgebaut. Heute ist es ein offizielles Berliner Wahrzeichen und beliebtes Fotomotiv. Wer den Zoo zum ersten Mal besucht, sollte einmal durch das Elefantentor eintreten, der Effekt ist deutlich prächtiger als am Hardenbergplatz-Eingang.
Antilopenhaus von 1872
Das Antilopenhaus ist mit Eröffnungsjahr 1872 das älteste erhaltene Tierhaus des Zoos und eines der wenigen Vorkriegs-Gebäude, das den Bombenkrieg überstand. Der Bau im neumaurischen Stil mit Hufeisenbögen, Stuck-Ornamenten und farbigem Mauerwerk wirkt wie aus Tausendundeiner Nacht und beherbergt heute Kuh-Antilopen, Nilgau-Antilopen, Bongos und kleinere Huftiere. Die Architektur folgt der Idee, jede Tierart in einem Gebäude ihrer geografischen Herkunfts-Region zu zeigen. Das Antilopenhaus steht unter Denkmalschutz und wurde 2012 grundlegend saniert.
Hippoquarium und Flusspferdhaus
Das 1997 eröffnete Hippoquarium ist eines der modernsten Flusspferdhäuser Europas und bietet Einblicke durch große Glasscheiben in das Unterwasser-Leben der Großen Flusspferde. Besucher sehen die zwei bis drei Tonnen schweren Tiere in Sekunden vom Tauchen zum Auftauchen wechseln und können das überraschend grazile Schwimm-Verhalten beobachten. Die Anlage ist klimatisiert, die Wasser-Temperatur liegt bei 27 Grad. Eine Glasbrücke führt über das Außen-Becken, sodass die Flusspferde sowohl von oben als auch unter Wasser zu sehen sind.
Menschenaffen und Affenhaus
Das 1981 eröffnete Affenhaus beherbergt Westliche Flachland-Gorillas, Sumatra-Orang-Utans und Bonobos und gehört zu den europaweit führenden Häusern für Menschenaffen. Die Außen-Anlagen sind weitläufig und mit Klettergerüsten, Hängematten und natürlichen Substraten gestaltet. Die Gorilla-Gruppe um Silberrücken Sango ist die größte in Deutschland und wird im Rahmen des Europäischen Erhaltungszucht-Programms koordiniert. Eltern mit Kindern verbringen hier oft eine ganze Stunde, weil das Sozialverhalten der Affen unmittelbar an menschliche Verhaltensmuster erinnert.
Aquarium Berlin als Nachbar
Direkt neben dem Zoo-Haupteingang an der Budapester Straße 32 liegt das eigenständige Aquarium Berlin mit eigenem Eintritt von rund 19 Euro oder Kombi-Ticket Zoo plus Aquarium für rund 34 Euro. Auf drei Etagen beherbergt das Aquarium über 2.000 Tiere in mehr als 1.000 Arten, darunter eine spektakuläre Krokodil-Halle mit Hängebrücke über lebenden Krokodilen, ein Quallen-Tank mit Farbwechsel-Licht, ein Korallenriff-Becken und Aussagestation für Frösche, Schlangen und Echsen. Wer einen Ganz-Tag plant, sollte das Aquarium unbedingt anschließen.
Berühmte Tiere in der Geschichte
Der Zoologische Garten Berlin hat in seinen 180 Jahren mehrere Tiere hervorgebracht, die weit über Berlin hinaus Bekanntheit erlangten. Drei stehen exemplarisch für das emotionale Verhältnis der Berliner zu ihrem Zoo: Eisbär Knut, Panda Bao Bao und Flusspferdbulle Knautschke.
Eisbär Knut, 2006 bis 2011
Eisbär Knut wurde am 5. Dezember 2006 als eines von Zwillingen geboren und von seiner Mutter verstoßen, sein Bruder starb nach vier Tagen. Tierpfleger Thomas Dörflein zog Knut von Hand auf und machte ihn binnen weniger Monate zum medialen Welt-Phänomen. Im März 2007 wurde Knut erstmals der Öffentlichkeit präsentiert, der Andrang war so groß, dass der Zoo Sonderöffnungszeiten einrichten musste. Knut zierte zahlreiche Magazin-Titel, brachte dem Zoo Rekord-Besucherzahlen und galt als Sympathie-Botschafter des Eisbär-Schutzes. Am 19. März 2011 starb Knut überraschend mit nur vier Jahren an einer angeborenen Enzephalitis. Sein präparierter Körper steht heute im Naturkundemuseum Berlin.
Panda Bao Bao, 1980 bis 2012
Panda-Männchen Bao Bao kam 1980 als Staatsgeschenk der Volksrepublik China nach West-Berlin und lebte 32 Jahre im Zoologischen Garten, was ihn zum ältesten in Menschenobhut gehaltenen Großen Panda machte. Bao Bao wurde am 22. August 2012 im hohen Alter eingeschläfert. Mit ihm verschwand der erste Panda-Bestand des Berliner Zoos, bis 2017 das neue Paar Meng Meng und Jiao Qing einzog. Bao Bao war über drei Jahrzehnte ein Berliner Wahrzeichen und das einzige Pandapaar West-Berlins im Kalten Krieg.
Flusspferdbulle Knautschke, 1943 bis 1988
Flusspferdbulle Knautschke wurde 1943 im Zoo Berlin geboren und ist der wohl symbolträchtigste Tier-Überlebende des Zweiten Weltkriegs. Während die Bomben fielen und das Zoo-Gelände im Häuserkampf zerstört wurde, harrte Knautschke in seinem mit Bomben-Splittern und Trümmern verschmutzten Wasser-Becken aus und überlebte als einer von nur drei Flusspferden weltweit, die den Krieg in Mitteleuropa durchstanden. Nach 1945 wurde Knautschke zum Symbol des Berliner Wiederaufbaus und zeugte mit Hippo-Dame Bulette zahlreiche Nachkommen, die in viele europäische Zoos verteilt wurden. Knautschke starb 1988 im Alter von 45 Jahren.
Zoo Berlin oder Tierpark Berlin im Vergleich
Der Zoo Berlin punktet mit Artenreichtum und zentraler Lage, der Tierpark Berlin in Friedrichsfelde mit fünfmal größerer Fläche und Weitläufigkeit. Eine gemeinsame Stiftung trägt beide Häuser. Wer Familie hat und Zeit mitbringt, plant beide an verschiedenen Tagen ein.
Praktische Tipps für den Zoo-Besuch
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Kombi-Ticket Zoo plus Aquarium
Für rund 34 Euro statt 24,50 plus 19 Euro getrennt bekommt man Zugang zu beiden Häusern. Das Aquarium lohnt sich vor allem an heißen Sommer-Tagen oder bei Regen als klimatisierte Ergänzung. Familien sparen schnell 30 bis 40 Euro.
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Frühe Stunden für Pandas
Meng Meng und Jiao Qing sind zwischen 9 und 11 Uhr deutlich aktiver als am Nachmittag. Wer die Pandas in Bewegung erleben will, sollte direkt nach Zoo-Öffnung um 9 Uhr zum Panda Garden im südlichen Teil des Areals laufen. Mittags schlafen die Bären meist.
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Eingang Elefantentor wählen
Der Eingang Elefantentor an der Budapester Straße ist deutlich prächtiger als der Hauptzugang Hardenbergplatz. Die sino-indische Tor-Architektur von 1899 macht einen viel beeindruckenderen Auftakt und führt direkt in den ältesten Teil des Zoos mit dem Antilopenhaus von 1872.
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Fütterungszeiten im Vorfeld checken
Tier-Fütterungen sind die Highlights des Tages, etwa bei den Robben um 11 und 15 Uhr, den Pinguinen um 14 Uhr und den Pelikanen um 15:30 Uhr. Die aktuellen Zeiten stehen am Eingang oder lassen sich an der Information erfragen. Zehn Minuten vor der jeweiligen Fütterung vor Ort sein, sonst wird die Front zu eng.
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Jahreskarte ab drittem Besuch
Eine Jahreskarte Zoo plus Tierpark Berlin kostet rund 105 Euro pro Erwachsenen und rechnet sich ab drei Besuchen pro Jahr. Familien und Berliner mit Kindern fahren besser mit dem Jahres-Pass. Inhaber profitieren zusätzlich von Rabatten im Aquarium und kostenlosem Eintritt bei Sonder-Events.
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Barrierefrei und buggy-freundlich
Hauptwege sind asphaltiert und für Rollstühle sowie Kinderwagen geeignet, einige historische Pfade haben grobes Pflaster und sind weniger komfortabel. Ein Buggy-Verleih gibt es am Haupteingang Hardenbergplatz, Behindertenparkplätze stehen direkt vor dem Tor. Toiletten mit Wickeltisch sind ausgeschildert.
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Beste Saison Mai bis September
Im späten Frühjahr und Sommer sind alle Außenanlagen geöffnet, viele Jungtiere sind dann zu sehen, und die Tier-Aktivität ist am höchsten. Im Winter fallen einige Außenflächen weg, die Pandas sind aber das ganze Jahr in ihrer klimatisierten Anlage zu sehen. Eintritts-Preise sind im Winter rund 4 Euro günstiger.
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Bei Regen Aquarium und Tierhäuser
Wer an einem Regentag plant, sollte mit dem Aquarium Berlin starten und im Zoo gezielt die historischen Tierhäuser ansteuern: Affenhaus, Hippoquarium, Raubtierhaus und Elefantenhaus sind alle überdacht. Mit Kombi-Ticket lassen sich so vier bis fünf Stunden trockene Programm-Zeit bauen.
Insider-Tipps
Geheimtipp Antilopenhaus
Das Antilopenhaus von 1872 wird von vielen Gästen verpasst, weil es etwas abseits zwischen Aquarium und Raubtierhaus liegt. Wer das Haus betritt, steht in einem original erhaltenen Vorkriegs-Bau im neumaurischen Stil und kann die ursprüngliche Zoo-Ästhetik des 19. Jahrhunderts spüren. Hier bekommt man einen Eindruck davon, wie der Zoo vor den Zerstörungen 1944 und 1945 wirkte.
Cafe am Knut-Felsen
Das Selbstbedienungs-Restaurant am ehemaligen Eisbär-Gehege ist die preisgünstigste Verpflegungs-Option im Zoo mit Pommes, Currywurst und Kaffee zu vertretbaren Preisen. Wer mit Kindern länger bleibt, sollte trotzdem ein Lunch-Paket mitbringen, denn die offiziellen Restaurants kosten schnell 25 Euro pro Person zum Mittag.




