Der Bayerwald-Tierpark Lohberg liegt unter der Adresse Schloßstraße 24 in 93470 Lohberg im Landkreis Cham, eingebettet in den Bayerischen Wald am Fuße des Großen Arber und nur wenige Kilometer vom Großen und Kleinen Arbersee entfernt. Seit der Eröffnung im Jahr 1971 hat sich der Park zu einem der wichtigsten Wald-Tierparks Ostbayerns entwickelt und verbindet auf rund 30 Hektar Waldgelände einen klassischen Heimattierpark mit naturnaher Haltung im typischen Bergmischwald des Bayerischen Waldes. Der inhaltliche Schwerpunkt liegt eindeutig auf einheimischen und mitteleuropäischen Arten — Wölfe, Luchse, Wildkatzen und Braunbären bilden die Top-Bereiche, ergänzt durch Wildschweine, Otter, Greifvögel und weitere Waldbewohner wie Rotwild, Damwild, Mufflons und Waldvögel. Mit rund 80.000 Besuchern pro Jahr gehört der Bayerwald-Tierpark zu den prägenden Freizeitzielen der Region Arberland und ist als naturnaher Waldzoo positioniert — naturnahe Großgehege, geländegängige Rundwege durch echten Wald, Lehrtafeln zur heimischen Fauna und die Lage am Fuße des höchsten Berges des Bayerischen Waldes machen den Park zu einem klassischen Tagesziel für Familien aus Cham, Regen, Deggendorf und dem Großraum Regensburg. Der Eintritt liegt bei rund zwölf Euro und positioniert den Park klar im mittleren Segment der bayerischen Tierparks. Mit der Bahnstation Lam-Lohberg und Buslinien aus Cham und Regen ist auch eine Anreise ohne Auto möglich, in der Praxis kommen die meisten Gäste jedoch mit dem Pkw über die Bundesstraße B85.
Anreise und Erreichbarkeit
Der Bayerwald-Tierpark Lohberg liegt im Herzen des Bayerischen Waldes am Fuße des Großen Arber, rund 35 Kilometer nordöstlich von Cham und rund 110 Kilometer nordöstlich von Regensburg. Die Lage am Westhang des Arber-Massivs und in unmittelbarer Nähe zum Großen und Kleinen Arbersee macht den Park zu einem klassischen Tagesziel für Familien aus Ostbayern, Niederbayern und der Oberpfalz — und für Übernachtungsgäste in den Urlauberorten Lohberg, Lam, Arrach und Bodenmais gehört der Besuch fast zum Pflichtprogramm. Die Anreise mit dem Auto erfolgt über die Autobahn A3 und die Bundesstraße B85, die Anreise mit dem ÖPNV über den Bahnhof Lam und Anschlussbusse oder über Bad Kötzting und die Buslinien des Arberlands.
Mit dem Auto
Aus Süden und Westen über die A3 Richtung Passau bis zur Abfahrt Schwandorf-Süd oder Wernberg-Köblitz und weiter über die B85 durch den Bayerischen Wald über Cham und Bad Kötzting nach Lam und Lohberg in rund zwei Stunden ab Regensburg. Aus Norden über die A93 von Weiden bis Cham und weiter über die B85 in rund einer Stunde, aus dem Raum München über die A92 und A3 in rund zwei Stunden und 15 Minuten bis Lohberg. Die letzten Kilometer von Lam nach Lohberg führen über kurvige Bergstraßen mit teils engen Passagen — gerade im Winter sind Winterreifen Pflicht und Schneeketten in Ausnahmefällen sinnvoll. Der Tierpark verfügt über einen großen Besucherparkplatz unmittelbar am Eingang, an warmen Wochenenden in den bayerischen Sommerferien und an Brückentagen füllt sich der Parkplatz am späten Vormittag — ein früher Start lohnt sich.
Mit der Bahn und dem ÖPNV
Die nächste Bahnstation ist Lam an der Bahnstrecke Bad Kötzting–Lam, die als Regionalbahn aus Cham bedient wird — aus dem Großraum Regensburg ist ein Umstieg in Cham nötig, die gesamte Fahrtzeit aus Regensburg beträgt rund zwei Stunden. Von Lam fahren Regionalbusse in Richtung Lohberg und Großer Arber, die Fahrtzeit beträgt rund 15 Minuten. Aus Bad Kötzting und Cham verkehren ebenfalls Regionalbusse über das Tagesnetz des Arberlands nach Lohberg, getaktet im Stundenrhythmus an Wochentagen, am Wochenende deutlich seltener. Für Tagesgäste aus München, Regensburg oder Passau ist die Bahn-und-Bus-Anreise grundsätzlich machbar, in der Praxis ist die Anreise mit dem Auto deutlich flexibler — der Bayerische Wald ist klassisches Pkw-Gelände.
Mit dem Flugzeug
Die nächstgelegenen Flughäfen sind München-Erding, rund 180 Kilometer südwestlich, Nürnberg, rund 180 Kilometer nordwestlich, und Prag-Ruzyně, rund 200 Kilometer östlich auf der tschechischen Seite. Für Besucher aus dem deutschsprachigen Raum ist die Anreise mit dem Auto oder der Bahn meist effizienter als die Anreise per Flugzeug, die Flughäfen München und Nürnberg bedienen vor allem internationale Gäste, die ihren Urlaub im Bayerischen Wald mit dem Mietwagen fortsetzen.
Vor Ort bewegen und Parken
Innerhalb des Tierparks bewegt man sich ausschließlich zu Fuß, das Gelände im Bergmischwald hat deutliche Höhenunterschiede zwischen den einzelnen Anlagen — der Rundweg führt über sanfte Steigungen und kurze Treppenstufen, ist aber insgesamt gut zu schaffen. Die Hauptwege sind überwiegend wassergebunden mit Schotter und Waldboden, Kinderwagen kommen mit kräftigen Rädern gut zurecht, einzelne Stichwege zu den Außenanlagen sind enger und im nassen Frühjahr rutschiger — feste Schuhe sind klar empfohlen. Der Rundgang ist mit rund 30 Hektar deutlich ausgedehnter als bei kompakten Stadtzoos und in drei bis vier Stunden gut zu schaffen, was den Bayerwald-Tierpark zu einem klassischen Tagesziel macht. Behindertenparkplätze liegen am Hauptparkplatz, große Teile des Hauptrundwegs sind barrierefrei zugänglich — der gesamte Wald-Rundkurs ist jedoch wegen Topografie und Untergrund nicht uneingeschränkt rollstuhlgeeignet.
Tiere und Anlagen im Bayerwald-Tierpark Lohberg
Der Bayerwald-Tierpark Lohberg ist eindeutig als Heimattierpark mit Schwerpunkt auf einheimischen und mitteleuropäischen Arten positioniert — wer exotische Großtiere wie Elefanten, Giraffen oder Löwen sucht, ist hier falsch und sollte stattdessen den Tierpark Hellabrunn in München oder den Nürnberger Tiergarten anpeilen. Wer dagegen Wölfe, Luchse, Wildkatzen und Braunbären in großzügigen, naturnahen Gehegen mitten im echten Bergmischwald sehen möchte, findet in Lohberg eine der besten Adressen Bayerns. Die Anlagen sind über einen Rundweg durch den Wald verbunden, der Park wirkt streckenweise eher wie eine kuratierte Waldwanderung mit Tierbegegnungen als wie ein klassischer Stadtzoo — genau dieser Charakter macht den besonderen Reiz aus.
Wölfe und Luchse
Die Wolfsanlage und das Luchsgehege sind die unbestrittenen Stars des Parks. Beide Arten leben in großzügigen Naturgehegen im Bergmischwald, die Wölfe als kleines Rudel mit klarer Sozialstruktur, die Luchse meist einzeln oder als Paar. Beobachtungspunkte mit Holzplattformen ermöglichen geduldigen Besuchern ruhige Begegnungen — wer die scheuen Tiere sehen will, sollte sich Zeit nehmen, leise sein und gern auch zur Fütterungszeit am späten Vormittag oder frühen Nachmittag vorbeischauen. Die Wolfsanlage ist eine der größten ihrer Art in Bayern.
Braunbären
Der Braunbär ist das Wappentier des Bayerischen Waldes und nach Jahrhunderten der Ausrottung in der Region inzwischen wieder zumindest als Einzeltier-Wanderung aus den österreichischen und italienischen Alpen unterwegs. Im Bayerwald-Tierpark leben Braunbären in einem naturnah gestalteten Großgehege mit Felsen, Wasserbecken und Versteckmöglichkeiten. Die Anlage ist ein zentraler Lernort zur Wiederansiedlung großer Beutegreifer in Mitteleuropa und ein Publikumsmagnet für Familien.
Wildkatzen, Wildschweine, Otter
Die europäische Wildkatze ist eine der heimlichsten Arten Mitteleuropas und in freier Natur kaum zu sehen — im Tierpark Lohberg leben Wildkatzen in einem dicht bewachsenen Gehege, das gute Beobachtungschancen bietet. Wildschweine sind dagegen ein klassisches Bayerischer-Wald-Tier und in Lohberg in einer großen Gruppe zu sehen, oft mit Frischlingen im Frühjahr. Die Otteranlage am künstlichen Wasserlauf zeigt Fischotter beim Schwimmen, Tauchen und Spielen — wer die agilen Tiere live erleben will, sollte die Fütterungszeit nicht verpassen.
Greifvögel und Eulen
Die Greifvogel-Volieren beherbergen Steinadler, Mäusebussarde, Waldkauz, Uhu und weitere heimische Arten und sind ein wichtiger Schwerpunkt der pädagogischen Arbeit. Flugvorführungen finden saisonal statt und vermitteln einen lebendigen Eindruck von der Jagdtechnik, Geschwindigkeit und Eleganz der Greifvögel und Eulen. Für ornithologisch interessierte Gäste ist dieser Bereich ein Highlight.
Die 6 Top-Bereiche im Überblick
Wolfsanlage
Großgehege im Bergmischwald mit einem Wolfsrudel — eines der größten Wolfsgehege Bayerns. Beobachtungsplattformen mit ruhiger Sichtachse, Fütterung am Vormittag erhöht die Sichtchancen deutlich. Pädagogisches Zentrum zur Wolfsausbreitung in Mitteleuropa.
Luchsgehege
Naturnahes Gehege für den scheuen Eurasischen Luchs, oft einzeln oder paarweise. Klare Sichtachsen zu Schlafplätzen, Klettermöglichkeiten und Versteckpunkten. Verbindung zur Auswilderungsthematik im Bayerischen Wald und im Harz.
Braunbär-Anlage
Großgehege mit Felsformationen, Wasserbecken, Klettermöglichkeiten und schattigen Rückzugsräumen. Symboltier für Wildnis-Rückkehr nach Mitteleuropa. Sehr beliebt bei Familien mit kleinen Kindern.
Wildkatzen-Bereich
Dicht bewachsenes Gehege für die heimliche europäische Wildkatze — gute Beobachtungschancen am Morgen und in den frühen Abendstunden. Lehrtafeln zum Unterschied Wildkatze und Hauskatze sowie zum Wildkatzen-Schutz im Bayerischen Wald.
Otter und Wildschweine
Otteranlage mit Wasserlauf und Tauchbecken, Fütterungen vermitteln Bewegungsablauf und Sozialverhalten. Wildschwein-Gehege mit ganzer Rotte und im Frühjahr regelmäßig mit Frischlingen — eines der lebhaftesten Familien-Highlights.
Greifvögel und Eulen
Volierenanlage mit Steinadler, Uhu, Mäusebussard, Waldkauz, Habicht und weiteren heimischen Arten. Saisonale Flugvorführungen zeigen Jagdtechnik und Anpassung der Greifvögel an den Wald. Wichtige Station für ornithologisch interessierte Gäste.
Bayerwald-Tierpark im Vergleich zu anderen ostbayerischen Tierparks
Der Bayerwald-Tierpark Lohberg ist im ostbayerischen Vergleich der naturnaheste Heimattierpark mit dem klarsten Schwerpunkt auf Wolf, Luchs und Bär. Wer Exoten will, fährt nach München oder Straubing — wer echte Waldatmosphäre und heimische Beutegreifer sucht, ist in Lohberg richtig.
Geschichte und Charakter des Parks
Der Tierpark wurde 1971 als Wald-Tierpark im Schatten des Großen Arber gegründet und ist seit den 1970er Jahren konsequent als naturnaher Heimattierpark mit Fokus auf einheimischer Fauna positioniert. Damit setzte sich der Park früh vom Trend zu Exoten-Zoos in den Großstädten ab — eine Entscheidung, die heute angesichts der Diskussion um artgerechte Haltung und Wiederansiedlung großer Beutegreifer wie aktuell wirkt. Der Park hat in den vergangenen Jahrzehnten kontinuierlich modernisiert, die Wolfsanlage und das Braunbär-Gehege wurden erweitert, neue Lehrpfade und Beobachtungspunkte ergänzt — ohne dass der grundsätzliche Wald-Charakter verloren ginge. Lohberg selbst ist ein Urlauberort mit rund 2.300 Einwohnern auf 700 Meter Höhe, eingebettet zwischen dem Großen Osser, dem Großen Arber und dem Hohenbogen — die Lage am Westhang des Arber-Massivs prägt das Mikroklima des Tierparks mit kühlen Sommertagen und schneereichen Wintern.
Lage am Großen Arber
Mit 1.456 Metern ist der Große Arber der höchste Berg des Bayerischen Waldes und das prägende Landschaftsmerkmal der Region. Der Tierpark liegt am Westhang des Arber-Massivs auf rund 800 Meter Höhe, was sich auf das Mikroklima auswirkt — kühlere Sommer, längere Wintersaison, häufige Bergnebel im Herbst. Wer den Tierpark mit einer Wanderung auf den Arber oder einer Fahrt zum Großen Arbersee verbindet, hat einen vollwertigen Tagesausflug im Herzen des Bayerischen Waldes.
Verbindung zum Nationalpark Bayerischer Wald
Der Bayerwald-Tierpark Lohberg liegt nicht im Nationalpark Bayerischer Wald, der weiter östlich zwischen Bayerisch Eisenstein, Zwiesel und Spiegelau liegt. Inhaltlich gibt es jedoch klare Überschneidungen — auch im Nationalpark gibt es zwei große Tier-Freigelände bei Neuschönau und Ludwigsthal mit Wölfen, Luchsen und Bären. Wer beides kombinieren möchte, plant zwei Tagesausflüge ein — der Bayerwald-Tierpark ist kompakter und besser für Familien mit kleinen Kindern, die Nationalpark-Freigelände sind großzügiger und stärker auf wissenschaftliche Begleitung ausgerichtet.
Praktische Tipps für den Besuch im Bayerwald-Tierpark Lohberg
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Familienkarte spart deutlich
Die Familienkarte für zwei Erwachsene mit Kindern ist im Vergleich zum Einzeleintritt von rund zwölf Euro pro Erwachsenem spürbar günstiger und lohnt sich ab dem zweiten Kind klar. Für Mehrfachbesucher aus der Region gibt es zudem eine Jahreskarte, die sich ab dem dritten Besuch im Jahr rechnet.
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Vormittags zu den Beutegreifern
Wölfe, Luchse und Bären sind in den frühen Vormittagsstunden und am späten Nachmittag deutlich aktiver als in der Mittagshitze. Wer die scheuen Beutegreifer wirklich sehen will, plant den Rundgang zur Wolfsanlage und zum Luchsgehege vor 11 Uhr ein.
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Fütterungszeiten checken
Die Fütterungen bei Wölfen, Bären und Ottern sind die Höhepunkte des Besuchs und erhöhen die Sichtchancen massiv. Der aktuelle Fütterungsplan hängt am Eingang aus und wechselt saisonal — der Wochenplan ist meist auf der Park-Website hinterlegt.
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Festes Schuhwerk Pflicht
Der Rundweg führt über wassergebundene Waldwege mit Wurzeln, Steinen und im Frühjahr und Herbst feuchten Passagen. Festes Schuhwerk mit Profilsohle ist klar empfohlen — Sandalen oder Stadtschuhe sind ungeeignet, gerade nach Regen.
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Kombination mit Arbersee oder Arber-Gipfel
Wer früh kommt, kann den Tierpark-Besuch am Vormittag mit einer Wanderung am Großen Arbersee oder einer Fahrt zum Arber-Gipfel am Nachmittag kombinieren. Beide Ziele liegen weniger als 15 Kilometer entfernt und runden den Bayerischer-Wald-Tag perfekt ab.
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Barrierefreiheit begrenzt
Die Hauptwege sind weitgehend für Kinderwagen und Rollstuhl mit kräftigen Rädern machbar, einzelne Stichwege zu Außenanlagen sind enger und steiler. Familien mit Kinderwagen kommen gut zurecht, Rollstuhlfahrer sollten sich vorab am Eingang zum aktuell barrierefreien Rundkurs erkundigen.
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Beste Reisezeit Mai bis September
Der Park ist ganzjährig geöffnet, die beste Zeit für Familien sind die Monate Mai bis September mit warmen Temperaturen und voller Tieraktivität. Im Winter ist der Park bei Schnee besonders stimmungsvoll, aber kürzer geöffnet und die Wege teils glatt — Spikes oder Grödel sind sinnvoll.
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Regenfeste Kleidung mitbringen
Das Mikroklima am Westhang des Großen Arber bringt häufig schnelle Wetterwechsel mit kurzen Schauern, gerade im Frühjahr und Herbst. Wetterfeste Jacke und Mütze gehören ins Gepäck — der Rundgang ist großteils unter Bäumen und damit gut beschützt, freie Stellen an den Außenanlagen jedoch ungeschützt.
Insider-Tipps
Lieblingsstelle: Beobachtungsplattform Wolfsanlage
Die Holzplattform an der Westseite der Wolfsanlage bietet die ruhigste Sichtachse — wer dort eine Viertelstunde wartet, sieht das Wolfsrudel oft entspannt durch das Gehege wandern. Frühe Vormittagsstunden sind die beste Zeit.
Geheimtipp: Greifvogel-Flugvorführungen am Wochenende
Die saisonalen Flugvorführungen mit Steinadler, Uhu und Wanderfalke sind ein unterschätzter Höhepunkt und finden vor allem an Wochenenden und in den Schulferien statt. Wer ornithologisch interessiert ist, plant den Besuch passend zur Flugzeit.




