Der Baumwipfelpfad in Neuschönau ist mit 1.300 Metern Länge der längste Baumwipfelpfad der Welt und liegt mitten im Nationalpark Bayerischer Wald, in acht bis 25 Metern Höhe zwischen den Kronen alter Buchen, Fichten und Tannen. Eröffnet wurde der Pfad im Herbst 2009 als erstes Projekt der Erlebnis Akademie AG, die das Konzept inzwischen an mehreren Standorten in Deutschland, Tschechien, Slowenien und Bayern wiederholt hat. Hauptattraktion ist das Baumei, ein 44 Meter hoher hölzerner Aussichtsturm in eiförmiger Architektur aus Lärchen- und Douglasienlamellen, der drei lebende Bäume umschließt und ohne Stufen über eine sanft ansteigende Rampe begangen wird. Rund 600.000 Gäste besuchen den Pfad jährlich, der Eintritt liegt bei rund 13 Euro für Erwachsene, der gesamte Weg ist barrierefrei mit Rollstuhl, Rollator oder Kinderwagen befahrbar. Wer von oben Glück mit dem Wetter hat, blickt über den Lusen, den Großen Rachel und bei klarer Sicht bis in den Böhmerwald nach Tschechien.

Anreise und Erreichbarkeit

Neuschönau liegt im Inneren Bayerischen Wald, im südöstlichen Teil des Nationalparks zwischen Grafenau und Spiegelau, rund 20 Kilometer nordöstlich der Dreiflüssestadt Passau. Die Gemeinde ist klein, der Baumwipfelpfad mit Parkplatz, Hans-Eisenmann-Haus und Tier-Freigelände gehört zu den größten touristischen Magneten der Region. Wer hierher kommt, kombiniert den Pfad fast immer mit dem benachbarten Nationalpark-Besucherzentrum und dem Tier-Freigelände, in dem Luchs, Wolf, Bär und Wisent in großen Gehegen leben.

Mit dem Auto

Aus Norden und aus dem Ruhrgebiet fährt man über die A3 bis zur Ausfahrt Hengersberg und folgt von dort der B85 in Richtung Regen und Cham bis zur Abzweigung Schönberg, weiter über die Staatsstraße nach Neuschönau. Aus München kommt man über die A92 bis Deggendorf, dann auf die A3 in Richtung Passau und an der Ausfahrt Hengersberg ebenfalls auf die B85. Der Parkplatz Lusen am Nationalpark-Eingang fasst rund 700 Pkw und 30 Busse und liegt rund 700 Meter vom Eingang des Baumwipfelpfads entfernt, kostenpflichtig zu rund vier Euro pro Tag.

Mit der Bahn und dem ÖPNV

Der nächstgelegene Bahnhof ist Grafenau an der Waldbahn aus Passau und Zwiesel, der Pfad ist von dort mit der Igelbus-Linie des Nationalparks erreichbar, im Sommer im 30-Minuten-Takt. Aus Zwiesel und dem nördlichen Bayerischen Wald fährt der Igelbus direkt zur Haltestelle Lusen-Parkplatz, im Winter ist die Taktung dünner. Mit Bayernticket oder GUTi, der Gästekarte des Bayerischen Walds, ist die Busnutzung für viele Gäste kostenlos.

Mit dem Flugzeug

Der nächstgelegene internationale Flughafen ist München-Erding, von dort sind es über die A92 und A3 rund 200 Kilometer und zwei bis zweieinhalb Stunden Fahrt. Linz Hörsching in Oberösterreich liegt rund 120 Kilometer entfernt und ist eine Alternative für Anreisen aus Wien und Südosteuropa. Mietwagen bekommt man an beiden Flughäfen ohne Wartezeit.

Vor Ort bewegen und Parken

Der Pfad selbst ist eine einzige, in sich geschlossene Anlage mit definiertem Eingang am Hans-Eisenmann-Haus. Vom Parkplatz Lusen führt ein barrierefreier Schotterweg zum Eingang, Rollstühle und Kinderwagen rollen problemlos. Behindertenparkplätze gibt es direkt am Eingang, der Igelbus hält 50 Meter davor. Wer mehr Zeit mitbringt, kombiniert mit dem direkt anschließenden Tier-Freigelände und dem Hans-Eisenmann-Haus zu einem ganzen Tag im Nationalpark, dafür reicht eine Eintrittskarte für Pfad und Turm, das Tier-Freigelände ist kostenlos.

Passau 45 km ~0:55 h via B85
Regensburg 120 km ~1:40 h via A3/B85
München 210 km ~2:30 h via A92/A3
Nürnberg 240 km ~2:45 h via A3
Linz 120 km ~1:45 h via Schärding

Hauptattraktion Baumei — das hölzerne Ei in 44 Metern Höhe

Das Baumei ist das Wahrzeichen des Baumwipfelpfads und steht am Ende des 1.300 Meter langen Stegs als bauliche und dramaturgische Krönung des Rundgangs. Die eiförmige Konstruktion misst 44 Meter in der Höhe und 64 Meter im Umfang, gebaut wurde sie aus geschwungenen Lärchen- und Douglasienlamellen, die wie ein hölzernes Korbgeflecht ineinandergreifen. Im Inneren des Eis stehen drei lebende Fichten, die durch das offene Holzgerüst hindurchwachsen, ein Bild, das viele Besucher als das eigentliche Highlight des Ausflugs beschreiben.

Aufstieg per Rampe, kein einziger Stufenschritt

Im Gegensatz zu klassischen Aussichtstürmen führt der Aufstieg im Baumei nicht über Treppen, sondern über eine sanft ansteigende, spiralförmige Rampe entlang der inneren Holzwand. Das macht den Turm einzigartig barrierefrei, Rollstuhlfahrer, Eltern mit Kinderwagen und gehbehinderte Gäste kommen ohne Hilfe bis ganz nach oben. Die Steigung liegt unter sechs Prozent, der gesamte Aufstieg dauert je nach Tempo zehn bis 20 Minuten und ist Teil des Erlebnisses, nicht eine Hürde davor.

Aussicht vom Top-Deck

Oben angekommen, blickt man auf 44 Meter Höhe über die Baumkronen des Nationalparks. Direkt im Osten erhebt sich der 1.373 Meter hohe Lusen mit seinem charakteristischen Blockmeer aus Granitfelsen, im Norden der 1.453 Meter hohe Große Rachel, der höchste Berg des Bayerischen Walds. Bei klarem Wetter und Föhnlage reicht der Blick bis zum Böhmerwald in Tschechien und bei besonders günstigen Bedingungen sogar bis zu den Alpen am südlichen Horizont.

Architektur und Konstruktion

Das Baumei wurde vom Stuttgarter Architekturbüro Schaller entworfen und 2009 fertiggestellt, parallel zum Pfad selbst. Die geschwungenen Lamellen bestehen aus Brettschichtholz und sind so verbunden, dass der Turm sich bei Wind leicht bewegen kann, das Gebäude ist also bewusst nicht starr. Die Form erinnert an einen überdimensionalen Holzkorb oder ein offenes Ei, ist aber so funktional gebaut, dass selbst bei Starkregen das Innere des Turms weitgehend trocken bleibt.

Der Pfad — 1.300 Meter durch die Baumkronen

Der eigentliche Baumwipfelpfad führt in 1.300 Metern Länge durch den Nationalparkwald, in einer mittleren Höhe von acht bis 25 Metern über dem Boden. Die Streckenführung ist als Rundweg konzipiert, am Anfang sanft ansteigend, dann auf konstanter Höhe entlang der Baumkronen, am Ende über das Baumei wieder zurück zum Eingang. Insgesamt sollte man eine bis zwei Stunden Zeit einplanen, mit Pausen, Erklärtafeln und Mitmach-Stationen ergibt sich daraus ein gemütlicher Halbtag.

Mitmach-Stationen am Pfad

Über die Länge verteilt liegen mehrere kleine Erlebnis-Stationen, die ohne Erklärung selbsterklärend sind. Dazu zählen ein wackelnder Holzsteg, ein Balancier-Element für Kinder, eine Hängebrücke, eine schräg geneigte Plattform mit Blickachse auf den Lusen sowie mehrere Informationstafeln zu Borkenkäfer, Totholz, Spechten und der natürlichen Verjüngung des Bergmischwalds.

Borkenkäfer und Naturwald

Der Pfad führt teils direkt durch jene Bereiche, in denen der Borkenkäfer in den 1990er Jahren weite Flächen Fichtenwald hat absterben lassen, ein im Nationalpark bewusst zugelassener Prozess. Was von oben grau und tot wirkt, ist tatsächlich ein dynamisches Ökosystem mit jungen Tannen, Buchen, Vogelbeeren und einer ungewöhnlich vielfältigen Käfer- und Spechtfauna. Die Erklärtafeln entlang des Pfads machen das Konzept der wilden Wildnis greifbarer als jede Broschüre im Tal.

Die sechs Stationen am Baumwipfelpfad im Überblick

Eingang und Welcome-Plattform

Holzkonstruktion mit Übersichtskarte, ersten Erklärtafeln und einem sanft ansteigenden Auftakt-Steg. Hier startet der eigentliche Pfad in rund acht Metern Höhe.

Wackelsteg und Hängebrücke

Zwei bewegliche Stege bringen Schwung in die Stille der Baumkronen. Kinder lieben das Wackeln, die Konstruktion ist sicher und kindgerecht gesichert.

Lusen-Aussichtsplattform

Eine schräg geneigte Holzplattform öffnet den Blick nach Osten auf das Blockmeer des 1.373 Meter hohen Lusen. Bänke, Lupen und Erklärtafeln zur Geologie laden zum Verweilen ein.

Borkenkäfer-Station

Mitten im aufgelichteten Fichtenwald erklärt eine Mitmach-Station die Rolle des Borkenkäfers im Bergmischwald. Ein Holzmodell zeigt die Frassgänge unter der Rinde im Detail.

Spechtstation und Lauschpunkt

Hörstation mit den Rufen der vier im Bayerischen Wald heimischen Spechtarten. Schwarz-, Bunt-, Grau- und Dreizehenspecht im direkten akustischen Vergleich.

Baumei mit Aussichtsturm

44 Meter hohes hölzernes Ei mit Rampe nach oben, drei eingeschlossenen Fichten und 360-Grad-Panorama. Krönung des Rundwegs, oft 15 bis 30 Minuten Aufenthalt.

Baumwipfelpfad Neuschönau im Vergleich mit anderen Pfaden

Kriterium
Neuschönau
Bad Wildbad
Saarschleife
Heide-Himmel
Lipno (CZ)
Pfadlänge
1.300 m
1.250 m
1.250 m
700 m
675 m
Turm-Höhe
44 m Baumei
40 m
42 m
30 m
40 m
Eröffnung
2009
2014
2016
2021
2012
Eintritt
ca. 13 Euro
ca. 12 Euro
ca. 11 Euro
ca. 11 Euro
ca. 11 Euro
Barrierefrei
vollständig
vollständig
vollständig
teilweise
teilweise
Besucher pro Jahr
ca. 600.000
ca. 350.000
ca. 300.000
ca. 150.000
ca. 250.000
Besonderheit
längster weltweit
Rutsche
über Flusstal
Heidelandschaft
Rutsche im Turm

Neuschönau ist der älteste und längste Baumwipfelpfad im Verbund der Erlebnis Akademie AG und hat als einziger Standort das ikonische Baumei. Andere Pfade ergänzen das Konzept mit Riesenrutschen oder spektakulärer Lage über einem Flusstal.

Geschichte und Träger

Eröffnet wurde der Baumwipfelpfad im Herbst 2009 als Pionier-Projekt der Erlebnis Akademie AG mit Sitz in Bad Kötzting. Die Idee, einen begehbaren Pfad in den Kronen alter Wälder zu führen, kam ursprünglich aus Kanada und Costa Rica und wurde in Europa erstmals in Form fester, barrierefreier Stege umgesetzt. Neuschönau war von Beginn an mehr als nur eine Aussichtsplattform, der Pfad ist Teil eines Bildungskonzepts gemeinsam mit dem Nationalpark Bayerischer Wald, der direkt nebenan das Hans-Eisenmann-Haus und das Tier-Freigelände betreibt.

Nationalpark Bayerischer Wald als Nachbar

Direkt an den Pfad grenzt das große Tier-Freigelände des Nationalparks mit Luchs, Wolf, Bär, Wisent, Auerhuhn und vielen weiteren heimischen Arten. Der Eintritt zum Tier-Freigelände ist frei, in Kombination mit dem Pfad ergibt sich daraus ein Programm für einen ganzen Tag. Das Hans-Eisenmann-Haus als Besucherzentrum bietet Ausstellungen, Filme und Vorträge zu Wildnis, Borkenkäfer und Bergmischwald.

Erlebnis Akademie AG

Die Erlebnis Akademie AG ist ein börsennotiertes Unternehmen aus Bad Kötzting und betreibt nach Neuschönau inzwischen Baumwipfelpfade in Bad Wildbad im Schwarzwald, am Edersee, am Rugard auf Rügen, an der Saarschleife sowie in Tschechien, Slowenien und der Schweiz. Neuschönau bleibt aber der Stammsitz und gilt als der längste Pfad im Portfolio.

Praktische Tipps für den Besuch

  • Eintritt online buchen

    Tickets gibt es auch an der Kasse, an Wochenenden im Sommer und in den bayerischen Sommerferien bilden sich aber Schlangen. Online-Tickets sind zeitgebunden, das spart in der Hochsaison oft 20 bis 30 Minuten Wartezeit am Eingang.

  • Beste Uhrzeit für den Besuch

    Früh am Morgen direkt nach der Öffnung um neun Uhr ist es am ruhigsten, das Licht im Wald ist weich und auf dem Baumei hat man oft die Plattform fast für sich. Zwischen elf und 14 Uhr ist Hauptbetrieb, ab 15 Uhr leeren sich die Stege wieder spürbar.

  • Barrierefreiheit ohne Einschränkung

    Pfad, Stationen und Baumei sind komplett rollstuhl- und rollatortauglich, der gesamte Aufstieg im Turm erfolgt über eine Rampe ohne eine einzige Stufe. Behindertenparkplätze liegen direkt am Eingang, ein barrierefreies WC ist im Hans-Eisenmann-Haus nebenan.

  • Schlechtwetter ist kein Hindernis

    Bei Regen ist der Pfad weiterhin geöffnet, lediglich bei Sturm und Gewitter wird er kurzfristig gesperrt. Festes Schuhwerk und eine Regenjacke reichen, im Baumei selbst ist es auch bei Schauern weitgehend trocken.

  • Kombi-Ticket nutzen

    Mit der Eintrittskarte für den Pfad sind das Tier-Freigelände und das Hans-Eisenmann-Haus nebenan ohne Aufpreis nutzbar. Wer einen ganzen Tag plant, beginnt früh am Pfad, isst mittags in der Wirtschaft am Lusen-Parkplatz und nutzt den Nachmittag für Luchs, Wolf und Wisent im Gehege.

  • + Hunde sind erlaubt

    Hunde dürfen an der Leine mit auf den Pfad und in das Baumei, ein eigenes Ticket für den Vierbeiner braucht es nicht. Wassernäpfe stehen am Eingang, große Hunde sollten auf dem Wackelsteg gesichert werden.

  • i Öffnungszeiten beachten

    Geöffnet ist der Pfad ganzjährig, im Sommer von neun bis 19 Uhr, im Winter von zehn bis 16 Uhr mit letztem Einlass jeweils eine Stunde vor Schluss. Im November gibt es eine kurze Wartungspause von zwei bis drei Wochen, in der der Pfad komplett geschlossen ist.

  • Gastronomie vor Ort

    Am Eingang gibt es einen kleinen Kiosk mit Kaffee, Brezen und einfachen Snacks. Wer warm essen möchte, kehrt in der nahen Lusen-Schutzhaus-Wirtschaft am Parkplatz oder im benachbarten Hans-Eisenmann-Haus ein. In Neuschönau selbst gibt es einige Gasthöfe mit bayerischer Küche.

Insider-Tipps

Für Familien mit kleinen Kindern

Kinder ab vier Jahren laufen den Pfad meist selbstständig durch, kleinere Geschwister passen problemlos in einen Kinderwagen. Plant für die Tour mit Kindern eher zwei als eine Stunde ein, vor allem die Wackelstege und der Aufstieg im Baumei brauchen Zeit. Eine Brotzeit im Rucksack hilft, an einer der zahlreichen Bänke entlang der Rampe lässt sich gut pausieren.

Für Fotografen

Die spannendsten Motive sind nicht die Weitwinkel vom Baumei-Top, sondern die Detailaufnahmen der Holzlamellen von innen mit den durchwachsenden Fichten als Lichtkontrast. Auch der Pfad selbst bietet bei tiefstehender Sonne im Herbst beeindruckende Linien durch den Wald, eine Stunde vor Sonnenuntergang ist Goldene Stunde am Baumei.

Für Naturinteressierte

Der Nationalpark bietet kostenlose Führungen am Pfad, jeweils sonntags um elf Uhr und mittwochs um 14 Uhr. Ein Ranger erklärt Borkenkäfer, Naturwald-Dynamik und Tierwelt, die Teilnahme ist im Eintritt enthalten und braucht keine Voranmeldung.

HÄUFIGE FRAGEN

Wie lang ist der Baumwipfelpfad in Neuschönau genau?

Der Pfad ist 1.300 Meter lang und damit der längste Baumwipfelpfad der Welt. Die Stege führen in einer Höhe von acht bis 25 Metern durch die Kronen des Nationalparkwalds und enden im 44 Meter hohen Baumei-Aussichtsturm.

Wie hoch ist der Baumei-Turm und wie kommt man hinauf?

Das Baumei ist 44 Meter hoch und wird über eine spiralförmige Holzrampe begangen. Es gibt keine einzige Stufe, der Aufstieg ist vollständig barrierefrei und dauert je nach Tempo zehn bis 20 Minuten.

Was kostet der Eintritt zum Baumwipfelpfad Neuschönau?

Erwachsene zahlen rund 13 Euro pro Person, Kinder zwischen sieben und 14 Jahren etwa elf Euro, Familien bekommen ein vergünstigtes Familienticket. Online vorgebuchte Tickets sind zeitgebunden und sparen in der Hochsaison Wartezeit am Eingang.

Ist der Pfad mit Rollstuhl oder Kinderwagen befahrbar?

Ja, der gesamte Pfad und das Baumei sind vollständig barrierefrei. Die Steigung im Turm liegt unter sechs Prozent, Behindertenparkplätze gibt es direkt am Eingang und ein barrierefreies WC im Hans-Eisenmann-Haus nebenan.

Wann ist der Baumwipfelpfad geöffnet?

Der Pfad ist ganzjährig geöffnet, im Sommer täglich von neun bis 19 Uhr, im Winter von zehn bis 16 Uhr. Der letzte Einlass ist jeweils eine Stunde vor Schluss, im November gibt es eine zwei- bis dreiwöchige Wartungspause.

Wie viele Besucher kommen pro Jahr zum Baumwipfelpfad?

Rund 600.000 Gäste besuchen den Pfad jährlich, damit gehört er zu den meistbesuchten Sehenswürdigkeiten in Niederbayern. Im Sommer an Wochenenden bilden sich an der Kasse Schlangen, online vorgebuchte Tickets sparen Wartezeit.

Welche Berge sieht man vom Baumei aus?

Direkt im Osten den 1.373 Meter hohen Lusen mit seinem Blockmeer aus Granitfelsen, im Norden den 1.453 Meter hohen Großen Rachel. Bei klarer Sicht reicht der Blick bis zum Böhmerwald in Tschechien, bei besonders günstigen Bedingungen sogar bis zu den Alpen.

Sind Hunde auf dem Baumwipfelpfad erlaubt?

Ja, Hunde dürfen an der Leine mit auf den Pfad und in das Baumei. Ein eigenes Ticket für den Hund ist nicht nötig, Wassernäpfe stehen am Eingang bereit.

Wie komme ich ohne Auto zum Baumwipfelpfad?

Mit der Waldbahn nach Grafenau oder Spiegelau und von dort mit dem Igelbus des Nationalparks direkt zum Lusen-Parkplatz, im Sommer im 30-Minuten-Takt. Mit Bayernticket oder der Gästekarte GUTi ist die Busfahrt für viele Gäste kostenlos.

Wer betreibt den Baumwipfelpfad?

Der Pfad wird von der Erlebnis Akademie AG mit Sitz in Bad Kötzting betrieben, einem börsennotierten Unternehmen, das inzwischen mehrere Baumwipfelpfade in Deutschland, Tschechien, Slowenien und der Schweiz unterhält. Neuschönau war 2009 das erste Projekt und gilt als der Stammsitz.

Was kann man neben dem Pfad noch besuchen?

Direkt nebenan liegt das große Tier-Freigelände des Nationalparks mit Luchs, Wolf, Bär, Wisent und Auerhuhn, der Eintritt dort ist frei. Auch das Hans-Eisenmann-Haus als Besucherzentrum mit Ausstellungen und Filmen zur Nationalpark-Idee ist ohne Aufpreis zugänglich.

Kann man bei Regen oder Schnee auf den Pfad?

Ja, bei Regen und leichtem Schneefall ist der Pfad geöffnet, lediglich bei Sturm und Gewitter wird er kurzfristig gesperrt. Festes Schuhwerk und eine Regenjacke reichen, im Baumei selbst bleibt es auch bei Schauern weitgehend trocken.
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