Der Churpfalzpark Loifling ist ein traditionsreicher Familienpark im Bayerischen Wald, gelegen im Ortsteil Loifling der Gemeinde Traitsching, rund acht Kilometer südwestlich der Kreisstadt Cham in der Oberpfalz. Auf einer Fläche von etwa 200.000 Quadratmetern verbindet der Park seit der Eröffnung 1979 drei Welten in einer Anlage, einen klassischen Märchenwald mit über vierzig liebevoll inszenierten Stationen, einen Tierbereich mit heimischen Arten wie Damwild, Ziegen und Vögeln sowie einen Freizeitparkteil mit rund vierzig Fahrgeschäften und Attraktionen für unterschiedliche Altersstufen. Mit jährlich rund 200.000 Gästen zählt der Churpfalzpark zu den meistbesuchten privaten Freizeitanlagen Ostbayerns, in der Saison von April bis Anfang November ist er täglich geöffnet, ein Tagesticket kostet rund 27 Euro für Erwachsene, Kinder ab vier Jahren zahlen ermäßigt. Die Lage am Übergang zwischen Falkensteiner Vorwald, Regental und dem Naturpark Oberer Bayerischer Wald macht den Park zu einem natürlichen Ausgangs- und Mittelpunkt für eine Familienwoche in der Region.
Lage und Charakter des Parks
Loifling liegt eingebettet zwischen Wiesen, kleinen Wäldchen und dem Tal des Regen, am Übergang vom Falkensteiner Vorwald in den Naturpark Oberer Bayerischer Wald. Cham als Kreisstadt mit rund 17.000 Einwohnern ist in zehn Minuten erreichbar und bietet die nächstgelegene Vollversorgung mit Supermärkten, Apotheken und einer Krankenhausnotaufnahme. Der Park selbst liegt abseits der großen Verkehrsadern, was die Anreise ruhig macht und für Familien mit kleinen Kindern angenehm ist.
Anders als die großen, durchgetakteten Freizeitparks der Republik versteht sich der Churpfalzpark bewusst als familienfreundlicher Park ohne Hektik. Die Anlage ist großzügig durchgrünt, alte Eichen und Buchen spenden Schatten, zwischen den Stationen liegen Wiesen, kleine Bachläufe und schattige Sitzplätze. Wer den Park kennt, beschreibt ihn häufig als gemütlich, übersichtlich und nicht überladen, ein Eindruck, den Gäste mit kleinen Kindern besonders schätzen.
Die drei Welten Märchenwald, Tiere und Fahrgeschäfte sind räumlich unterscheidbar, aber nicht streng voneinander getrennt, sondern fließend ineinander übergehend. Familien wechseln im Laufe eines Tages mehrfach zwischen den Bereichen, je nach Stimmung der Kinder und der Tageszeit. Die Mischung aus ruhigen, märchenhaften und actionreichen Eindrücken ist ein wesentliches Merkmal des Parks.
Anreise und Erreichbarkeit
Der Churpfalzpark Loifling liegt verkehrsgünstig zwischen den beiden großen Autobahnen Ostbayerns und ist aus allen Richtungen gut erreichbar. Die Anreise erfolgt für die meisten Gäste mit dem Auto, da der Bayerische Wald und die Oberpfalz vergleichsweise dünn besiedelt sind und die Familienreise mit Gepäck mit dem eigenen Wagen am einfachsten ist.
Mit dem Auto
Aus Süden und aus Richtung München fährt man über die A92 bis Deggendorf, weiter auf der A3 in Richtung Regensburg bis zur Anschlussstelle Cham, von dort über die B85 nach Cham und weiter auf der B20 in Richtung Straubing rund acht Kilometer bis zur Ausfahrt Loifling. Aus Westen und aus Richtung Nürnberg führt der Weg über die A93 bis Schwandorf, dann auf die B85 in Richtung Cham, die letzten Kilometer wieder über die B20. Der Park ist ab der Stadtgrenze Cham deutlich ausgeschildert.
Mit der Bahn und dem ÖPNV
Der nächstgelegene Bahnhof ist Cham an der Strecke Regensburg-Furth im Wald, von dort verkehren in der Saison Buslinien des Regionalverkehrs Oberpfalz in Richtung Traitsching und Loifling. Die Verbindung ist allerdings dünn getaktet, mit Stunden- oder Zwei-Stunden-Takten und kann für einen Tagesausflug eng werden. Mit der Gästekarte GUTi der Bayerischer-Wald-Region ist die Busnutzung in vielen Unterkünften kostenfrei mit eingerechnet.
Mit dem Flugzeug
Der nächstgelegene internationale Flughafen ist München-Erding, von dort sind es über die A92 und A3 rund 200 Kilometer und etwa zwei Stunden Fahrt. Nürnberg liegt rund 150 Kilometer entfernt und ist eine Alternative für Anreisen aus dem Norden Deutschlands. Mietwagen bekommt man an beiden Flughäfen ohne längere Wartezeit, was bei der Bayerwald-Anreise meistens die praktischste Lösung ist.
Vor Ort bewegen und Parken
Direkt am Eingang des Churpfalzparks liegt ein großzügiger, kostenfreier Parkplatz mit mehreren hundert Stellplätzen, der auch in der Hochsaison ausreicht. Behindertenparkplätze gibt es in direkter Nähe zum Eingang, ebenso Stellplätze für Wohnmobile in eigenen Reihen. Im Park selbst bewegt man sich zu Fuß, die Wege sind weitgehend eben und auch mit Buggy oder Kinderwagen gut zu befahren, einige Märchenwald-Stationen liegen auf leicht ansteigenden Wegabschnitten.
Die drei Welten des Churpfalzparks
Die Stärke des Churpfalzparks liegt in der Kombination dreier sehr unterschiedlicher Welten innerhalb einer Anlage. Wer den Park besucht, bekommt mit einem Eintrittsticket den Zugang zu allen drei Bereichen, ein Familientag lässt sich daher abwechslungsreich gestalten, ohne dass jemand sich langweilt. Der detaillierte Freizeitpark-Aspekt mit allen Fahrgeschäften wird in einem eigenen Beitrag beschrieben, dieser Überblick ordnet alle drei Bereiche grob ein.
Märchenwald als Herzstück
Der Märchenwald ist der älteste Teil des Parks und der Bereich, mit dem der Park 1979 gegründet wurde. Über vierzig Stationen erzählen klassische Märchen der Brüder Grimm, von Hänsel und Gretel über Frau Holle und Rotkäppchen bis zu Schneewittchen und den Bremer Stadtmusikanten. Viele der Stationen sind als kleine Häuschen, Höhlen oder Bühnen gebaut, mit beweglichen Figuren, Geräuschkulissen und kurzen Erzählungen, die Kinder selbst auslösen können. Die Wege durch den Märchenwald sind verwunschen und schattig, alte Bäume und kleine Bachläufe geben dem Bereich Atmosphäre.
Tierbereich mit heimischen Arten
Zwischen Märchenwald und Fahrgeschäften liegt der Tierbereich des Parks, in dem heimische und domestizierte Arten in größeren Gehegen leben. Dazu zählen Damwild, Ziegen, Schafe, Esel, verschiedene Hühnerrassen, Pfauen, Enten und Gänse sowie ein kleiner Streichelzoo. Der Park versteht sich nicht als Zoo mit exotischen Tieren, sondern als Begegnungsraum mit Tieren der heimischen Landwirtschaft und des Bayerischen Walds, was vor allem für Kinder aus dem urbanen Umfeld eine schöne Erfahrung ist.
Freizeitparkteil mit Fahrgeschäften
Der jüngere und größere Teil des Parks ist der eigentliche Freizeitparkbereich mit rund vierzig Fahrgeschäften und Attraktionen. Dazu zählen Wildwasserbahn, Achterbahn, Riesenrad, Karussells, Wasserspielbereiche, eine Sommerrodelbahn und mehrere Kinderkarusselle. Die Fahrgeschäfte sind bewusst auf Familienpublikum zugeschnitten, viele Attraktionen sind ab vier oder sechs Jahren freigegeben, einige bereits ab zwei Jahren in Begleitung. Detaillierte Beschreibungen der einzelnen Fahrgeschäfte finden sich im Beitrag zum Freizeitparkteil.
Die sechs wichtigsten Bereiche im Park
Eingangsplatz und Hauptachse
Großzügiger Eingangsbereich mit Kasse, Drehkreuz, Infozentrum und einer breiten Hauptachse, die alle drei Welten miteinander verbindet. Hier liegen auch das zentrale Restaurant und der erste Souvenirshop, von hier aus ist die Orientierung sofort klar.
Märchenwald mit Grimm-Stationen
Über vierzig liebevoll inszenierte Stationen mit beweglichen Figuren, Geräuschkulissen und kurzen Erzählungen entlang eines verwunschenen Rundwegs. Schattig, ruhig und für Kinder von drei bis acht Jahren ein zentraler Bereich des Parks.
Tierbereich mit Streichelzoo
Heimische Arten in großen Gehegen, ergänzt durch einen kleinen Streichelzoo mit Ziegen, Schafen und Hühnern. Futterautomaten mit pelletiertem Tierfutter sind im Park verteilt, die Tiere sind an Besucher gewöhnt.
Fahrgeschäfte und Achterbahnen
Rund vierzig Fahrgeschäfte unterschiedlicher Intensität, von sanften Kinderkarussellen über die Wildwasserbahn bis zur familientauglichen Achterbahn. Details zu einzelnen Fahrgeschäften in einem eigenen Beitrag zum Freizeitparkteil.
Wasserspielbereich
Großer Wasserspielplatz mit kleinen Becken, Wasserkanonen, Schleusen und Pumpen, an dem sich Kinder selbstständig austoben können. Wechselkleidung im Rucksack ist Pflicht, im Sommer sind hier oft die längsten Verweilzeiten.
Picknickwiesen und Gastronomie
Mehrere Wiesen und schattige Sitzbereiche zum Picknicken mit eigenen Mitbringseln. Zusätzlich drei bis vier Gastronomiestationen mit Imbiss, Eis, Kaffee und einfachen warmen Gerichten zu fairen Preisen.
Übersicht der Bereiche im Vergleich
Die Tabelle gibt eine schnelle Orientierung zur Tagesplanung. Familien mit sehr jungen Kindern verbringen den Großteil im Märchenwald, im Tierbereich und am Wasserspielplatz, ältere Geschwister tendieren stärker in den Fahrgeschäfte-Bereich.
Geschichte und Träger
Der Churpfalzpark wurde 1979 von einer ortsansässigen Familie als kleiner Märchenwald gegründet, in einer Zeit, in der private Freizeitanlagen in Bayern noch eine seltene Investition waren. Die ersten Jahre waren von handgemachten Figuren und einem überschaubaren Rundweg geprägt, das Konzept fand jedoch rasch Anklang bei Familien aus der Region. In den achtziger und neunziger Jahren wurde der Park kontinuierlich erweitert, zunächst um den Tierbereich, später um die ersten Fahrgeschäfte und die heute prägenden Attraktionen wie Wildwasserbahn und Achterbahn.
Die Lage in der Oberpfalz, also abseits der großen touristischen Hauptachsen Bayerns, ist für den Park sowohl Chance als auch Herausforderung. Einerseits findet der Park sein Publikum in einer treuen Stammkundschaft aus Familien aus der Oberpfalz, dem Bayerischen Wald, dem Regensburger Raum und zunehmend auch aus dem benachbarten Tschechien. Andererseits ist der Park nicht so überlaufen wie die großen Anlagen in Süddeutschland, was viele Familien als Vorteil empfinden, weil Schlangen kürzer und das Tempo entspannter sind.
Familienbetrieb mit langer Tradition
Der Park wird bis heute als Familienbetrieb geführt, die zweite Generation hat die Leitung übernommen, viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter arbeiten seit Jahrzehnten saisonal im Park. Diese Kontinuität merkt man der Anlage an, gepflegte Wege, liebevoll restaurierte Märchenfiguren und ein freundlicher Umgangston gehören zum Selbstverständnis des Betriebs.
Investitionen in den letzten Jahren
In den vergangenen Jahren hat der Park gezielt in neue Attraktionen, in Barrierefreiheit und in nachhaltige Themen wie Streuobstwiesen, Bienenstöcke und Insektenhotels investiert. Die Gastronomie wurde modernisiert, mit regionalen Produkten und Bio-Optionen bei den warmen Gerichten. Auch die Online-Buchung und Online-Kassen sind in den letzten Saisons vereinheitlicht worden.
Praktische Tipps für den Besuch
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Online-Tickets sparen Zeit und Geld
An der Tageskasse kostet ein Erwachsenenticket rund 27 Euro, online vorgebuchte Tickets liegen oft ein bis zwei Euro darunter und sparen vor allem an Wochenenden im Sommer 10 bis 20 Minuten Wartezeit am Eingang. Familienkarten und Mehrtages-Optionen sind in der Hauptsaison besonders attraktiv.
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Beste Reisezeit für den Park
Die Saison läuft von Anfang April bis Anfang November, am angenehmsten ist es im Juni, frühen Juli sowie im September, wenn das Wetter mild und die Schulferien noch nicht überall gleichzeitig sind. In den bayerischen Sommerferien ist der Park am vollsten, wer Schlangen vermeiden möchte, kommt unter der Woche.
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Barrierefreiheit weitgehend gewährleistet
Die Hauptwege im Park sind eben, asphaltiert oder mit gepflasterten Belägen versehen und somit auch mit Rollstuhl, Buggy oder Rollator gut zu befahren. Einige Stationen im Märchenwald liegen auf leicht ansteigenden Wegen, eine Begleitperson ist in solchen Fällen hilfreich.
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Wetter beachten
Bei leichtem Regen ist der Park weiterhin geöffnet, ein großer Teil der Märchenwald-Stationen ist überdacht und auch Imbisse und Gastronomie bieten Schutz. Bei längeren Starkregen oder Gewittern lohnt sich ein flexibler Tag, eine Verschiebung auf einen sonnigen Folgetag ist mit Mehrtages-Optionen unkompliziert.
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Picknick statt Vollpension
Eigene Brotzeit, Obst und Getränke sind ausdrücklich erlaubt, mehrere Wiesen und schattige Bankgruppen laden zum Picknick ein. Wer trotzdem warm essen will, findet an drei bis vier Gastronomiestationen einfache, faire Preise mit regionalen Akzenten.
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Wechselkleidung einpacken
Der Wasserspielplatz ist im Sommer einer der beliebtesten Bereiche des Parks und Kinder werden dort früher oder später durchnässt. Eine komplette Garnitur Wechselkleidung pro Kind im Rucksack erspart sich anschließend Diskussionen, ein kleines Handtuch ist ebenfalls hilfreich.
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Öffnungszeiten im Blick behalten
In der Hauptsaison öffnet der Park täglich gegen neun oder zehn Uhr und schließt zwischen 17 und 18 Uhr, in der Vor- und Nachsaison gibt es einzelne Schließtage und kürzere Zeiten. Die aktuellen Tage stehen auf der Saisonübersicht des Parks, vor der Anreise lohnt ein kurzer Blick.
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Kombination mit dem Bayerischen Wald
Ein Tag im Churpfalzpark verbindet sich gut mit einem Naturziel wie dem Großen Arber, dem Rachelsee oder dem Lamer Winkel. Wer eine Woche in der Region plant, kombiniert Park, Wandern, Schwimmen im Eixendorfer Stausee und einen Tagesausflug nach Regensburg zu einem abwechslungsreichen Programm.
Insider-Tipps
Für Familien mit ganz kleinen Kindern
Kinder unter drei Jahren brauchen im Park keinen eigenen Plan, die meisten finden allein im Märchenwald, im Streichelzoo und am Wasserspielplatz mehr als genug Eindrücke für einen halben Tag. Ein Buggy ist Pflicht, der Park ist großzügig und auch geübte Kinderbeine ermüden im Laufe des Tages. Wickelräume und ruhige Stillplätze gibt es im zentralen Bereich nahe dem Eingang.
Für Familien mit Schulkindern
Kinder zwischen sechs und zwölf Jahren erleben den Park am vielseitigsten, weil sie alle drei Welten ohne Einschränkung nutzen können. Eine bewährte Strategie ist es, früh mit den intensiveren Fahrgeschäften wie Wildwasserbahn und Achterbahn zu starten, solange die Schlangen kurz sind, und den Märchenwald sowie den Tierbereich auf den Nachmittag zu legen, wenn die Energie nachlässt.
Für Großeltern und mehrere Generationen
Der Churpfalzpark ist besonders dann attraktiv, wenn mehrere Generationen zusammen unterwegs sind. Großeltern finden im Märchenwald, im Tierbereich und in den schattigen Bankgruppen viel Aufenthalt, während Eltern und Kinder die Fahrgeschäfte nutzen. Treffpunkte lassen sich gut im zentralen Bereich verabreden, der Park ist überschaubar genug, um sich nicht zu verlieren.



