Fehmarn ist mit 185 Quadratkilometern Deutschlands drittgrößte Insel und liegt in der südwestlichen Ostsee, verbunden über die Fehmarnsundbrücke mit dem Festland bei Großenbrode. Die Insel trägt zu Recht den Beinamen "Sonneninsel": laut DWD-Globalstrahlungsatlas summieren sich hier über 2200 Sonnenstunden im Jahr, mehr als an jedem anderen Punkt Norddeutschlands. Wer Strand, Wassersport und Vogelbeobachtung an einem Ort sucht, ohne nach Sylt oder Rügen zu fahren, ist auf Fehmarn richtig. Die Insel ist flach, gut beradelbar und hat gleichzeitig den Wulfener Hals als einen der besten Surfspots Deutschlands. Anders als die belebten Seebäder der Lübecker Bucht bleibt Fehmarn außerhalb der Ferien spürbar ruhig — außer im Südosten beim Surf-Camp.
Anreise und Erreichbarkeit
Fehmarn erreichst du aus jeder Himmelsrichtung in unter sechs Stunden. Die Insel liegt am Ende der A1/B207 hinter der 963 Meter langen Fehmarnsundbrücke, hat einen aktiven Bahnhof in Burg und ist in der Saison über den Vogelfluglinien-Korridor mit Dänemark verknüpft. Aktuelle Veranstaltungen und Service-Adressen pflegt der Tourismus-Service auf fehmarn.de.
Mit dem Auto
Du fährst die A1 bis Heiligenhafen-Ost, dann die B207 über die Fehmarnsundbrücke nach Burg auf Fehmarn. Die Brücke ist mautfrei.
An Sommerwochenenden staut es sich vor der Fehmarnsundbrücke regelmäßig — vor allem zwischen 14 und 18 Uhr Richtung Insel. Plan eine halbe Stunde Puffer ein. Wer aus Skandinavien kommt, nutzt die Fähre Rødby–Puttgarden (45 Minuten Überfahrt) im Norden der Insel. Hinweis: der Fehmarnbelttunnel zwischen Puttgarden und Rødby ist im Bau, die Eröffnung ist nach offizieller Planung des Bauherrn Femern A/S um 2029 vorgesehen.
Mit der Bahn
Der Bahnhof Burg (Fehmarn) Stadt liegt zentral im Hauptort, rund 700 Meter vom Markt entfernt. Hier hält die Linie RE 8 zwischen Hamburg Hauptbahnhof, Lübeck und Puttgarden im Zwei-Stunden-Takt. Reise- und Tarifauskunft auf bahn.de.
Wer kein Auto auf der Insel hat, kommt mit dem Inselbus (Linien 5810/5830) in alle größeren Orte. Vom Bahnhof Burg zum Südstrand sind es 6 km — Leihrad oder Bus.
Mit dem Flugzeug
Nächster Verkehrsflughafen ist Hamburg (HAM), etwa 170 km entfernt. Vom Flughafen mit der S1 zum Hauptbahnhof, dort RE 8 bis Burg. Gesamtzeit Flughafen → Burg: rund drei Stunden.
Parken vor Ort
In Burg gibt es das Parkhaus am Markt (1,50 EUR pro Stunde, max. 8 EUR pro Tag). Am Südstrand und am Wulfener Hals gibt es kostenpflichtige Strandparkplätze (Tagesticket 5 bis 7 EUR). An den kleineren Stränden (Westermarkelsdorf, Altenteil, Staberdorf) ist das Parken meist umsonst, dafür mit kurzem Fußweg. Hotels mit eigenem Parkplatz sind in der Hochsaison bereits am Vormittag belegt — frag bei Buchung gezielt nach.
Strände und Naturhighlights
Mit 78 km Küste hat Fehmarn auf jedem Inselabschnitt einen anderen Strandcharakter. Vier zentrale Bereiche für unterschiedliche Reisetypen:
Südstrand
Der Hauptstrand der Insel, rund 5 km feiner Sandstrand zwischen Burgtiefe und Burg-Südstrand. Hier konzentriert sich das Leben: Strandkörbe, Strandkorb-Vermietung (Tagesmiete 12 bis 14 EUR), Strandbars, Promenade. Flaches Wasser über die ersten 30 Meter, DLRG-Aufsicht im Sommer. Der westliche Teil ist familienfreundlich, der östliche an die Yachthafen-Kulisse von Burgtiefe gelehnt.
Wulfener Hals — Surfen und Kiten
Die Halbinsel Wulfener Hals im Süden gilt als einer der besten Surfspots Deutschlands. Bei Westwind laufen hier saubere Wellen ein, der Stehbereich reicht weit hinaus, gut für Anfänger. Mehrere Surf- und Kiteschulen sind vor Ort, ein Schnupperkurs Windsurfen liegt bei rund 65 EUR für drei Stunden. Auch Stand-Up-Paddling und Wingfoiling boomen seit ein paar Saisons. Der angrenzende Naturstrand ist sehr ruhig.
Krummsteert und Sulsdorfer Wiek
Der schmale Sandhaken Krummsteert direkt an Wulfener Hals ist Naturschutzgebiet — Wattfläche, Salzwiesen, Brutgebiet für See- und Watvögel. Auf den Wiesen grasen frei laufende Galloway-Rinder als natürliche Landschaftspfleger. Wandern auf dem Rundweg (4 km), keine Strandkörbe, kein Service. Hund nur an der Leine, in der Brutsaison Hauptweg-Pflicht.
Hundestrand und FKK
Mehrere Hundestrandabschnitte sind ganzjährig ausgewiesen: Südstrand-Ost, Wallnau-Nord, Westermarkelsdorf-Mitte. Außerhalb dieser Zonen sind Hunde am Strand vom 1. Mai bis 30. September verboten. Offizielle FKK-Bereiche gibt es am Südstrand-West (200 Meter Abschnitt) und am Altenteil-Strand im Süden.
Naturschutz und Steilküste im Norden
An der Nordküste zwischen Markelsdorfer Huk und Westermarkelsdorf zieht sich eine niedrige Steilküste — keine Kreidefelsen wie auf Rügen, dafür Geschiebemergel mit Findlingen am Spülsaum. Bei Niedrigwasser kannst du hier Hühnergott-Steine sammeln (durchbohrte Feuersteine). Vor der Küste liegt die Vogelinsel Westermarkelsdorf, in der Brutsaison gesperrt. Mit dem Rad fünf Minuten weiter erreichst du den Aussichtspunkt Markelsdorfer Huk — bei klarer Sicht erkennst du die dänische Insel Lolland am Horizont.
Top-Sehenswürdigkeiten
Wasservogelreservat Wallnau
NABU-Schutzgebiet im Nordwesten der Insel, rund 300 Hektar Lagunen, Wiesen und Watt. Etwa 250 Vogelarten wurden dokumentiert, Hauptzugzeit September und April. Beobachtungshütten, Lehrpfad, Naturzentrum mit Ausstellung. Eintritt rund 7 EUR Erwachsene, Kinder 4 EUR. Geöffnet von März bis Oktober. Mehr auf wallnau.nabu.de. Lohnt sich für Naturreisende und Familien mit Fernglas.
Meereszentrum Fehmarn
Eines der größten Schauaquarien Norddeutschlands in Burg, 4 Millionen Liter Wasservolumen, Tunnelbecken mit Haien, Tropenhalle. Ein Familien-Klassiker, 2 bis 3 Stunden Aufenthalt. Tagesticket Erwachsene rund 19 EUR, Kinder ab 4 Jahren 13 EUR. Aktuelle Infos auf meereszentrum-fehmarn.de. Ein Schlechtwetter-Backup mit großem Indoor-Anteil.
Burg auf Fehmarn — Altstadt
Hauptort der Insel mit historischem Marktplatz, gotischer St.-Nikolai-Kirche (13. Jahrhundert) und gepflasterter Innenstadt. Cafés, kleine Galerien, ein Wochenmarkt. Vom Marktplatz zum Burger Binnensee sind es 800 Meter zu Fuß. Lohnt sich als halber Tag mit Mittagessen.
Fehmarnsundbrücke
Der "Kleiderbügel" der Ostsee — 1963 eröffnet, 963 Meter lang, 68 Meter hoch über dem Sund. Stahlbogen-Bauwerk, Wahrzeichen der Insel. Vom Aussichtspunkt Strukkamp Richtung Festland hast du den besten Blick. Wer mit dem Rad überquert, nutzt den separaten Geh- und Radweg auf der Brücke.
Galloway-Rinder am Krummsteert
Schwarz-zottelige Rinder grasen ganzjährig auf den Salzwiesen am Sulsdorfer Wiek. Sie sind Teil der Beweidung und halten die Vegetation kurz, was Bodenbrütern wie der Uferschnepfe nutzt. Vom Aussichtsturm an der Wiek aus gut zu beobachten. Nicht streicheln, nicht füttern — Wildtierhaltung mit Distanz.
Leuchtturm Flügge
37 Meter hoch, 1872 in Betrieb genommen, einer der ältesten gusseisernen Leuchttürme Deutschlands. Von Mai bis Oktober kann man die 162 Stufen erklimmen, oben Aussicht über das gesamte Inselsüdende und den Belt. Eintritt ein paar Euro, Kasse vor Ort. Lohnt sich für Architektur- und Seefahrtsfreunde.
Galileo Wissenswelt
Mitmach-Museum direkt neben dem Meereszentrum in Burg. 200 interaktive Exponate zu Physik, Optik und Wahrnehmung. Etwa 2 Stunden Aufenthalt, sehr beliebt mit Kindern ab acht Jahren. Tagesticket rund 14 EUR Erwachsene, kombinierbar mit Meereszentrum als Spar-Ticket.
Inselrunde mit dem Rad
Der Inselrundweg ist 78 km lang, führt einmal komplett um Fehmarn herum, überwiegend flach und auf separaten Radwegen. Eine sportliche Tagestour oder entspannte Zwei-Tages-Etappe mit Übernachtung in Westermarkelsdorf. Leihrad ab 12 EUR pro Tag, E-Bike ab 25 EUR. Beste Richtung: gegen den Uhrzeigersinn, dann Wind im Rücken auf der Südhälfte.
Aktivitäten und Erlebnisse
Was du auf Fehmarn unternimmst, hängt vom Wetter und der Reisegruppe ab. Ein paar Empfehlungen sortiert nach Konstellation:
Bei Sonne
- Wassersport am Wulfener Hals: Surfen, Kitesurfen, Wingfoiling. Schnupperkurs Windsurfen rund 65 EUR für drei Stunden, Equipment-Verleih ab 35 EUR pro Halbtag.
- Stand-Up-Paddling im Burger Binnensee: windgeschützte Lagune, gut für Einsteiger. Verleih am Yachthafen ab 18 EUR pro Stunde.
- Inselrundfahrt mit dem Rad: 78 km auf der Inselroute, überwiegend flach. Leihrad ab 12 EUR pro Tag.
- Vogelbeobachtung in Wallnau: beste Zeit am frühen Morgen, Fernglas mitbringen oder im Naturzentrum leihen.
- Strandkorb-Tag am Südstrand: Reservierung am Vortag empfehlenswert, vor allem im August.
Bei Regen
- Meereszentrum Fehmarn: komplett indoor, gut für einen halben Tag.
- Galileo Wissenswelt: 200 Mitmach-Stationen, Kinder bleiben drei Stunden.
- Fehmarn-Therme: Erlebnisbad mit Saunalandschaft, Tagesticket etwa 18 EUR.
- Inselmuseum Peter Wiepert: Heimatkunde der Insel von der Steinzeit bis heute, kompakt und kindertauglich.
Mit Kleinkindern
Der Südstrand-West hat über die ersten 30 Meter sehr flaches Wasser und lange Strecken ohne Steine. Spielplätze gibt es am Strandparkplatz Burgtiefe und am Hafen Burgstaaken. Buggy-tauglich ist die gesamte Südstrand-Promenade. Strandkorb am Vortag reservieren, sonst stehst du um neun Uhr in der Schlange.
Sportlich
Joggingstrecke entlang des Südstrand-Deichs: 5 km eine Richtung, ohne Ampel oder Querung. Früh am Morgen leer. Die Inselrundfahrt mit dem Rennrad ist eine seriöse Tagestour mit moderatem Profil auf 78 km — eher flach, aber Wind ist die eigentliche Herausforderung. Tennis am Yachthafen Burgtiefe, Sand- und Hartplätze, Gastspielerkarten ab 15 EUR pro Stunde.
Gastronomie und regionale Spezialitäten
Die Küche der Insel ist Fischküche mit norddeutschem Pragmatismus: frischer Hering, Scholle, Aal vom Räucherofen, dazu Fehmarner Speckkartoffeln oder Inselblüher Honig. Klassiker findest du an drei Orten:
Fischbrötchen-Buden
Im Hafen Burgstaaken liegen mehrere klassische Fischräuchereien direkt an den Anlegern. Fischbrötchen kosten 4 bis 6 EUR. Wer es ruhiger mag, fährt nach Orth — kleiner Hafen im Westen, deutlich weniger Andrang.
Restaurants
- Margaritenhof in Burg: regional-saisonale Karte, gehobene Mittelklasse (Hauptgericht 22 bis 32 EUR).
- Strandbar Wulfener Hals: einfache Surfer-Küche, Bowls, Pasta, Fischwraps (10 bis 16 EUR).
- Restaurant am Yachthafen Burgtiefe: Familien-Klassiker mit Bistro-Karte (Hauptgericht 14 bis 22 EUR).
Cafés und Backwaren
Das Café Aurora am Markt in Burg führt Kuchen aus eigener Backstube, im Sommer mit Terrasse. Die Inselbäckerei Reimers hat Filialen in Burg, Petersdorf und Landkirchen — fehmarnsche Klassiker wie Heideklap und Mehlbeutel.
Markttag
Wochenmarkt jeden Mittwoch und Samstag von 8 bis 13 Uhr am Markt in Burg. Regionaler Honig, Wurst, Kartoffeln aus Inselbau, Fisch direkt von Kuttern aus Burgstaaken. Wer in einer Ferienwohnung kocht, deckt sich hier ein.
Regionale Spezialitäten zum Mitnehmen
- Fehmarner Honig aus Imkereien wie Inselblüher (Lavendel, Linde, Sommerblüten)
- Geräucherter Aal und Hering direkt am Hafen Burgstaaken
- Fehmarner Senf aus der Insel-Senfmühle in Petersdorf
- Inselgin und Aquavit aus der lokalen Brennerei in Westfehmarn
Events und Saisonkalender
Fehmarn hat über das Jahr verteilt mehrere Eckpunkte, die Anfahrt und Hotelpreise beeinflussen — generisch nach Quartal, weil die Datums sich jährlich verschieben:
Frühjahr (April bis Juni)
Saisonstart der Strandkorb-Vermietung Anfang Mai. Ende Mai oder Anfang Juni läuft das FehmarnFolk-Festival mit Konzerten in Burg und an mehreren Orten der Insel. Ende Mai öffnen die Strandbars dauerhaft, der Inselrundweg füllt sich mit Radlern.
Sommer (Juli bis September)
Hauptsaison. Ende Juni bis Anfang Juli der Fehmarn Surf-Cup am Wulfener Hals — Worldcup-Veranstaltung, eines der größten Wassersport-Events Deutschlands, Eintritt frei. Im Juli und August Kurkonzerte in Burg und am Südstrand. Ende August die Inselrundfahrt-Volksradln, eine offizielle Fahrradtour um die Insel mit Versorgungsstellen, Anmeldegebühr klein.
Herbst (Oktober bis November)
Drachenfest am Südstrand Anfang Oktober, hunderte Drachen am Strand, kostenlos zugänglich. Mitte Oktober endet die Strandkorbsaison. Im November ist Vogelzug-Hochzeit in Wallnau — Kraniche, Gänse und Watvögel auf dem Weg nach Süden, beste Beobachtungszeit frühmorgens.
Winter (Dezember bis Februar)
Adventsmarkt in Burg im Dezember, kompakt und ohne Massen. Silvesterfeuerwerk am Südstrand. Im Januar und Februar ist Fehmarn fast menschenleer — beste Zeit für Ruhe-Suchende. Wellnesshotels haben dann gute Preise.
Geschichte und Kultur
Fehmarn wurde im 12. Jahrhundert von slawischen Siedlern bevölkert — der Name leitet sich vom slawischen "Femer" ab, was sinngemäß "Insel im Wasser" bedeutet. 1420 fiel die Insel an die dänische Krone und blieb bis 1864 dänisch. Dänische Spuren findest du in Ortsnamen, an alten Hofmauern und im Inselmuseum Peter Wiepert in Burg.
Vom Bauernland zum Tourismusziel
Lange war Fehmarn reine Agrarinsel — Weizen, Zuckerrüben, Vieh. Der Wandel begann 1963 mit der Eröffnung der Fehmarnsundbrücke und der Vogelfluglinie. Seitdem ist die Insel über Schiene und Straße direkt mit Hamburg und Kopenhagen verbunden. In den 1970er Jahren entstand am Südstrand das Ferienzentrum Burgtiefe mit den drei Hochhaus-Türmen — heute denkmalgeschützt und gleichzeitig umstritten als architektonisches Erbe der Boom-Jahre.
Plattdeutsch und Inseldialekt
Auf Fehmarn wurde bis ins 20. Jahrhundert vor allem Plattdeutsch gesprochen, mit deutlich dänischem Einschlag. Heute hörst du es noch bei älteren Inselbewohnern und auf Straßenschildern in Dörfern wie Lemkenhafen oder Klausdorf. Begriffe wie "Snut" (Schnauze), "Dorsch" (Kabeljau, Speisefisch der Insel) und "Knaschtbüx" (Hose) sind alltägliches Vokabular. Im Inselmuseum Peter Wiepert in Burg gibt es eine kleine Plattdeutsch-Ecke mit Hörbeispielen — gut für eine halbe Stunde Schlechtwetter-Programm.
Jimi Hendrix und das Love-and-Peace-Festival 1970
Im September 1970 trat Jimi Hendrix beim Love-and-Peace-Festival am Flügger Strand auf — eines seiner letzten Konzerte vor seinem Tod kurz darauf in London. Heute erinnert ein Gedenkstein nahe dem Leuchtturm Flügge an das Ereignis. Das Festival selbst war organisatorisch ein Desaster, ist aber Teil der deutschen Pop-Kulturgeschichte und zieht bis heute Pilger an.
Wetter und beste Reisezeit
Das Klima auf Fehmarn ist eines der sonnenreichsten Deutschlands: über 2200 Sonnenstunden pro Jahr (DWD-Globalstrahlungsatlas Station Westermarkelsdorf), milde Sommer und vergleichsweise wenig Regen. Die Wassertemperaturen erreichen im August Spitzenwerte um 19 Grad, im Oktober fallen sie schnell unter 13 Grad.
Beste Reisezeit für Familien
Mai & September
Hochsaison
Juli & August
Wellness & Ruhe
November bis Februar
Praktische Tipps
- € Kurtaxe 3,00 EUR pro Erwachsenem und Tag in der Hauptsaison, 1,50 EUR in der Nebensaison. Wird über Hotel oder Vermieter abgerechnet, gilt als Strandzugang und Rabatt für Meereszentrum, Therme und Inselbus.
- H Hunde Hundestrand-Abschnitte ganzjährig erlaubt (Südstrand-Ost, Wallnau-Nord, Westermarkelsdorf-Mitte), sonst auf dem Strand vom 1. Mai bis 30. September verboten. Im Wasservogelreservat Wallnau Leinenpflicht.
- W WLAN kostenfreies Promenaden-WLAN am Südstrand und in der Burger Innenstadt. In Ferienwohnungen meist kostenfrei, außerhalb der Orte schwankend.
- + Apotheke & Ärzte zentrale Apotheken in Burg und Petersdorf, mehrere Hausarztpraxen im Hauptort. Nächstes Krankenhaus: Sana-Klinik Oldenburg/Holstein (35 km). Notdienst rotiert mit Heiligenhafen.
- € Geldautomaten Sparkasse Holstein und VR Bank Ostholstein in Burg, kleinere Filialen in Landkirchen und Petersdorf. EC-Karten an den Fähren in Puttgarden.
- B Barrierefreiheit Südstrand-Promenade vollständig rollstuhltauglich, drei markierte Strandzugänge mit Strandrollstuhl-Verleih über die Tourist-Info Burg.
- i Tourist-Information Tourismus-Service Fehmarn am Markt 1, Burg auf Fehmarn. Ganzjährig geöffnet, Saison-Sonntags offen. Karten, Veranstaltungspläne, Service-Kontakt.
Insider-Tipps
Drei Spots, die nicht in jedem Reiseführer stehen:
Strukkamphuk — der Blick auf die Brücke
An der Südwestspitze der Insel, kurz vor der Fehmarnsundbrücke, liegt der kleine Aussichtspunkt Strukkamphuk. Sandstrand, kaum Service, dafür der beste Blick auf den Stahlbogen der Brücke und die vorbeifahrenden Schiffe im Sund. Bei Sonnenuntergang ein klassischer Postkarten-Spot — und meist leer.
Hafen Lemkenhafen am Westende
Lemkenhafen war für Jahrhunderte der wichtigste Hafen der Insel. Heute ist er klein, ruhig, mit historischem Holzkran von 1903 (denkmalgeschützt) und einer aktiven Werft. Der Anleger ist Ausgangspunkt für Robbenbeobachtungs-Touren in den Belt — frag bei den lokalen Bootsanbietern am Vortag nach.
Inselbrennerei in Westfehmarn
Eine kleine Manufaktur in Westermarkelsdorf brennt Inselgin und Aquavit aus regionalen Botanicals — Sanddorn, Wacholder, Strandbeifuß. Direktverkauf am Hof, Verkostungen nach Anmeldung. Nicht jeder Reiseführer führt sie, weil sie bewusst klein bleibt.
Umgebung und Tagesausflüge
Fehmarn liegt nahe an gleich drei Ausflugszielen, die einen Tag wert sind. Drei Touren für drei Wettertypen:
Bei Sonne: Heiligenhafen und Graswarder (15 km vom Sundbrücken-Ende)
Aktiver Fischereihafen mit Wochen-Auktion, schmaler Sandhaken Graswarder als Naturschutzgebiet (Brutgebiet für Brand- und Flussseeschwalben), Yachthafen, neue Seebrücke. Mit dem Auto in 25 Minuten von Burg, mit dem Rad in einer guten Stunde.
Bei Wechselwetter: Lübeck Altstadt (90 km)
Bahnverbindung mit dem RE 8 ab Burg in 1:05 Stunden direkt. Vor Ort: Holstentor, Marienkirche, Buddenbrookhaus (Thomas Mann), Niederegger-Stammhaus mit Marzipan-Salon. Wer einen Tag hat: Holstentor → Marienkirche → Niederegger → Mittagessen → Buddenbrook → Heimfahrt.
Bei Regen: Tagesausflug Dänemark — Rødby und Maribo (60 km, ab Puttgarden mit Fähre)
Mit der Fähre Puttgarden–Rødby (45 Minuten Überfahrt) bist du in Dänemark. Maribo mit Domkirche und See ist eine entspannte Etappe, kleine Cafés, dänische Backwaren. Reisepass oder Personalausweis mitnehmen, Euro werden meist akzeptiert.
Tagesausflüge weiter (60 bis 100 km)
- Timmendorfer Strand und Travemünde 70 km Richtung Süden, klassische Seebäder der Lübecker Bucht, Promenadenleben, Maritim-Hochhaus mit Aussicht.
- Schloss Eutin Barockschloss am Eutiner See, im Sommer Open-Air-Festspiele.
- Hansa-Park Norddeutschlands größter Themenpark in Sierksdorf, 50 km vom Sundbrücken-Ende.




