Der Tierpark Gera liegt im Süden der ostthüringischen Stadt Gera am sogenannten Martinsgrund — einem bewaldeten Hangbereich südlich der Innenstadt. 1957 eröffnet, gehört der Park zu den älteren Tiergärten Thüringens und hat sich über mehr als sechs Jahrzehnte als einer der typischsten Waldzoos der Region etabliert. Auf rund 15 Hektar Mischwald leben etwa 600 Tiere aus etwa 120 Arten, mit klarem Schwerpunkt auf einheimischen und europäischen Wildtieren. Wölfe, Eurasische Luchse, Wildschweine, Fischotter, Rotwild, Damwild und Greifvögel prägen das Profil — ergänzt durch ein Affenhaus mit Berberaffen, das die Anlage seit Jahrzehnten begleitet. Ein klassisches Streichelgehege mit Ziegen, Schafen und Kaninchen sorgt für den Familien-Anteil. Mit rund 110.000 Besuchern pro Jahr ist der Tierpark eines der wichtigsten Familien-Ausflugsziele in Ostthüringen, der Eintritt liegt mit etwa 7 Euro für Erwachsene deutlich unter dem üblichen Großstadt-Zoo-Niveau. Die Linie Tierpark der Geraer Verkehrsbetriebe fährt direkt vor das Eingangstor.

Anreise und Erreichbarkeit

Gera liegt im Osten Thüringens an der Weißen Elster und ist über die Autobahn A4 zwischen Erfurt und Dresden sowie über die A9 mit Anschluss in Hermsdorfer Kreuz gut erreichbar. Der Tierpark selbst liegt rund vier Kilometer südlich der Innenstadt am Martinsgrund — einem bewaldeten Hangstück, das schon im 19. Jahrhundert als Naherholungsgebiet diente. Die meisten Besucher kommen aus Gera selbst sowie aus dem Großraum Jena, Zwickau, Plauen, Altenburg und Chemnitz. Der Park ist als klassischer Halb- bis Tagesausflug von vielen ostthüringischen und westsächsischen Städten in unter einer Autostunde erreichbar.

Mit dem Auto

Aus Norden und Süden führt die A9 Berlin–München mit dem Hermsdorfer Kreuz nach Gera, von dort über die A4 Richtung Dresden bis zur Ausfahrt Gera oder Gera-Leumnitz. Aus Westen über die A4 von Erfurt und Jena, aus Osten von Chemnitz und Zwickau ebenfalls über die A4. Innerstädtisch ist der Tierpark gut ausgeschildert, am Hauptzugang Straße des Friedens stehen kostenfreie Parkplätze für Pkw und Reisebusse zur Verfügung. An sonnigen Wochenenden und in den Sommer- sowie Pfingstferien empfiehlt sich frühe Anreise vor 10 Uhr — die Parkflächen am Martinsgrund sind begrenzt und füllen sich an Familien-Sonntagen spürbar.

Mit der Bahn und dem ÖPNV

Gera Hauptbahnhof liegt an der Mitte-Deutschland-Verbindung zwischen Erfurt und Chemnitz und wird stündlich von Regionalzügen aus Erfurt, Jena, Leipzig und Zwickau bedient. Vom Hauptbahnhof aus fährt die Buslinie Tierpark der Geraer Verkehrsbetriebe in rund 15 Minuten direkt vor das Eingangstor — die Haltestelle heißt Tierpark und liegt unmittelbar am Park-Eingang. Wer mit dem ICE anreist, steigt in Erfurt, Leipzig oder Jena auf den Regionalverkehr um. Die Gesamtfahrtzeit ab Leipzig Hauptbahnhof liegt bei rund 1:15 Stunden, ab Erfurt bei rund 1:00 Stunde, jeweils plus Bus zum Park.

Mit dem Flugzeug

Der nächste Flughafen ist Leipzig-Halle mit rund 90 Kilometern Entfernung und einer Anfahrt von etwa 1:00 Stunde über die A9 und A4. Dresden-Klotzsche liegt mit 140 Kilometern etwas weiter, ist aber über die A4 in rund 1:30 Stunden erreichbar. Frankfurt am Main mit gut 320 Kilometern ist nur sinnvoll, wenn Sie ohnehin internationale Anschlüsse benötigen. Für einen klassischen Tagesausflug ist die Anreise per Flugzeug allerdings selten praktikabel, der Park bedient ein regionales Publikum aus Thüringen, Sachsen und dem nördlichen Bayern.

Vor Ort bewegen und Parken

Der Tierpark ist als reines Fuß-Areal angelegt. Der Rundweg führt über mehrere Kilometer durch den Mischwald in leichter Hanglage — Besucher sollten festes Schuhwerk und Bewegung in moderater Steigung einplanen. Die Hauptwege sind gut befestigt und überwiegend mit Kinderwagen sowie mit Rollstuhl bei Begleitung zu bewältigen, einzelne Nebenwege im hinteren Waldteil haben leichtere Steigungen. Hunde sind an der kurzen Leine willkommen, sollten jedoch deutlichen Abstand zu den Wolfs- und Luchsgehegen halten. Sitzbänke, Imbiss-Punkte, ein Bistro am Haupteingang und überdachte Picknick-Plätze verteilen sich über das gesamte Gelände.

Jena 45 km ~40 min via A4
Leipzig 85 km ~1:00 h via A9/A4
Chemnitz 75 km ~1:00 h via A4
Erfurt 90 km ~1:00 h via A4
Dresden 140 km ~1:30 h via A4

Tiere und Gehege im Tierpark Gera

Das Profil des Tierparks Gera ist klar definiert und seit Jahrzehnten konsequent ausgerichtet: Schwerpunkt sind einheimische und europäische Wildtiere, ergänzt durch einige klassische Familien-Tierarten und das traditionsreiche Affenhaus. Damit unterscheidet sich der Park bewusst von klassischen Großstadtzoos mit Tropenhallen, Elefanten oder Großkatzen — die Stärke liegt im Wald-Charakter und in der naturnahen Präsentation typischer mitteleuropäischer Arten. Rund 600 Tiere aus etwa 120 Arten leben in großzügig in den Hang eingebetteten Gehegen, viele davon mit ausgedehntem Wald- und Wiesenbewuchs.

Wölfe und Luchse im Waldbereich

Das Wolfsgehege gehört zu den Publikumsmagneten der Anlage. Ein kleines Rudel bewohnt ein weitläufiges Waldareal mit Sichtachsen und Beobachtungspunkten, die einen Blick in das Sozialverhalten der Tiere erlauben, ohne sie zu stören. Direkt benachbart liegt das Luchs-Gehege — die scheuen Pinselohren sind tagsüber oft schwer zu entdecken, zeigen sich aber in den frühen Morgen- und späten Nachmittagsstunden mit einiger Wahrscheinlichkeit. Beide Arten sind klassische Zeigetiere für die Wiederansiedlung großer Beutegreifer in Mitteleuropa und werden in kommentierten Pflegerführungen regelmäßig vorgestellt.

Wildschweine, Rotwild und Otter

Der zentrale Wildschwein-Bereich liegt entlang des Rundwegs und gehört zu den lebhaftesten Gehegen — eine ganze Rotte mit Frischlingen, Bachen und Keilern lebt im offenen Mischwald. Daneben pflegt der Park Rotwild und Damwild in weitläufigen Waldgehegen, die Tiere sind das ganze Jahr über gut zu beobachten, besonders im Herbst zur Brunft im September und Oktober. Die Fischotter-Anlage mit Wasserlauf und Glasscheibe gehört zu den jüngeren Publikumslieblingen — die verspielten Tiere zeigen sich besonders zur Fütterungszeit am Vormittag und am späten Nachmittag.

Berberaffen und Affenhaus

Das Affenhaus gehört seit Jahrzehnten zum festen Inventar des Geraer Tierparks. Eine Gruppe Berberaffen bewohnt ein kombiniertes Innen- und Außengehege, an warmen Tagen sind die Tiere auf der Außenanlage gut zu beobachten — bei Kälte und Regen ziehen sie sich in den geheizten Innenbereich zurück. Berberaffen sind eine der wenigen Affenarten, die ursprünglich auch in Europa heimisch waren und heute nur noch in einem schmalen Streifen Nordafrikas vorkommen — ein Bezug, der gut zum europäisch geprägten Profil des Parks passt.

Greifvögel und Streichelgehege

Im Greifvogel-Bereich leben Adler, Bussarde, Eulen und Falken in geräumigen Volieren. Pflegerführungen und gelegentliche Flugvorführungen geben Einblicke in Lebensweise und Schutzstatus heimischer Greifvogelarten. Im Streichelgehege am Eingang treffen jüngere Kinder auf zahme Ziegen, Schafe und Kaninchen — ein klassischer Familien-Anlaufpunkt mit ebenerdigem Kontakt-Bereich. Pflanzenfutter aus dem Automaten ist Pflicht für viele kleine Besucher und sorgt verlässlich für 30 bis 45 Minuten Aufenthalt am Auftakt oder Abschluss des Rundgangs.

Die 6 Tier-Highlights im Überblick

Wolfsgehege im Waldareal

Ein kleines Rudel bewohnt ein weitläufiges Waldareal mit Beobachtungspunkten und Sichtachsen. Pflegerführungen erklären Sozialverhalten und das aktuelle Wolfsmanagement in Deutschland — Wölfe zählen zu den absoluten Publikumsmagneten des Parks.

Luchs-Areal in Hanglage

Eurasische Luchse bewohnen ein naturnah strukturiertes Waldgehege mit Felsen und Kletterstämmen. Die scheuen Tiere zeigen sich vor allem in den frühen Morgenstunden und am späten Nachmittag — ideales Foto-Motiv zur Öffnungs- und zur Schließzeit.

Wildschwein-Großgehege

Eine vollständige Rotte mit Frischlingen, Bachen und Keilern lebt in einem offenen Mischwald-Areal entlang des Hauptwegs. Besonders im Frühjahr mit den jungen Frischlingen und im Herbst zur Eichelmast bietet das Gehege Naturschauspiele aus nächster Nähe.

Fischotter-Anlage

Die Fischotter zählen zu den verspieltesten Bewohnern der Anlage. Eine Glasscheibe am Wasserlauf erlaubt Unterwasser-Beobachtungen, besonders zur Fütterung am Vormittag und am späten Nachmittag sind die Tiere extrem aktiv und gut zu beobachten.

Affenhaus mit Berberaffen

Die Gruppe Berberaffen lebt im kombinierten Innen- und Außengehege. An warmen Tagen klettern die Tiere im Freibereich, bei Kälte ziehen sie sich in den geheizten Innenbereich zurück — eine der wenigen ursprünglich auch in Europa heimischen Affenarten.

Streichelgehege am Eingang

Zahme Ziegen, Schafe und Kaninchen leben in einem ebenerdigen Kontakt-Gehege direkt am Park-Auftakt. Kinder dürfen die Tiere streicheln und mit Pflanzenfutter aus dem Automaten füttern — verlässlicher Familien-Highlight-Stopp zum Auftakt oder Abschluss.

Tierpark Gera im Vergleich mit anderen Zoos in Mitteldeutschland

Kriterium
Tierpark Gera
Zoo Leipzig
Thüringer Zoopark Erfurt
Tierpark Chemnitz
Zoo Dresden
Ort
Gera-Martinsgrund
Leipzig-Zentrum
Erfurt-Roter Berg
Chemnitz-Stadtpark
Dresden-Großer Garten
Fläche
15 Hektar
27 Hektar
63 Hektar
10 Hektar
13 Hektar
Schwerpunkt
einheimisch, europäisch, Wald
Themenwelten, global
Großtiere, global, weitläufig
kompakter Innenstadt-Zoo
klassischer Großstadt-Zoo
Top-Highlights
Wölfe, Luchse, Berberaffen
Gondwanaland, Pongoland, Kiwara
Elefanten, Nashörner, Geier
Vivarium, Bauernhof, Affen
Menschenaffen, Großkatzen
Eintritt Erwachsene
rund 7 Euro
rund 26 Euro
rund 14 Euro
rund 6 Euro
rund 16 Euro
Besucher pro Jahr
rund 110.000
rund 1,8 Millionen
rund 400.000
rund 250.000
rund 800.000
Idealer Besuch
Halbtag, Familien-Ausflug
Ganztag mit Themenwelten
Ganztag, weitläufiges Areal
Halbtag, kompakt
Ganztag im Großen Garten

Der Tierpark Gera ist der klassische Waldzoo der Region — wer große Themenwelten oder Elefanten sehen will, fährt nach Leipzig, Erfurt oder Dresden. Für einen entspannten Familien-Halbtag mit europäischen Wildtieren und kleinem Budget ist der Martinsgrund die richtige Adresse.

Geschichte und Charakter

Eröffnet wurde der Tierpark Gera im Jahr 1957 und gehört damit zu den älteren Tiergärten Thüringens. Die ursprüngliche Anlage am Martinsgrund nutzte ein bewaldetes Hangstück südlich der Innenstadt, das schon im 19. Jahrhundert als Naherholungsgebiet diente. Über mehr als sechs Jahrzehnte hat sich der Park kontinuierlich entwickelt — neue Gehege für Wölfe, Luchse und Fischotter sind in den letzten beiden Jahrzehnten dazugekommen, das traditionsreiche Affenhaus mit Berberaffen wurde mehrfach modernisiert. Konzeptionell hat der Park konsequent auf einheimische und europäische Wildtiere gesetzt, statt eine eigene Tropenhalle oder ein Großkatzen-Revier aufzubauen — eine Linie, die heute besonders gut zum gestiegenen Interesse an Wölfen und Luchsen passt.

Lage am Martinsgrund

Der Martinsgrund ist ein bewaldeter Hang am südlichen Stadtrand von Gera, der in die Auenlandschaft der Weißen Elster übergeht. Charakteristisch sind die Mischwälder aus Buchen, Eichen und Fichten, das hügelige Relief und die Nähe zu klassischen Geraer Naherholungszielen wie der Bergkirche, dem Hofwiesenpark und der Orangerie. Wer Tierpark-Besuch und Stadtbummel kombinieren möchte, findet rund vier Kilometer nördlich die Geraer Innenstadt mit Markt, Otto-Dix-Haus und Museum für Angewandte Kunst — eine Kombination, die den Tierpark-Halbtag zu einem klassischen Gera-Tagesprogramm ergänzt.

Familien-Ausrichtung und Bildung

Neben dem klassischen Besucherbetrieb spielt die zoopädagogische Arbeit eine wachsende Rolle. Schulklassen aus Gera und der Region nutzen den Park als außerschulischen Lernort, regelmäßige Pflegerführungen und Fütterungen geben Hintergrund-Wissen zu Wildtierhaltung und Artenschutz. Saisonale Veranstaltungen wie Halloween-Wochenenden im Oktober, Adventszauber im Dezember und Kinder-Ferienprogramme prägen den Jahreskalender und sorgen für regelmäßige Wiederbesuche aus der ostthüringischen und westsächsischen Region.

Praktische Tipps für den Tierpark-Besuch

  • Eintritt und Familienkarte sparen Geld

    Der reguläre Erwachsenen-Eintritt liegt bei rund 7 Euro, Kinder zahlen ermäßigt deutlich weniger. Familienkarten sind oft günstiger als die Summe einzelner Tickets, Jahreskarten lohnen sich ab dem zweiten Besuch im Jahr. Im Vergleich zu klassischen Großstadt-Zoos liegt das Preisniveau auffällig niedrig.

  • Bus Tierpark statt Auto

    Die Buslinie Tierpark der Geraer Verkehrsbetriebe fährt ab Hauptbahnhof und Innenstadt direkt vor das Eingangstor. Wer aus Jena, Leipzig oder Chemnitz mit der Bahn kommt, spart sich Parkplatz-Suche und Anfahrtsstress — die Bus-Anbindung ist verlässlich getaktet.

  • + Mit Geraer Innenstadt kombinieren

    Der Tierpark passt gut als Halbtagsprogramm. Nachmittags lassen sich Otto-Dix-Haus, Orangerie, Hofwiesenpark oder die Bergkirche anschließen — vier Kilometer nördlich liegt die Innenstadt mit Markt und Otto-Dix-Sammlung. Die Kombination macht aus dem Tag ein vollständiges Gera-Programm.

  • i Pflegerführungen an Wolfs- und Otter-Gehege

    Mehrmals wöchentlich finden kommentierte Fütterungen mit Pflegerführung statt. Das ist die spannendste Gelegenheit, Sozialverhalten der Wölfe, Lebensweise der Fischotter und Hintergründe zu den einzelnen Tieren aus erster Hand zu erfahren. Termine hängen am Eingang und an den jeweiligen Gehegen aus.

  • Fütterungszeiten ablesen

    Die Aushänge am Eingang zeigen die Fütterungszeiten der einzelnen Tierarten. Wolfs-, Luchs- und Otter-Fütterungen sind die Top-Termine — wer den Halbtag an drei bis vier Fütterungen orientiert, sieht die scheuen Arten durchgängig aktiv statt im Versteck oder in Ruhephasen.

  • Barrierefreiheit mit Einschränkungen

    Die Hauptwege sind asphaltiert oder gut befestigt und mit Kinderwagen und mit Rollstuhl bei Begleitung zu bewältigen. Die Hanglage am Martinsgrund bringt jedoch leichte bis mittlere Steigungen — am Eingang gibt es eine Übersichtskarte mit empfohlener Route durch die zugänglichen Gehege-Bereiche.

  • Beste Besuchszeit zwischen Frühjahr und Herbst

    Von April bis Oktober sind alle Tiere aktiv, im Sommer empfiehlt sich der frühe Vormittag, weil viele Arten die Mittagshitze meiden. Wölfe und Luchse sind im Winter oft besonders gut zu beobachten — sie sind in der Kälte deutlich aktiver als im Hochsommer und tragen dann auch ihr volles Winterfell.

  • Regen ist kein Ausschlusskriterium

    Im Mischwald am Martinsgrund ist das Mikroklima auch bei Regen erträglich, viele Tiere zeigen sich gerade dann aktiver. Wer eine Regenjacke und feste Schuhe dabei hat, kommt auch an grauen Tagen gut durch — das Affenhaus und überdachte Bereiche bieten zusätzliche Schutz-Optionen für längere Schauer.

Insider-Tipps

Frühmorgens für scheue Arten

Luchse, Wildkatzen und auch die Wölfe sind in den ersten zwei Öffnungsstunden deutlich aktiver als nach 11 Uhr. Wer pünktlich zur Öffnung kommt, hat die ruhigsten Bereiche fast für sich allein und sieht Arten, die sich später am Tag in den hinteren Gehege-Bereich zurückziehen oder im Versteck bleiben.

Pflegergespräche bei den Fütterungen

Bei vielen Fütterungen sind die zuständigen Tierpfleger anwesend und erzählen Hintergründe zu den einzelnen Tieren — Namen, Charaktere, Sozialverhalten im Rudel, Herkunft und Zuchtprogramm. Das ist deutlich anschaulicher als jede Beschilderung und für Kinder oft der spannendste Programmpunkt des gesamten Tagesablaufs.

HÄUFIGE FRAGEN

Wo liegt der Tierpark Gera genau?

Der Tierpark Gera liegt in der Straße des Friedens 7 im Stadtteil Martinsgrund am südlichen Rand von Gera, rund vier Kilometer südlich der Innenstadt. Die Anlage erstreckt sich auf 15 Hektar Mischwald in leichter Hanglage und gehört zu den charaktervollsten Waldzoos Thüringens.

Wann wurde der Tierpark Gera eröffnet?

Der Tierpark wurde 1957 eröffnet und gehört damit zu den älteren Tiergärten Thüringens. Über mehr als sechs Jahrzehnte hat er sich kontinuierlich weiterentwickelt — moderne Gehege für Wölfe, Luchse und Fischotter sind in den letzten beiden Jahrzehnten dazugekommen.

Wie viele Tiere und Arten leben im Tierpark Gera?

Im Tierpark leben rund 600 Tiere aus etwa 120 Arten. Der Schwerpunkt liegt klar auf einheimischen und europäischen Wildtieren — Wölfe, Luchse, Wildschweine, Fischotter, Rotwild und Greifvögel prägen das Profil, dazu kommen Berberaffen im traditionsreichen Affenhaus.

Wie hoch ist der Eintritt im Tierpark Gera?

Der Erwachsenen-Eintritt liegt bei rund 7 Euro, Kinder und Ermäßigte zahlen deutlich weniger. Familienkarten sind oft günstiger als die Summe einzelner Tickets, Jahreskarten lohnen sich ab dem zweiten Besuch im Jahr. Im Vergleich zu Großstadt-Zoos in Leipzig oder Dresden ist das Preisniveau auffällig niedrig.

Wie erreicht man den Tierpark Gera mit dem ÖPNV?

Die Buslinie Tierpark der Geraer Verkehrsbetriebe fährt ab Hauptbahnhof und Innenstadt direkt vor das Eingangstor — die Haltestelle heißt Tierpark und liegt unmittelbar am Park-Eingang. Vom Hauptbahnhof aus dauert die Fahrt rund 15 Minuten, der Bus ist verlässlich getaktet.

Wie kommt man mit dem Auto zum Tierpark Gera?

Aus allen Richtungen führt die A4 Erfurt–Dresden nach Gera. Aus Norden und Süden erreichen Sie Gera über die A9 mit dem Hermsdorfer Kreuz, von dort weiter über die A4 bis zur Ausfahrt Gera oder Gera-Leumnitz. Am Hauptzugang Straße des Friedens stehen kostenfreie Parkplätze für Pkw und Reisebusse zur Verfügung.

Gibt es im Tierpark Gera Wölfe?

Ja, der Tierpark Gera hält ein kleines Wolfsrudel in einem weitläufigen Waldareal mit Beobachtungspunkten und Sichtachsen. Die Wölfe gehören zu den Publikumsmagneten der Anlage, kommentierte Pflegerführungen geben Einblicke in Sozialverhalten und das aktuelle Wolfsmanagement in Deutschland.

Welche Affenarten leben im Tierpark Gera?

Im traditionsreichen Affenhaus lebt eine Gruppe Berberaffen im kombinierten Innen- und Außengehege. Berberaffen sind eine der wenigen Affenarten, die ursprünglich auch in Europa heimisch waren und heute nur noch in einem schmalen Streifen Nordafrikas vorkommen — ein passender Bezug zum europäisch geprägten Profil des Parks.

Wann zeigen sich die scheuen Tiere am besten?

Luchse und Wölfe sind in den ersten zwei Öffnungsstunden deutlich aktiver als nach 11 Uhr. Wer pünktlich zur Öffnung kommt, sieht die scheuen Arten am ehesten. Auch der späte Nachmittag in der Stunde vor Park-Schluss ist eine gute Beobachtungszeit, besonders an kühleren Tagen.

Ist der Tierpark Gera barrierefrei?

Die Hauptwege sind asphaltiert oder gut befestigt und mit Kinderwagen sowie mit Rollstuhl bei Begleitung zu bewältigen. Die Hanglage am Martinsgrund bringt jedoch leichte bis mittlere Steigungen mit sich. Am Eingang gibt es eine Übersichtskarte mit empfohlener Route durch die zugänglichen Gehege-Bereiche.

Sind Hunde im Tierpark Gera erlaubt?

Hunde sind an der kurzen Leine willkommen, sollten aber deutlichen Abstand zu den Wolfs- und Luchsgehegen halten. Die Raubtiere können intensiv auf Hundegerüche reagieren, deshalb wird Besitzern empfohlen, ihre Tiere in diesen Bereichen besonders sorgfältig zu führen oder einen Bogen um die entsprechenden Gehege zu machen.

Wie viel Zeit sollte man für den Tierpark Gera einplanen?

Für einen entspannten Besuch reichen drei bis vier Stunden, der Park ist klassisches Halbtags-Format. Wer alle Fütterungen mitnehmen und das Streichelgehege ausgiebig nutzen möchte, kommt auf vier bis fünf Stunden. Anschließend bleibt Zeit für die Geraer Innenstadt mit Otto-Dix-Haus und Hofwiesenpark — zusammen ergibt das einen vollständigen Gera-Tag.
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