Der Schwarzwald ist Deutschlands älteste und dichteste Wellness-Region. Auf rund 11.100 Quadratkilometern reihen sich neun staatlich anerkannte Heilbäder mit dem Titelzusatz „Bad“ aneinander — Baden-Baden, Bad Wildbad, Bad Liebenzell, Bad Herrenalb, Bad Krozingen, Badenweiler, Bad Bellingen, Bad Säckingen und Bad Rippoldsau-Schapbach. Die größte Quellen-Vielfalt des Landes, ein 19. Jahrhundert lang gewachsenes Bäder-Erbe und eine Spitzenklasse an 5-Sterne-Spa-Hotels machen ein Wellness-Wochenende im Schwarzwald zu einer der intensivsten Auszeiten, die in Deutschland möglich ist. Das Friedrichsbad in Baden-Baden bietet seit 1877 ein römisch-irisches Bad in 17 Stationen, das in dieser Form einzigartig in Deutschland ist. Das Hotel Bareiss in Baiersbronn vereint auf 16.000 m² einen Spa-Bereich aus sieben Welten, vier Schwimmbädern, Friseur und Cosmetik-Räumen. Brenners Park-Hotel zählt zu den ältesten Grand-Hotels Europas, die Traube Tonbach beherbergt die 3-Sterne-Schwarzwaldstube. Für ein klassisches 2-Tage-Wellness-Wochenende reichen 250 Euro pro Person im Budget-Segment, 500 Euro in der Mittelklasse und 1.500 Euro plus im Luxus-Bereich. Anreise mit dem Auto über A5 oder A8, mit der Bahn über Karlsruhe, Baden-Baden oder Freiburg. Beste Saison: das ganze Jahr — Winter-Wellness mit Schneeblick aus dem Thermalbecken, Sommer-Wellness mit Bergpanorama auf den Höhen.

Anreise und Erreichbarkeit

Der Schwarzwald ist für ein Wochenend-Wellness-Trip aus dem gesamten süddeutschen Raum, der Schweiz und dem Elsass innerhalb von zwei bis drei Stunden erreichbar. Die Heilbäder verteilen sich entlang der Rheinebene im Westen und der B500-Schwarzwaldhochstraße im Inneren. Baden-Baden und Bad Wildbad bilden den Nord-Schwarzwälder Wellness-Cluster, Bad Liebenzell und Bad Herrenalb liegen am Übergang ins Mittlere, Badenweiler, Bad Krozingen und Bad Bellingen ankern den Süd-Schwarzwald, Bad Säckingen am Hochrhein und Bad Rippoldsau-Schapbach im Murgtal vervollständigen den Bäder-Kranz. Die meisten Top-Hotels sitzen entweder direkt in einem Heilbad oder im Murgtal-Hochtal um Baiersbronn.

Mit dem Auto

Die wichtigste Achse ist die A5 von Karlsruhe nach Basel — sie führt am Westrand des Schwarzwalds vorbei und erschließt mit den Ausfahrten Baden-Baden, Bühl, Offenburg, Lahr, Freiburg-Mitte und Bad Krozingen praktisch alle Heilbäder im Westen. Von der A8 (Karlsruhe—Stuttgart) führt die Ausfahrt Pforzheim-West zur B294 nach Bad Wildbad und Bad Liebenzell. Quer durch das Mittelgebirge führt die B500-Schwarzwaldhochstraße von Baden-Baden über Mummelsee, Ruhestein und Kniebis nach Freudenstadt und weiter nach Baiersbronn — die landschaftlich schönste Anfahrt zum Hotel Bareiss und zur Traube Tonbach. Bei Wintereinbruch ist die B500 in den Höhen über 800 Meter häufig schneebedeckt, Winterreifen sind dann Pflicht und an Wochenenden empfiehlt sich eine Sommerkette im Kofferraum.

Mit der Bahn / dem ÖPNV

Baden-Baden Bahnhof ist ICE-Halt auf der Rheintalstrecke Frankfurt—Basel, von Frankfurt sind es 1:30 Stunden, von Stuttgart 1:00 Stunde und von Basel 50 Minuten. Vom Bahnhof Baden-Baden Oos verkehrt der Stadtbus alle zehn Minuten in die Innenstadt mit Friedrichsbad, Caracalla-Therme und Brenners. Bad Wildbad erreicht man über Pforzheim mit der Enztalbahn in 50 Minuten. Bad Liebenzell und Bad Herrenalb hängen am Albtalbahn-Netz aus Karlsruhe. Bad Krozingen liegt an der Rheintalbahn südlich von Freiburg, Badenweiler erreicht man von Müllheim mit dem Bus, Bad Bellingen und Bad Säckingen wieder direkt mit der Bahn. Mit der KONUS-Gästekarte fahren Wellness-Gäste im gesamten Schwarzwald-Tarifverbund kostenfrei zwischen Hotel, Therme und Sehenswürdigkeit.

Mit dem Flugzeug

Karlsruhe-Baden-Baden FKB liegt nur 15 Kilometer von Baden-Baden entfernt und bietet Verbindungen vor allem im Sommer- und Ferien-Verkehr. EuroAirport Basel-Mulhouse BSL eignet sich für Anreisen in den Süd-Schwarzwald mit dem Mietwagen oder dem direkten Bus nach Freiburg. Stuttgart STR und Frankfurt FRA sind die nächsten Drehkreuze mit Vollausstattung — von Frankfurt fährt der ICE in 1:30 Stunden bis Baden-Baden, vom Stuttgarter Hauptbahnhof in einer Stunde.

Vor Ort bewegen / Parken

In Baden-Baden ist die Innenstadt mit Friedrichsbad und Caracalla-Therme fußläufig durchquerbar, Brenners Park und Bel Étage-Hotels liegen direkt an der Lichtentaler Allee. Parkhäuser stehen am Festspielhaus und am Augustaplatz zur Verfügung. Hotels in Baiersbronn und am Murgtal-Hochtal bieten ausnahmslos eigene Tiefgaragen oder bewachte Parkplätze. Wer von Hotel zu Therme oder von Hotel zu Wanderparkplatz möchte, nutzt im Schwarzwald häufig die kostenfreien Wanderbusse — Belchen-Wanderbus, Feldbergbus oder SüdbadenBus verkehren in der Saison Mai bis Oktober.

Stuttgart → Baden-Baden 110 km ~1:20 h via A8/A5
Frankfurt → Baden-Baden 180 km ~2:00 h via A5
München → Baiersbronn 320 km ~3:30 h via A8
Basel → Badenweiler 55 km ~45 min via A5
Zürich → Bad Säckingen 65 km ~50 min via A3/A98

Die Wellness-Destinationen des Schwarzwalds

Neun staatlich anerkannte Heilbäder, jedes mit eigenem Quellen-Profil und eigener Bäder-Architektur, machen den Schwarzwald zur Wellness-Region Nummer eins in Deutschland. Wer ein Wellness-Wochenende plant, wählt zwischen den Pracht-Thermen in Baden-Baden, den historischen Königsbädern im Norden, den kleineren Kurorten im Süden und der Wald-Atmosphäre im Hochtal um Baiersbronn.

Baden-Baden mit Friedrichsbad und Caracalla

Die Bäder-Hauptstadt schlechthin. Das Friedrichsbad eröffnete 1877 als modernstes Bad Europas und bietet bis heute auf 17 Stationen ein römisch-irisches Bad mit Wechsel aus heißer Trockenluft, Dampf, Seifenbürsten-Massage, Thermal-Vollbad und Kaltwasser-Abreibung — einzigartig in Deutschland und mit dem berühmten Mark-Twain-Zitat „Nach zehn Minuten vergisst man die Zeit, nach zwanzig die Welt“ verewigt. Direkt nebenan liegt die Caracalla-Therme, 1985 eröffnet, mit über 900 Quadratmetern Wasserfläche, Außenbecken, Saunalandschaft und 32 bis 38 Grad warmem Thermalwasser aus zwölf Quellen.

Bad Wildbad mit Palais Thermal

Das Palais Thermal in Bad Wildbad ist eines der schönsten historischen Thermalbäder Europas. Erbaut 1847 als königlich-württembergisches Badehaus, bietet es heute fünf Säle mit historischen Mosaiken, Kuppeln und einer Atmosphäre, die an die Bäder-Kultur des 19. Jahrhunderts erinnert. Das Vital-Therme-Modul ist textilfrei, die Saunalandschaft umfasst zehn Saunen verschiedener Temperatur.

Bad Liebenzell, Bad Herrenalb und Bad Krozingen

Bad Liebenzell punktet mit der Paracelsus-Therme, deren Quelle bereits 1403 erwähnt wird und heute auf 36 Grad temperiert wird. Bad Herrenalb ist Kneipp-Ort, Heilklima-Kurort und Premium-Wanderdorf in einer Person. Bad Krozingen südlich von Freiburg bietet die Vita Classica-Therme mit kohlensäurehaltigem Mineralwasser und eines der modernsten Bäder Süddeutschlands.

Badenweiler, Bad Bellingen, Bad Säckingen, Bad Rippoldsau-Schapbach

Badenweiler nutzt die heiße Quelle Cassiciacus, deren Wasser mit 26,4 Grad aus 1.000 Meter Tiefe nach oben strömt — Anton Tschechow verstarb hier 1904, das Cassiopeia-Therme-Gebäude ist nach diesem Quellen-Namen benannt. Bad Bellingen am Oberrhein bietet die Balinea-Therme mit Außenbecken und Blick in die Rebberge des Markgräflerlands. Bad Säckingen ist Kneipp-Stadt am Hochrhein mit der längsten gedeckten Holzbrücke Europas und der Trompeter-Stadt-Legende. Bad Rippoldsau-Schapbach im Murgtal ist der nördlichste der „Bad"-Orte mit der Kinzigtal-Therme und einer langen Glasbläser-Tradition.

Die 6 Wellness-Konzepte im Überblick

Thermalbad

Der Klassiker — Schwarzwälder Thermal-Quellen liefern Wasser mit 26 bis 38 Grad direkt aus dem Berg. Caracalla in Baden-Baden bietet zwölf Quellen, Palais Thermal Bad Wildbad fünf historische Säle. Eintritt ab 18 Euro für drei Stunden, Tagespass um 28 Euro.

Sauna und Schwitzbad

Finnische Sauna, Bio-Sauna, Dampfbad, Salzgrotte, Eisgrotte. Die Top-Hotels bieten häufig acht bis zwölf verschiedene Sauna-Räume. Das Hotel Bareiss hat sieben Spa-Bereiche, jedes mit eigener Sauna-Welt — von 60 Grad Sanarium bis 95 Grad Finnisch.

Klassische Massage

Schwedische Ganzkörper-Massage, Hot-Stone, Aromaöl-Massage und Reflexzonen. In Hotel-Spas zwischen 80 und 180 Euro pro 60 Minuten. Therapeuten arbeiten in Brenners Park, Bareiss und Traube Tonbach häufig mit eigenen Naturkosmetik-Linien.

Ayurveda

Abhyanga-Ölmassage, Shirodhara-Stirnguss und mehrtägige Panchakarma-Kuren. Mehrere Schwarzwald-Hotels bieten zertifizierte Ayurveda-Ärzte und indische Therapeuten, häufig mit fünf bis sieben Tagen Kur-Programm.

Kneipp-Therapie

Kalt-Warm-Wechselgüsse, Wassertreten im Bach, Armbäder. Bad Wörishofen ist das Original — Bad Herrenalb und Bad Säckingen sind die offiziellen Kneipp-Kurorte des Schwarzwalds mit Tretbecken im Kurpark.

Salzhöhle und Sole

Salinen-Räume mit Kristallsalz aus dem Toten Meer oder dem Himalaya. 45 Minuten in der Salzhöhle wirken wie ein Tag am Meer und sind besonders bei Atemwegs-Beschwerden gefragt. Tageseintritt häufig zwischen 15 und 25 Euro.

Die Top-Wellness-Hotels im Vergleich

Kriterium
Hotel Bareiss
Brenners Park
Traube Tonbach
Spielweg
Schloss Eberstein
Ort
Baiersbronn-Mitteltal
Baden-Baden
Baiersbronn-Tonbach
Münstertal
Gernsbach
Kategorie
5 Sterne Superior
5 Sterne Superior
5 Sterne
Romantik-Hotel
Schloss-Hotel
Spa-Fläche
16.000 m², 7 Welten
5.000 m² Villa Stéphanie
4.000 m²
800 m²
600 m²
Schwimmbäder
4 Becken innen+außen
2 Becken
3 Becken
1 Becken
1 Becken
Spitzen-Restaurant
Bareiss, 3 Sterne
Fritz und Felix
Schwarzwaldstube, 3 Sterne
Spielweg, Schwarzwälder Küche
Werners Restaurant, 1 Stern
Preisniveau 2 Nächte
ab 1.600 EUR p.P.
ab 1.800 EUR p.P.
ab 1.400 EUR p.P.
ab 500 EUR p.P.
ab 450 EUR p.P.
Highlight
7-Spa-Konzept, Friseur+Cosmetik im Haus
Villa Stéphanie Medical Spa
3-Sterne-Schwarzwaldstube
familiengeführt seit 1700
Schloss aus dem 13. Jahrhundert

Preisangaben beziehen sich auf zwei Übernachtungen mit Halbpension und Spa-Zugang im Doppelzimmer pro Person. Saisonal sind Aufschläge zwischen Weihnachten und Silvester sowie über Ostern üblich.

Geschichte und Bäder-Tradition

Die Wellness-Tradition im Schwarzwald reicht bis in die Römerzeit zurück. In Baden-Baden, der ältesten der Bäder-Städte, sind die Soldatenbäder aus dem 1. und 2. Jahrhundert nach Christus heute unter dem Friedrichsbad teilweise begehbar — die Aquae Aureliae waren römische Garnisonsbäder unter Kaiser Caracalla. Im Mittelalter verfielen die Anlagen, die Quellen blieben aber bekannt. Der eigentliche Aufstieg zum europäischen Wellness-Zentrum begann im 19. Jahrhundert mit der Industrialisierung des Bädertourismus.

Die Belle Époque im Schwarzwald

Zwischen 1850 und 1914 wurde Baden-Baden zur „Sommerhauptstadt Europas“. Bismarck, Kaiser Wilhelm I., russische Großfürsten, französische Schriftsteller wie Turgenjew und der amerikanische Autor Mark Twain kurten hier. Das Friedrichsbad entstand 1877 als modernstes Bad seiner Zeit, das Festspielhaus eröffnete 1862, das Casino mit den prächtigen Säälen — bemalt von französischen Künstlern — wurde berühmt für sein römisch-pompöses Interieur. Die Lichtentaler Allee mit ihren über tausend exotischen Bäumen ist heute noch ein Vermächtnis dieser Belle Époque.

Königsbäder und Volksbäder

Bad Wildbad wurde im 19. Jahrhundert zum Königsbad der württembergischen Krone — das Palais Thermal von 1847 sollte den Hochadel beherbergen. Bad Liebenzell, Bad Herrenalb und Bad Säckingen entwickelten sich parallel als „bürgerliche“ Bäder mit eigener Quellen-Architektur. Bad Krozingen und Badenweiler dagegen entstanden später als gezielte Heilbäder mit medizinischer Indikation für Herz-Kreislauf und Rheuma.

Der moderne Wellness-Begriff

In den 1990er Jahren wandelte sich der klassische Kurort-Tourismus zum Wellness-Tourismus. Die Caracalla-Therme als „Spaß-Bad“ mit Außenbecken und Saunalandschaft eröffnete 1985, das Hotel Bareiss baute seinen Spa-Bereich kontinuierlich aus und erreichte 2010 die heutige Größe von 16.000 m². Brenners Villa Stéphanie eröffnete 2015 als Medical-Spa der nächsten Generation. Heute ist der Schwarzwald die einzige deutsche Region, die in allen drei Segmenten — historisches Heilbad, klassisches Grand-Hotel und modernes Medical-Spa — Spitzenklasse bietet.

Praktische Tipps für ein Wellness-Wochenende

  • Spa-Eintritt im Hotelpreis prüfen

    Viele Schwarzwald-Hotels inkludieren den eigenen Spa-Bereich, aber externe Thermen wie Caracalla oder Palais Thermal kosten extra. Wer das Friedrichsbad besuchen möchte, sollte 33 Euro für drei Stunden inklusive Seifenbürsten-Massage einplanen.

  • Friedrichsbad textilfrei

    Das Friedrichsbad ist konsequent textilfrei und gemischt — wer damit nicht vertraut ist, sollte die getrennten Zeiten dienstags und donnerstags einplanen. Caracalla-Therme erlaubt im Innen- und Außenbereich Badebekleidung, nur die Sauna-Welt ist textilfrei.

  • + Spa-Termine vorab buchen

    Massage- und Behandlungstermine in den Top-Hotels sind häufig schon bei Buchung des Aufenthalts ausgebucht. Bareiss, Brenners und Traube Tonbach öffnen ihre Spa-Reservierungen mit der Hotelreservierung — vier bis sechs Wochen vor Anreise sollten die wichtigsten Termine gesetzt sein.

  • i KONUS-Karte nutzen

    Über 140 Schwarzwald-Orte stellen ihren Übernachtungsgästen die KONUS-Karte aus. Damit fahren Wellness-Gäste kostenfrei zwischen Hotel, Therme und Bahnhof — ein Tagesausflug von Baiersbronn nach Baden-Baden kostet so keinen einzigen Euro ÖPNV.

  • Sauna nach 16 Uhr

    In den meisten Schwarzwald-Hotels ist die Sauna zwischen 16 und 19 Uhr am vollsten. Wer in Ruhe schwitzen möchte, kommt direkt nach der Mittagspause um 14 Uhr oder spät abends ab 20 Uhr. Bareiss und Brenners haben Saunen häufig bis 22 Uhr geöffnet.

  • Barrierefreiheit der Thermen prüfen

    Die Caracalla-Therme in Baden-Baden ist vollständig barrierefrei mit Hublift in alle Becken. Das historische Friedrichsbad und das Palais Thermal Bad Wildbad sind aufgrund der Gebäude-Struktur nur eingeschränkt barrierefrei — Treppen zwischen den Sälen sind unvermeidlich.

  • Winter-Wellness mit Schneeblick

    Die Hochtal-Hotels in Baiersbronn liegen häufig oberhalb der Schneefall-Grenze. Wer von Dezember bis März bucht, schwimmt im beheizten Außenbecken vor verschneiten Tannen — das ikonische Schwarzwälder Wellness-Bild. Hotel Bareiss hält das Außenbecken auf konstanten 34 Grad, bei minus zehn Grad Außentemperatur entsteht der typische Dampf.

  • Sommer-Wellness mit Bergpanorama

    Zwischen Mai und September verlagert sich das Wellness-Erlebnis nach außen. Wandern auf den Höhen, anschließend Sauna oder Salzhöhle im Hotel. Badenweiler bietet zwischen Juni und August häufig laue Sommernächte mit Liegestühlen im Cassiopeia-Garten und Blick auf den Belchen.

Insider-Tipps

Der Geheimtipp Bad Bellingen

Die Balinea-Therme im Süden ist die unentdeckte Schwester von Caracalla. Weniger voll, mit Außenbecken-Blick in die Rebberge des Markgräflerlands und einem deutlich entspannteren Publikum. Wer Wellness ohne Promi-Atmosphäre sucht, fährt nach Bad Bellingen.

Hotel Spielweg im Münstertal

Das familiengeführte Romantik-Hotel Spielweg ist seit 1700 in Familienbesitz und kombiniert klassische Schwarzwälder Küche mit einem soliden Spa-Bereich. Die Lage am Belchen ist landschaftlich grandios, der Wellness-Bereich gemütlich und die Halbpension mit Wild aus eigener Jagd ist eine kulinarische Reise.

Friseur und Cosmetik im Bareiss

Eine Besonderheit des Hotel Bareiss ist der hauseigene Friseur und das Cosmetik-Studio innerhalb des Spa-Bereichs. Wer ein verlängertes Wellness-Wochenende plant, kann hier Haarschnitt, Maniküre und Gesichtsbehandlung in den Tagesablauf einbauen, ohne das Hotel verlassen zu müssen.

HÄUFIGE FRAGEN

Was kostet ein Wellness-Wochenende im Schwarzwald?

Ein 2-Nächte-Wellness-Wochenende im Schwarzwald kostet pro Person rund 250 Euro im Budget-Segment (3-Sterne-Hotel mit Halbpension und Therme-Tagespass), rund 500 Euro in der Mittelklasse (4-Sterne-Hotel mit eigenem Spa) und 1.500 Euro plus im Luxus-Segment (Bareiss, Brenners, Traube Tonbach mit Halbpension und Spa-Behandlungen).

Welches Hotel hat den größten Spa-Bereich im Schwarzwald?

Das Hotel Bareiss in Baiersbronn-Mitteltal mit 16.000 m² Spa-Fläche aufgeteilt in sieben verschiedene Spa-Welten, vier Schwimmbädern (innen und außen), eigenem Friseur und einem Cosmetik-Studio. Damit ist der Bareiss-Spa der größte Hotel-Spa des Schwarzwalds.

Was ist das Besondere am Friedrichsbad in Baden-Baden?

Das Friedrichsbad eröffnete 1877 und bietet bis heute auf 17 Stationen ein römisch-irisches Bad mit dem Wechsel aus heißer Trockenluft, Dampfbad, Seifenbürsten-Massage, Thermal-Vollbädern und Kaltwasser-Abreibung. Diese komplette Stationen-Choreografie ist einzigartig in Deutschland und nur hier in dieser historischen Form erhalten. Mark Twain prägte das berühmte Zitat „Nach zehn Minuten vergisst man die Zeit, nach zwanzig die Welt“.

Wann ist die beste Zeit für ein Wellness-Wochenende im Schwarzwald?

Wellness-Hotels im Schwarzwald arbeiten ganzjährig. Besonders gefragt ist Winter-Wellness von Dezember bis März, wenn die Hochtal-Hotels in 600 bis 1.000 Meter Höhe häufig im Schnee liegen und das beheizte Außenbecken bei Minusgraden den typischen Dampf produziert. Sommer-Wellness von Mai bis September kombiniert Wandern, Spa und lange laue Abende.

Wie viele Heilbäder gibt es im Schwarzwald?

Im Schwarzwald liegen neun staatlich anerkannte Heilbäder mit dem Titelzusatz „Bad“: Baden-Baden, Bad Wildbad, Bad Liebenzell, Bad Herrenalb, Bad Krozingen, Badenweiler, Bad Bellingen, Bad Säckingen und Bad Rippoldsau-Schapbach. Das macht den Schwarzwald zur dichtesten Heilbäder-Region Deutschlands.

Ist das Friedrichsbad textilfrei?

Ja, das Friedrichsbad in Baden-Baden ist konsequent textilfrei und gemischt — also Männer und Frauen gemeinsam ohne Badebekleidung. Dienstags und donnerstags gibt es jedoch nach Geschlechtern getrennte Zeiten für Gäste, die das Mischbad meiden möchten. Die benachbarte Caracalla-Therme erlaubt im Schwimmbereich Badebekleidung und ist nur in der Saunawelt textilfrei.

Wie reise ich am besten ohne Auto in den Wellness-Schwarzwald an?

Baden-Baden ist ICE-Halt auf der Rheintalstrecke Frankfurt—Basel und in 1:30 Stunden von Frankfurt oder 1:00 Stunde von Stuttgart erreichbar. Vom Bahnhof Baden-Baden Oos fährt der Stadtbus alle zehn Minuten in die Innenstadt. Mit der KONUS-Gästekarte ist der ÖPNV im gesamten Schwarzwald-Tarifverbund für Übernachtungsgäste kostenfrei.

Welches Hotel hat die berühmteste Schwarzwald-Küche?

Die Traube Tonbach in Baiersbronn beherbergt das mit 3 Michelin-Sternen ausgezeichnete Restaurant Schwarzwaldstube, eines der renommiertesten Restaurants Deutschlands. Auch das Hotel Bareiss-Restaurant trägt 3 Michelin-Sterne. Damit hat Baiersbronn im Murgtal die höchste Dichte an 3-Sterne-Restaurants in Europa und die Region wird als „Sternedorf“ bezeichnet.

Was ist die Villa Stéphanie im Brenners Park?

Die Villa Stéphanie ist der Medical-Spa des Brenners Park-Hotel & Spa in Baden-Baden, 2015 als „Spa de Charme“ der neuesten Generation eröffnet. Auf rund 5.000 m² bietet sie medizinische Diagnostik, Detox-Programme, Fitness, klassische Spa-Behandlungen und ärztlich begleitete Wellness-Programme. Sie zählt zu den führenden Medical-Spas Europas.

Welche heiße Quelle hat Badenweiler?

Badenweiler nutzt die Cassiciacus-Quelle, deren Thermalwasser mit 26,4 Grad aus rund 1.000 Meter Tiefe nach oben strömt. Die Cassiopeia-Therme ist nach diesem Quellen-Namen benannt. Anton Tschechow verstarb 1904 in Badenweiler, was dem Ort einen literarisch-kulturellen Bezug verleiht und bis heute ein Tschechow-Denkmal vor dem Kurpark erklärt.

Gibt es im Schwarzwald Ayurveda-Hotels?

Ja, mehrere Schwarzwald-Hotels bieten zertifizierte Ayurveda-Programme mit indischen Therapeuten und Ayurveda-Ärzten an. Typische Programme reichen von Wochenend-Snacks mit Abhyanga-Ölmassage und Shirodhara-Stirnguss bis zu fünf- bis siebentägigen Panchakarma-Kuren mit ärztlicher Begleitung.

Kann ich im Winter draußen im Thermalbecken schwimmen?

Ja, mehrere Schwarzwald-Hotels und Thermen halten ihre Außenbecken auch im Winter auf 32 bis 34 Grad warm. Die Caracalla-Therme in Baden-Baden, das Palais Thermal Bad Wildbad und alle Top-Hotels in Baiersbronn bieten beheizte Außenpools. Bei Minustemperaturen entsteht der charakteristische Dampf über dem Wasser, der das ikonische Schwarzwälder Winter-Wellness-Bild prägt.
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