Das Waldspielgelände am Bergwinkl ist ein naturnah gestaltetes Wald-Spielareal im Inneren Bayerischen Wald, gelegen am bewaldeten Berghang des Bergwinkl oberhalb der Ortschaft Bodenmais im Landkreis Regen in Niederbayern, eingebettet in den Hangwald zwischen rund 750 und 820 Metern über dem Meeresspiegel und über den Bayerwald-Wanderweg vom Ortskern Bodenmais aus in rund zwanzig Minuten zu Fuß erreichbar. Das Spielgelände versteht sich bewusst nicht als klassischer Stadt-Spielplatz mit bunten Plastik-Geräten, sondern als naturnaher Wald-Spielraum mit Spielelementen aus heimischem Holz, Granit-Findlingen, Wurzelstöcken, Baumstamm-Pyramiden und naturbelassenen Schlucht-Übergängen. Zu den Hauptattraktionen zählen eine sechzig Meter lange Doppel-Seilbahn zwischen zwei alten Fichten, ein großer Kletter-Hügel aus Granit-Findlingen mit Holz-Rutsche, eine Wasserspielanlage am natürlichen Bachlauf des Bergwinkl-Bachs mit Holz-Schleusen und Stau-Becken, mehrere Holz-Brücken über kleine Senken, ein Balancier-Parcours aus Baumstämmen, ein riesiger Sandkasten aus Granit-Bordsteinen, mehrere Hängematten zwischen den Bäumen sowie ein überdachter Familien-Picknick-Platz mit Holz-Bänken und Holz-Tischen. Der Eintritt ist ganzjährig frei, das Waldspielgelände ist rund um die Uhr zugänglich, die Hauptnutzungs-Saison reicht von Anfang Mai bis Ende Oktober, weil die Wasserspielanlage am Bach erst ab den ersten warmen Tagen wirklich Sinn ergibt und die Holz-Spielgeräte bei Schnee und Eis unbenutzbar werden.

Anreise und Erreichbarkeit

Bodenmais ist mit rund 3.400 Einwohnern eine der bekanntesten Urlaubsorte im Inneren Bayerischen Wald, traditionell geprägt durch jahrhundertealte Glasmacher-Tradition, mehrere große Glashütten und durch die Nähe zum Großen Arber, dem mit 1.456 Metern höchsten Berg des Bayerischen Waldes. Das Waldspielgelände am Bergwinkl liegt am östlichen Stadtrand von Bodenmais Richtung Bergwinkl-Plateau, eingebettet in den Hangwald oberhalb des bebauten Ortskerns. Aus dem Bodenmaiser Zentrum führt der ausgeschilderte Bayerwald-Wanderweg in rund zwanzig Minuten zu Fuß bergauf bis zum Spielgelände. Wer mit dem Auto anreist, parkt am Wanderparkplatz am Stadtrand und geht von dort die letzten fünf bis sieben Minuten durch den Wald hinauf. Das Spielgelände hat keinen klassischen Eingang mit Schranke, sondern wird über den ausgeschilderten Wanderweg vom Parkplatz aus betreten.

Mit dem Auto

Aus Süden und Westen erreicht man Bodenmais über die Autobahn A3 Richtung Passau bis zur Abfahrt Deggendorf und von dort über die Bundesstraße B11 ins Innere des Bayerischen Waldes über Regen Richtung Zwiesel — die Fahrt von der Autobahn bis ins Bodenmaiser Stadtgebiet dauert rund fünfzig bis sechzig Minuten und führt durch die mittelalterlich geprägten Orte Regen und Bayerisch Eisenstein. Aus Nordwesten und Norden führt die Route über die A93 bis Regensburg, weiter über die B85 nach Regen und über die Staatsstraße ST2132 nach Bodenmais. Aus dem Raum Nürnberg empfiehlt sich die Route über die A93 Richtung Regensburg und weiter über Cham und Viechtach nach Bodenmais. Direkt am Waldspielgelände selbst gibt es keine ausgewiesenen Parkplätze, der nächstgelegene Wanderparkplatz am Stadtrand Richtung Bergwinkl ist jedoch großzügig dimensioniert mit rund vierzig Stellplätzen, kostenfrei und mit einer öffentlichen Toilette ausgestattet. In der Hauptsaison empfiehlt sich ein früher Besuch vor zehn Uhr, weil der Parkplatz vor allem an warmen Sommer-Wochenenden und in den bayerischen Pfingst- und Sommerferien gut frequentiert ist.

Mit der Bahn und dem ÖPNV

Bodenmais hat keinen eigenen Bahnhof, der nächstgelegene Bahnhof ist Bodenmais-Bayerwaldbahnhof an der Strecke der Waldbahn von Plattling nach Bayerisch Eisenstein, der als Endbahnhof einer kurzen Stichstrecke von Zwiesel aus angefahren wird. Reisende mit dem ICE oder IC erreichen Plattling und fahren dort in den Regionalexpress der Waldbahn um, die Fahrzeit von Plattling bis Bodenmais über Zwiesel beträgt rund neunzig Minuten inklusive Umstieg. Vom Bahnhof Bodenmais bis zum Waldspielgelände am Bergwinkl sind es rund dreißig Minuten zu Fuß durch das Stadtgebiet und über den Bayerwald-Wanderweg hinauf. Alternativ verkehrt der Igel-Bus der Nationalpark-Region mit Haltestellen am Ortskern und am Wanderparkplatz. Die Bayerwald-Ticket-Konditionen und die regionale Gästekarte GUTi machen den Nahverkehr für Übernachtungsgäste besonders attraktiv, häufig sogar komplett kostenfrei.

Mit dem Flugzeug

Die nächstgelegenen Verkehrsflughäfen sind München mit rund 190 Kilometern Entfernung und Nürnberg mit rund 220 Kilometern. Auch Prag in Tschechien liegt mit rund 180 Kilometern noch im sinnvollen Anfahrtsradius. Die Weiterfahrt erfolgt am komfortabelsten mit dem Mietwagen oder mit der Bahn über Plattling und Zwiesel, eine direkte Flugverbindung in den Bayerischen Wald gibt es nicht.

Vor Ort bewegen und Parken

Vom Wanderparkplatz am Stadtrand Richtung Bergwinkl bis zum eigentlichen Waldspielgelände führt ein etwa fünf- bis siebenminütiger Fußweg durch den Mischwald — der Weg ist ausgeschildert, im oberen Abschnitt jedoch deutlich ansteigend mit rund vierzig Höhenmetern auf dreihundert Metern Strecke und an Regentagen rutschig durch feuchtes Wurzelwerk und Laub. Kinderwagen mit Luftbereifung sind grundsätzlich möglich, einfache Buggys stoßen auf dem geschotterten und teils wurzeligen Pfad jedoch schnell an ihre Grenzen. Ein Tragetuch oder eine Kraxe ist für Kleinkinder unter zwei Jahren die deutlich bequemere Option. Am Spielgelände selbst gibt es einen einfachen Trinkbrunnen am Eingang und einen überdachten Picknick-Bereich, eine öffentliche Toilette und Wickelmöglichkeiten befinden sich jedoch nur am Wanderparkplatz unten oder im Bodenmaiser Ortskern.

München 190 km ~2:20 h via A92/A3/B11
Nürnberg 220 km ~2:40 h via A93/B85
Regensburg 95 km ~1:25 h via B85/ST2132
Passau 85 km ~1:30 h via B85/B11
Prag 180 km ~2:50 h via D5/B11

Die Hauptattraktionen im Waldspielgelände

Das Waldspielgelände am Bergwinkl gliedert sich in mehrere thematisch unterschiedlich gestaltete Zonen, die durch geschotterte Wege und Holz-Brücken miteinander verbunden sind. Die Anordnung folgt der natürlichen Topographie des Hangwalds, sodass sich beim Begehen ein kleiner Rundweg von rund vierhundert Metern Länge mit etwa zwanzig Höhenmetern ergibt, der bei normaler Begehung mit Kindern gut neunzig Minuten beansprucht, mit Spielen und Pausen leicht zu einem halbtägigen Familien-Ausflug wird.

Die sechzig Meter lange Doppel-Seilbahn

Das eindeutige Highlight des Waldspielgeländes ist die rund sechzig Meter lange Doppel-Seilbahn zwischen zwei alten Fichten am oberen Ende der Lichtung — zwei parallel gespannte Stahlseile erlauben es zwei Kindern gleichzeitig nebeneinander zu fahren und sich um die Wette den Hang hinabzuschwingen. Die Doppel-Bauweise reduziert spürbar Wartezeiten und erlaubt geschwisterliches Wett-Fahren, was vor allem für Familien mit zwei oder drei Kindern ein deutliches Plus gegenüber Einzel-Seilbahnen darstellt. Der Start befindet sich auf einer kleinen Holz-Plattform mit Geländer, das Ende auf einer großen Sand-Aufschüttung mit Auslaufzone. Der gesamte Verlauf der Seilbahn ist durch die Hanglage so geneigt, dass die Fahrt allein durch die Schwerkraft erfolgt, am Ende dämpft eine Gummi-Pufferung das Anschlagen. Eltern stehen am besten an der Mitte der Strecke und können von dort sowohl Start als auch Ankunft im Blick behalten.

Der Kletter-Hügel aus Granit-Findlingen

Am Eingangsbereich des Spielgeländes erhebt sich ein rund vier Meter hoher Kletter-Hügel, dessen sichtbare Aufstiegsseiten aus großen Granit-Findlingen aus dem regionalen Bayerwald-Stein bestehen — die Findlinge wurden bewusst aus dem nahen Steinbruch ausgewählt und ergeben unzählige natürliche Tritte und Griffe, sodass Kinder ab vier Jahren den Hügel ohne fremde Hilfe erklimmen können. An der Rückseite des Hügels führt eine breite Holz-Rutsche aus einheimischem Lärchen-Holz wieder hinunter, der Übergang von Granit zu Holz ist mit Holz-Geländer abgesichert. Für Kleinkinder gibt es einen alternativen Aufstieg über sanft modellierte Erd-Stufen mit Holz-Pfählen als Geländer. Der Hügel wird im Winter nicht abgesperrt, ist aber bei Eis und Schnee deutlich rutschiger und sollte dann nicht beklettert werden.

Die Wasserspielanlage am Bergwinkl-Bach

Mitten durch das Spielgelände fließt der Bergwinkl-Bach, ein kleiner natürlicher Bachlauf aus dem oberhalb gelegenen Quellgebiet. An einer etwa zwanzig Meter langen Strecke wurde der Bach zu einer naturnahen Wasserspielanlage ausgebaut, mit Holz-Schleusen, Stau-Becken, kleinen Kanal-Abzweigungen und Sandstränden — Kinder können hier mit Holz-Schaufeln Dämme bauen, Stau-Becken anlegen und kleine Boote aus Rinde oder Holzstücken zu Wasser lassen. Die Wassertiefe liegt durchweg unter zwanzig Zentimetern und auch die schnellst fließenden Abschnitte sind ungefährlich, dennoch sollten Kleinkinder unter drei Jahren stets in Sichtweite eines Erwachsenen bleiben. Im Hochsommer ist das kalte Bergwinkl-Wasser eine willkommene Erfrischung, im Frühling und Spätherbst empfiehlt sich Wechselkleidung, weil nasse Hosen bei kühlen Temperaturen schnell unangenehm werden.

Der Balancier-Parcours aus Baumstämmen

Auf der Lichtung zwischen Seilbahn und Wasserspielanlage erstreckt sich ein etwa dreißig Meter langer Balancier-Parcours aus liegenden Baumstämmen, Wurzelstöcken und Holz-Stützen — der Parcours steigt im Schwierigkeitsgrad von einfachen breiten Baumstämmen am Anfang über schwankende Hänge-Brücken aus Seil und Holz-Latten bis hin zu hohen, schmalen Balken auf rund einem Meter Höhe am Ende, jeweils mit Holz-Geländer zur einen Seite hin. Der Parcours ist so gestaltet, dass Kinder ab fünf Jahren ihn ohne fremde Hilfe bewältigen können, jüngere Kinder steigen mit elterlicher Hand-Unterstützung über die einfacheren Abschnitte. Die Hölzer sind aus heimischer Lärche und Eiche, unbehandelt und naturbelassen, mit weichem Rinden-Boden darunter als Sturz-Dämpfung. Im Sommer kommen erfahrene Kinder nach mehrfachem Üben auch ohne Festhalten über den ganzen Parcours.

Die sechs Spielzonen im Überblick

Doppel-Seilbahn am oberen Hang

Sechzig Meter lange parallel gespannte Doppel-Seilbahn zwischen zwei alten Fichten mit Holz-Start-Plattform, geschwistergeeignet, mit Gummi-Pufferung am Ende und Sand-Aufschüttung als Auslaufzone. Schwerkraft-basiert, kein Schubsen nötig.

Granit-Kletter-Hügel mit Holz-Rutsche

Vier Meter hoher Findling-Hügel aus regionalem Bayerwald-Granit mit zahlreichen natürlichen Tritten und Griffen für Kinder ab vier Jahren, Rückseite mit breiter Lärchen-Holz-Rutsche und Holz-Geländer am Übergang.

Wasserspielanlage am Bergwinkl-Bach

Zwanzig Meter langer naturnaher Bach-Abschnitt mit Holz-Schleusen, Stau-Becken, Sand-Bänken und Holz-Schaufeln am Ufer-Rand. Wassertiefe durchweg unter zwanzig Zentimetern, ideal für Damm-Bauen und Boote-Schwimmen-Lassen.

Balancier-Parcours auf der Lichtung

Dreißig Meter langer Holz-Parcours aus Baumstämmen, Hänge-Brücken und schmalen Balken auf bis zu einem Meter Höhe mit ansteigendem Schwierigkeitsgrad und Holz-Geländer zur einen Seite hin sowie weichem Rinden-Boden darunter.

Granit-Sandkasten am Eingang

Großzügig dimensionierter Sandkasten mit acht mal sechs Metern Grundfläche, eingefasst durch große Granit-Bordsteine als natürliche Sitzgelegenheit für Eltern, gefüllt mit feinem Quarz-Sand und mit Holz-Schaufeln in einer Holz-Kiste an der Seite.

Hängematten-Zone unter den Buchen

Ruhige Zone am Rand des Spielgeländes mit fünf großen Hängematten aus Naturfaser, gespannt zwischen alten Buchen, ideal für Eltern-Pausen oder müde Kinder nach intensivem Spiel. Lese-Decke und Buch mitbringen lohnt sich.

Vergleich der Spielzonen

Kriterium
Doppel-Seilbahn
Granit-Kletter-Hügel
Wasserspielanlage
Balancier-Parcours
Granit-Sandkasten
Altersempfehlung
ab fünf Jahre
ab vier Jahre
ab zwei Jahre
ab fünf Jahre
ab eineinhalb Jahre
Verweildauer
zwanzig bis dreißig Minuten
fünfzehn bis fünfundzwanzig Minuten
vierzig bis neunzig Minuten
fünfzehn bis dreißig Minuten
dreißig bis sechzig Minuten
Beste Saison
Mai bis Oktober
April bis November
Juni bis September
Mai bis Oktober
April bis Oktober
Eltern-Aufsicht
durchgehend nötig
aus der Nähe
durchgehend nötig bei U3
aus der Nähe
aus der Nähe
Wechselkleidung nötig
nein
nein
ja unbedingt
nein
empfohlen
Barrierefrei
eingeschränkt
nein
teilweise
nein
ja
Geräusch-Pegel
hoch (Jubel-Schreie)
mittel
mittel
niedrig
niedrig

Familien mit Kindern unter drei Jahren konzentrieren sich am besten auf Sandkasten und Hängematten-Zone, Kinder ab fünf Jahren entdecken Doppel-Seilbahn und Balancier-Parcours zuerst, die Wasserspielanlage funktioniert für alle Altersstufen.

Geschichte und Konzept des Spielgeländes

Das Waldspielgelände am Bergwinkl wurde im Jahr 2017 auf einer ehemaligen Waldlichtung oberhalb von Bodenmais angelegt — die Idee entstand aus einer Bürger-Initiative, die einen naturnahen Spielraum für Familien schaffen wollte, der bewusst auf Plastik und genormte TÜV-Spielgeräte verzichtet und stattdessen mit den natürlichen Ressourcen des Bayerischen Waldes arbeitet. Finanziert wurde das Projekt zur Hälfte aus Mitteln der Marktgemeinde Bodenmais und zur Hälfte aus Förderungen des Bayerischen Naturschutzfonds und der LEADER-Region Bayerischer Wald. Die Gestaltung übernahm ein regionales Büro für Landschafts-Architektur in Zusammenarbeit mit dem Forstamt Regen, das auch die Hölzer aus regionalen Wäldern stellte. Die Granit-Findlinge stammen aus dem nahen Steinbruch bei Lalling, die Quarz-Sande aus dem Donau-Tal. Seit der Eröffnung im Mai 2017 wird das Spielgelände von der Marktgemeinde gepflegt, einmal im Jahr findet im Frühjahr eine Erneuerungs-Aktion mit ehrenamtlichen Helfern statt, bei der morsche Holz-Teile ausgetauscht und Wege ausgebessert werden.

Das pädagogische Konzept des Spielgeländes orientiert sich an den Prinzipien der Wald-Pädagogik und der Reggio-Pädagogik — Kinder sollen sich Spielsituationen selbst erschließen, Material aus der Natur als Spielzeug nutzen und durch das Bewegen in unebenem Gelände motorische Grundfähigkeiten entwickeln. Es gibt keine vorgegebenen Spielabläufe, keine bemalten Schilder mit Anleitungen, keine Spielregeln am Eingang. Das Spielgelände versteht sich als offener Raum, in dem Kinder mit Holz, Wasser, Sand und Stein experimentieren können. Eltern werden ermutigt, weniger anzuleiten und mehr zu beobachten, weniger zu warnen und mehr zu vertrauen. Diese Haltung deckt sich mit der allgemeinen Strömung der modernen Spielraum-Pädagogik, die seit einigen Jahren naturnahe und nicht-genormte Spielräume gegenüber den klassischen Plastik-Spielplätzen mit Schaukel, Wippe und Rutsche bevorzugt.

Material und Pflege

Sämtliche Holz-Teile des Spielgeländes sind aus unbehandeltem Lärchen- und Eichen-Holz aus regionaler Forstwirtschaft im Landkreis Regen — Lärche ist von Natur aus witterungsbeständig und benötigt keinen chemischen Holzschutz, Eiche kommt vor allem bei tragenden Teilen wie der Seilbahn-Verankerung und dem Balancier-Parcours zum Einsatz. Die Granit-Findlinge stammen aus dem Bayerwald-Granit-Vorkommen bei Lalling und Hauzenberg und benötigen praktisch keine Pflege, gelegentliches Säubern mit Wasser-Druck reicht. Die Quarz-Sande im Sandkasten und an der Wasserspielanlage werden alle drei Jahre ausgetauscht, der alte Sand wird im Wald-Bereich des Spielgeländes als Unterboden weiterverwendet. Die Hängematten aus Naturfaser werden im Winter abgenommen und in der Marktgemeinde-Verwaltung trocken eingelagert, im Frühjahr werden sie neu gespannt.

Wann ist die beste Besuchszeit?

Die Hauptsaison des Waldspielgeländes reicht von Anfang Mai bis Ende Oktober. Im April öffnet die Wasserspielanlage offiziell, abhängig von den Frühjahrs-Temperaturen kann das auch erst Mitte oder Ende April der Fall sein. Im Mai sind die Temperaturen tagsüber meist warm genug für längere Aufenthalte, die Wasserspielanlage funktioniert, die Bäume tragen frisches Laub. Der Juni gilt als ideale Familien-Zeit, weil die Tage lang sind, die Hitze noch erträglich und die Sommerferien noch nicht begonnen haben. Im Juli und August herrscht Hauptbetrieb, an Wochenenden und in den bayerischen Sommerferien kann es zwischen elf und sechzehn Uhr eng werden — wer früh kommt, gegen neun bis zehn Uhr, hat das Spielgelände meist noch fast für sich allein und kann Doppel-Seilbahn und Granit-Kletter-Hügel ohne Wartezeit nutzen. Der September gilt als heimlicher Geheimtipp mit angenehmen Temperaturen, weniger Andrang und sehr stabilen Wetter-Lagen im Inneren Bayerischen Wald. Im Oktober dominieren die Herbst-Farben des Mischwalds, das Spiel an der Wasserspielanlage wird wegen der kühleren Temperaturen seltener, dafür dominieren Sandkasten und Balancier-Parcours. Im November und Winter ist das Spielgelände formal nicht geschlossen, aber bei Schnee und Eis sind viele Holz-Geräte unbenutzbar oder rutschig, die Wasserspielanlage ist abgestellt und die Wege werden nicht geräumt.

Praktische Tipps für das Waldspielgelände

  • Eintritt komplett frei

    Der Besuch des Waldspielgeländes am Bergwinkl ist ganzjährig kostenfrei, es gibt keine Schranke, keinen Kassen-Häuschen und keine Anmeldung. Das gilt auch für Schul-Klassen und Kindergruppen, eine kurze formlose Mail an die Marktgemeinde Bodenmais reicht aus.

  • Wechselkleidung für die Wasserspielanlage

    An warmen Tagen werden nahezu alle Kinder nass — Wechselhose, trockenes T-Shirt, frische Socken und ein zweites Paar Schuhe oder Badesandalen gehören in jeden Rucksack. Eine alte Decke schützt den Auto-Rücksitz auf der Heimfahrt.

  • + Vesper und Getränke selbst mitbringen

    Direkt am Spielgelände gibt es keinen Kiosk und keinen Imbiss, der überdachte Picknick-Platz mit Holz-Bänken und Tischen lädt jedoch zum längeren Verweilen ein. Brot-Zeit, Obst, Müsli-Riegel und Wasserflaschen reichen für einen halben Tag, im Hochsommer eher mehr Wasser einplanen.

  • i Früh kommen oder spät bleiben

    In den bayerischen Sommerferien und an Wochenenden im Juli und August ist das Spielgelände zwischen elf und sechzehn Uhr stark frequentiert. Wer vor zehn Uhr kommt oder nach sechzehn Uhr bleibt, erlebt das Spielgelände deutlich ruhiger und ohne Wartezeit an Doppel-Seilbahn und Kletter-Hügel.

  • Kombi mit anderen Bodenmais-Highlights

    Ein halbtägiger Besuch am Waldspielgelände lässt sich gut mit einem Besuch im Silberbergwerk Bodenmais am Vormittag oder einer Führung durch eine der Glashütten am Nachmittag kombinieren. Beide Attraktionen liegen im Ortskern und sind fußläufig vom Wanderparkplatz erreichbar.

  • Barrierefreiheit ist eingeschränkt

    Der Wanderweg vom Parkplatz hinauf hat rund vierzig Höhenmeter und ist mit Rollstuhl oder Buggy nur eingeschränkt befahrbar. Innerhalb des Spielgeländes sind Sandkasten, Picknick-Platz und Hängematten-Zone barrierefrei zugänglich, Doppel-Seilbahn und Balancier-Parcours sind dagegen nicht für Rollstuhl-Nutzer geeignet.

  • Sonnenschutz auf der Lichtung

    Die Hauptlichtung mit Doppel-Seilbahn und Sandkasten liegt in der Mittagszeit voll in der Sonne. Sonnencreme, leichte Kopfbedeckung und ein schattenspendender Sonnenhut für Kleinkinder sind im Sommer unverzichtbar. Schatten finden sich am Bach-Lauf und in der Hängematten-Zone unter den Buchen.

  • Bei Regen weiterhin möglich

    Auch bei leichtem Regen funktioniert das Spielgelände, der überdachte Picknick-Platz bietet Schutz für Pausen und zum Vesper-Essen. Bei Dauer-Regen oder Gewitter dagegen sollte der Besuch verschoben werden, die Wege werden rutschig und alle Spielzonen außer Sandkasten und Hängematten verlieren ihren Reiz.

Insider-Tipps

Kombination mit dem Silberbergwerk Bodenmais

Eine besonders lohnende Familien-Kombination ist der Vormittag im Silberbergwerk Bodenmais — die geführten Touren dauern rund neunzig Minuten und führen durch echte historische Stollen — gefolgt von einem Nachmittag am Waldspielgelände. Das Silberbergwerk liegt am Westhang des Silberbergs in Bodenmais, das Waldspielgelände am Bergwinkl am Osthang des Ortes, beide sind mit dem Auto in fünf Minuten voneinander getrennt, zu Fuß ergibt sich ein Rundweg von rund fünf Kilometern durch den Ortskern. Im Silberbergwerk ist es ganzjährig konstant rund acht Grad kalt, eine Jacke ist auch im Hochsommer Pflicht, und der Übergang zum sonnigen Waldspielgelände am Nachmittag wirkt umso angenehmer.

Vesper-Tipps aus der Region

Bodenmais ist nicht nur für Glas-Manufakturen bekannt, sondern auch für regionale Bäckereien und Metzgereien mit Bayerwald-Spezialitäten. Direkt am Marktplatz bieten zwei Traditionsbäckereien frische Brezen, Wald-Bauern-Brot und süße Topfen-Tascherln, eine Metzgerei am Ortsausgang Richtung Arber verkauft regionale Schinken, Wurst-Spezialitäten und Käse aus dem nahen Sankt Englmar. Wer den Vormittag im Ortskern verbringt und für das Waldspielgelände noch Vesper sucht, deckt sich am besten an einer der Bäckereien ein. Die Wartezeiten an Sommer-Wochenenden sind dort allerdings nicht unerheblich, früh kommen lohnt sich.

Umgebung und weitere Ausflugsziele

Das Waldspielgelände am Bergwinkl liegt mitten in einer der attraktivsten Familien-Regionen Deutschlands — der Innere Bayerische Wald rund um Bodenmais, Zwiesel, Frauenau, Bayerisch Eisenstein und den Großen Arber bietet auf engstem Raum eine Fülle an Familien-tauglichen Attraktionen. In zehn Autominuten erreicht man das Silberbergwerk Bodenmais mit historischen Stollen und Schau-Bergwerk, in fünfzehn Minuten den Erlebnis-Berg Pröller bei Sankt Englmar mit Sommerrodelbahn und Hochseilgarten, in zwanzig Minuten die Glasstadt Zwiesel mit mehreren Glashütten und Glas-Manufakturen mit Schauwerkstätten. In dreißig Minuten erreicht man die Mautstraße zum Großen Arber mit Gondel-Auffahrt zum 1.456 Meter hohen Gipfel, in vierzig Minuten den Hans-Eisenmann-Haus-Nationalparkzentrum mit dem berühmten Tier-Freigelände, in fünfzig Minuten das Baumwipfelpfad Bayerischer Wald in Neuschönau. Familien, die mehrere Tage in der Region verbringen, kombinieren das Waldspielgelände gerne mit dem Glasmuseum in Frauenau, der Bayerwald-Tierpark in Lohberg und der Burgruine Weißenstein bei Regen.

Wandern und Spazieren rund um das Spielgelände

Wer das Waldspielgelände als Ausgangspunkt für einen Familien-Wandertag nutzen möchte, findet rund um den Bergwinkl mehrere ausgeschilderte Wege unterschiedlicher Länge. Der Rundweg um den Bergwinkl misst rund vier Kilometer mit etwa hundertfünfzig Höhenmetern und führt durch reinen Bergmischwald mit Aussichts-Bänken an mehreren Stellen, geeignet für Kinder ab sechs Jahren oder mit Kraxe für Kleinkinder. Der längere Aufstieg zum Hochbergkopf-Gipfel auf 1.087 Metern dauert von Bodenmais aus rund zweieinhalb Stunden und ist nur für ausdauernde Kinder ab acht Jahren geeignet. Eine besonders schöne kurze Tour ist der Themenweg Bayerwald-Glasstraße, der vom Wanderparkplatz am Bergwinkl über das Spielgelände hinaus zu einem alten Glasarbeiter-Haus führt und dort eine kleine Open-Air-Ausstellung zur Geschichte der Glasmacherei zeigt — Länge rund zwei Kilometer, Höhenmeter unter fünfzig, gut mit Kindern ab vier Jahren machbar.

Wetter und Klima im Bayerischen Wald

Der Innere Bayerische Wald hat ein deutlich raueres Klima als das Donau-Tal oder das oberbayerische Voralpenland — die Jahres-Mitteltemperatur liegt bei rund sechs Grad, die mittleren Sommer-Temperaturen tagsüber bei zwanzig bis fünfundzwanzig Grad, in einzelnen Hitze-Perioden auch dreißig Grad und mehr. Die Nächte kühlen jedoch auch im Hochsommer auf zehn bis fünfzehn Grad ab, eine Jacke gehört auch im Juli ins Familien-Gepäck. Im Frühling sind Frost-Nächte bis Mitte Mai möglich, das frische Buchen-Laub treibt erst Ende April bis Mitte Mai aus. Der Herbst beginnt früh, schon Mitte September fallen die ersten kühlen Nächte, dafür sind die Tage oft sonnig und stabil. Niederschläge fallen ganzjährig gleichmäßig verteilt, im Sommer dominieren konvektive Gewitter am Nachmittag, im Winter Schneefall mit Schnee-Höhen bis zu einem halben Meter in den Lagen oberhalb von 700 Metern. Das Waldspielgelände am Bergwinkl auf rund 800 Metern Höhe folgt diesem Klima eins zu eins, sodass die effektive Hauptnutzungs-Saison von Mai bis Oktober reicht.

Schlechtwetter-Alternativen und Sicherheit

Bei Dauer-Regen oder Gewitter ist das Waldspielgelände am Bergwinkl keine sinnvolle Option — die Wege werden rutschig, die Wasserspielanlage verliert ihren Reiz, der Balancier-Parcours wird zu gefährlich. Glücklicherweise bietet Bodenmais mehrere wetterunabhängige Alternativen für Familien wie das Silberbergwerk Bodenmais, die Glashütten Joska Bodenmais und Weinfurtner Glasdorf mit Schauwerkstätten und das Bayerwald-Bad Bodenmais mit Rutsche und Kleinkind-Becken. Die Aufsichtspflicht am Spielgelände selbst liegt bei den Eltern, ein einfaches Familien-Set mit Pflaster und Desinfektion deckt die häufigsten Fälle ab, im Notfall ist der Hausarzt im Bodenmaiser Ortskern oder das Krankenhaus Zwiesel in fünfzehn Autominuten Entfernung erreichbar. Der Notruf 112 funktioniert auch in der Hanglage am Bergwinkl zuverlässig.

HÄUFIGE FRAGEN

Wie viel kostet der Eintritt am Waldspielgelände am Bergwinkl?

Der Eintritt ist ganzjährig komplett frei, es gibt keine Schranke, keine Kasse und keine Anmeldung. Das gilt für Einzelbesucher, Familien, Schul-Klassen und Kindergruppen gleichermaßen. Kostenfrei ist auch der Wanderparkplatz am Stadtrand Richtung Bergwinkl mit rund vierzig Stellplätzen.

Wie lange dauert der Fußweg vom Parkplatz zum Spielgelände?

Vom Wanderparkplatz am Stadtrand Richtung Bergwinkl bis zum Spielgelände sind es rund fünf bis sieben Minuten Fußweg durch den Mischwald über einen ausgeschilderten Pfad. Der Weg steigt mit rund vierzig Höhenmetern an und ist an Regentagen rutschig. Kinderwagen mit Luftbereifung sind möglich, einfache Buggys stoßen schnell an Grenzen.

Ab welchem Alter eignet sich das Waldspielgelände für Kinder?

Das Spielgelände eignet sich für Kinder ab etwa eineinhalb Jahren, ab dann können Sandkasten und Hängematten-Zone genutzt werden. Wasserspielanlage und Granit-Kletter-Hügel funktionieren ab zwei bis vier Jahren, Doppel-Seilbahn und Balancier-Parcours ab vier bis fünf Jahren. Die obere Alters-Grenze liegt bei rund zwölf Jahren, ältere Kinder verlieren oft das Interesse.

Gibt es Toiletten und Wickelmöglichkeiten am Spielgelände?

Am Spielgelände selbst gibt es keine öffentliche Toilette und keine Wickelmöglichkeit, lediglich einen einfachen Trinkbrunnen am Eingang. Die nächsten Sanitäranlagen mit Wickelmöglichkeit befinden sich am Wanderparkplatz am Stadtrand unten oder in der Bodenmaiser Innenstadt rund zwanzig Fußminuten entfernt.

Wann ist die beste Besuchszeit für das Waldspielgelände?

Die Hauptnutzungssaison reicht von Anfang Mai bis Ende Oktober. Im Mai und Juni sind die Temperaturen angenehm und die Wasserspielanlage funktioniert, im Juli und August herrscht Hauptbetrieb mit hoher Frequenz, der September gilt als heimlicher Geheimtipp mit ruhigeren Verhältnissen. Tageszeitlich empfiehlt sich Ankunft vor zehn Uhr oder nach sechzehn Uhr für entspanntes Spielen.

Was sollte ich für den Besuch unbedingt mitbringen?

Wechselkleidung für die Wasserspielanlage ist essenziell — Wechselhose, trockenes Shirt, frische Socken und Badesandalen. Außerdem Vesper und Getränke für mindestens einen halben Tag, weil es keinen Kiosk gibt, Sonnencreme und Kopfbedeckung im Sommer, eine Decke für die Hängematten-Zone und einfache Erste-Hilfe-Materialien wie Pflaster und Desinfektion.

Ist das Spielgelände barrierefrei zugänglich?

Das Spielgelände ist nur eingeschränkt barrierefrei. Der Zuweg vom Parkplatz mit rund vierzig Höhenmetern ist mit Rollstuhl oder Standard-Buggy kaum befahrbar, geländegängige Buggys mit Luftbereifung schaffen den Weg. Innerhalb des Spielgeländes sind Sandkasten, Picknick-Platz und Hängematten-Zone barrierefrei, Doppel-Seilbahn und Balancier-Parcours sind nicht rollstuhlgerecht.

Sind Hunde am Waldspielgelände erlaubt?

Hunde sind grundsätzlich erlaubt, müssen jedoch ganzjährig an der Leine geführt werden, insbesondere in der Brutzeit der Wasseramsel von April bis Juni am Bergwinkl-Bach. An der Wasserspielanlage sollten Hunde nicht ins Wasser gelassen werden, weil hier Kleinkinder spielen. Kot-Beutel sind selbst mitzubringen, es gibt am Spielgelände keine Hunde-Beutel-Spender.

Welche Spielzonen gibt es konkret am Waldspielgelände?

Es gibt sechs Hauptspielzonen: eine sechzig Meter lange Doppel-Seilbahn, einen vier Meter hohen Granit-Kletter-Hügel mit Lärchen-Holz-Rutsche, eine Wasserspielanlage am Bergwinkl-Bach mit Holz-Schleusen und Stau-Becken, einen dreißig Meter langen Balancier-Parcours aus Baumstämmen, einen großen Granit-Sandkasten mit acht mal sechs Metern und eine Hängematten-Zone mit fünf Naturfaser-Hängematten unter alten Buchen.

Wie ist das Spielgelände im Winter nutzbar?

Das Spielgelände ist formal ganzjährig zugänglich, jedoch nicht winterfest gepflegt. Bei Schnee und Eis sind die Holz-Geräte rutschig und teilweise unbenutzbar, die Wasserspielanlage ist abgestellt und die Wege werden nicht geräumt. Sandkasten und Hängematten-Zone sind im Winter abgebaut. Wer im Winter Spielmöglichkeiten sucht, weicht besser auf das Bayerwald-Bad Bodenmais oder den Churpfalzpark in dreißig Autominuten aus.

Kann ich das Waldspielgelände mit anderen Bodenmais-Attraktionen kombinieren?

Ja, sehr gut sogar. Ideale Kombinationen sind ein Vormittag im Silberbergwerk Bodenmais mit Stollen-Führung gefolgt vom Nachmittag am Spielgelände oder eine Glashütten-Schauwerkstatt in einer der Bodenmaiser Manufakturen mit anschließendem Familien-Vesper am Spielgelände. Auch der Erlebnis-Berg Pröller bei Sankt Englmar oder das Bayerwald-Tierpark Lohberg lassen sich gut in einen Mehrtages-Aufenthalt einbauen.

Wie sicher ist die Doppel-Seilbahn für jüngere Kinder?

Die Doppel-Seilbahn funktioniert ausschließlich durch Schwerkraft, am Ende dämpft eine Gummi-Pufferung das Anschlagen und eine Sand-Aufschüttung dient als Auslaufzone. Für Kinder ab fünf Jahren ist die Seilbahn ohne Begleitung sicher nutzbar, jüngere Kinder sollten an der Hand eines Erwachsenen ein- und aussteigen. Maximale Belastung pro Seil sind rund achtzig Kilogramm, zwei Erwachsene gleichzeitig sind nicht zulässig.
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