Der Große Arber erhebt sich mit 1.456 Metern über dem Meeresspiegel im Inneren Bayerischen Wald an der bayerisch-tschechischen Grenze und ist damit der höchste Gipfel des Bayerischen Waldes sowie der höchste Berg Bayerns außerhalb der Alpen. Die Talstation der Arber-Bergbahn liegt unter der Adresse Arberseestraße 50 in 94252 Bayerisch Eisenstein im Landkreis Regen und ist über die Bundesstraße B11 zwischen Regen und der tschechischen Grenze erreichbar. Vom Gipfelplateau eröffnet sich ein 360-Grad-Panorama, das bei klarer Sicht vom Alpenhauptkamm im Süden über den Bayerischen Wald bis weit nach Tschechien und an die böhmische Tiefebene reicht. Der Granit-Gipfel mit seinen charakteristischen Felsformationen ist Heimat des seltenen Auerhuhns und steht als Teil des Naturschutzgebiets Arber unter strengem Schutz. Die Gondelbahn auf den Großen Arber wurde 1949 als eine der ersten Berg-Seilbahnen Deutschlands eröffnet und mehrfach modernisiert — sie bringt Wintersportler wie Wanderer komfortabel auf rund 1.430 Meter zur Bergstation, von dort erreicht man den eigentlichen Gipfel über einen kurzen Steig. Im Winter ist der Große Arber mit vier Liftanlagen und rund zwölf Kilometern Pisten das größte und beliebteste Skigebiet im Bayerischen Wald, im Sommer ziehen der Arber-Gipfel-Steig, Mountainbike-Strecken sowie der Große und Kleine Arbersee als eiszeitlich geformte Glaslseen zigtausende Wanderer und Naturfreunde an. Eine einfache Bergbahnfahrt kostet rund 22 Euro, die Anreise erfolgt über die B11 nach Bayerisch Eisenstein und weiter ins Arbergebiet, der Großraum München, Regensburg und Pilsen sind innerhalb von zwei bis drei Stunden erreichbar.

Anreise und Erreichbarkeit

Der Große Arber liegt im Inneren Bayerischen Wald an der Grenze zu Tschechien, rund 60 Kilometer nördlich von Regensburg, 180 Kilometer nordöstlich von München und etwa 70 Kilometer südöstlich von Pilsen in Tschechien. Die Talstation der Arber-Bergbahn an der Arberseestraße 50 in Bayerisch Eisenstein ist über die Bundesstraße B11 erreichbar, die als zentrale Verkehrsachse durch den Bayerischen Wald führt und Regen mit der tschechischen Grenze verbindet. Wer die Anreise per Bahn plant, fährt mit der Waldbahn bis nach Bayerisch Eisenstein und nutzt von dort den Igelbus oder das eigene Auto zur Talstation — die letzte Strecke ist nur wenige Kilometer lang und durch dichten Bergwald geprägt.

Mit dem Auto

Aus Süden und Westen führt die Anreise über die Autobahn A3 in Richtung Passau bis zur Abfahrt Deggendorf und von dort über die Bundesstraßen B11 und B85 in den Bayerischen Wald — die Fahrt von der Autobahn bis zur Talstation dauert etwa 50 bis 70 Minuten und führt durch enge Flusstäler und über kleinere Pässe. Aus Nordosten erreichen Besucher den Großen Arber über die A93 bis Regensburg und weiter über die B85 und B11 nach Bayerisch Eisenstein. Die letzten Kilometer ab Bayerisch Eisenstein zur Talstation an der Arberseestraße sind durchgehend ausgeschildert und führen durch den Bergwald rund um den Großen Arbersee. An der Talstation steht ein großer Besucherparkplatz zur Verfügung, der an Wintersport-Wochenenden und in der Hauptwandersaison im Herbst gut gefüllt ist — frühe Anreise wird in der Skisaison ausdrücklich empfohlen, weiter unten im Tal gibt es kostenpflichtige Ausweich-Parkplätze.

Mit der Bahn und dem ÖPNV

Bayerisch Eisenstein hat einen eigenen Bahnhof, der über die Waldbahnstrecke von Plattling und Zwiesel bedient wird und gleichzeitig grenzüberschreitend an das tschechische Bahnnetz angeschlossen ist — der Bahnhof teilt sich das Gebäude mit der tschechischen Station Železná Ruda-Alžbětín, was ihn zu einer der wenigen bilingualen Grenzbahnhöfe Mitteleuropas macht. Vom Bahnhof bis zur Talstation der Arber-Bergbahn sind es rund sechs Kilometer, die mit dem Igelbus, dem Bayerwald-Linienbus oder dem Taxi überbrückt werden — die Fahrt dauert rund fünfzehn Minuten. Für Tagestouristen aus Regensburg, München, Passau und Pilsen ist die Bahnanreise besonders im Sommer eine entspannte Alternative zum Stau auf der B11.

Mit dem Flugzeug

Die nächstgelegenen Flughäfen sind München, rund 200 Kilometer südwestlich, und Prag, rund 180 Kilometer nordöstlich. Auch der Flughafen Nürnberg liegt mit rund 220 Kilometern noch im sinnvollen Anfahrtsradius. Für internationale Gäste ist meist München die erste Wahl, von dort führt die Weiterfahrt mit Mietwagen oder Bahn in den Bayerischen Wald. Die Anreise per Flugzeug ist nur für Fernreisende sinnvoll, innerhalb Deutschlands ist die Bahn- oder Autoanreise effizienter.

Vor Ort bewegen und Parken

Rund um den Großen Arber bewegt man sich entweder zu Fuß auf den Wanderwegen, mit der Gondelbahn von der Talstation zur Bergstation oder mit dem Auto auf den Verbindungsstraßen zwischen den Seen, der Talstation und den Orten Bayerisch Eisenstein und Bodenmais. Die Hauptwege auf dem Gipfel sind weitgehend befestigt, der Arber-Gipfel-Steig mit rund fünf Kilometern führt über die markanten Felsformationen und ist mit Trittsicherheit gut zu schaffen — feste Wanderschuhe sind ganzjährig sinnvoll, im Winter kommen Grödel oder Spikes hinzu. Behindertenparkplätze stehen direkt an der Talstation zur Verfügung, der Aufstieg zur Bergstation per Gondel ist barrierefrei möglich, der eigentliche Gipfelpfad ist aufgrund der felsigen Passagen jedoch nicht durchgehend rollstuhlgeeignet.

Regensburg 95 km ~1:30 h via A3 und B11
München 200 km ~2:45 h via A92, A3 und B11
Passau 90 km ~1:40 h via B85 und B11
Nürnberg 220 km ~2:45 h via A3 und B11
Pilsen (CZ) 75 km ~1:30 h via D5 und Grenzübergang Železná Ruda

Der Gipfel und das Plateau

Der Große Arber prägt mit seinen 1.456 Metern Höhe das Mittelgebirgsmassiv des Bayerischen Waldes wie kein anderer Gipfel — er ist der höchste Berg des Bayerischen Waldes und gleichzeitig der höchste bayerische Berg außerhalb der Alpen. Wer vom Plateau in alle Himmelsrichtungen blickt, sieht im Süden bei klarer Sicht den Alpenhauptkamm mit Watzmann, Hochkönig und Dachstein, im Westen die Hügelketten des Bayerischen Waldes, im Norden die böhmische Tiefebene und im Osten die Šumava-Bergkämme. Das Gipfelplateau ist von markanten Granit-Felsen geprägt, dem sogenannten Großen und Kleinen Arberseekessel, der in der Eiszeit von Gletschern geformt wurde.

Das 360-Grad-Panorama

Vom Gipfelplateau eröffnet sich ein 360-Grad-Panorama, das an klaren Tagen Sichtweiten von über 200 Kilometern erlaubt — vom Alpenhauptkamm im Süden bis nach Prag im Norden ist das Panorama eines der weitreichendsten Mittelgebirgs-Panoramen Deutschlands. Eine Aussichtsplattform mit Orientierungstafeln hilft bei der Identifikation der einzelnen Gipfel, an Föhntagen sind die Alpen besonders eindrucksvoll als scharfe Silhouette am Horizont sichtbar. Wer früh morgens vor Sonnenaufgang oder spät am Abend nach Sonnenuntergang aufsteigt, erlebt das Panorama in der goldenen oder blauen Stunde — beide Stimmungen gehören zu den schönsten Bergerlebnissen des Bayerischen Waldes.

Der Gipfelsteig und die Felsformationen

Vom Endpunkt der Gondelbahn auf rund 1.430 Metern führt der Arber-Gipfel-Steig in rund 15 bis 20 Minuten zum eigentlichen Gipfelkreuz auf 1.456 Metern. Der Weg ist rund einen Kilometer lang und überwindet etwa 30 Höhenmeter über felsige Passagen — Trittsicherheit ist erforderlich, Schwindelfreiheit von Vorteil. Die markanten Felsblöcke auf dem Gipfel bestehen aus Granit und sind durch Frostsprengung über Jahrtausende geformt worden, mehrere Aussichtsfelsen erlauben das Verweilen mit Panoramablick. Insgesamt umfasst der erweiterte Arber-Gipfel-Steig rund fünf Kilometer mit allen Aussichtspunkten und ist als Halbtagestour zu planen.

Die Bergbahn und das Skigebiet

Die Arber-Bergbahn wurde 1949 als eine der frühesten deutschen Berg-Seilbahnen eröffnet und gehört damit zu den traditionsreichsten Gondelbahnen der Republik. Mehrere Modernisierungen — zuletzt mit komfortablen Sechser-Gondeln — haben die ursprüngliche Anlage in eine moderne Ganzjahresbahn verwandelt, die im Winter Skifahrer und Snowboarder, im Sommer Wanderer und Familien zur Bergstation bringt. Eine einfache Bergfahrt kostet rund 22 Euro, Berg-und-Tal-Tickets und Familientarife reduzieren den Preis pro Person spürbar, in der Skisaison gilt das Tagesticket als kombiniertes Liftpass-Modell.

Vier Liftanlagen, zwölf Kilometer Pisten

Das Skigebiet am Großen Arber umfasst vier Liftanlagen mit zusammen rund zwölf Kilometern präparierten Pisten — die Hauptabfahrt Arber-Sonnenhang fällt von der Bergstation rund 400 Höhenmeter ins Tal, die Familienabfahrten im unteren Bereich sind blau bis rot markiert, die anspruchsvollere Nordhang-Variante rot bis schwarz. Die Pisten sind technisch beschneit, die Saison reicht in schneereichen Wintern von Anfang Dezember bis Mitte April. Skischule, Skiverleih, Snowpark und Funslope ergänzen das Angebot, das Arber ist damit das größte und beliebteste Wintersport-Ziel im gesamten Bayerischen Wald.

Skiverleih und Skischule

An der Talstation und an der Bergstation finden sich mehrere Skiverleih-Stationen mit aktuellem Verleihmaterial — Ski, Snowboards, Schuhe, Helme und Stöcke werden tageweise oder mehrtägig vermietet, die Preise liegen für ein komplettes Tagespaket bei rund 25 bis 35 Euro für Erwachsene. Die Arber-Skischule bietet Kurse für Kinder ab vier Jahren, Einsteiger-Erwachsene und Fortgeschrittene, Snowboard-Kurse und Privatstunden — Buchungen sind in der Hochsaison rund um Weihnachten und Fasching wochenlang im Voraus zu planen. Für Kinder gibt es eine eigene Übungswiese mit Förderband im Talbereich.

Die sechs Erlebnisbereiche im Überblick

Gipfel und Aussichtsplattform

Das 1.456 Meter hohe Plateau mit 360-Grad-Panorama vom Alpenhauptkamm bis Prag ist das Herzstück des Großen Arbers — markante Granitfelsen, Orientierungstafeln und ein eindrucksvolles Gipfelkreuz markieren den höchsten Punkt.

Arber-Gipfel-Steig

Rund fünf Kilometer Rundweg mit allen Aussichtsfelsen und Panoramapunkten — von der Bergstation in einer Halbtagestour gut zu schaffen, Trittsicherheit erforderlich, im Winter mit Grödeln machbar.

Skigebiet Arber

Vier Liftanlagen, rund zwölf Kilometer Pisten und damit das größte Wintersport-Ziel im Bayerischen Wald — Familienabfahrten, anspruchsvolle Nordhang-Strecken, Snowpark und Funslope für jede Könnerstufe.

Großer Arbersee

Eiszeitlich geformter Glaslsee am Nordhang des Großen Arbers, umgeben von Bergwald — ein beliebtes Wanderziel mit Rundweg und Einkehrmöglichkeit, im Sommer ein klassisches Tagesausflugsziel.

Kleiner Arbersee

Kleinerer Eiszeitsee am Südosthang mit moorigem Charakter und schwimmenden Inseln aus Torf — ein deutlich ursprünglicheres Naturerlebnis als der Große Arbersee, Rundweg in rund einer Stunde.

Mountainbike-Strecken

Markierte Mountainbike-Trails führen rund um den Großen Arber durch Bergwald und über Forststraßen — der Bayerwald-Trail und der Arbersee-Rundweg sind mit dem Rad gut zu fahren, Helm und Schutzkleidung empfohlen.

Vergleich der Erlebnis-Optionen am Großen Arber

Kriterium
Gondelbahn + Gipfel
Skigebiet im Winter
Arber-Gipfel-Steig
Großer Arbersee
Kleiner Arbersee
Höhe / Lage
Gipfelplateau auf 1.456 Metern
zwischen 950 und 1.430 Metern
Rundweg auf rund 1.400 Metern
am Nordhang auf rund 935 Metern
am Südosthang auf rund 920 Metern
Erlebnis-Schwerpunkt
360-Grad-Panorama, Aussicht
Skifahren, Snowboarden, Snowpark
Wandern, Felsformationen
Wandern, Einkehr, Familien
Moorlandschaft, schwimmende Inseln
Dauer
2 bis 3 Stunden inklusive Bergfahrt
ganztägig in der Skisaison
Halbtagestour rund 3 Stunden
Rundweg rund 1,5 Stunden
Rundweg rund 1 Stunde
Schwierigkeit
leicht mit Bergbahn
blau bis schwarz, alle Stufen
mittel, Trittsicherheit nötig
leicht, kinderwagentauglich
leicht bis mittel, moorig
Beste Saison
ganzjährig, Mai bis Oktober ideal
Dezember bis April
Mai bis Oktober
April bis November
Mai bis Oktober
Kosten
rund 22 Euro Bergfahrt
Tagesticket Skipass
kostenfrei nach Bergfahrt
kostenfrei, Parkplatz
kostenfrei, Parkplatz
Familieneignung
sehr hoch
hoch mit Skischule
mittel, ab Schulalter
sehr hoch
hoch, kindgerecht

Die Tabelle vergleicht die fünf wichtigsten Erlebnisformen am Großen Arber — von der bequemen Gondelfahrt mit Gipfelblick bis zur ausgedehnten Wanderung an den eiszeitlichen Seen.

Geschichte und Natur

Der Große Arber prägt das bayerisch-böhmische Grenzgebirge seit vielen Millionen Jahren — sein Granit-Gipfel entstand aus tief im Erdmantel erstarrten Magmaintrusionen, die im Lauf der Erdgeschichte freigelegt und durch Frost und Eis zu den heutigen markanten Felsformationen geformt wurden. Im Mittelalter galt der Gipfel als unwirtlich und mystisch, erst im 19. Jahrhundert begannen botanische und geologische Expeditionen, die alpinen Pflanzengesellschaften, Latschenkiefernbestände und Felsformationen zu erforschen.

Heimat des Auerhuhns

Der Große Arber gehört zu den letzten Rückzugsgebieten des Auerhuhns in Bayern — der scheue Raufußhuhn-Vogel benötigt strukturreiche Bergwälder, lichte Latschenkiefernbestände und ungestörte Brutgebiete. Das Naturschutzgebiet Arber schützt rund um den Gipfel diese sensiblen Lebensräume, in der Brut- und Balzzeit von Anfang März bis Ende Juni gelten besondere Wegeregeln und teilweise Sperrungen abseits der markierten Pfade. Wer Auerhühner beobachten möchte, braucht Geduld, gute Optik und vor allem Rücksicht — Lärm und schnelles Vorbeigehen vertreiben die Tiere zuverlässig.

Eiszeitliche Spuren am Berg

Sowohl der Große als auch der Kleine Arbersee sind eiszeitliche Glaslseen, also Karseen — sie liegen in von Gletschern ausgehobenen Felsmulden und werden durch Quellen und Niederschlag gespeist. Der Große Arbersee am Nordhang ist mit rund 8 Hektar deutlich größer und liegt offen im Bergwald, der Kleine Arbersee am Südosthang ist kleiner, moorig geprägt und beherbergt die charakteristischen schwimmenden Inseln aus Torf — eine geologische Seltenheit. Beide Seen sind über markierte Wanderwege erreichbar und gehören zu den beliebtesten Wanderzielen im gesamten Bayerischen Wald.

Praktische Tipps für den Großen Arber

  • Bergbahn-Ticket im Vorverkauf

    Die einfache Bergfahrt zur Bergstation kostet rund 22 Euro pro Erwachsenem, Berg-und-Tal-Tickets und Familientarife sind deutlich günstiger pro Person. In der Skisaison ist das Tagesticket als kombinierter Liftpass die wirtschaftlichste Option, wer nur einmal hochfahren und wandern möchte, fährt mit dem Einzelticket Berg gut.

  • Früh starten im Sommer

    Klare Fernsicht über 100 Kilometer ist am Großen Arber meist in den frühen Vormittagsstunden gegeben, später am Tag verdichten sich Wolken und Dunst am Horizont. Wer um neun Uhr an der Talstation steht und mit der ersten Gondel hochfährt, hat die besten Chancen auf einen Panoramablick bis zu den Alpen.

  • + Festes Schuhwerk Pflicht

    Der Arber-Gipfel-Steig führt über Granitfelsen, Wurzelpartien und teils nasse Passagen. Sportschuhe oder leichte Sneaker sind nicht geeignet, gute Wanderschuhe mit Profil und Knöchelschutz sind ganzjährig sinnvoll. Im Winter sind Grödel oder Schneeketten für Schuhe auf dem Gipfelplateau hilfreich.

  • i Wettersturz einplanen

    Auf 1.456 Metern Höhe kann das Wetter im Bayerischen Wald innerhalb einer Stunde von Sonnenschein auf Nebel und Regen umschlagen. Eine wind- und wasserdichte Jacke gehört auch im Hochsommer in den Rucksack, im Winter sind zusätzliche warme Schichten und Handschuhe Pflicht. Der Wetterbericht der lokalen Bergbahnen ist zuverlässiger als allgemeine Vorhersagen.

  • Mit der Bahn anreisen

    Die Waldbahn von Plattling über Zwiesel nach Bayerisch Eisenstein ist eine landschaftlich reizvolle Anreise durch den Inneren Bayerischen Wald. Vom Bahnhof Bayerisch Eisenstein bringt der Igelbus oder die örtliche Buslinie Wanderer zur Talstation, in der Hochsaison verkehren die Busse im dichten Takt.

  • Barrierearmer Gipfelbesuch

    Die Gondelbahn von der Talstation zur Bergstation ist barrierearm zugänglich, Rollstuhl-Plätze in der Gondel sind verfügbar. Vom Bergstationsplateau eröffnet sich bereits ein weitgehendes Panorama, der eigentliche Gipfelpfad zum Gipfelkreuz auf 1.456 Metern ist aufgrund der felsigen Passagen jedoch nicht durchgehend rollstuhlgeeignet.

  • Beste Reisezeiten

    Für Skifahrer ist die Hauptsaison von Mitte Dezember bis Anfang April die ideale Zeit, mit Schwerpunkten in den bayerischen Schulferien. Wanderer finden im Juni bis Anfang Oktober ideale Bedingungen, der goldene Oktober mit klarer Fernsicht und buntem Bergwald gehört zu den schönsten Wandermonaten am Großen Arber. Mai und November sind als Übergangsmonate eher unsicher.

  • Auerhuhn-Schutzzeit beachten

    Von Anfang März bis Ende Juni gilt am Großen Arber die Auerhuhn-Brut- und -Balzzeit mit besonderen Wegeregeln und teilweisen Sperrungen abseits der markierten Pfade. Wer in dieser Zeit wandert, bleibt strikt auf den ausgewiesenen Wegen, vermeidet laute Gespräche und führt Hunde an der kurzen Leine — das Auerhuhn ist europaweit streng geschützt.

Insider-Tipps

Stille Wanderwege jenseits des Hauptpfads

Der klassische Arber-Gipfel-Steig ist im Hochsommer und an Wochenenden gut besucht, deutlich ruhiger sind die Wanderwege am Kleinen Arbersee und die längeren Routen Richtung Schwellhäusl. Wer einen ganzen Wandertag plant, kombiniert die Bergfahrt mit dem Großen Arber, dem Gipfel-Steig, dem Abstieg zum Großen Arbersee und einer Rundtour zum Kleinen Arbersee — gut 18 Kilometer mit rund 600 Höhenmetern, eine ausgewachsene Bergtour mit allen Highlights des Arbergebiets.

Hütten und Einkehr

An der Bergstation befindet sich das Arber-Schutzhaus mit Selbstbedienungsbereich und Sonnenterrasse, am Großen Arbersee gibt es das Seehaus mit klassischer Bayerwald-Küche, am Kleinen Arbersee die Chamer Hütte. Reservierungen sind an Wintersport-Wochenenden und im goldenen Oktober sinnvoll, in den ruhigen Wochen findet man auch spontan einen Platz auf der Terrasse mit Bergblick.

HÄUFIGE FRAGEN

Wie hoch ist der Große Arber genau?

Der Große Arber misst exakt 1.456 Meter über dem Meeresspiegel und ist damit der höchste Gipfel des Bayerischen Waldes. Gleichzeitig ist er der höchste Berg Bayerns außerhalb der bayerischen Alpenregion und überragt alle anderen Mittelgebirgsgipfel zwischen Donau und tschechischer Grenze deutlich.

Wo liegt die Talstation der Arber-Bergbahn?

Die Talstation der Arber-Bergbahn befindet sich unter der Adresse Arberseestraße 50 in 94252 Bayerisch Eisenstein im Landkreis Regen. Sie liegt direkt an der Bundesstraße B11 zwischen Regen und der tschechischen Grenze und ist über die Autobahnen A3 sowie A93 mit Abfahrt Deggendorf oder Regensburg erreichbar.

Wie viel kostet die Bergbahn auf den Großen Arber?

Eine einfache Bergfahrt mit der Gondelbahn kostet rund 22 Euro pro Erwachsenem, Berg-und-Tal-Tickets und Familientarife reduzieren den Preis pro Person spürbar. In der Skisaison gilt das Tagesticket als kombinierter Liftpass für alle vier Liftanlagen, der Einzelpreis variiert je nach Saison und Buchungsweg.

Wann wurde die Bergbahn auf den Großen Arber eröffnet?

Die Gondelbahn auf den Großen Arber wurde 1949 als eine der frühesten deutschen Berg-Seilbahnen in Betrieb genommen und gehört damit zu den traditionsreichsten Gondelbahnen der Bundesrepublik. Seither wurde die Anlage mehrfach umfassend modernisiert, zuletzt mit komfortablen Sechser-Gondeln und barrierearmen Einstieg.

Wie groß ist das Skigebiet am Großen Arber?

Das Skigebiet umfasst vier Liftanlagen mit zusammen rund zwölf Kilometern präparierten Pisten und ist damit das größte und beliebteste Wintersport-Ziel im Bayerischen Wald. Die Hauptabfahrt fällt von der Bergstation rund 400 Höhenmeter ins Tal, die Pisten sind technisch beschneit, die Saison reicht in schneereichen Wintern von Anfang Dezember bis Mitte April.

Was hat es mit dem Großen und Kleinen Arbersee auf sich?

Beide Seen sind eiszeitliche Glaslseen oder Karseen — sie liegen in von Gletschern ausgehobenen Felsmulden und werden durch Quellen und Niederschlag gespeist. Der Große Arbersee am Nordhang ist mit rund acht Hektar deutlich größer, der Kleine Arbersee am Südosthang ist moorig geprägt und beherbergt charakteristische schwimmende Inseln aus Torf — eine geologische Seltenheit.

Wie lang ist der Arber-Gipfel-Steig?

Der Arber-Gipfel-Steig umfasst rund fünf Kilometer mit allen Aussichtspunkten und Felsformationen entlang des Gipfelplateaus und ist als Halbtagestour zu planen. Vom Endpunkt der Gondelbahn auf rund 1.430 Metern führt der direkte Pfad zum Gipfelkreuz auf 1.456 Metern in rund 15 bis 20 Minuten über felsige Passagen, die Trittsicherheit erfordern.

Welche Tiere leben am Großen Arber?

Der Große Arber gehört zu den letzten Rückzugsgebieten des Auerhuhns in Bayern — der scheue Raufußhuhn-Vogel benötigt strukturreiche Bergwälder und lichte Latschenkiefernbestände. Außerdem leben Birkhühner, Spechte, Sperlingskäuze sowie zahlreiche Tagfalter- und Schmetterlingsarten im Naturschutzgebiet Arber, das den Gipfel und die umliegenden Wälder streng schützt.

Gibt es am Großen Arber Wege für die Auerhuhn-Schutzzeit?

Von Anfang März bis Ende Juni gilt am Großen Arber die Auerhuhn-Brut- und -Balzzeit mit besonderen Wegeregeln und teilweisen Sperrungen abseits der markierten Pfade. Wer in dieser Zeit wandert, bleibt strikt auf den ausgewiesenen Wegen, vermeidet laute Gespräche und führt Hunde an der kurzen Leine — das Auerhuhn ist europaweit streng geschützt.

Wie reise ich am besten mit der Bahn an?

Bayerisch Eisenstein hat einen eigenen Bahnhof, der über die Waldbahnstrecke von Plattling und Zwiesel bedient wird und grenzüberschreitend an das tschechische Bahnnetz angeschlossen ist. Vom Bahnhof bringt der Igelbus oder die örtliche Buslinie Wanderer in rund fünfzehn Minuten zur Talstation der Arber-Bergbahn, in der Hochsaison verkehren die Busse im dichten Takt.

Welche Aussicht hat man vom Gipfel?

Vom Gipfelplateau eröffnet sich ein 360-Grad-Panorama, das an klaren Tagen Sichtweiten von über 200 Kilometern erlaubt — vom Alpenhauptkamm mit Watzmann und Dachstein im Süden bis zur böhmischen Tiefebene im Norden. Eine Aussichtsplattform mit Orientierungstafeln hilft bei der Identifikation der einzelnen Gipfel, an Föhntagen sind die Alpen besonders eindrucksvoll als scharfe Silhouette sichtbar.

Welche Einkehrmöglichkeiten gibt es am Berg?

An der Bergstation befindet sich das Arber-Schutzhaus mit Selbstbedienungsbereich und Sonnenterrasse, am Großen Arbersee gibt es das Seehaus mit klassischer Bayerwald-Küche und am Kleinen Arbersee die Chamer Hütte. Reservierungen sind an Wintersport-Wochenenden und im goldenen Oktober sinnvoll, in den ruhigen Wochen findet man auch spontan einen Platz auf der Terrasse mit Bergblick.
Was denkst du? Schreib uns deine Meinung in die Kommentare — wir lesen jedes Feedback und antworten gern.
Kommentar schreiben →