Mauritius liegt rund 2.000 Kilometer östlich von Madagaskar im Indischen Ozean und ist mit 2.040 Quadratkilometern klein genug für viele Tagesausflüge, aber groß genug für einen abwechslungsreichen Urlaub. Die Insel passt gut zu Paaren, Familien und aktiven Reisenden, die Badeurlaub mit Wandern, Schnorcheln und guten Restaurants kombinieren möchten. Der höchste Punkt ist der Piton de la Rivière Noire mit 828 Metern. Rund um Port Louis, Flic en Flac, Le Morne, Belle Mare und Chamarel liegen die wichtigsten Stationen für deinen Urlaub.
Strände, Lagunen und Küstenorte
Auf Mauritius liegen die meisten Badeplätze in flachen Lagunen hinter dem Riff. Das Wasser bleibt oft ruhig, weil die Brandung draußen am Korallenrand bricht. Genau das macht die Insel für Familien mit Kindern, Schnorchler und alle angenehm, die gerne direkt vom Strand ins Meer gehen. An der West- und Nordküste ist das Wasser meist ruhiger, im Osten und Süden kann es windiger werden.
Belle Mare
Der Strand von Belle Mare zieht sich über mehrere Kilometer an der Ostküste entlang. Hier findest du hellen Sand, viel Platz und an vielen Stellen nur wenig Trubel. Der Strand ist gut für lange Spaziergänge am Morgen und für Urlauber, die eine breite Küste ohne dichte Bebauung mögen.
Flic en Flac
Flic en Flac liegt an der Westküste und gehört zu den bekanntesten Stränden der Insel. Der Strand ist lang, gut erschlossen und am Abend oft belebt. Wer Restaurants, Bars und einen unkomplizierten Einstieg ins Wasser sucht, ist hier gut aufgehoben. Die Sonnenuntergänge gehören zu den stärksten Argumenten für diesen Abschnitt.
Le Morne
Am Fuß des Le Morne Brabant liegt ein Strand mit starkem Naturbezug und freiem Blick auf den markanten Berg. Die Lagune ist geschützt, das Wasser oft klar und der Küstenabschnitt beliebt bei Kitesurfern. Wer Strand und Landschaft in einem sucht, findet hier einen der besten Plätze der Insel.
Blue Bay
Blue Bay im Südosten steht für klares Wasser und gute Schnorchelmöglichkeiten. Das Gebiet ist für das Blue Bay Marine Park-Umfeld bekannt, wo Korallen und Fische leicht zu sehen sind. Für einen halben Tag am Wasser ist das einer der praktischsten Strände, vor allem wenn du Unterwasserleben sehen willst, ohne weit hinauszufahren.
Île aux Cerfs
Die kleine Insel vor der Ostküste ist kein klassischer Strandabschnitt, aber ein wichtiges Tagesziel. Die Lagunen wirken hier besonders hell und ruhig. Die Anfahrt per Boot gehört dazu, und vor Ort geht es oft um Badepausen, Wassersport und kurze Strandstopps.
Île aux Benitiers
Die Insel vor der Südwestküste liegt nahe bei Le Morne und wird oft mit Bootsausflügen kombiniert. Das Wasser ist flach, die Kulisse weit und der Tagesausflug gut mit Schnorcheln oder einem Badestopp verbunden. Für ruhige Stunden abseits der großen Strände ist das ein guter Zusatzpunkt.
Aktivitäten auf Mauritius
Schnorcheln in Blue Bay
Der Marine-Park vor Blue Bay gehört zu den bekanntesten Schnorchelgebieten der Insel. Das Wasser ist oft klar, und im flachen Bereich lassen sich Korallen und kleine Fischschwärme gut beobachten. Viele Ausflüge laufen halbtägig und eignen sich auch für Einsteiger.
Tauchen an der Nord- und Westküste
Rund um Trou aux Biches und im Westen starten Tauchschulen zu Riffen und Wracks. Die Preise hängen von Tiefe, Dauer und Ausrüstung ab. Wer eine Ausbildung oder einen Auffrischungskurs braucht, findet vor Ort mehrere Anbieter mit englischsprachigen Kursen.
Wandern im Black River Gorges Nationalpark
Der größte Nationalpark der Insel bietet Wanderwege, Aussichtspunkte und Wasserfälle. Die Trails reichen von kurzen Spaziergängen bis zu längeren Touren. Am angenehmsten ist das Wandern in den trockeneren Monaten von Mai bis Oktober.
Kitesurfen am Le Morne
Die Lagune am Le Morne gehört zu den bekanntesten Spots für Kitesurfer. Der Wind ist besonders in den trockeneren Monaten verlässlich. Für Anfänger gibt es Schulen direkt an der Küste, oft mit Kursen, Material und Shuttles in die flacheren Bereiche.
Kajak und Stand-up-Paddling
Ruhige Lagunen an der West- und Nordküste eignen sich gut für SUP und Kajak. Viele Hotels und lokale Anbieter verleihen das Material stundenweise. Früh morgens ist das Wasser oft am glattesten.
Tagesausflug nach Port Louis
Die Hauptstadt bringt Märkte, Kolonialbauten und das Aapravasi Ghat zusammen. Für einen halben bis ganzen Tag reicht das gut aus. Wer gern lokal isst und Marktstimmung mag, sollte Port Louis nicht nur als Zwischenstopp sehen.
Vergleich der wichtigsten Regionen
Für einen ersten Mauritius-Urlaub sind West- und Nordküste am einfachsten. Wer mehr Ruhe will, schaut Richtung Osten. Für Landschaft und Wanderungen lohnt das Inland mit Chamarel und dem Black River Gorges Nationalpark.
Hauptattraktionen und Orte mit Geschichte
Port Louis und der Central Market
Port Louis ist die Hauptstadt und das wirtschaftliche Zentrum der Insel. Der Central Market bringt Gewürze, Obst, Gemüse und Straßenessen zusammen. Dazu kommen koloniale Gebäude, die Waterfront und kurze Wege zu Museen und dem Aapravasi Ghat. Für einen Stadtbesuch brauchst du keinen ganzen Tag, aber mehr als nur einen Schnellstopp lohnt sich.
Aapravasi Ghat
Die UNESCO-Stätte in Port Louis erinnert an die Ankunft indischer Vertragsarbeiter im 19. Jahrhundert. Die Anlage ist klein, aber historisch wichtig. Wenn du Mauritius besser verstehen willst, gehört dieser Ort dazu. Vor allem im Zusammenspiel mit der späteren Bevölkerungsentwicklung der Insel wird die Bedeutung schnell klar.
L''Aventure du Sucre
Das Museum in einer ehemaligen Zuckerfabrik erklärt, wie stark Zuckerrohr die Insel geprägt hat. Die Ausstellung verbindet Wirtschaftsgeschichte, Sklaverei, Technik und Alltag. Das Haus ist auch für Familien gut geeignet, weil die Präsentation übersichtlich und klar aufgebaut ist.
Chamarel und die siebenfarbige Erde
Chamarel liegt im Südwesten und ist einer der bekanntesten Ausflugsorte der Insel. Die siebenfarbige Erde ist klein, aber markant, und zusammen mit dem Wasserfall ergibt sich ein kurzer, gut planbarer Stopp. Wer früh kommt, ist meist ruhiger unterwegs und hat mehr Zeit für den Blick über das grüne Umland.
Die 6 wichtigsten Aktivitäten im Überblick
Marktbummel in Port Louis
Der Markt ist am Morgen am lebendigsten. Du findest dort Obst, Gewürze, Tee, Snacks und kleine Alltagsprodukte. Für den ersten Eindruck der Insel ist das besser als jede lange Erklärung.
Bootstour zur Île aux Cerfs
Beliebt sind Halbtagestouren oder Kombitouren mit Badestopp. Die Insel ist leicht erreichbar und eignet sich gut für einen entspannten Ausflug mit Wasserzeit. Achte auf den Rücktransfer, damit du nicht länger warten musst als geplant.
Rumverkostung und Zuckerhistorie
Mehrere Anbieter verbinden Rum, Zuckerrohr und Inselgeschichte. Das passt gut zu einem Schlechtwettertag oder zu einer Nachmittagsrunde. Wer sich für Produktion und Handel interessiert, nimmt hier mehr mit als nur eine Probe.
Sonnenuntergang an der Westküste
Flic en Flac, Tamarin und Teile von Le Morne sind gute Plätze für den Abend. Viele Gäste planen den Strandtag so, dass sie bis zum Sonnenuntergang bleiben. Das lohnt sich besonders, wenn der Himmel klar ist.
Wasserfallbesuch in Chamarel
Der Chamarel-Wasserfall ist einer der gut erreichbaren Naturstopps der Insel. Der Besuch lässt sich gut mit Aussichtspunkten, der siebenfarbigen Erde und einem Mittagessen verbinden. Das spart Fahrzeit und macht den Ausflug rund.
Wandertag mit Guide
Geführte Touren im Inselinneren sind praktisch, wenn du dich nicht selbst um Routen und Wetter kümmern willst. Ein lokaler Guide kennt Wege, Trinkwasserstellen und den besten Startzeitpunkt. Besonders in der warmen Saison ist das angenehm.
Anreise und Erreichbarkeit
Mauritius erreichst du über den internationalen Flughafen Sir Seewoosagur Ramgoolam bei Mahébourg im Südosten. Von dort verteilen sich die wichtigsten Urlaubsorte über die Küsten. Für einen Strandurlaub planst du nach der Landung am besten noch eine Transferzeit ein, weil die Wege je nach Ziel deutlich auseinanderlaufen.
Mit dem Flugzeug
Direktflüge aus Deutschland sind nicht immer gleich verfügbar, häufig fliegst du mit Umstieg. Aus Hamburg, Berlin und München musst du meist mit rund 12 bis 16 Stunden Gesamtreisezeit rechnen, abhängig von Airline und Umsteigeort. Wer flexibel bei der Ankunftszeit ist, findet oft bessere Verbindungen und kürzere Wartezeiten.
Mit dem Auto
Ein eigener Mietwagen lohnt sich vor allem, wenn du mehrere Küstenabschnitte, Chamarel, Port Louis und den Black River Gorges Nationalpark kombinieren willst. Auf Mauritius fährt man links. Die größeren Orte sind gut verbunden, aber einige Straßen im Inselinneren sind schmaler und kurviger als erwartet. Ein Navi oder eine Offline-Karte ist sinnvoll.
Mit der Bahn / dem ÖPNV
Eine klassische Bahnverbindung für Gäste gibt es nicht. Der öffentliche Verkehr läuft vor allem über Busse. Das Netz ist günstig, aber langsamer als ein Mietwagen. Für einzelne Strandtage reicht das oft, für Rundreisen ist es eher eine Ergänzung als die Hauptlösung.
Vor Ort bewegen / Parken
Die meisten Strandorte lassen sich mit Mietwagen, Taxi oder organisierten Transfers erreichen. An beliebten Stränden gibt es teils einfache Parkplätze, die an Wochenenden schnell voll werden. In Port Louis und bei Ausflugszielen wie Chamarel ist frühes Ankommen oft die beste Lösung.
Unterkunft auf Mauritius
Die Insel hat viele klassische Strandresorts, dazu kleinere Boutique-Hotels, Villen und Gästehäuser. Für Familien sind Anlagen mit großer Poolzone, Kinderbereich und flachem Strandzugang praktisch. Paare schauen oft Richtung Westküste oder Le Morne, wenn Ruhe und Lage wichtiger sind als Nachtleben. Wer besser essen und flexibel unterwegs sein will, findet auch gut gelegene Häuser ohne großes All-Inclusive-Programm.
Für Familien
Familienfreundlich sind Unterkünfte an der West- und Nordküste, wenn der Strand flach abfällt und Restaurants in Laufweite liegen. Ideal sind Häuser mit Kinderpool, großem Zimmerangebot und kurzer Distanz zum Wasser. So sparst du Transfers und bleibst am Strand flexibel.
Für Paare
Paare wählen oft Le Morne, Tamarin oder ruhigere Abschnitte bei Belle Mare. Dort sind Sonnenuntergänge, viel Platz und eine ruhigere Umgebung die größten Pluspunkte. Wer keine Kinderanimation braucht, bekommt hier oft das angenehmere Gesamtpaket.
Für Aktivurlauber
Aktive Urlauber sind mit einer Lage nahe Black River Gorges, Le Morne oder den Westküstenstränden gut bedient. So liegen Wandern, Kiten, SUP und Tauchboote nah beieinander. Ein Mietwagen macht die Planung deutlich einfacher.
Die 8 wichtigsten praktischen Tipps
- €Budget vorab prüfen
Mauritius ist kein Billigziel. Für gute Lage, saubere Hotels und Transfers solltest du eher mit mittlerem bis gehobenem Preisniveau rechnen.
- ☀Die richtige Saison wählen
Mai bis Dezember ist für die meisten Reisenden am angenehmsten. Dann ist es trockener und nicht so schwül wie im Hochsommer der Südhalbkugel.
- ✦Westküste für ruhige Abende
Wenn du abends gern am Strand bleibst, ist die Westküste praktisch. Dort sind Sonnenuntergänge und Windverhältnisse oft angenehmer als an der Ostseite.
- +Früh zu Ausflugszielen fahren
Chamarel, Port Louis und beliebte Bootsausflüge sind morgens entspannter. So vermeidest du Stau und bekommst leichter Parkplätze oder freie Plätze auf Touren.
- iLinksverkehr einplanen
Wenn du selbst fährst, brauchst du am ersten Tag etwas mehr Konzentration. Besonders Kreisverkehre und schmale Küstenstraßen kosten anfangs Zeit.
- ⌘Lokale Küche mittags testen
Dholl Puri, Rougaille und Gâteau Piment bekommst du oft günstiger als am Abend. In Märkten und kleinen Lokalen schmeckt das meist direkter und weniger touristisch.
- ♿Strandzugang vorher prüfen
Nicht jeder Küstenabschnitt ist gleich gut begehbar. Wenn du mit Kinderwagen oder eingeschränkter Mobilität reist, lohnt sich ein kurzer Check zu Wegen, Schatten und Toiletten.
- ☂Regenschauer sind oft kurz
Auch in der guten Saison kann es lokal regnen. Meist zieht das Wetter zügig durch, deshalb sind flexible Tagespläne besser als starre Vollprogrammtage.
Insider-Tipps
Ein sinnvoller 5-Phasen-Plan für Mauritius
Geschichte und Charakter der Insel
Mauritius wurde nacheinander von Portugiesen, Niederländern, Franzosen und Briten geprägt. Die Insel wurde ab dem 17. Jahrhundert wirtschaftlich vor allem über Zuckerrohr wichtig. 1968 wurde Mauritius unabhängig. Heute spiegeln Sprache, Essen, Religionen und Architektur die lange Kolonialgeschichte und die spätere Einwanderung aus Indien, China und anderen Regionen wider.
Gerade diese Mischung zeigt sich im Alltag ganz praktisch. Du kannst morgens an einem Tempel vorbeifahren, mittags ein indisches Fladenbrot essen und abends in einem französisch geprägten Restaurant am Meer sitzen. Das wirkt nicht wie ein Museum, sondern wie ein normaler Teil des Lebens auf der Insel.
FAQ zu Mauritius
Die häufigsten Fragen drehen sich um die beste Reisezeit, die Strandwahl, Transfers und die Dauer des Urlaubs. Für die meisten Reisenden lohnt es sich, die Insel nicht nur als Badeziel zu sehen, sondern als Kombination aus Küste, Ausflügen und gutem Essen.



