Der Zoo Osnabrück ist Niedersachsens beliebtester Hangzoo und liegt im Süden der Stadt am Schölerberg, etwa drei Kilometer vom Hauptbahnhof entfernt. 1936 als Heimat-Tiergarten Schölerberg eröffnet, zählt er heute rund 960.000 Besucher pro Jahr und gehört damit zu den meistbesuchten Tierparks im Norden Deutschlands. Auf 23,5 Hektar Hangfläche leben rund 310 Arten mit etwa 2.700 Tieren in Themenwelten wie Affentempel, Samburu-Savanne, Manitoba-Wildnis, Takamanda-Regenwald und Tetra-Aquarium. Berühmt geworden ist der Zoo durch die 2009 eröffneten Unterwelten — ein weltweit einzigartiger unterirdischer Rundgang acht Meter unter Tag, in dem Erdmännchen, Maulwürfe und andere Wühl- und Burgentiere in ihrem natürlichen Element zu sehen sind. Der Eintritt liegt bei rund 24 Euro und macht den Zoo zu einem klassischen Tagesziel für Familien aus dem Osnabrücker Land, dem Münsterland und Nordrhein-Westfalen.

Anreise und Erreichbarkeit

Der Zoo Osnabrück liegt am südlichen Stadtrand am Hang des Schölerbergs, eingebettet zwischen Wohnvierteln, Klinikum und Naturkundemuseum am Schölerberg. Die Anreise ist sowohl mit Auto als auch mit Bus unkompliziert, weil der Zoo direkt an der Bundesstraße 51 und an einer eigenen Buslinie liegt. Wer mit der Bahn kommt, steigt am Hauptbahnhof Osnabrück in den Bus und ist in rund zehn Minuten am Eingang.

Mit dem Auto

Aus Norden und Süden erreicht man Osnabrück über die Autobahnen A1 und A30. Von der A1 nimmt man die Ausfüahrt Osnabrück-Hafen, von der A30 die Ausfahrt Osnabrück-Süd, in beiden Fällen folgt man der Ausschilderung Zoo. Der Zoo verfügt über einen großen Besucherparkplatz direkt am Eingang Klaus-Strick-Weg mit rund 1.500 Stellplätzen. Die Parkgebühr beträgt einige Euro pro Tag und ist nicht im Eintritt enthalten. An sonnigen Sonntagen ist der Parkplatz am späten Vormittag voll, ein früher Start lohnt sich.

Mit der Bahn und dem ÖPNV

Der Hauptbahnhof Osnabrück ist ICE- und IC-Halt mit direkten Verbindungen nach Hamburg, Bremen, Hannover, Münster und ins Ruhrgebiet. Vom Bahnhof fahren die Buslinien 21 und 22 im Halbstundentakt direkt zur Haltestelle Zoo, die unmittelbar am Haupteingang liegt. Die Fahrt dauert rund zehn Minuten und ist im VOS-Tagesticket enthalten, ein Umsteigen ist nicht erforderlich. Diese direkte Anbindung macht den Zoo zu einem der ÖPNV-freundlichsten Großzoos in Niedersachsen.

Mit dem Flugzeug

Der nächstgelegene Flughafen ist Münster-Osnabrück in Greven, rund 35 Kilometer entfernt und mit Zubringerbus an den Hauptbahnhof Osnabrück angebunden. Größere Drehkreuze sind Hannover und Düsseldorf, beide in rund eineinhalb bis zwei Stunden mit dem ICE oder dem Auto zu erreichen.

Vor Ort bewegen und Parken

Innerhalb des Zoos bewegt man sich ausschließlich zu Fuß, denn das Gelände ist ein echter Hangzoo mit teils deutlichen Höhenunterschieden zwischen Eingang, Affentempel und der oberen Manitoba-Welt. Die Hauptwege sind asphaltiert oder fest beschottert und für Kinderwagen geeignet, einzelne Stichwege im Wildwald sind etwas steiler. Behindertenparkplätze und ein barrierefreier Eingang befinden sich direkt am Besucherzentrum, Rollstühle können kostenlos ausgeliehen werden.

Münster 55 km rund 0:45 h via A1
Bremen 120 km rund 1:20 h via A1
Hannover 140 km rund 1:30 h via A30 und A2
Dortmund 145 km rund 1:40 h via A1
Hamburg 235 km rund 2:30 h via A1

Geschichte und Charakter

Die Wurzeln des Zoos reichen bis 1936 zurück, als am Hang des Schölerbergs ein kleiner Heimat-Tiergarten Schölerberg eröffnet wurde. Zunächst zeigte die Anlage vor allem einheimische Tierarten und entwickelte sich nach dem Zweiten Weltkrieg langsam zu einem regional bedeutenden Tierpark. Anders als die klassischen Großstadt-Zoos wuchs Osnabrück nicht in einer barocken Parkanlage, sondern in einem Mischwald am Stadtrand — ein Charakter, der bis heute prägt, weil viele Gehege in natürliche Hangwälder eingebettet sind.

Ab den 1980er Jahren folgte eine Reihe von Themenwelten, die den Zoo neu erfanden. Mit dem Affentempel für Schimpansen entstand ein Bezug zu südostasiatischer Hindu-Tempel-Architektur, die Samburu-Savanne brachte afrikanische Steppentiere wie Giraffen und Zebras in weitläufige Anlagen, und Manitoba zeigt seit Mitte der 2000er Jahre nordamerikanische Wildnis mit Wölfen und Pumas. Die größte Innovation war 2009 die Eröffnung der Unterwelten, eines weltweit einzigartigen unterirdischen Rundgangs acht Meter unter Tag, in dem Wühl- und Burgentiere in ihrem natürlichen Element zu erleben sind. 2010 kam das Tetra-Aquarium mit Süßwasser-Schwerpunkt dazu, 2017 die Takamanda-Regenwaldhalle für afrikanische Tropen.

Die Themenwelten des Zoos

Der Zoo gliedert sich in mehrere Themenwelten, die jeweils einer Region oder einem Lebensraum gewidmet sind. Der Rundgang führt typischerweise vom Eingang über den Affentempel und die Samburu-Savanne zu Manitoba, dann durch die Unterwelten zurück über Takamanda und das Tetra-Aquarium zum Ausgang. Im Folgenden die wichtigsten Stationen für einen ganzen Tag.

Affentempel — Hindu-Tempel-Architektur für Schimpansen

Der Affentempel ist eine der frühen Themenwelten des Zoos und beherbergt eine Schimpansengruppe in einem nachempfundenen südostasiatischen Hindu-Tempel. Die Anlage kombiniert massive Tempelmauern, Innenhöfe und Kletterbereiche mit einer großen Außenanlage. Die Architektur ist ungewöhnlich für einen norddeutschen Zoo und macht den Affentempel zu einem der fotografisch dankbarsten Punkte des Geländes.

Samburu — Afrikanische Savanne

Samburu zeigt afrikanische Steppentiere auf weiten Sandflächen mit Akazien-Imitaten und Beobachtungsplattformen. Hier leben Giraffen, Zebras, Antilopen und Strauße in einer gemischten Anlage, die Tieren wie Besuchern viel Bewegung lässt. Der Bereich ist besonders an warmen Tagen lebendig, weil die Tiere die Sonne suchen und über die offenen Flächen ziehen.

Manitoba — Nordamerikanische Wildnis

Manitoba bildet die nordamerikanische Wildnis nach und beherbergt Wölfe, Pumas, Bisons und Stinktiere in waldnahen Anlagen. Die Wege führen durch echte Hangwälder, die optisch und akustisch fließend in die Gehege übergehen. Wer Glück hat, sieht die Wölfe in den frühen Morgenstunden auf Streife — das ist eine der intensivsten Tierbegegnungen des Zoos.

Takamanda — Afrikanische Regenwaldhalle

Die 2017 eröffnete Takamanda-Halle bildet den afrikanischen Regenwald nach und zeigt unter anderem Westliche Flachland-Gorillas, Drills und Mandrills. Die Halle ist beheizt, mit dichter Vegetation gestaltet und auch bei norddeutschem Schmuddelwetter ein verlässlicher Programmpunkt. Eine Hängebrücke führt direkt durch die Gehege und bringt Besucher auf Augenhöhe mit den Bewohnern.

Unterwelten — Weltweit einzigartig acht Meter unter Tag

Die 2009 eröffneten Unterwelten sind das Markenzeichen des Zoos und gelten weltweit als einzigartig in dieser Form. Auf rund 400 Quadratmetern Fläche und acht Meter unter Tag führt ein Rundgang durch nachgebaute Erdgänge, Höhlen und Bauten, in denen Erdmännchen, Stachelschweine, Maulwürfe, Fledermäuse und Höhlenfische beobachtet werden können. Glasscheiben geben Einblicke in Wohnkammern und Vorratslager, die sonst kein Besucher sähe. Für Familien mit kleinen Kindern ist es der eindrucksvollste Programmpunkt des Tages.

Tetra-Aquarium und Eisbären-Anlage

Das 2010 eröffnete Tetra-Aquarium konzentriert sich auf Süßwasser-Lebensräume und zeigt Becken aus Amazonas, Asien und Europa. Ergänzt wird das Bild durch die Eisbären-Anlage mit großem Wasserbecken und Unterwasserfenster, in der die Tiere sowohl an Land als auch beim Schwimmen zu sehen sind. Beide Bereiche sind ganzjährig wettersicher und damit besonders an Regentagen gefragt.

Die sechs Themenwelten im Überblick

Affentempel

Schimpansenanlage im Stil eines südostasiatischen Hindu-Tempels mit massiven Mauern, Innenhöfen und großer Außenanlage. Eine der ältesten und fotografisch dankbarsten Themenwelten des Zoos.

Samburu-Savanne

Afrikanische Steppenanlage mit Giraffen, Zebras, Antilopen und Straußen auf weiten Sandflächen. Beobachtungsplattformen geben den Blick über die gemischte Anlage frei.

Manitoba

Nordamerikanische Wildnis mit Wölfen, Pumas, Bisons und Stinktieren in waldnahen Gehegen am Hang. Die Wege führen durch echte Mischwälder, die optisch in die Anlagen übergehen.

Takamanda

Afrikanische Regenwaldhalle mit Flachland-Gorillas, Drills und Mandrills, ganzjährig beheizt. Eine Hängebrücke führt durch die Gehege und bringt Besucher auf Augenhöhe mit den Bewohnern.

Unterwelten

Weltweit einzigartiger unterirdischer Rundgang acht Meter unter Tag mit Erdmännchen, Maulwürfen, Stachelschweinen und Fledermäusen. Glasscheiben geben Einblicke in Wohnkammern und Vorratslager.

Tetra-Aquarium

Süßwasser-Aquarium mit Schwerpunkt auf Amazonas, Asien und Europa, eröffnet 2010. Ergänzt durch die wettersichere Eisbären-Anlage mit großem Wasserbecken und Unterwasserfenster.

Zoos im Vergleich — wo Osnabrück steht

Kriterium
Osnabrück
Hannover
Münster
Hagenbeck
Köln
Eröffnung
1936
1865
1875
1907
1860
Fläche
23,5 ha
22 ha
30 ha
25 ha
20 ha
Arten
rund 310
rund 180
rund 290
rund 530
rund 850
Tiere
rund 2.700
rund 2.100
rund 3.300
rund 1.860
rund 10.000
Besucher pro Jahr
rund 960.000
rund 1,6 Mio.
rund 1,2 Mio.
rund 1,7 Mio.
rund 1,8 Mio.
Eintritt Erwachsene
rund 24 Euro
rund 35 Euro
rund 21 Euro
rund 28 Euro
rund 25 Euro
Besonderheit
Unterwelten 8 m unter Tag
Yukon Bay, Sambesi
Allwetterzoo
Panorama-Anlagen
Hippodom, Regenwaldhalle

Osnabrück sticht im Vergleich nicht durch Größe oder Besucherzahl heraus, sondern durch die weltweit einzigartigen Unterwelten — kein anderer Zoo zeigt Wühl- und Burgentiere so konsequent in einer unterirdischen Anlage.

Tierwelten im Detail — was Osnabrück besonders macht

Die Themenwelten des Zoos sind nicht zufällig zusammengewürfelt, sondern folgen einem klaren Konzept: Jede Welt bildet einen geografischen oder ökologischen Raum nach, in dem Tiere möglichst nahe an ihren natürlichen Verhalten gezeigt werden. Anders als Sammlungs-Zoos der Gründerzeit, die Tiere nach Tierordnungen sortierten, gruppiert Osnabrück nach Lebensraum — und macht dadurch sichtbar, welche Arten in der Natur miteinander auftreten würden.

Der Hangcharakter als Architekturprinzip

Der Schölerberg gibt dem Zoo eine Topografie, die kein flacher Stadtzoo bieten könnte. Vom Eingang am Klaus-Strick-Weg steigt das Gelände um rund vierzig Höhenmeter an, die meisten Themenwelten nutzen diesen Hang aktiv: Manitoba liegt an einem Bergwald-Hang mit Felsen und Schluchten, der Affentempel arbeitet mit terrassierten Plateaus, und die Unterwelten ziehen die Besucher konsequent in den Berg hinein. Diese vertikale Erschließung ist in deutschen Großzoos selten und macht den Rundgang abwechslungsreicher als bei vergleichbar großen Anlagen in flachem Gelände.

Tierbestand und Zuchterfolge

Mit rund 310 Arten und 2.700 Tieren liegt der Zoo Osnabrück im oberen Mittelfeld der deutschen Tierparks. Schwerpunkte des Bestands sind Menschenaffen — neben Schimpansen im Affentempel werden Gorillas in Takamanda gehalten — sowie nordamerikanische Großräuber in Manitoba und afrikanische Steppentiere in Samburu. Der Zoo beteiligt sich an mehreren europäischen Erhaltungszuchtprogrammen und konnte in den vergangenen Jahren regelmäßig Nachwuchs bei Eisbären, Wölfen und Schimpansen vorzeigen. Diese Zuchterfolge werden in regelmäßigen Pflegerführungen erklärt, die im Eintritt enthalten sind.

Gastronomie und Ruhepunkte

Im Zoo verteilen sich mehrere Gastronomiestationen, von der Hauptrestauration nahe Samburu bis zum kleinen Kiosk am Affentempel. Wer einen ganzen Tag plant, sollte sich nicht nur auf die Hauptrestauration verlassen — gerade in den Ferien ist sie zur Mittagszeit voll. Mehrere Wiesen entlang der Hauptwege sind ausdrücklich als Picknick-Flächen ausgewiesen, mitgebrachtes Essen ist erlaubt. Diese Mischung aus Gastronomie und Picknick-Erlaubnis macht den Zoo familienfreundlicher als viele Erlebnisparks, die Mitbringsel verbieten.

Lage am Schölerberg und Naturkundemuseum

Der Zoo liegt am Hang des Schölerbergs, einer der wenigen markanten Erhebungen im Osnabrücker Stadtgebiet, und teilt die Adresse Klaus-Strick-Weg mit dem Naturkundemuseum am Schölerberg. Beide Einrichtungen sind über kurze Wege verbunden und lassen sich für Familien gut kombinieren — das Naturkundemuseum mit Planetarium und der Dauerausstellung Unterirdisch ist die naturwissenschaftliche Ergänzung zur zoologischen Erlebniswelt.

Der Hangcharakter prägt den Rundgang stark: Vom Eingang am Klaus-Strick-Weg führen die Wege bergauf zu Manitoba und zum Wildwald, bergab geht es zurück Richtung Samburu und Unterwelten. Wer den Zoo plant, sollte etwas mehr Zeit einplanen als für einen ebenen Stadtzoo, weil die Höhenunterschiede an warmen Tagen Pausen verlangen — Bänke und Wasserstellen gibt es entlang aller Hauptwege.

Praktische Tipps für den Zoo-Besuch

  • Online-Ticket sichern

    Tickets sind online meist einige Euro günstiger als an der Kasse und ersparen die Warteschlange am Eingang. Die Familienkarte lohnt sich ab zwei Kindern, Jahreskarten amortisieren sich ab dem zweiten Besuch und beinhalten oft Rabatte in der Gastronomie.

  • Früh zu den Unterwelten

    Die Unterwelten sind der Magnet des Zoos und in den Hauptferien ab Mittag stark frequentiert. Wer direkt nach Öffnung dorthin geht, hat Erdmännchen und Maulwürfe in Ruhe für sich — und kann später entspannt die Außenanlagen abklappern.

  • + Fütterungsplan checken

    An Eisbären, Wölfen, Pinguinen und Affen finden täglich kommentierte Fütterungen statt, meist am späten Vormittag und am frühen Nachmittag. Die aktuellen Zeiten hängen am Eingang aus und strukturieren den Tag ohne große Lücken.

  • i Höhenunterschiede einplanen

    Der Zoo ist ein echter Hangzoo, zwischen Eingang und Manitoba liegen merkliche Höhenmeter. Festes Schuhwerk und Pausen auf Bänken helfen — Kinderwagen funktionieren, brauchen aber starke Schieber an steileren Abschnitten.

  • Bei Regen in die Hallen

    Takamanda-Regenwaldhalle, Tetra-Aquarium und Unterwelten sind komplett wettersicher und auch bei norddeutschem Schmuddelwetter angenehm warm. An Regentagen sammelt sich hier viel Publikum — wer Ruhe sucht, kommt direkt zur Öffnung.

  • Barrierefreiheit prüfen

    Die Hauptwege sind asphaltiert oder fest beschottert und mit Kinderwagen und Rollstuhl befahrbar, an steileren Abschnitten gibt es Umgehungen. Rollstühle können kostenlos am Eingang ausgeliehen werden, Behindertenparkplätze liegen direkt neben dem Besucherzentrum.

  • Sommerhitze einplanen

    An warmen Tagen suchen Samburu-Tiere und Wölfe von sich aus den Schatten — die aktivsten Stunden sind früh am Morgen und am späten Nachmittag. Sonnenhut und Wasserflasche gehören in den Rucksack, die meisten Trinkbrunnen liegen entlang der Hauptwege.

  • Picknick erlaubt

    Mitgebrachtes Essen ist im Zoo ausdrücklich erlaubt, mehrere Picknick-Wiesen liegen entlang des Rundgangs. Wer auf Gastronomie verzichten will, spart Geld und ist flexibler bei Pausenzeiten — Getränke gibt es zusätzlich an mehreren Kiosken.

Insider-Tipps

Für Familien mit kleinen Kindern

Die Unterwelten sind der unangefochtene Liebling der Drei- bis Achtjährigen — wenig Wege, viel zu sehen, kein Sonnenstich. Direkt im Anschluss bietet sich der Spielplatz am Affentempel an, der sowohl Kletterstrukturen als auch eine Sandfläche hat. Für müde Beine am Nachmittag eignet sich die Streichelwiese mit Ziegen und Schafen, sie liegt im flacheren Teil des Geländes nahe dem Ausgang.

Für Fotografen

Die besten Motive ergeben sich am Affentempel im Morgenlicht, in Samburu am späten Nachmittag mit warmen Schatten und an der Eisbären-Anlage in der ersten Stunde nach Öffnung. In den Unterwelten ist Fotografieren nur ohne Blitz erlaubt — ein lichtstarkes Objektiv ist Pflicht, weil das Umgebungslicht auf Tiere abgestimmt ist.

Für Tier-Liebhaber

Wer Wölfe, Pumas und Bisons in Ruhe beobachten will, sollte den Bereich Manitoba unbedingt zweimal besuchen — einmal direkt nach Öffnung, einmal kurz vor Schließung. Genau dann verlassen die Tiere ihre Tagesverstecke, und der Zoo wird vergleichsweise leer. Das ist die intensivste Tierbegegnung, die Osnabrück bietet.

Für Wiederkehrer

Wer den Zoo Osnabrück häufiger besucht, profitiert von der Jahreskarte, die sich ab dem zweiten Besuch amortisiert und freien Eintritt in mehreren Partnerzoos im Norden Deutschlands enthält. Die Zoo-Saison ändert sich deutlich zwischen Frühjahr, Sommer und Winter — Eisbären und Wölfe sind im Winter aktiver, tropische Hallen wie Takamanda werden bei kaltem Wetter zum Hauptanziehungspunkt, und die Samburu-Tiere zeigen sich vor allem an warmen Sommertagen in voller Bewegung. Diese Saisonalität macht mehrere Besuche pro Jahr lohnenswert, weil der Zoo bei jeder Wetterlage einen anderen Charakter zeigt.

Für Übernachtungsgäste

In direkter Nachbarschaft zum Zoo gibt es mehrere Hotels und Pensionen, die explizit Zoo-Pakete anbieten — mit Frühstück, Eintrittsticket und kostenlosem Parkplatz. Wer aus der Ferne anreist und einen ganzen Tag plant, profitiert von einer Übernachtung vor Ort, weil sich der Zoo dann ohne Zeitdruck und ohne Rückfahrtstress erkunden lässt. Die Osnabrücker Altstadt mit dem historischen Rathaus, dem Schloss und mehreren Brauhäusern liegt rund drei Kilometer entfernt und lässt sich am Abend gut als ruhige Ergänzung zum vollen Zoo-Tag besuchen.

HÄUFIGE FRAGEN

Wo liegt der Zoo Osnabrück genau?

Der Zoo liegt am Klaus-Strick-Weg 12 in 49082 Osnabrück, am Hang des Schölerbergs im Süden der Stadt. Er teilt die Adresse mit dem Naturkundemuseum am Schölerberg und ist vom Hauptbahnhof Osnabrück mit den Buslinien 21 und 22 in rund zehn Minuten ohne Umsteigen zu erreichen.

Wann wurde der Zoo gegründet?

Der Zoo wurde 1936 als Heimat-Tiergarten Schölerberg eröffnet und zeigte zunächst vor allem einheimische Tierarten. Erst ab den 1980er Jahren entwickelte sich die Anlage durch neue Themenwelten zum modernen Familienzoo, den wir heute kennen.

Wie groß ist der Zoo?

Die Anlage umfasst rund 23,5 Hektar Hanggelände am Schölerberg. Auf dieser Fläche leben rund 2.700 Tiere in etwa 310 Arten, dazu kommen Themenwelten wie Affentempel, Samburu, Manitoba, Takamanda, Tetra-Aquarium und die unterirdischen Unterwelten.

Was kostet der Eintritt?

Der reguläre Eintritt für Erwachsene liegt bei rund 24 Euro, Kinder und Ermäßigte zahlen deutlich weniger. Familien- und Jahreskarten sind erhältlich, Online-Tickets sind meist einige Euro günstiger als an der Kasse und vermeiden Warteschlangen am Eingang.

Was sind die Unterwelten?

Die Unterwelten sind ein 2009 eröffneter unterirdischer Rundgang acht Meter unter Tag, weltweit einzigartig in dieser Form. Glasscheiben geben Einblicke in Wohnkammern und Bauten von Erdmännchen, Maulwürfen, Stachelschweinen und Höhlenbewohnern und zeigen Wühl- und Burgentiere in ihrem natürlichen Element.

Welche Themenwelten gibt es?

Zu den wichtigsten Themenwelten zählen der Affentempel im Stil eines Hindu-Tempels, die afrikanische Samburu-Savanne, die nordamerikanische Manitoba-Wildnis, die Takamanda-Regenwaldhalle und das Tetra-Aquarium. Ergänzt werden sie durch die Unterwelten und die Eisbären-Anlage mit Unterwasserfenster.

Wie viele Besucher kommen pro Jahr?

Der Zoo Osnabrück zählt rund 960.000 Besucher pro Jahr und gehört damit zu den meistbesuchten Tierparks im Norden Deutschlands. Besonders stark frequentiert ist er in den Schulferien Niedersachsens und Nordrhein-Westfalens sowie an warmen Wochenenden im Frühjahr und Sommer.

Wie kommt man am besten hin?

Mit der Bahn fährt man zum Hauptbahnhof Osnabrück, der ICE- und IC-Halt ist. Von dort fahren die Buslinien 21 und 22 im Halbstundentakt direkt zur Haltestelle Zoo am Haupteingang. Mit dem Auto erreicht man Osnabrück über die A1 und die A30, der Zoo verfügt über einen großen Besucherparkplatz mit rund 1.500 Stellplätzen.

Gibt es Parkplätze am Zoo?

Direkt am Eingang Klaus-Strick-Weg liegt ein großer Besucherparkplatz mit rund 1.500 Stellplätzen. Die Parkgebühr beträgt einige Euro pro Tag und ist nicht im Eintritt enthalten. An sonnigen Sonntagen und in den Ferien ist der Parkplatz am späten Vormittag voll, ein früher Start lohnt sich.

Ist der Zoo barrierefrei?

Die Hauptwege sind asphaltiert oder fest beschottert und mit Kinderwagen und Rollstuhl gut befahrbar. Wegen des Hangcharakters gibt es allerdings deutliche Höhenunterschiede, an steileren Abschnitten existieren Umgehungen. Rollstühle können kostenlos am Eingang ausgeliehen werden, Behindertenparkplätze liegen direkt neben dem Besucherzentrum.

Lohnt sich der Zoo bei Regen?

Ja, denn mit der Takamanda-Regenwaldhalle, dem Tetra-Aquarium und den Unterwelten verfügt der Zoo über drei vollständig wettersichere Bereiche. Zusammen bieten sie genug Programm für einen halben bis ganzen Tag, ohne nass zu werden. An Regentagen sammelt sich hier viel Publikum, ein früher Start hilft.

Kann man Zoo und Naturkundemuseum kombinieren?

Ja, das Naturkundemuseum am Schölerberg teilt die Adresse mit dem Zoo und ist über kurze Wege direkt verbunden. Mit Planetarium und einer Dauerausstellung Unterirdisch ist es die naturwissenschaftliche Ergänzung zur zoologischen Erlebniswelt — gerade die Geologie-Schau passt thematisch perfekt an die Unterwelten an.
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