Der Tierpark Hamm liegt zentral in der westfälischen Stadt Hamm am östlichen Rand des Ruhrgebiets, eingebettet in den parkähnlichen Süden der Innenstadt rund um die Grünstraße. Gegründet 1936 als städtischer Tierpark, hat sich die Anlage über fast neun Jahrzehnte zu einer festen Größe im Familien-Programm der Region entwickelt. Auf rund sechs Hektar leben etwa 600 Tiere aus rund 150 Arten — eine überschaubare Größenordnung, die einen vollständigen Rundgang in zweieinhalb bis drei Stunden ermöglicht. Das Aushängeschild sind die Affen: Eine etablierte Schimpansen-Gruppe lebt in einer Außen- und Innenanlage, dazu kommen Berberaffen in einer großzügigen Felsen-Anlage. Das Tropenhaus beheimatet Faultiere, kleine Affenarten, Vögel und Reptilien in einer feucht-warmen Atmosphäre — ein wetterfester Anlaufpunkt für Regentage. Weitere Highlights sind die Pinguin-Anlage, weitläufige Vogelvolieren und ein Streichelzoo für jüngere Kinder. Der Eintritt liegt bei rund acht Euro für Erwachsene, die ÖPNV-Anbindung mit den Buslinien 1 und 9 bringt Besucher direkt an den Haupteingang an der Grünstraße. Jährlich kommen rund 140.000 Gäste — das macht den Tierpark zu einem der zentralen Naherholungsziele für Familien aus Hamm, Unna, Soest, Lippstadt und dem östlichen Ruhrgebiet.

Anreise und Erreichbarkeit

Hamm liegt am östlichen Rand des Ruhrgebiets im Schnittpunkt von westfälischer Tiefebene und sauerländischem Vorland. Mit rund 180.000 Einwohnern ist die Stadt ein wichtiges Verkehrsdrehkreuz mit ICE-Halt am Hauptbahnhof und Anschluss an die Autobahnen A2 und A1. Der Tierpark selbst liegt im Süden der Innenstadt rund eineinhalb Kilometer vom Hauptbahnhof entfernt — die Anreise ist mit Auto, Bahn und Bus gleichermaßen unkompliziert. Der typische Besucher-Einzugsbereich umfasst Hamm selbst, die Nachbarstädte Unna, Soest, Lippstadt, Werl und Beckum sowie das östliche Ruhrgebiet rund um Dortmund.

Mit dem Auto

Aus dem Westen über die A2 Dortmund—Hannover bis Ausfahrt 18 Hamm, dann rund zehn Minuten Innenstadtfahrt über die B63 zur Grünstraße. Aus dem Süden über die A1 bis Kreuz Werl, von dort die A445 in Richtung Hamm. Aus dem Osten und Norden empfiehlt sich ebenfalls die A2 mit der Ausfahrt 19 Hamm/Bockum-Hövel. Direkt am Haupteingang an der Grünstraße stehen kostenfreie Parkplätze für Pkw zur Verfügung, an Wochenenden in den Pfingst- und Sommerferien füllen sich diese rasch — frühe Anreise vor 10 Uhr ist dann sinnvoll. In Randzeiten gibt es zusätzlich Park-Optionen entlang der angrenzenden Wohnstraßen.

Mit der Bahn und dem ÖPNV

Der Hammer Hauptbahnhof ist ein ICE-Halt der Linien Dortmund—Hannover—Berlin sowie Köln—Hannover und wird stündlich bedient. Vom Bahnhofsvorplatz fahren die Stadtbuslinien 1 und 9 direkt zur Haltestelle Tierpark vor dem Haupteingang an der Grünstraße — Fahrtzeit rund acht bis zehn Minuten. Für sportliche Besucher ist auch der Fußweg vom Hauptbahnhof in rund 20 Minuten machbar und führt durch die Hammer Innenstadt mit Pauluskirche und Marktplatz. Aus dem Großraum Dortmund bringt der RE6 die Besucher in rund 25 Minuten direkt nach Hamm, ab Münster sind es etwa 40 Minuten Bahnfahrt.

Mit dem Flugzeug

Der nächste internationale Flughafen ist Dortmund mit rund 30 Kilometern Entfernung über die A2 — Anfahrt rund 30 Autominuten. Düsseldorf liegt mit 100 Kilometern etwas weiter und ist in rund einer Stunde über die A1 und A2 erreichbar. Münster-Osnabrück mit 70 Kilometern ist eine dritte Option, hat aber wenige Verbindungen. Für Tagesausflüge ist die Anreise per Flugzeug meist nicht sinnvoll — der Tierpark bedient ein regionales Publikum aus dem Ruhrgebiet und Westfalen.

Vor Ort bewegen und Parken

Der Tierpark ist als reines Fuß-Areal angelegt, der Rundweg führt über rund einen Kilometer durch sämtliche Gehege-Bereiche. Die Hauptwege sind asphaltiert oder gut befestigt und mit Kinderwagen sowie Rollstuhl gut zu bewältigen — leichte Steigungen gibt es nur im Bereich der Berberaffen-Felsenanlage. Hunde sind nicht erlaubt, was vielen Eltern mit kleinen Kindern entgegenkommt. Sitzbänke, ein Imbiss-Punkt am Eingang sowie überdachte Pausenplätze verteilen sich über das Gelände. Die kompakte Größe macht den Tierpark Hamm zu einem idealen Halbtagsziel — wer entspannt drei Stunden einplant, sieht alle wichtigen Anlagen ohne Hetze.

Dortmund 35 km ~35 min via A2
Münster 50 km ~45 min via A1
Köln 130 km ~1:30 h via A1
Düsseldorf 100 km ~1:10 h via A1/A2
Bielefeld 80 km ~1:00 h via A2

Tiere und Gehege im Tierpark Hamm

Das Profil des Tierparks ist klar familienorientiert und folgt einer überschaubaren Logik: Hier leben rund 600 Tiere in 150 Arten auf sechs Hektar — eine Größenordnung, die jüngere Kinder nicht überfordert und doch genug Vielfalt für einen Halbtagsbesuch bietet. Schwerpunkt sind Primaten mit zwei prominenten Anlagen, dazu kommen ein Tropenhaus, eine Pinguin-Anlage, weitläufige Vogelvolieren und ein Streichelzoo. Die Mischung aus klassischen Zoo-Klassikern und Spezial-Highlights macht den Tierpark Hamm zur verlässlichen Adresse für Familien aus dem östlichen Ruhrgebiet.

Schimpansen — die Affen-Hauptattraktion

Die Schimpansen-Gruppe ist das Aushängeschild der Anlage. In einer kombinierten Innen- und Außenanlage mit Kletterstrukturen, Hängematten und großzügiger Glasfront beobachten Besucher das komplexe Sozialverhalten der Tiere aus nächster Nähe. Pflegerführungen und kommentierte Fütterungen erklären Gruppendynamik, Werkzeuggebrauch und Charakter der einzelnen Tiere. Schimpansen sind soziale Großaffen mit einer Lebenserwartung von 40 bis 50 Jahren — die Hammer Gruppe ist seit Jahrzehnten ein fester Bestandteil des Tierpark-Programms.

Berberaffen in der Felsenanlage

Die zweite große Affen-Attraktion sind die Berberaffen — eine in Nordafrika und auf Gibraltar heimische Makakenart. Im Tierpark Hamm leben sie in einer großzügigen Felsenanlage mit Kletterwänden, Höhlen und ausgedehnten Bewegungsflächen. Berberaffen sind als einzige Affenart Europas frei verbreitet und damit eine spannende Spezies für den Bildungsauftrag — Erläuterungstafeln und gelegentliche kommentierte Fütterungen erklären die Lebensweise der Tiere im natürlichen Verbreitungsgebiet rund um Gibraltar und das marokkanische Atlasgebirge.

Tropenhaus mit Faultieren und Reptilien

Das Tropenhaus ist der wetterfeste Anker des Tierparks. Bei rund 25 Grad und tropischer Luftfeuchte leben hier Faultiere, kleine Affenarten wie Krallenaffen, exotische Vögel und Reptilien in einer durchgängig begehbaren Halle. Die Faultiere hängen typischerweise hoch in den Bäumen und brauchen einen Moment, bis Besucher sie entdecken — das macht das Tropenhaus zu einer interaktiven Such-Erfahrung. Für Regentage und kühle Jahreszeiten ist die Halle der wichtigste Anlaufpunkt im Park.

Pinguine und Vogelvolieren

Die Pinguin-Anlage zeigt eine Gruppe Humboldt-Pinguine in einer naturnahen Anlage mit Schwimmbecken, Felsen-Nischen und Brutbereich. Fütterungszeiten sind beliebte Programmpunkte mit guter Sicht auf das aktive Schwimm- und Tauchverhalten. Daneben verfügt der Tierpark über mehrere weitläufige Vogelvolieren mit Papageien, Aras, Greifvögeln und kleineren Singvogel-Arten — ein klassischer Schwerpunkt vieler kommunaler Tierparks. Der Streichelzoo mit Ziegen, Schafen und Eseln liegt zentral im Park und ist für jüngere Kinder die wichtigste Station des Tages.

Die 6 Tier-Highlights im Überblick

Schimpansen-Anlage

Soziale Großaffengruppe in einer kombinierten Innen- und Außenanlage mit Glasfront. Kletterstrukturen, Hängematten und Beschäftigungselemente — Pflegerführungen erklären Gruppendynamik und Werkzeuggebrauch der Schimpansen aus nächster Nähe.

Berberaffen-Felsenanlage

Großzügige Felsen-Anlage mit Kletterwänden und Höhlen für die einzige in Europa frei verbreitete Affenart. Erläuterungstafeln zu Gibraltar und marokkanischem Atlasgebirge — eine Spezies mit hohem Bildungs-Mehrwert für Familien.

Tropenhaus mit Faultieren

Begehbare Tropenhalle bei rund 25 Grad mit Faultieren, kleinen Affen, exotischen Vögeln und Reptilien. Der wetterfeste Anker für Regentage — Faultiere hängen hoch in den Bäumen und werden zur kleinen Such-Erfahrung für Kinder.

Humboldt-Pinguine

Pinguin-Anlage mit Schwimmbecken, Felsen-Nischen und Brutbereich. Bei den Fütterungszeiten zeigen die Tiere ihr aktives Schwimm- und Tauchverhalten — einer der dynamischsten Anlaufpunkte im Park für Familien mit kleinen Kindern.

Vogelvolieren

Mehrere weitläufige Volieren mit Papageien, Aras, Greifvögeln und Singvögeln. Ein klassischer Schwerpunkt kommunaler Tierparks — bunte Sittiche und Papageien sind besonders bei jüngeren Kindern beliebt und liefern die besten Foto-Motive.

Streichelzoo

Zentraler Streichelbereich mit Ziegen, Schafen und Eseln. Kinder dürfen die zahmen Tiere streicheln und mit Pflanzenfutter aus dem Automaten füttern — der verlässlich beliebteste Programmpunkt für Familien mit Vorschulkindern.

Tierpark Hamm im Vergleich mit anderen Zoos im westlichen Westfalen

Kriterium
Tierpark Hamm
Zoo Dortmund
Allwetterzoo Münster
Zoom Erlebniswelt Gelsenkirchen
Zoo Duisburg
Ort
Hamm, Westfalen
Dortmund-Brünninghausen
Münster, Sentruper Höhe
Gelsenkirchen-Bismarck
Duisburg-Duissern
Fläche
6 Hektar
28 Hektar
30 Hektar
30 Hektar
16 Hektar
Arten
rund 150
rund 230
rund 290
rund 100
rund 200
Top-Highlights
Schimpansen, Berberaffen, Faultiere
Tamandua, Regenwaldhaus, Otorongo
Allwetter-Gang, Elefanten, Robben
Erlebniswelten Asien, Afrika, Alaska
Delfinarium, Koalas, Rio Negro
Eintritt Erwachsene
rund 8 Euro
rund 11 Euro
rund 20 Euro
rund 25 Euro
rund 21 Euro
Besuchsdauer
2 bis 3 Stunden
4 bis 5 Stunden
Ganztag
Ganztag
Ganztag
Idealer Besuch
Halbtag, Familie mit Vorschulkindern
Tagesausflug, Regenwaldhaus
Allwetter, Ganzjahres-Ziel
Themen-Erlebniswelten
Delfine, Koalas, urbaner Zoo

Der Tierpark Hamm ist die kompakte und preisgünstige Halbtags-Alternative zu den großen Ruhrgebiet-Zoos in Dortmund, Münster, Gelsenkirchen und Duisburg — besonders geeignet für Familien mit Vorschulkindern und für Regentage dank Tropenhaus.

Geschichte und Charakter

Der Tierpark Hamm wurde 1936 als städtischer Tierpark gegründet und gehört damit zu den älteren kommunalen Tieranlagen in Westfalen. Über fast neun Jahrzehnte ist die Anlage mehrfach umgestaltet worden — größere Modernisierungen in den 1970er, 1990er und 2000er Jahren haben den Park von der klassischen Käfig-Architektur zu naturnahen Gehegen geführt. Heute ist der Tierpark eine Stadt-Einrichtung mit klarem Familien-Profil und einem stabilen Besucherstamm aus Hamm und den westfälischen Nachbarstädten. Rund 140.000 Gäste pro Jahr machen ihn zu einer der zentralen Naherholungsadressen im östlichen Ruhrgebiet.

Lage zwischen Ruhrgebiet und Münsterland

Hamm liegt im Schnittpunkt von östlichem Ruhrgebiet, Münsterland und Sauerland — geografisch gehört die Stadt zu den westfälischen Tieflandregionen mit weiten Feldfluren und kleinen Wäldern. Der Tierpark selbst liegt im Süden der Innenstadt rund eineinhalb Kilometer vom Hauptbahnhof entfernt, eingebettet in eine grüne Parklandschaft zwischen Wohngebieten. Wer den Besuch erweitern möchte, kombiniert ihn mit dem Maximilianpark Hamm mit seinem Glaselefanten, dem Schloss Heessen oder dem nahen Datteln-Hamm-Kanal.

Familien-Profil und Bildungsauftrag

Neben dem klassischen Tierpark-Betrieb ist der Tierpark Hamm in Umweltbildungsprogramme der Stadt eingebunden. Kindergarten- und Schulgruppen besuchen die Anlage für geführte Programme rund um Affen, Vögel und Tropenökosysteme — die kompakte Größe und die übersichtliche Wegführung machen den Park dafür besonders geeignet. Erläuterungstafeln, Pflegerführungen und gelegentliche kommentierte Fütterungen ergänzen den Bildungs-Anspruch. Mit einem Eintritt von rund acht Euro liegt das Preisniveau deutlich unter den großen Ruhrgebiet-Zoos und macht den Tierpark zu einem leistbaren Naherholungsziel auch für Mehrfach-Besuche pro Jahr.

Praktische Tipps für den Tierpark-Besuch

  • Eintritt und Jahreskarte rechnen

    Der reguläre Erwachsenen-Eintritt liegt bei rund acht Euro, Kinder zahlen ermäßigt deutlich weniger. Familienkarten sind günstiger als die Summe einzelner Tickets, Jahreskarten lohnen sich schon ab dem zweiten Besuch im Jahr. Im Vergleich zu Zoo Dortmund, Allwetterzoo Münster oder Zoom Gelsenkirchen liegt das Preisniveau spürbar niedriger.

  • Fütterungszeiten am Eingang prüfen

    Die Aushänge am Haupteingang zeigen die täglichen Fütterungszeiten von Schimpansen, Pinguinen, Berberaffen und Faultieren. Wer den Rundgang an drei bis vier Fütterungen orientiert, sieht die Tiere aktiv statt im Versteck — das ist gerade bei den Affen ein deutlich intensiveres Erlebnis als ein zufälliger Besuch.

  • + Mit Maximilianpark kombinieren

    Wer früh in den Tierpark kommt und gegen 12 Uhr wieder draußen ist, kann nachmittags den Maximilianpark Hamm mit dem berühmten Glaselefanten besuchen. Beide liegen in derselben Stadt, der Wechsel mit Auto oder Stadtbus ist in 15 Minuten erledigt — eine klassische Halbtag-plus-Halbtag-Kombination.

  • i Pflegerführungen mitnehmen

    Mehrmals wöchentlich finden kommentierte Pflegerführungen statt — vor allem am Schimpansen- und Berberaffen-Gehege sowie im Tropenhaus. Die Pfleger erzählen Charaktere der einzelnen Tiere, Gruppendynamik und Hintergründe zu Haltung und Bildungsauftrag. Termine hängen am Eingang und an den Gehegen aus.

  • Anreise mit Bus 1 oder 9

    Vom Hammer Hauptbahnhof fahren die Stadtbusse 1 und 9 direkt zur Haltestelle Tierpark vor dem Haupteingang. Fahrtzeit rund acht bis zehn Minuten — der Bus erspart die Parkplatz-Suche an vollen Wochenenden und macht den Tierpark zur einfachen ÖPNV-Adresse aus der Hammer Innenstadt und vom Bahnhof.

  • Barrierefreiheit auf Hauptwegen

    Die Hauptwege sind asphaltiert oder gut befestigt und mit Kinderwagen sowie Rollstuhl gut zu befahren. Leichte Steigungen gibt es nur an der Berberaffen-Felsenanlage — diese kann bei Bedarf umgangen werden. Am Eingang stehen barrierefreie Toiletten zur Verfügung, eine Übersichtskarte zeigt die zugänglichen Bereiche.

  • Beste Besuchszeit von April bis September

    Von April bis September sind alle Außenanlagen aktiv, im Sommer empfiehlt sich der frühe Vormittag, weil viele Tiere die Mittagshitze meiden. Im Winter ist der Park ebenfalls geöffnet — dann verlagert sich der Schwerpunkt auf das Tropenhaus, das mit seinen 25 Grad besonders attraktiv wirkt.

  • Regen kein Ausschlusskriterium

    Das Tropenhaus ist bei Regen der wichtigste Anlaufpunkt und beschäftigt Familien gut eine halbe bis dreiviertel Stunde. Auch das Affenhaus mit Innenanlagen, einige Vogelvolieren und überdachte Bereiche machen den Park bei mäßigem Regen gut besuchbar. Lediglich bei Dauerregen oder Sturm lohnt es sich, den Besuch zu verschieben.

Insider-Tipps

Frühmorgens für aktive Affen

Schimpansen und Berberaffen sind in den ersten zwei Öffnungsstunden deutlich aktiver als nach 11 Uhr. Wer pünktlich zur Öffnung kommt, beobachtet das morgendliche Sozialverhalten und die Gruppendynamik in ruhiger Atmosphäre — die meisten Schulgruppen kommen erst gegen 10 Uhr und sorgen dann für lebhafteres Treiben an den Anlagen.

Tropenhaus an heißen Tagen

Was im Winter ein Wärme-Anker ist, wird im Sommer paradoxerweise zur kühleren Alternative — das Tropenhaus ist gleichmäßig bei rund 25 Grad temperiert, an Hochsommertagen mit 30 Grad oder mehr draußen wirkt das fast wie eine Erfrischung. Faultiere sind dabei besonders interessant zu beobachten, wenn sie sich langsam von Ast zu Ast bewegen — die geduldigste Beobachtungsphase des Tages.

HÄUFIGE FRAGEN

Wo liegt der Tierpark Hamm genau?

Der Tierpark hat die Adresse Grünstraße 76 in 59067 Hamm in Westfalen. Geografisch liegt er im Süden der Hammer Innenstadt rund eineinhalb Kilometer vom Hauptbahnhof entfernt, am östlichen Rand des Ruhrgebiets im Schnittpunkt von Münsterland und Sauerland-Vorland. Die Anlage ist in eine grüne Parklandschaft zwischen Wohngebieten eingebettet.

Wann wurde der Tierpark Hamm eröffnet und wie groß ist er?

Eröffnet wurde der Tierpark 1936 als städtische Einrichtung und gehört damit zu den älteren kommunalen Tieranlagen in Westfalen. Die Anlage umfasst rund sechs Hektar — eine kompakte Größenordnung, die einen vollständigen Rundgang in zweieinhalb bis drei Stunden ermöglicht. Heute leben hier circa 600 Tiere aus rund 150 Arten.

Welche Tiere kann man im Tierpark Hamm sehen?

Schwerpunkt sind Affen mit einer etablierten Schimpansen-Gruppe und einer großzügigen Berberaffen-Felsenanlage. Dazu kommen ein Tropenhaus mit Faultieren, kleinen Affen, exotischen Vögeln und Reptilien, eine Humboldt-Pinguin-Anlage, weitläufige Vogelvolieren mit Papageien und Greifvögeln sowie ein Streichelzoo mit Ziegen, Schafen und Eseln.

Was kostet der Eintritt im Tierpark Hamm?

Der reguläre Erwachsenen-Eintritt liegt bei rund acht Euro, Kinder zahlen ermäßigt deutlich weniger. Familienkarten sind günstiger als die Summe einzelner Tickets, Jahreskarten lohnen sich schon ab dem zweiten Besuch im Jahr. Im Vergleich zu Zoo Dortmund, Allwetterzoo Münster oder Zoom Erlebniswelt Gelsenkirchen liegt das Preisniveau spürbar niedriger.

Wie kommt man mit Bus und Bahn zum Tierpark Hamm?

Vom Hammer Hauptbahnhof fahren die Stadtbuslinien 1 und 9 direkt zur Haltestelle Tierpark vor dem Haupteingang an der Grünstraße. Die Fahrtzeit liegt bei rund acht bis zehn Minuten. Hamm ist ein ICE-Halt der Linien Dortmund—Hannover—Berlin und Köln—Hannover, aus Dortmund per RE6 in 25 Minuten, ab Münster in rund 40 Minuten erreichbar.

Wie viele Besucher kommen jährlich in den Tierpark Hamm?

Pro Jahr besuchen rund 140.000 Gäste den Tierpark Hamm. Damit gehört er zu den zentralen Naherholungsadressen im östlichen Ruhrgebiet und im westlichen Westfalen. Das Einzugsgebiet umfasst Hamm selbst sowie die Nachbarstädte Unna, Soest, Lippstadt, Werl, Beckum und den Großraum Dortmund.

Wie lange dauert ein Besuch im Tierpark Hamm?

Die kompakte Größe von rund sechs Hektar erlaubt einen vollständigen Rundgang in zweieinhalb bis drei Stunden. Mit längeren Pausen am Streichelzoo, im Tropenhaus und an den Schimpansen-Anlagen sind auch vier Stunden gut auszufüllen. Der Tierpark ist damit ein klassisches Halbtagsziel — perfekt für Familien mit jüngeren Kindern und kurzer Aufmerksamkeitsspanne.

Welche Affenarten gibt es im Tierpark Hamm?

Die zwei Affen-Schwerpunkte sind Schimpansen und Berberaffen. Die Schimpansen leben in einer kombinierten Innen- und Außenanlage mit Glasfront, Kletterstrukturen und Hängematten. Die Berberaffen bewohnen eine großzügige Felsen-Anlage — sie sind als einzige Affenart Europas auf Gibraltar frei verbreitet. Im Tropenhaus leben zusätzlich kleinere Affenarten wie Krallenaffen.

Was bietet das Tropenhaus im Tierpark Hamm?

Das Tropenhaus ist eine begehbare Halle bei rund 25 Grad und hoher Luftfeuchte. Hier leben Faultiere, kleine Affen wie Krallenaffen, exotische Vögel und Reptilien gemeinsam in einer naturnahen Tropen-Atmosphäre. Faultiere hängen typischerweise hoch in den Bäumen und brauchen einen Moment, bis Besucher sie entdecken — für Regentage und kalte Jahreszeiten ist die Halle der wichtigste Anlaufpunkt.

Sind Hunde im Tierpark Hamm erlaubt?

Nein, Hunde sind im Tierpark Hamm nicht gestattet. Diese Regelung kommt vielen Eltern mit kleinen Kindern entgegen und sorgt für eine ruhige Atmosphäre an den Anlagen — gerade die Affen reagieren auf Hundegerüche teilweise empfindlich. Wer mit Hund unterwegs ist, sollte alternative Tagesziele wie den nahen Maximilianpark Hamm einplanen.

Ist der Tierpark Hamm barrierefrei?

Die Hauptwege sind asphaltiert oder gut befestigt und in weiten Teilen mit Kinderwagen sowie Rollstuhl bewältigbar. Leichte Steigungen gibt es nur an der Berberaffen-Felsenanlage — dieser Bereich kann bei Bedarf umgangen werden. Am Eingang stehen barrierefreie Toiletten zur Verfügung, eine Übersichtskarte zeigt die vollständig zugänglichen Bereiche im Park.

Kann man Tierpark Hamm und Maximilianpark kombinieren?

Ja, die Kombination ist eine klassische Hammer Tagesempfehlung. Der Maximilianpark mit seinem berühmten Glaselefanten liegt ebenfalls in der Stadt Hamm und ist mit Auto oder Stadtbus in rund 15 Minuten erreichbar. Ein Vormittag im Tierpark mit Halbtagsbesuch und ein Nachmittag im Maximilianpark ergibt einen ausgefüllten Familientag mit zwei sehr unterschiedlichen Hammer Highlights.
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