Der Schwarzwald ist mit rund 11.100 Quadratkilometern das größte zusammenhängende Mittelgebirge Deutschlands und reicht vom Rhein bei Karlsruhe bis zum Hochrhein bei Waldshut. Auf dieser Fläche liegen die spektakulärsten Sehenswürdigkeiten Süddeutschlands — vom höchsten Wasserfall Deutschlands in Triberg mit 163 Metern Fallhöhe über den sagenumwobenen Mummelsee an der Schwarzwaldhochstraße bis zum 1.493 Meter hohen Feldberg-Gipfel mit Panorama-Aussichtsturm. Dazu kommen Kurstädte wie Baden-Baden mit Casino und Friedrichsbad, die 60 Kilometer lange Schwarzwaldhochstraße als eine der schönsten Panoramastraßen Deutschlands, das Freilichtmuseum Vogtsbauernhof in Gutach als UNESCO-Anwärter mit originalen Schwarzwaldhäusern und das größte Uhrenmuseum Deutschlands in Furtwangen. Der folgende Überblick stellt die 15 wichtigsten Sehenswürdigkeiten vor — mit Höhe, Eintritt, bester Reisezeit, Anfahrt und realistischen Hinweisen für Familien, Wanderer und Kulturreisende.
Anreise und Erreichbarkeit
Der Schwarzwald ist über mehrere Autobahnen und ein dichtes Bahnnetz gut erschlossen. Für klassische Sehenswürdigkeiten-Touren eignet sich die Bahn besonders gut, weil Triberg, Titisee, Hinterzarten, Furtwangen und Baden-Baden direkt am Schienennetz liegen und die Konus-Gästekarte bei Übernachtungen den ÖPNV im gesamten Schwarzwald kostenfrei macht. Wer mehrere Höhen-Sehenswürdigkeiten kombinieren möchte, ist mit dem Auto flexibler — die Schwarzwaldhochstraße als Panoramastraße ist nur per Pkw oder Motorrad sinnvoll zu erleben, ebenso die Strecke zum Belchen-Seilbahn-Parkplatz.
Mit dem Auto
Die A5 erschließt den Schwarzwald von Norden nach Süden mit Ausfahrten bei Baden-Baden, Offenburg, Freiburg und Müllheim. Aus dem Osten führen die A8 nach Karlsruhe und die A81 nach Singen am Bodensee, ideal für Anreisen aus München, Stuttgart und Nürnberg. Die Schwarzwaldhochstraße (B500) verbindet Baden-Baden auf rund 60 Kilometern mit Freudenstadt und passiert Mummelsee, Hornisgrinde und mehrere Aussichtspunkte mit Blick in die Rheinebene und auf die Vogesen. Wer ins Höllental will, nimmt die B31 ab Freiburg Richtung Titisee. Im Winter sind Schneeketten zwischen Dezember und März auf Höhen ab 800 Metern häufig nötig.
Mit der Bahn / dem ÖPNV
Freiburg, Offenburg, Baden-Baden, Karlsruhe und Konstanz sind ICE-Halte mit direkter Anbindung an Hamburg, Berlin, München und Frankfurt. Die Höllentalbahn fährt ab Freiburg über Hinterzarten nach Titisee und ist eine der spektakulärsten Bahn-Strecken Deutschlands mit Steigungen bis 5,5 Prozent und der berühmten Ravenna-Brücke. Die Schwarzwaldbahn führt von Offenburg über Triberg, Villingen und Donaueschingen nach Konstanz und passiert die Triberger Wasserfälle. Bus-Anbindungen erschließen auch abgelegene Höhen wie Feldberg, Belchen und Schauinsland inklusive Anschluss an die Seilbahnen.
Mit dem Flugzeug
Nächste Großflughäfen sind Stuttgart STR (rund 100 Kilometer im Osten), Basel-Mulhouse EAP (rund 60 Kilometer im Süden) und Frankfurt FRA (rund 200 Kilometer im Norden). Karlsruhe-Baden-Baden FKB bedient Kurztrips aus dem süd- und osteuropäischen Raum, ist aber nur klein. Bahnverbindungen ab allen Flughäfen sind gut — Basel-Mulhouse hat einen Bus-Shuttle zum Bahnhof Basel SBB mit ICE-Anschluss nach Freiburg in 45 Minuten, ab Stuttgart und Frankfurt fahren ICE direkt nach Baden-Baden, Offenburg und Freiburg.
Vor Ort bewegen / Konus-Gästekarte
Übernachtungsgäste erhalten in vielen Schwarzwald-Orten die Konus-Gästekarte vom Vermieter — sie gilt für den gesamten ÖPNV im Schwarzwald inklusive Bus, Bahn und mehrere Schwebebahnen. Das Sparpotenzial liegt bei rund 10 bis 25 Euro pro Tag und Person und macht gerade die Anfahrt zu Feldberg, Belchen, Schauinsland und Mummelsee deutlich günstiger. Wer ohne Konus reist, nutzt Baden-Württemberg-Tickets für gemeinsame Tagesfahrten ab rund 27 Euro für eine Person plus 7 Euro je Mitfahrer. Behindertenparkplätze gibt es an den meisten großen Sehenswürdigkeiten — bei Wutachschlucht und Belchen-Aufstieg bleibt das Terrain aber anspruchsvoll.
Triberger Wasserfälle — höchster Wasserfall Deutschlands
Die Triberger Wasserfälle stürzen über sieben Stufen 163 Meter in die Tiefe und gelten damit als höchste Wasserfälle Deutschlands. Der dichte Schwarzwald ist hier besonders dunkel und feucht, alte Moos-Bäume rahmen die Stufen ein und Holz-Treppen führen am Rand entlang nach oben. Schon Kaiser Wilhelm I., Zar Nikolaus I. und Ernest Hemingway zählten zu den prominenten Besuchern.
Eintritt und Öffnungszeiten
Erwachsene zahlen rund 8 Euro, Kinder bis 16 Jahre rund 7,50 Euro, Familien-Tickets gibt es ab rund 19 Euro. Der Park ist täglich von 9 bis 18 Uhr geöffnet, im Sommer mit verlängerten Abend-Öffnungen bis 22 Uhr inklusive Beleuchtung. Bei winterlichen Temperaturen sind manche Treppen-Abschnitte wegen Eisbildung gesperrt, im Frühjahr nach Schneeschmelze fällt das Wasser am eindrucksvollsten.
Lage und Anfahrt
Lage mitten in Triberg auf 700 bis 860 Metern Höhe. Aufstieg von der unteren Kasse bis zur höchsten Plattform rund 30 bis 45 Minuten, mittlere Schwierigkeit mit vielen Stufen — barrierearm nur die unteren beiden Stufen. Anfahrt mit Bahn direkt zum Bahnhof Triberg mit Schwarzwaldbahn ab Offenburg in rund 45 Minuten, von dort wenige Gehminuten zur Kasse. Parken am Marktplatz oder am oberen Eingang für rund 4 Euro Tagesticket. Beste Reisezeit Mai bis Oktober — November bis April auf eigene Gefahr.
Mummelsee — sagenumwobener Bergsee an der Schwarzwaldhochstraße
Der Mummelsee liegt auf 1.030 Metern am Fuß der Hornisgrinde und ist mit rund 17.000 Quadratmetern der größte der sieben Karseen des Nordschwarzwaldes. Die Sage spricht von Wassergeistern, den Mummeln, die nachts an Land kommen — Eduard Mörikes Ballade „Die Geister am Mummelsee“ hat ihn in der deutschen Literatur verewigt.
Eintritt und Aktivitäten
Eintritt frei. Tretboot-Verleih am Seeufer für rund 8 Euro pro halbe Stunde, Souvenir-Shop und Berghotel mit Restaurant direkt am Wasser. Ein 800-Meter-Rundweg führt um den See, barrierearm und auch mit Kinderwagen gut möglich. Vom Mummelsee führt der Weg in 30 Minuten Aufstieg zur Hornisgrinde mit 1.164 Metern — dem höchsten Punkt des Nordschwarzwalds mit Aussichtsturm.
Lage und Anfahrt
Direkt an der Schwarzwaldhochstraße B500 zwischen Baden-Baden und Freudenstadt gelegen, kostenpflichtige Parkplätze rund 3 Euro für 2 Stunden. Beste Reisezeit Mai bis Oktober, im Winter Schneeschuh-Wanderungen und Skipisten am Mehliskopf nebenan. Im Hochsommer kann es eng werden — Frühstart vor 10 Uhr empfohlen. ÖPNV-Anbindung mit dem Schwarzwaldhochstraßen-Bus ab Achern oder Baden-Baden.
Titisee — Schwarzwald-Klassiker mit Promenade
Der Titisee ist mit rund 1,3 Quadratkilometern Fläche und 40 Metern Tiefe einer der schönsten Bergseen Deutschlands. Auf 845 Metern Höhe liegt er eingebettet zwischen tiefen Tannen-Wäldern, die Promenade in Titisee-Neustadt zieht sich knapp einen Kilometer am Ufer entlang und ist eine der meistbesuchten Flaniermeilen im südlichen Schwarzwald.
Aktivitäten und Eintritt
Eintritt frei für See und Promenade. Bootsverleih für Tret- und Ruderboote rund 12 Euro pro Stunde, Rundfahrten mit dem Solar-Schiff Hochfirst ab rund 9 Euro je Erwachsenem. Die Promenade hat zahlreiche Cafés mit Schwarzwälder Kirschtorte, Souvenir-Läden mit Schwarzwaldhaus-Modellen, Kuckucksuhren und Bollenhüten. Im Sommer ist Baden möglich, das Wasser bleibt aber kühl mit maximal 20 Grad.
Lage und Anfahrt
Titisee liegt am östlichen Ausgang des Höllentals, rund 30 Kilometer östlich von Freiburg. Bahnhof Titisee mit Höllentalbahn direkt ab Freiburg in 35 Minuten — die Strecke gilt als eine der landschaftlich schönsten Hauptbahnen Deutschlands. Beste Reisezeit Juni bis September für Baden, ganzjährig für Spaziergänge. Parkhaus am Bahnhof rund 3 Euro pro Stunde, oft voll an Sommerwochenenden.
Schluchsee — größter Stausee des Schwarzwalds
Der Schluchsee ist mit rund 5,1 Quadratkilometern Fläche der größte Stausee im Schwarzwald und mit 930 Metern Höhe einer der höchstgelegenen Seen Deutschlands. Ursprünglich ein natürlicher kleiner See, wurde er 1932 zum Stausee für ein Pumpspeicherkraftwerk ausgebaut. Heute ist er Wassersport-Mekka und Naherholungsgebiet zugleich.
Aktivitäten und Eintritt
Eintritt frei. Strandbäder in Aha, Seebrugg und Schluchsee-Ort mit Liegewiesen, Wasserskifahren, Segeln und Stand-up-Paddling sind erlaubt — Schwimmer schätzen die im Hochsommer bis zu 22 Grad warmen Buchten. Rundkurs um den See rund 18 Kilometer, gut zu radeln auf einem ausgebauten See-Rundweg. Schiffsfahrten mit der Mariannele und Adlerauge ab rund 12 Euro.
Lage und Anfahrt
Lage im Hochschwarzwald zwischen Titisee und Hochrhein-Tal. Bahnhof Schluchsee mit der Dreiseenbahn ab Titisee-Neustadt in 20 Minuten — eine der schönsten Schwarzwald-Bahn-Strecken überhaupt. Beste Reisezeit Juni bis September für Baden, Mai und Oktober für ruhiges Wandern. Mit Konus-Karte ÖPNV kostenfrei. Mehrere Campingplätze direkt am Ufer für günstige Übernachtungen.
Feldberg — höchster Gipfel im Schwarzwald
Der Feldberg ist mit 1.493 Metern der höchste Berg im Schwarzwald und der höchste Gipfel Deutschlands außerhalb der Alpen. Die Plateau-Region rund um den Gipfel ist Naturschutzgebiet — Auerhuhn, Birkhuhn und seltene Hochmoor-Pflanzen leben hier. Bei Föhn-Lage reicht der Blick vom Feldbergturm an klaren Tagen über die Vogesen bis zu den Schweizer Alpen und sogar zum Mont Blanc.
Aussichtsturm und Seilbahn
Der Feldbergturm misst rund 30 Meter und bietet eine 360-Grad-Aussicht — Eintritt rund 3 Euro für Erwachsene. Die Feldbergbahn (Seilbahn) führt in 8 Minuten ab Feldberg-Ort zum Seebuck-Gipfel (1.448 Meter), Tagesticket Berg und Tal rund 14 Euro im Sommer, im Winter als Skigebiet-Lift mit Tageskarte ab rund 38 Euro.
Lage und Anfahrt
Anfahrt ab Titisee-Neustadt über die B317 in 15 Minuten, ab Freiburg über die B31 und B317 in rund 45 Minuten. Bahnhof Bärental-Feldberg mit der Dreiseenbahn — höchster Bahnhof Deutschlands auf 967 Metern. Beste Reisezeit Juni bis September für Wandern und Aussicht, Dezember bis März für Ski-Alpin und Schneeschuh-Wandern. Im Winter sind Schneeketten Pflicht.
Belchen — Aussichtsgipfel mit Seilbahn
Der Belchen erreicht 1.414 Meter und gilt vielen als der schönste Aussichtsberg im Schwarzwald — die Sicht reicht im Süden über die Schweizer Hochalpen, im Westen über die Vogesen bis weit ins französische Elsass. Die Belchen-Seilbahn führt seit 2001 vom Wanderparkplatz Multen in 7 Minuten zum Belchenhaus knapp unter dem Gipfel.
Eintritt und Aktivitäten
Seilbahn-Tagesticket Berg und Tal rund 11 Euro Erwachsene, 7 Euro Kinder, Familien-Ticket ab rund 27 Euro. Vom Belchenhaus zum Gipfelkreuz nur 15 Minuten Spaziergang, am Gipfel eine 360-Grad-Aussichts-Plattform mit Panoramatafel. Das Belchen-Restaurant serviert regionale Küche mit Aussicht. Im Winter wird die Seilbahn als Skigebiet-Lift genutzt.
Lage und Anfahrt
Anfahrt zum Wanderparkplatz Multen über kurvige Bergstraßen ab Münstertal oder Wiedener Eck. Parkplatz rund 4 Euro Tagesgebühr. Mit Konus-Gästekarte fährt der Belchen-Bus ab Münstertal-Bahnhof oder Wieden kostenfrei. Beste Reisezeit Mai bis Oktober mit den klarsten Fernsichten oft Ende September und Anfang Oktober bei Föhn-Lage.
Schauinsland — Hausberg von Freiburg
Der Schauinsland ist mit 1.284 Metern der Hausberg von Freiburg und liegt nur 20 Kilometer südöstlich der Universitätsstadt. Die Schauinslandbahn ist mit 3,6 Kilometern Länge die längste Umlauf-Seilbahn Deutschlands und führt seit 1930 vom Talbahnhof Horben in 20 Minuten zum Bergbahnhof auf 1.220 Metern.
Eintritt und Aktivitäten
Tagesticket Berg und Tal rund 16,50 Euro Erwachsene, 10,50 Euro Kinder, Familien-Ticket ab rund 41 Euro. Mit Konus-Gästekarte gibt es Rabatt. Vom Bergbahnhof kurzer Weg zum Eugen-Keidel-Turm mit 27 Metern Höhe und Rundumblick auf Vogesen, Rheinebene und Schwarzwald. Mountainbike-Strecken talwärts, im Winter Skigebiet mit familienfreundlichen Pisten.
Lage und Anfahrt
Talbahnhof Horben erreichbar mit der Straßenbahnlinie 2 ab Freiburg Hauptbahnhof bis Endhaltestelle Günterstal, dann Bus 21 zum Talbahnhof — Gesamtfahrzeit rund 35 Minuten ab Freiburg. Mit Auto über die L124 ab Freiburg-Günterstal, Parkplatz am Talbahnhof kostenfrei. Beste Reisezeit Mai bis Oktober, im Winter Skibetrieb von Mitte Dezember bis Anfang März.
Europa-Park Rust — größter Freizeitpark Deutschlands
Der Europa-Park Rust ist mit über 100 Attraktionen, 17 Themen-Bereichen und rund 6 Millionen Besuchern jährlich der größte Freizeitpark Deutschlands und nach Disneyland Paris der zweitgrößte in Europa. Die 95 Hektar große Anlage liegt zwischen Rhein und Schwarzwald, eröffnet wurde der Park 1975 durch die Familie Mack.
Eintritt und Öffnungszeiten
Tagesticket Erwachsene rund 65 Euro, Kinder zwischen 4 und 11 Jahren rund 55 Euro, Familien-Tickets ab rund 200 Euro für 4 Personen. Online-Buchung vorab spart bis zu 8 Euro und garantiert den Eintritt. Sommer-Saison Ende März bis Anfang November täglich 9 bis 18 Uhr, Winter-Saison Ende November bis Anfang Januar als „Wintertraum“ mit Eislaufbahn.
Lage und Anfahrt
Lage in Rust direkt an der A5 Ausfahrt 57b zwischen Offenburg und Freiburg. Parken rund 8 Euro pro Tag. Bahnhof Ringsheim-Europa-Park mit Direktbus zum Park-Eingang in 5 Minuten — Ringsheim wird stündlich ab Freiburg, Offenburg und Karlsruhe angefahren. Beste Reisezeit Mai bis Juni und September bis Oktober mit kürzeren Wartezeiten, Hochsaison Juli und August oft mit 60 Minuten Anstehzeit an Top-Attraktionen.
Allerheiligen-Wasserfälle und Klosterruine
Die Allerheiligen-Wasserfälle bei Oppenau im Renchtal stürzen über sieben Kaskaden rund 90 Meter durch eine wilde Felsschlucht. Direkt oberhalb thront die Klosterruine Allerheiligen — ein Prämonstratenser-Kloster gegründet 1196, 1804 nach Säkularisation aufgegeben und seither romantische Ruine mit gotischen Bögen und Säulen-Resten.
Eintritt und Aktivitäten
Eintritt frei für Wasserfälle und Klosterruine. Treppen-Wanderweg von der unteren Plattform bis zur oberen Stufe rund 30 bis 45 Minuten, mittlere Schwierigkeit mit 600 Stufen und Höhenunterschied 90 Meter. Klosterruine täglich zugänglich. Restaurant „Klosterhof“ direkt an der Ruine mit regionaler Küche und schöner Aussichts-Terrasse.
Lage und Anfahrt
Lage im Renchtal rund 12 Kilometer östlich von Oppenau auf 600 bis 700 Metern Höhe. Anfahrt mit Auto ab Oppenau über die L92, Parkplatz beim Klosterhof rund 3 Euro Tagesgebühr. ÖPNV ab Oppenau-Bahnhof mit dem Allerheiligen-Bus in 20 Minuten — Bahnhof Oppenau erreichbar mit der Renchtalbahn ab Offenburg. Beste Reisezeit Mai bis Oktober, im Winter wegen Vereisung Treppen häufig gesperrt.
Kuckucksuhren-Tradition — Triberg, Schonach und Hofgut Sternen
Die Kuckucksuhr ist das Wahrzeichen des Schwarzwalds und stammt aus der Region rund um Triberg, Schonach und Furtwangen. Erste Kuckucksuhren wurden um 1730 gefertigt, der Holzschnitzer Franz Anton Ketterer aus Schönwald gilt als ihr Erfinder. Heute gibt es drei „weltgrößte“ Kuckucksuhren, die sich gegenseitig den Titel streitig machen.
Die drei größten Kuckucksuhren
Eble Uhren-Park in Schonach mit der ersten weltgrößten Kuckucksuhr von 1980 in einem begehbaren Schwarzwaldhaus, Eintritt rund 2 Euro. Das Hofgut Sternen in Höllsteig zwischen Hinterzarten und Titisee zeigt im Park die größte Kuckucksuhr mit Werk im Schwarzwaldhaus-Größe. Triberg selbst hat ein eigenes „weltgrößtes“ Modell im House of 1000 Clocks. Bei allen drei spuckt der Kuckuck zur vollen Stunde mit etwa 4,50 Meter Spannweite hervor.
Lage und Anfahrt
Triberg und Schonach liegen rund 10 Kilometer auseinander an der B33, Hofgut Sternen rund 30 Kilometer südwestlich. Anfahrt mit Schwarzwaldbahn ab Offenburg nach Triberg, dann Bus 7270 nach Schonach. Eintritte in Uhrengeschäfte meist frei, Werkstatt-Führungen rund 5 Euro. Beste Reisezeit ganzjährig — Schauwerkstätten sind drinnen und wetterunabhängig.
Schwarzwaldhochstraße — 60 Kilometer Panoramastraße
Die Schwarzwaldhochstraße (B500) ist mit rund 60 Kilometern Länge eine der schönsten Panoramastraßen Deutschlands. Sie führt von Baden-Baden über Bühlerhöhe, Mehliskopf, Mummelsee, Ruhestein, Kniebis bis Freudenstadt und steigt auf bis zu 1.000 Meter Höhe. Eröffnet 1932, war sie eine der ersten gezielt für den Tourismus gebauten Höhenstraßen Deutschlands.
Highlights entlang der Strecke
Bühlerhöhe mit historischem Schlosshotel, Mehliskopf mit Allwetter-Bobbahn und Hochseilgarten, Mummelsee mit Wassersport und Wanderung zur Hornisgrinde, Ruhestein als Hauptzugang in den Nationalpark Schwarzwald mit modernem Besucherzentrum, Kniebis mit weitem Aussichtspunkt und Lothar-Pfad — einem Holzsteg über Sturm-Schadenflächen. Mehrere Aussichts-Pavillons mit Blick in die Rheinebene und auf die Vogesen.
Lage und Anfahrt
Start in Baden-Baden ab Ausfahrt Stadtmitte, Ende in Freudenstadt. Reine Fahrzeit ohne Stopps rund 90 Minuten, mit Wanderungen und Pausen ein voller Tag. Kein ÖPNV durchgängig — Bus-Linien decken nur Teilabschnitte ab. Beste Reisezeit Mai bis Oktober, im Winter trotzdem geöffnet und beliebt für Schneeschuh-Wandern. Im Herbst bei Föhn-Lage die klarsten Aussichten.
Vogtsbauernhof Gutach — Schwarzwälder Freilichtmuseum
Der Vogtsbauernhof in Gutach ist das älteste und bekannteste Freilichtmuseum Deutschlands für ländliche Architektur. Auf rund 7 Hektar stehen ein originaler Schwarzwaldhof aus dem Jahr 1612 sowie 5 weitere historische Höfe aus verschiedenen Schwarzwald-Tälern, dazu Mühlen, Speicher und Backhäuser — alles begehbar mit Möbeln, Werkzeugen und Vieh in den Ställen. Das Museum gilt als UNESCO-Anwärter für das Welterbe-Verzeichnis.
Eintritt und Programm
Eintritt Erwachsene rund 12 Euro, Kinder bis 17 Jahre rund 7,50 Euro, Familien-Ticket ab rund 28 Euro. Mit Konus-Karte 1 Euro Rabatt. Geöffnet von Ende März bis Anfang November täglich 9 bis 18 Uhr. Schauwerkstätten mit Schmied, Strohflechter, Spinnerin und Köhler an Wechsel-Tagen. Die Schwarzwälder Küche zum Anfassen — Vesperstube mit hausgemachtem Bauernbrot und Speck.
Lage und Anfahrt
Lage in Gutach an der B33 zwischen Triberg und Hausach. Bahnhof Hausach-Vogtsbauernhof direkt am Museum mit der Schwarzwaldbahn ab Offenburg in 35 Minuten. Parken auf dem Gelände kostenfrei. Mindestens 3 Stunden für einen sinnvollen Besuch einplanen, mit Kindern auch ein halber Tag. Beste Reisezeit Mai bis September für volle Programm-Tage mit allen Schauwerkstätten.
Baden-Baden — Kurstadt mit Casino und Friedrichsbad
Baden-Baden ist die berühmteste Kurstadt im Schwarzwald, seit der Antike bekannt für ihre heißen Thermalquellen mit 68 Grad. Die Stadt liegt auf 180 Metern am Westrand des Schwarzwalds und gilt seit 2021 als UNESCO-Welterbe „Bedeutende Kurstädte Europas“. Casino, Festspielhaus und elegante Kur-Architektur machen sie zu einer der prächtigsten Kurstädte des Kontinents.
Friedrichsbad und Caracalla-Therme
Das Friedrichsbad von 1877 ist eine römisch-irische Bade-Anlage über 17 Stationen mit Höhen-Sälen, Dampfbädern und Marmor-Becken — Eintritt rund 28 Euro für 3 Stunden, Bekleidung dort nicht erlaubt. Die moderne Caracalla-Therme nebenan bietet ein Aussen-Becken und mehrere Innen-Becken mit Thermalwasser, Eintritt rund 18 Euro für 2 Stunden, Familien-freundlich mit Badeanzug.
Casino und Lage
Das Casino Baden-Baden im klassizistischen Kurhaus von 1824 zählt zu den ältesten und schönsten Spielcasinos Europas — Marlene Dietrich nannte es „das schönste Casino der Welt“. Eintritt rund 5 Euro, Dresscode mit Sakko Pflicht. Bahnhof Baden-Baden mit ICE-Halt aus Frankfurt, Hamburg, Berlin und München. Beste Reisezeit ganzjährig — Festspielhaus-Saison September bis Juli mit Top-Konzerten.
Deutsches Uhrenmuseum Furtwangen
Das Deutsche Uhrenmuseum in Furtwangen ist mit über 8.000 Stücken aus 5 Jahrhunderten das größte Uhrenmuseum Deutschlands. Gegründet 1852 als Lehrsammlung der Uhrmacherschule, dokumentiert es die Geschichte der Schwarzwälder Uhrmacherei mit allen Klassikern — Schilduhren, Lackschilduhren, Jockele- und Sorg-Uhren sowie natürlich Kuckucksuhren in allen Varianten.
Eintritt und Sammlung
Eintritt Erwachsene rund 6 Euro, Kinder bis 18 Jahre frei. Geöffnet täglich 9 bis 17 Uhr. Highlights sind die Astro-Uhren mit Mondphasen, Sonnenstands- und Planeten-Anzeigen, frühe Atomuhren, die 1888 erste deutsche elektrische Uhrenanlage und die größte Sammlung an Schwarzwälder Holzräderwerken weltweit. Jede volle Stunde ertönt ein Konzert aus mehreren Spielwerken.
Lage und Anfahrt
Lage in Furtwangen auf 870 Metern Höhe im Bregtal. Anfahrt mit Auto über die B500 ab Triberg in 25 Minuten oder ab Donaueschingen in 30 Minuten. Bahnhof Donaueschingen mit Bus 7270 nach Furtwangen. Beste Reisezeit ganzjährig — Museum ist drinnen und wetterunabhängig. Kombi mit Triberg-Wasserfällen und Schonach-Eble an einem Tag möglich.
Wutachschlucht — eindrucksvollste Klamm Süddeutschlands
Die Wutachschlucht im Südschwarzwald gehört zu den eindrucksvollsten Schluchten Deutschlands. Auf rund 33 Kilometern Länge hat die Wutach sich bis zu 170 Meter tief in Buntsandstein, Muschelkalk und Granit eingegraben. Über 1.200 Pflanzenarten und 600 Käfer-Arten leben in dem Naturschutzgebiet, das schon 1939 unter Schutz gestellt wurde.
Wandern und Aktivitäten
Eintritt frei. Die Wanderwege durch die Klamm sind teils anspruchsvoll — Geröll-Pfade, Eisen-Treppen, Hängebrücken und Bachquerungen prägen die Strecke. Beliebte Tour: Schattenmühle bis Wutachmühle, rund 13 Kilometer in 4 bis 5 Stunden. Festes Schuhwerk und Trittsicherheit Pflicht. Im Frühjahr nach Schneeschmelze führt die Wutach besonders viel Wasser — Geröll-Abgänge möglich, daher Saison-Sperre häufig bis Anfang Mai.
Lage und Anfahrt
Lage zwischen Bonndorf und Stühlingen im Südschwarzwald. Einstiege bei Schattenmühle, Boll und Wutachmühle. Anfahrt mit Auto über die B315 ab Titisee in 45 Minuten. Bahnhof Bonndorf mit Sauschwänzle-Bahn ab Blumberg — eine der spektakulärsten Museums-Bahnen Deutschlands mit zwei Kehrtunneln. Parken an den Einstiegen rund 3 Euro. Beste Reisezeit Mai bis Oktober.
Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten im Überblick
Wildline-Hängebrücke Bad Wildbad
Mit 380 Metern Spannweite und 60 Metern Höhe über dem Tal eine der längsten Fußgänger-Hängebrücken Deutschlands. Eintritt rund 12 Euro Erwachsene, Kombi mit Baumwipfelpfad ab rund 28 Euro. Erreichbar mit der Sommerbergbahn ab Bad Wildbad.
Baumwipfelpfad Schwarzwald
1.250 Meter langer Holz-Pfad auf bis zu 20 Metern Höhe durch die Baumkronen am Sommerberg. Aussichtsturm mit 40 Metern Höhe am Ende. Eintritt rund 12 Euro Erwachsene, barrierearm mit sanfter Steigung — auch für Rollstuhl und Kinderwagen geeignet.
Sommerbergbahn Bad Wildbad
Standseilbahn von 1908 ab Bahnhof Bad Wildbad auf den Sommerberg in 4 Minuten, Höhenunterschied 300 Meter. Berg und Tal rund 8 Euro Erwachsene, mit Konus-Karte 50 Prozent Rabatt. Zubringer zu Wildline und Baumwipfelpfad.
Freiburger Münster
Gotische Kathedrale mit 116 Meter hohem Turm, von Jacob Burckhardt als „schönster Turm der Christenheit“ bezeichnet. Eintritt Münster frei, Turmaufstieg rund 5 Euro über 333 Stufen mit Aussicht auf Schwarzwald und Vogesen.
Höllentalbahn und Ravenna-Brücke
Steilste deutsche Hauptbahn mit 5,5 Prozent Steigung ab Freiburg über Hinterzarten nach Titisee. Die Ravenna-Brücke aus dem 19. Jahrhundert ist 40 Meter hoch und 224 Meter lang. Fahrt 35 Minuten, Sitzplatz rechts wählen für die beste Aussicht.
Nationalpark Schwarzwald
10.000 Hektar Wildnis-Gebiet am Ruhestein und Hohen Ochsenkopf, gegründet 2014 als erster Nationalpark Baden-Württembergs. Modernes Besucherzentrum am Ruhestein an der Schwarzwaldhochstraße, Eintritt frei. Geführte Touren ab rund 8 Euro mit Ranger-Begleitung.
Die 7 Top-Sehenswürdigkeiten im Vergleich
Eintritte und Fahrzeiten sind Richtwerte für den Sommer. Im Winter ändert sich vor allem bei Höhen-Sehenswürdigkeiten wie Feldberg und Belchen die Erreichbarkeit und das Programm — Skigebiet-Preise und Schneeketten-Pflicht beachten.
Geschichte und Charakter des Schwarzwalds
Der Schwarzwald war über Jahrhunderte ein wirtschaftliches Kerngebiet Süddeutschlands — die dichten Tannen-Wälder lieferten Holz für Schiffsbau, Köhlerei und Glasbläsereien, die Bäche trieben Mühlen und Hämmer an. Aus dieser Tradition entstanden charakteristische Berufe wie der Schwarzwälder Uhrmacher, die Strohflechterin und die Glasbläser von Wolfach und Schonach. Im 19. Jahrhundert kam der Bädertourismus auf — Baden-Baden und Bad Wildbad wurden zu mondänen Kurorten, später folgten Wandertourismus, Wintersport und der Freizeitpark-Tourismus rund um Rust.
Schwarzwaldhäuser und Architektur
Das klassische Schwarzwaldhaus ist mit seinem riesigen Walmdach, Holzschindeln und der typischen Hofform unverwechselbar. Der älteste Hof im Vogtsbauernhof-Museum stammt von 1612 — diese Bauernhöfe vereinten Wohn-, Stall- und Arbeits-Bereich unter einem Dach, sodass im Winter alle Generationen samt Vieh ohne Außenwege überleben konnten. Möbel waren traditionell aus Tannen-Holz, oft bemalt mit floralen Motiven. Die heutigen Hotels und Hütten im Schwarzwald greifen das Schema häufig auf.
Schwarzwälder Küche und Spezialitäten
Schwarzwälder Schinken hängt traditionell mehrere Wochen im Rauch von Tannen-Holz und ist seit 1997 EU-geschützt. Die Schwarzwälder Kirschtorte mit Sahne, Kirschen und Kirschwasser entstand im frühen 20. Jahrhundert — die genaue Herkunft ist umstritten, das Café Schäfer in Triberg beansprucht die Original-Rezeptur. Weitere Klassiker sind Bibiliskäse, Bauernbrot, Schäufele, Maultaschen und Schwarzwälder Forelle aus klaren Bächen. Höher gelegene Höfe produzieren Schwarzwälder Bergkäse mit langer Reifezeit.
Praktische Tipps für Schwarzwald-Sehenswürdigkeiten
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Konus-Gästekarte einplanen
Übernachtungsgäste bekommen die Konus-Karte vom Vermieter und fahren damit kostenlos mit dem gesamten ÖPNV im Schwarzwald — bei mehreren Höhen-Sehenswürdigkeiten spart das schnell 50 bis 100 Euro pro Aufenthalt. Auch Sommerbergbahn Bad Wildbad und mehrere Seilbahnen sind inklusive oder vergünstigt.
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Höhen-Aussichten bei Föhn-Lage
Die klarsten Fernsichten vom Feldberg, Belchen und Schauinsland bis zu den Schweizer Alpen und zum Mont Blanc gibt es bei südlichen Föhn-Lagen — meist im späten September und Anfang Oktober. Wetterberichte mit Föhn-Hinweis checken, dann früh aufbrechen.
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Europa-Park online buchen
Tageskarten online vorab gebucht sind 8 Euro günstiger als an der Tageskasse — und der Eintritt ist auch an ausgebuchten Tagen garantiert. An Hauptsaison-Wochenenden im Juli und August ist die Tageskasse häufig vor 11 Uhr geschlossen.
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Frühstart bei populären Sehenswürdigkeiten
Triberger Wasserfälle, Mummelsee, Titisee-Promenade und Vogtsbauernhof werden im Hochsommer häufig sehr voll. Vor 10 Uhr da sein bedeutet meist freie Wege, kühlere Temperaturen und bessere Foto-Bedingungen ohne Massen-Andrang. Nachmittags lieber kleinere Sehenswürdigkeiten wie Allerheiligen-Wasserfälle oder Hofgut Sternen ansteuern.
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⌘
Schwarzwald-Card statt Einzeltickets
Die Schwarzwald Plus-Karte gibt es als Add-on zur Konus-Karte und enthält bei Übernachtung freien Eintritt zu rund 100 Sehenswürdigkeiten inklusive Triberger Wasserfälle, Vogtsbauernhof, Bergwerk Wieden und mehrere Bergbahnen. Bei mehr als 2 Sehenswürdigkeiten am Tag lohnt sie sich bereits.
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♿
Barrierearme Sehenswürdigkeiten
Mummelsee-Rundweg, Baumwipfelpfad Bad Wildbad, Belchen-Rundweg um den Gipfel, Titisee-Promenade und die untere Plattform der Triberger Wasserfälle (per Aufzug) sind weitgehend rollstuhlgeeignet. Schwierig wird es bei Wutachschlucht (Geröll), Feldberg-Aufstieg ohne Bahn und Allerheiligen-Wasserfällen (600 Stufen).
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Bei Regen ins Trockene
Caracalla-Therme Baden-Baden, Friedrichsbad, Deutsches Uhrenmuseum Furtwangen, Vogtsbauernhof mit Innenräumen und Dorotheenhütte Wolfach mit Glasbläserei funktionieren auch bei Dauerregen. Auch der Europa-Park läuft bei Regen weiter — nur Wasser-Bahnen schließen kurzzeitig.
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Winter-Saison nicht unterschätzen
Triberger Wasserfälle mit Beleuchtung in der Adventszeit, Mummelsee und Belchen mit Schneeschuh-Touren, Feldberg als großes Skigebiet und Baden-Baden mit Friedrichsbad-Wärme — der Schwarzwald hat eine ausgeprägte Winter-Saison von Dezember bis März. Höhenstraßen ab 800 Metern brauchen Schneeketten oder Allrad.
Insider-Tipps
Geheimtipp Schauinsland statt Feldberg
Wer die typischen Foto-Standorte am Feldberg umgehen will, fährt mit der Schauinslandbahn ab Freiburg auf 1.220 Meter — die Aussicht auf die Rheinebene, die Vogesen und den südlichen Schwarzwald ist nahezu identisch, die Massen aber deutlich kleiner. Vom Bergbahnhof zum Eugen-Keidel-Turm sind es nur 10 Minuten, von dort 360-Grad-Sicht.
Geheimtipp Kandel statt Belchen
Der Kandel mit 1.241 Metern wird oft übersehen, hat aber eine ähnlich beeindruckende Aussicht wie der Belchen — bei deutlich weniger Andrang. Anfahrt mit Auto über Waldkirch, Parkplatz direkt am Berghotel Kandel. Vom Gipfelkreuz Sicht bis zu den Vogesen und an klaren Tagen bis zum Hochrhein und in die Schweiz.



