Der Erlebniswald Trappenkamp ist Schleswig-Holsteins größter naturpädagogischer Waldpark und liegt im Naturpark Holsteinische Schweiz, etwa 50 Kilometer nordöstlich von Hamburg und 30 Kilometer südlich von Kiel. Adresse: Tannenredder 9, 24610 Trappenkamp. Eröffnet im Jahr 2003, zieht der Park heute rund 150.000 Besucherinnen und Besucher pro Jahr an. Das Konzept verbindet erlebnispädagogische Module mit naturnahen Aktivitäten: ein KletterWALD mit 17 Hochseil-Parcours unterschiedlicher Schwierigkeit, große Tierfreigehege für Wölfe, Wildschweine, Rotwild und Damwild, ein Barfußpfad, Erlebniswiesen, Spielplätze, Lagerfeuerplätze und eine Indoor-Spielhalle für Schlechtwetter-Tage. Der Eintritt liegt bei rund 10 Euro pro Person, die Anreise erfolgt über die A21 Ausfahrt Trappenkamp.
Anreise und Erreichbarkeit
Der Erlebniswald Trappenkamp liegt verkehrsgünstig zwischen Hamburg und Kiel im Kreis Segeberg. Wer aus dem Norden oder aus der Hansestadt anreist, erreicht den Park bequem über die Autobahn A21, die seit ihrem Ausbau zur Hauptverbindung zwischen Bad Segeberg und Kiel zählt. Für Tagesgäste aus Lübeck und der südlichen Ostsee-Küste eignet sich die Anfahrt über die B404 Richtung Kiel, die ebenfalls in wenigen Minuten direkt am Parkgelände endet.
Mit dem Auto
Aus Hamburg folgt man der A21 in Richtung Kiel und verlässt die Autobahn an der Ausfahrt Trappenkamp. Von dort sind es weniger als drei Kilometer über die örtliche Anliegerstraße bis zum Eingang am Tannenredder. Aus Kiel kommend nutzt man die A21 in südlicher Richtung, aus Lübeck die A20 mit Wechsel auf die A21 am Autobahnkreuz Bad Segeberg. Parkplätze stehen direkt am Park kostenlos zur Verfügung, in der Hauptsaison empfiehlt sich eine frühe Anreise vor 11 Uhr, um Stoßzeiten zu umgehen.
Mit der Bahn und dem ÖPNV
Der nächstgelegene Bahnhof ist Bad Segeberg, von dort verkehren regionale Buslinien bis Trappenkamp Ort. Ab der Haltestelle Trappenkamp Bahnhof oder Trappenkamp Mitte sind es noch rund 20 Minuten Fußweg zum Eingang oder eine kurze Fahrt mit dem Anruf-Sammeltaxi. Wer aus Hamburg kommt, nimmt den Regionalexpress bis Bad Segeberg und steigt dort in die Buslinie 7550 um. Familien mit kleinen Kindern bevorzugen meist das Auto, weil der Park weitläufig ist und der Bus nicht direkt an die Kasse fährt.
Vor Ort bewegen und Parken
Innerhalb des Parks bewegt man sich ausschließlich zu Fuß auf befestigten Wald- und Schotterwegen. Kinderwagen sind möglich, allerdings sind einige Pfade naturnah und holprig — robuste Geländewagen-Buggys haben es leichter. Behindertenparkplätze gibt es direkt am Eingang, Rollstuhlfahrer kommen über die Hauptachsen gut durch, die Tierfreigehege sind weitgehend barrierearm angelegt. Hunde dürfen an der kurzen Leine mitgeführt werden, allerdings nicht in alle Tier-Bereiche.
Highlights und Bereiche im Erlebniswald
Das Gelände erstreckt sich über mehrere Hektar Wald und ist in thematische Module gegliedert. Jeder Bereich verfolgt ein eigenes pädagogisches Konzept, von der körperlichen Herausforderung im Hochseilgarten bis zur sinnlichen Erfahrung auf dem Barfußpfad. Wer einen ganzen Tag einplant, schafft alle Hauptmodule mit Pausen — ein typischer Familienbesuch dauert vier bis sechs Stunden.
KletterWALD mit 17 Parcours
Das Kernstück des Parks ist der KletterWALD, ein Hochseilgarten mit 17 Parcours unterschiedlicher Schwierigkeit. Für Kleinkinder ab vier Jahren gibt es bodennahe Parcours auf ein bis zwei Metern Höhe, fortgeschrittene Kletterer hangeln sich in bis zu zwölf Metern Höhe über Wackelbrücken, Seilrutschen und Trapeze. Vor dem Aufstieg gibt es eine kurze Einweisung in das Sicherungssystem, das durchgängige Smart-Belay-Karabiner verwendet — ein Aushaken aus Versehen ist damit nahezu ausgeschlossen.
Tierfreigehege für Wölfe und heimisches Wild
Auf großen, naturnahen Flächen leben Wölfe, Wildschweine, Rotwild und Damwild in artgerechten Gehegen. Die Anlage gehört zu den wenigen Standorten in Norddeutschland, an denen Besucher europäische Wölfe in ihrer natürlichen Umgebung beobachten können. Beste Beobachtungszeiten sind die frühen Morgen- und späten Nachmittagsstunden, weil die Tiere dann aktiver sind. An mehreren Aussichtsplattformen erklären Schautafeln das Verhalten der Tiere und die Geschichte der Wiederansiedlung in Schleswig-Holstein.
Barfußpfad und Erlebniswiesen
Der Barfußpfad führt über mehrere Sinneselemente: Rindenmulch, Kies, glatte Steine, Holzscheiben, Sand und Wasser. Er ist rund 200 Meter lang und endet an einer Waschstelle, an der man die Füße wieder säubern kann. Daneben liegen die Erlebniswiesen mit großen Spielelementen aus Holz — Klettergerüste, Balancierstämme, eine Riesenrutsche und ein Wasserspielplatz mit Pumpen und Kanälen.
Indoor-Spielhalle für jedes Wetter
Die Indoor-Spielhalle ist das Herzstück für Regentage und die Wintersaison. Auf rund 1.500 Quadratmetern gibt es Klettergerüste, Hüpfburgen, eine kleine Bühne für Theaterprojekte und einen ruhigeren Bastelbereich. Vor allem im November bis März ist die Halle stark frequentiert, weil draußen viele Module witterungsbedingt eingeschränkt zugänglich sind. Im Sommer dient sie als Rückzugsort für müde Kinder und für die Mittagspause.
Die sechs Hauptbereiche im Überblick
KletterWALD
17 Parcours von bodennah bis zwölf Meter Höhe. Smart-Belay-Sicherung, Einweisung vor jedem Aufstieg, Mindestalter vier Jahre für den niedrigsten Parcours.
Wolfsgehege
Großes Freigehege mit europäischen Wölfen. Aussichtsplattformen und Infotafeln zur Biologie und zur Rückkehr der Wölfe nach Schleswig-Holstein.
Wild- und Damwildgehege
Begehbare Bereiche mit Rotwild, Damwild und Wildschweinen. An manchen Stationen Futter erhältlich, das aus park-eigener Mischung stammt.
Barfußpfad
Rund 200 Meter Parcours mit acht verschiedenen Untergründen. Geeignet ab Krabbelalter, am Ende Waschstelle für die Füße.
Erlebniswiesen und Spielplätze
Weitläufige Wiesen mit Holzspielgeräten, Wasserspielplatz, Riesenrutsche und schattigen Picknickplätzen. Lagerfeuerplätze auf Anmeldung buchbar.
Indoor-Spielhalle
1.500 Quadratmeter mit Klettergerüsten, Hüpfburgen und Bastelecken. Wichtigster Schlechtwetter- und Winter-Rückzug, oft Schauplatz von Schulprojekten.
Die Module im direkten Vergleich
Der KletterWALD wird separat über einen Aufpreis abgerechnet und ist nur bei trockenem Wetter und Mindestalter vier Jahre zugänglich. Tiergehege und Indoor-Halle sind für Familien mit gemischten Altersgruppen die verlässlichsten Allwetter-Bereiche.
Pädagogisches Konzept und Programme
Der Park versteht sich nicht als reiner Freizeitpark, sondern als außerschulischer Lernort. Träger ist die Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein gemeinsam mit dem Land, was sich in zahlreichen pädagogischen Angeboten widerspiegelt. Schulklassen aus ganz Norddeutschland buchen den Park für Projekttage zu Themen wie heimische Tierwelt, Waldökologie und nachhaltige Forstwirtschaft.
Programme für Schulklassen und Kitas
Buchbar sind themengebundene Module von zwei bis sechs Stunden Dauer. Beliebte Programme sind Wir folgen den Wolfsspuren, Bäume und ihre Bewohner sowie ein Forscher-Modul zum Lebensraum Totholz. Die Module werden von ausgebildeten Naturpädagogen begleitet und richten sich nach Altersstufen von der Kita bis zur Sekundarstufe II. Im Voraus müssen Schulklassen rund vier Wochen vor dem Wunschtermin buchen.
Lagerfeuer und Geburtstage
Familien können einen der Lagerfeuerplätze gegen Voranmeldung mieten und dort Stockbrot backen oder Würstchen grillen. Holz wird gegen geringe Gebühr gestellt. Geburtstagspakete schließen Eintritt, einen reservierten Tisch und ein einfaches Catering ein und kosten je nach Kinderzahl zwischen 15 und 25 Euro pro Kind.
Praktische Tipps für den Besuch
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Eintritt und Aufpreise einplanen
Der Grundeintritt liegt bei rund 10 Euro pro Person, Kinder unter vier Jahren sind in der Regel frei. Der KletterWALD wird separat abgerechnet und kostet je nach Parcours-Auswahl zwischen 15 und 25 Euro pro Person zusätzlich. Familienkarten lohnen sich ab drei Personen.
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Beste Besuchszeit für Tierbeobachtung
Wölfe und Wildschweine sind morgens vor 11 Uhr und nachmittags ab 15 Uhr am aktivsten. In der Mittagshitze ziehen sich die Tiere oft in den Schatten zurück und sind schwer zu sehen. Wer Tier-Fotos machen will, kommt direkt zur Park-Öffnung um 9 Uhr.
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KletterWALD vorab reservieren
In den Sommerferien und an Wochenenden ist der Hochseilgarten oft ausgebucht. Eine Online-Reservierung am Vorabend sichert das Zeitfenster und vermeidet Wartezeiten an der Kasse. Eltern können die Kinder begleiten oder am Boden Fotos machen.
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Festes Schuhwerk und Wechselkleidung
Die Wege sind teilweise naturbelassen, der Wasserspielplatz und der Barfußpfad sorgen für nasse Kleidung. Eine zweite Garnitur Kinderkleidung gehört in den Rucksack, ebenso geschlossene Schuhe für die Klettermodule. Sandalen sind im KletterWALD nicht erlaubt.
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Picknick selbst mitbringen
Es gibt zwar einen Kiosk mit Bratwurst und Pommes, das Mitbringen eigener Verpflegung ist aber ausdrücklich erlaubt und wird von Familien rege genutzt. Mehrere Picknicktische verteilen sich über das Gelände, schattige Plätze finden sich unter den alten Buchen.
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Barrierefreiheit und Kinderwagen
Die Hauptachsen und Tiergehege sind weitgehend barrierearm, Rollstuhl- und Kinderwagentauglich. Der Barfußpfad und Teile der Erlebniswiesen sind dagegen naturnah und unbefestigt. Behindertenparkplätze direkt am Eingang verfügbar, ein barrierefreies WC liegt im Empfangsgebäude.
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Sonnenschutz nicht vergessen
Auch im Wald gibt es offene Erlebniswiesen ohne Schatten. Sonnencreme, Sonnenhüte und eine Trinkflasche pro Kind sind im Sommer Pflicht. Im Park gibt es Wasserhähne zum Nachfüllen, in der Indoor-Halle einen kostenlosen Trinkwasserspender.
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Schlechtwetter-Strategie
Bei Regen verlagert sich der Besuch automatisch in die Indoor-Halle und zu den überdachten Tier-Beobachtungsplattformen. Die Tiergehege sind bei jedem Wetter zugänglich, viele Tiere zeigen sich bei kühlem Wetter sogar lebhafter. Der KletterWALD schließt bei Gewitter oder starkem Wind.
Insider-Tipps
Kombination mit anderen Ausflugszielen
Der Erlebniswald lässt sich hervorragend mit einem Tag am Plöner See verbinden. Wer am Vormittag im Park war, fährt nachmittags rund 25 Kilometer weiter nach Plön und macht eine Schiffsrundfahrt auf dem Großen Plöner See. Auch der Hansa-Park an der Ostsee liegt in rund 40 Kilometern Entfernung — für einen Wochenend-Trip mit Mix aus Wald und Achterbahn ideal.
Geheimtipp für Frühaufsteher
Direkt am Park gibt es einen kleinen, unscheinbaren Wanderweg, der durch den angrenzenden Forst Trappenkamp führt. Wer eine Stunde vor Parköffnung mit den Kindern eine kleine Wald-Runde dreht, sieht oft Rehe oder Füchse auf den Lichtungen und kommt entspannt zur Eröffnung um 9 Uhr zurück.




