Wer im Schwarzwald übernachtet, hat die Auswahl zwischen praktisch allen Übernachtungsarten, die Deutschland zu bieten hat — vom 5-Sterne-Resort Bareiss in Baiersbronn-Mitteltal mit zwei Michelin-Sternen im Restaurant Bareiss bis zum einfachen Schwarzwaldverein-Schlaflager auf 1.414 Metern am Belchen. Dazwischen liegen Wellness-Hotels in der Romantik-Kollektion, familiäre Pensionen mit Bed&Breakfast-Charakter für 50 bis 100 Euro pro Nacht, klassische Ferienwohnungen in originalen Schwarzwaldhäusern mit Schindeln und Krüppelwalmdach, Bauernhof-Höfe mit Hofladen und Tieren, urige Berghütten und Almhütten des Schwarzwaldvereins, gut ausgestattete Camping-Plätze wie der Hochschwarzwald-Camping am Titisee oder der Wirthshof bei Markdorf und neue Trends wie Glamping-Zelte, Tiny Houses und Baumhaushotels. Hinzu kommen über 20 Standorte der DJH-Jugendherbergen für Familien und Schulklassen. Der wichtigste Buchungs-Tipp gilt für alle Übernachtungsarten gleichermaßen: Die KONUS-Gästekarte ist seit 2005 in über 140 teilnehmenden Schwarzwald-Orten Standard und ermöglicht Übernachtungsgästen die kostenfreie Nutzung des gesamten ÖPNV. Dieser Guide ordnet die neun Übernachtungs-Kategorien nach Charakter, Preis und Saisonalität ein und stellt die wichtigsten Buchungs-Hinweise zusammen.

Anreise und Erreichbarkeit

Der Schwarzwald liegt im Südwesten Deutschlands zwischen Rheinebene und schwäbischer Hochfläche und erstreckt sich über rund 160 Kilometer von Pforzheim im Norden bis Basel im Süden. Die Anreise hängt stark davon ab, ob die Unterkunft im Nord-Schwarzwald (Baiersbronn, Baden-Baden, Freudenstadt), im Mittel-Schwarzwald (Triberg, Schiltach, St. Georgen) oder im Süd-Schwarzwald (Titisee, Feldberg, Belchen, Hinterzarten) liegt. Wer mehrere Übernachtungen plant, sollte sich frühzeitig mit der KONUS-Karte vertraut machen — die Gästekarte gilt in über 140 Schwarzwald-Orten als kostenfreies ÖPNV-Ticket und ist im Übernachtungspreis enthalten.

Mit dem Auto

Die A5 (Karlsruhe—Freiburg—Basel) erschließt den Schwarzwald von Westen über die Rheinebene, die A81 (Stuttgart—Singen) von Osten. Quer durch das Mittelgebirge führen die Bundesstraßen B500 (die Schwarzwaldhochstraße zwischen Baden-Baden und Freudenstadt), die B294 (Pforzheim—Freiburg) und die B317 (Lörrach—Titisee). Für Hotels in Baiersbronn ist die Abfahrt Rastatt oder Achern üblich, für Titisee-Neustadt die Höllentalbahn ab Freiburg oder die B31 ab Donaueschingen. Parkmöglichkeiten sind in den meisten Hotels und Pensionen kostenfrei vorhanden, in Stadtkernen wie Baden-Baden oder Freiburg fallen häufig Tiefgaragen-Gebühren an.

Mit der Bahn / dem ÖPNV

Die Schwarzwaldbahn von Offenburg nach Konstanz quert das Gebirge auf 149 Kilometern mit 39 Tunneln und erschließt Triberg, St. Georgen und Villingen. Die Höllentalbahn fährt von Freiburg über Titisee bis Seebrugg am Schluchsee und ist die wichtigste Bahnverbindung zu den Süd-Schwarzwald-Unterkünften. Im Nord-Schwarzwald bedient die Murgtalbahn die Strecke Karlsruhe—Bad Wildbad—Baiersbronn—Freudenstadt. Mit der KONUS-Gästekarte fahren Übernachtungsgäste auf allen ÖPNV-Linien im Schwarzwald kostenlos, was die Übernachtung ohne eigenes Auto erst attraktiv macht.

Mit dem Flugzeug

Die nächstgelegenen Flughäfen sind Stuttgart STR (für Nord- und Mittel-Schwarzwald, 80—120 Kilometer), Karlsruhe-Baden-Baden FKB (direkt für Schwarzwaldhochstraße, 40—80 Kilometer) und Basel-Mulhouse BSL/EAP (für Süd-Schwarzwald, 50—90 Kilometer). Frankfurt FRA ist mit dem ICE in rund 1:30 Stunden bis Karlsruhe erreichbar und für Fernreisende häufig die bequemere Option als regionale Flughäfen mit weniger Verbindungen.

Vor Ort bewegen / Parken

Wer eine Unterkunft mit KONUS-Karte bucht, kann sich ganz auf den ÖPNV verlassen — Busse und Bahnen erschließen auch entlegene Täler in Stunden- oder Zwei-Stunden-Takt. Für Hotels und Pensionen abseits der Hauptachsen ist ein Auto allerdings deutlich komfortabler. Berghütten und einfache Almhütten sind häufig nur zu Fuß erreichbar, von Wanderparkplätzen aus zwischen 30 und 90 Minuten Aufstieg. Camping-Plätze haben eigene Parkflächen direkt am Stellplatz, FeWos in Schwarzwaldhäusern bieten in der Regel mindestens einen Stellplatz pro Wohnung.

Stuttgart → Baiersbronn 110 km ~1:45 h via A81/B462
Frankfurt → Baden-Baden 180 km ~2:00 h via A5
München → Titisee 390 km ~4:15 h via A8/A81/B31
Basel → Hinterzarten 75 km ~1:15 h via A5/B31
Hamburg → Freudenstadt 680 km ~6:30 h via A7/A5, ICE 5:30 h

Hotels: vom 5-Sterne-Haus bis zum Wellness-Resort

Die Hotellerie im Schwarzwald ist außergewöhnlich vielfältig — von international gerühmten 5-Sterne-Häusern mit Michelin-Küche bis zu familiengeführten Mittelklasse-Hotels mit klassischer badischer Bewirtung. Die Region zählt zu den dichtesten Hotel-Landschaften Deutschlands, mit besonderem Schwerpunkt im Murgtal (Baiersbronn) und in Baden-Baden.

5-Sterne-Hotels und Spitzenhäuser

Das Bareiss in Baiersbronn-Mitteltal ist das wohl bekannteste 5-Sterne-Resort im Schwarzwald — ein Familienbetrieb mit über hundert Jahren Tradition, drei Restaurants (darunter das mehrfach mit Michelin-Sternen ausgezeichnete „Restaurant Bareiss“), einem weitläufigen Spa-Bereich und Zimmerpreisen ab etwa 400 Euro pro Person mit Halbpension. In Baden-Baden gilt das Brenners Park-Hotel als Grandhotel-Klassiker an der Lichtentaler Allee, mit Villenpark, Brenners Spa und Stilzimmern in Belle-Époque-Architektur. Die Traube Tonbach in Baiersbronn-Tonbach ist die zweite große Adresse im Murgtal — bekannt durch die „Schwarzwaldstube“, die jahrzehntelang als bestes Restaurant Deutschlands galt.

Mittelklasse-Hotels und Romantik-Häuser

In der Mittelklasse dominieren familiengeführte 4-Sterne-Hotels mit klassischer Schwarzwald-Atmosphäre — Holzfassaden, Krüppelwalmdach, Kachelofen, badische Küche. Marken wie Best Western (Bad Herrenalb), Mövenpick (Baden-Baden) und die Romantik-Hotels-Kollektion sind gut vertreten. Häuser wie das Bath-Hotel-Konzept in Badeorten oder das Hotel Adler in Hinterzarten verbinden Tradition mit modernem Komfort. Achtung beim Center Parcs Park Allgäu: Der Standort liegt im Allgäu bei Leutkirch und nicht im eigentlichen Schwarzwald, wird aber regelmäßig in einem Atemzug genannt.

Wellness-Hotels und Thermal-Spa

Wellness ist im Schwarzwald historisch eng mit den Thermalquellen verknüpft — Baden-Baden, Bad Wildbad, Bad Herrenalb, Bad Liebenzell und Bad Krozingen sind klassische Kurorte mit jahrhundertelanger Tradition. Hotels wie das Brenners Spa, das Steigenberger Insel-Hotel oder das Maritim Titisee-Hotel kombinieren Übernachtung mit Thermal-Anwendungen, Saunalandschaften und medizinischen Programmen. Häufig sind die Hotelzimmer direkt an die jeweilige Therme angebunden, mit Bademantel-Gang.

Pensionen und Bed&Breakfast: familiär und günstig

Pensionen sind das Rückgrat der Schwarzwald-Beherbergung — familiengeführte Häuser mit häufig nur 5 bis 15 Zimmern, frischem Frühstück mit Schwarzwälder Schinken, hausgemachter Marmelade und persönlicher Atmosphäre. Die Preise liegen typisch zwischen 50 und 100 Euro pro Doppelzimmer und Nacht inklusive Frühstück. Pensionen findet man in nahezu jedem Schwarzwald-Ort, häufig in alten Schwarzwaldhäusern mit Holzbalken-Decken und ofen-beheizten Stuben. Bed&Breakfast-Häuser im angelsächsischen Sinn sind seltener, das deutsche Pensions-Modell mit Frühstück ist Standard.

Ferienwohnungen: ideal für Familien

Ferienwohnungen in originalen Schwarzwaldhäusern sind besonders für Familien attraktiv — eigene Küche, mehrere Schlafzimmer, häufig Garten oder Balkon mit Talblick. Die Preise reichen typisch von 80 Euro pro Nacht für eine einfache 2-Zimmer-FeWo bis 200 Euro für eine großzügige 4-Zimmer-Wohnung in gehobener Ausstattung. Klassische Schwarzwaldhäuser haben das typische Krüppelwalmdach mit weit heruntergezogenen Dachschrägen, oft mit Schindeln verkleidet und mit Geranien an den Balkonen. Eine Mindest-Aufenthaltsdauer von 3 bis 7 Nächten ist in der Hauptsaison üblich.

Bauernhof-Höfe: mit Hofladen und Tieren

Urlaub auf dem Bauernhof ist im Schwarzwald eine eigene Kategorie — Höfe mit aktiver Landwirtschaft, Milchvieh, Hühnern, häufig auch Pferden, Ziegen und Schweinen. Kinder können Tiere füttern, beim Melken zusehen oder mit Trecker mitfahren. Hofladen-Direktverkauf von Käse, Wurst, Eiern und Bauernbrot ergänzt die Übernachtung. Die Preise liegen zwischen 60 und 120 Euro pro Wohneinheit und Nacht. Besonders dicht ist das Bauernhof-Angebot im Kinzigtal, im Glottertal und rund um St. Märgen — Regionen mit traditionell starker Landwirtschaft.

Berghütten und Almhütten: einfach und urig

Berghütten und Almhütten sind die einfachste und urigste Übernachtungs-Option im Schwarzwald. Der Schwarzwaldverein, gegründet 1864 in Freiburg, unterhält ein Netz aus Vereins-Hütten zwischen 600 und 1.493 Metern Höhe — Klassiker sind das Belchenhaus auf 1.414 Metern, die Hornisgrinde-Hütte (1.164 m) und das Berghaus Schauinsland (1.284 m). Übernachtung im Schlaflager kostet ab etwa 25 Euro pro Person, im einfachen Zimmer ab 40 Euro. Almhütten wie die Köhler-Hütten in Triberg sind bauernhof-ähnliche Höfe mit eigener Landwirtschaft, Tieren und Hofküche. Wer die Hütten-Erfahrung sucht, sollte frühzeitig reservieren und ein Inlett für den Schlafsack mitbringen.

Camping im Schwarzwald: die Top-Plätze

Der Schwarzwald gehört zu den beliebtesten Camping-Regionen Deutschlands — über 80 Camping-Plätze, viele mit ADAC-Auszeichnung und ganzjähriger Öffnung. Die nachfolgende Liste stellt die wichtigsten Plätze vor, mit Lage, Charakter und Saison.

  • Camping-Park Müllerwiese

    In Bühlertal bei Baden-Baden gelegen, familiengeführt mit Pool, Restaurant und großen Stellplätzen. Idealer Stützpunkt für die Schwarzwaldhochstraße und Touren in den Nord-Schwarzwald, ganzjährig geöffnet.

  • Hochschwarzwald-Camping Titisee

    Direkt am Titisee gelegen, einer der größten und beliebtesten Plätze im Süd-Schwarzwald. Sanitärgebäude in moderner Ausstattung, eigener Strandzugang, Wassersport-Angebote und ideale Lage für Feldberg-Touren.

  • + Camping Schluchsee

    Am größten See des Schwarzwaldes auf 930 Metern Höhe, mit eigenem Badestrand, Bootsverleih und Tauchschule. Klassischer Familien-Camping-Platz mit Stellplätzen direkt am Wasser und Wandermöglichkeiten rund um den Schluchsee-Rundweg.

  • i Wirthshof Markdorf

    Bei Markdorf am Bodensee gelegen, eine 5-Sterne-Camping-Anlage mit Schwimmbad, Spa, Restaurant und ganzjähriger Öffnung. Streng genommen Bodensee-Region, häufig aber als Süd-Schwarzwald-Tor gebucht — gute Lage für Touren in beide Regionen.

Die sechs großen Übernachtungsarten im Überblick

5-Sterne-Hotels

Bareiss, Brenners Park-Hotel, Traube Tonbach — drei der bekanntesten Spitzen-Hotels Deutschlands liegen im Schwarzwald. Preise ab etwa 400 Euro pro Person mit Halbpension, dafür Sterne-Küche, weitläufiger Spa-Bereich und persönlicher Service. Frühzeitig reservieren, an Feiertagen häufig Monate ausgebucht.

Familien-Pensionen

Familiengeführte Pensionen mit 5 bis 15 Zimmern, frischem Frühstück und Schwarzwald-Atmosphäre. Preise zwischen 50 und 100 Euro pro Doppelzimmer mit Frühstück. Ideal für Wandergäste, die abends in der Stube vom Wirt persönlich begrüßt werden möchten.

Ferienwohnungen

FeWos in originalen Schwarzwaldhäusern, mit eigener Küche und mehreren Schlafzimmern. Preisspanne 80 bis 200 Euro pro Nacht, Mindest-Aufenthalt von 3 bis 7 Nächten üblich. Erste Wahl für Familien, die selbst kochen und flexibel planen möchten.

Bauernhof-Höfe

Aktive Bauernhöfe mit Tieren, Hofladen und häufig eigener Käserei oder Brennerei. Preise zwischen 60 und 120 Euro pro Wohneinheit. Besonders im Kinzigtal, Glottertal und rund um St. Märgen dicht vertreten, ideal für Familien mit kleinen Kindern.

Berghütten

Schwarzwaldverein-Hütten zwischen 600 und 1.493 Metern, einfach ausgestattet, häufig nur zu Fuß erreichbar. Schlaflager ab 25 Euro, einfache Zimmer ab 40 Euro. Klassiker sind Belchenhaus, Hornisgrinde-Hütte und Berghaus Schauinsland — Etappen-Stützpunkte für Westweg-Wanderer.

Camping

Über 80 Camping-Plätze, darunter Müllerwiese, Hochschwarzwald-Camping Titisee, Camping Schluchsee und Wirthshof. Stellplatz-Preise zwischen 25 und 50 Euro pro Nacht, viele Plätze ganzjährig geöffnet. Glamping-Zelte und Mietfässer ergänzen das klassische Angebot.

Übernachtungsarten im direkten Vergleich

Kriterium
5-Sterne
Pension
FeWo
Bauernhof
Berghütte
Camping
Preis/Nacht
400—800 €
50—100 €
80—200 €
60—120 €
25—60 €
25—50 €
Verpflegung
Halbpension
Frühstück
Selbstversorger
Frühstück + Hofladen
deftige Küche
Selbstversorger
Ideal für
Wellness-Paar
Wandergast
Familie
Familie mit Kind
Wanderer
Outdoor-Fans
Saison
ganzjährig
ganzjährig
ganzjährig
ganzjährig
Mai—Oktober
April—Oktober
Mindestdauer
2 Nächte
1 Nacht
3—7 Nächte
3—7 Nächte
1 Nacht
1 Nacht
KONUS-Karte
ja
ja
meist ja
ja
teilweise
meist ja
Reservierung
Monate im Voraus
Wochen im Voraus
Monate für Hauptsaison
Monate im Voraus
Wochenenden Pflicht
Hauptsaison Pflicht

Preise gelten pro Person und Nacht (Hotels) beziehungsweise pro Wohneinheit (FeWo, Bauernhof, Berghütten-Zimmer) oder pro Stellplatz (Camping). Saison-Aufschläge in den Hauptmonaten liegen typisch bei 20 bis 40 Prozent.

Glamping, Tiny Houses und Baumhaushotels

Der Schwarzwald gehört zu den Vorreiter-Regionen für moderne Übernachtungs-Trends. Glamping-Angebote mit Safari-Zelten, Pods und ausgebauten Bauwagen finden sich auf Camping-Plätzen wie dem Hochschwarzwald-Camping Titisee und dem Camping Müllerwiese. Tiny Houses und ausgebaute Mini-Häuser sind eine weitere Wachstums-Kategorie — kleine, häufig nur 15 bis 25 Quadratmeter große Holzhäuser mit Vollausstattung, ideal für Paare oder Solo-Reisende. Baumhaushotels behandelt der separate Guide ausführlich — die wichtigsten Standorte sind das Baumhaushotel Allgäu und die Baumhotels in der Nähe von Triberg.

Jugendherbergen: DJH-Standorte für Familien und Gruppen

Das Deutsche Jugendherbergswerk unterhält im Schwarzwald über 20 Standorte — von Pforzheim im Norden bis Lörrach im Süden. Wichtige Häuser sind die DJH-Jugendherberge Titisee am Titisee-Ufer, die Burg Rötteln bei Lörrach, das DJH Baden-Baden in der historischen Innenstadt und die DJH Triberg in Mittel-Schwarzwald-Lage. Preise liegen typisch zwischen 25 und 40 Euro pro Person mit Frühstück, Einzelzimmer und Familienzimmer sind verfügbar. Schulklassen, Familien mit kleinem Budget und Westweg-Wanderer sind die typische Gäste-Gruppe.

Saisonalität und Hauptsaison-Aufschläge

Der Schwarzwald hat zwei klare Hauptsaisons: den Sommer von Juni bis September mit Wanderern, Familien und Aktivurlaubern, und den Winter von Dezember bis Februar mit Skifahrern am Feldberg und Belchen. Die höchsten Preise gelten in den deutschen Schulferien — vor allem in der baden-württembergischen Sommerferien-Phase (Ende Juli bis Anfang September) und über Weihnachten/Neujahr. Aufschläge von 20 bis 40 Prozent gegenüber der Nebensaison sind üblich. Die günstigsten Monate sind November und März — beide außerhalb der Hauptsaison, mit häufig 30 Prozent Rabatt gegenüber der Sommer-Hauptsaison.

Frühlings- und Herbst-Saison

Im Frühling (April/Mai) zeigt sich der Schwarzwald in voller Blüte — Streuobstwiesen mit Apfel- und Kirschblüten, frisches Grün in den Tälern, Wasserfälle mit hoher Wasserführung. Wanderer schätzen die milden Temperaturen und die geringere Auslastung. Im Herbst (September/Oktober) lockt das Indian-Summer-Spektakel mit gelb-rotem Laub, dazu die Wildbret-Saison in der Gastronomie und die Pilz-Sammler-Wochen in den Wäldern.

Winter-Hauptsaison

Die Wintersaison läuft von Dezember bis Anfang März, mit Skigebieten am Feldberg, Belchen, Schauinsland und Hochfirst. Hotels in Hinterzarten, Titisee und Feldberg-Bärental sind über die Weihnachts- und Faschings-Wochen häufig Monate im Voraus ausgebucht. Wer Wintersport plant, sollte mindestens 6 bis 12 Monate im Voraus buchen, besonders für Wochenenden und Schulferien.

Buchungs-Tipps: KONUS, Schwarzwald Plus und mehr

Drei Gäste-Karten machen den Schwarzwald-Aufenthalt deutlich günstiger und einfacher: die KONUS-Gästekarte für freie ÖPNV-Nutzung, die Schwarzwald-Plus-Karte für kostenlose Eintritte in über 130 Attraktionen und die Hochschwarzwald-Card für ähnliche Leistungen im Süd-Schwarzwald. Welche Karten in der gewählten Unterkunft enthalten sind, sollte vor der Buchung explizit erfragt werden — viele Hotels und Pensionen sind Mitglied, aber nicht alle.

  • KONUS-Gästekarte aktiv nutzen

    Die KONUS-Karte ist seit 2005 in über 140 Schwarzwald-Orten Standard und gilt für freie Fahrt im gesamten Schwarzwald-ÖPNV. Übernachtungsgäste erhalten die Karte häufig bei der Anmeldung in der Unterkunft, manchmal als digitale Variante per App. Vor der Anreise prüfen, ob die gewählte Unterkunft teilnimmt.

  • Schwarzwald Plus für Attraktionen

    Die Schwarzwald-Plus-Karte ist in vielen Hotels und Pensionen gegen Aufpreis erhältlich und bietet freien Eintritt in über 130 Attraktionen — Freilichtmuseum Vogtsbauernhof, Triberger Wasserfälle, Schauinslandbahn und viele Thermalbäder gehören dazu. Für aktive Familien rechnet sich die Karte schon nach 2 bis 3 Besuchen.

  • + Hochschwarzwald-Card im Süden

    Im Süd-Schwarzwald ergänzt die Hochschwarzwald-Card das Angebot der Schwarzwald-Plus-Karte mit zusätzlichen Leistungen wie freier Nutzung der Feldberg-Lifte im Sommer, kostenloser Schluchsee-Schifffahrt und Eintritten in regionale Bäder. Häufig in der Übernachtung am Titisee, Schluchsee oder Feldberg enthalten.

  • i Schwarzwald Tourismus offizielle Tipps

    Die Schwarzwald-Tourismus GmbH ist der offizielle Dachverband mit Sitz in Freiburg und stellt eine Vielzahl an offiziellen Buchungs-Hinweisen, Themen-Touren und Übernachtungs-Empfehlungen zusammen. Tourismus-Informationen in jedem größeren Ort haben gedruckte Übersichten zu Hotels, Pensionen und FeWos in der jeweiligen Region.

  • Frühbucher-Rabatte und Nebensaison

    Wer 6 bis 9 Monate im Voraus bucht, erhält in vielen Hotels Frühbucher-Rabatte von 5 bis 15 Prozent. Noch günstiger wird es in der echten Nebensaison im November und März — dort sind Pakete mit 3 Nächten zum Preis von 2 Nächten häufig, ebenso reduzierte Halbpension-Aufschläge in der Romantik-Hotels-Kollektion.

  • Barrierefreie Unterkünfte

    Größere 4- und 5-Sterne-Hotels sind in der Regel vollständig barrierefrei mit Aufzug, ebenerdigen Bädern und rollstuhlgerechten Zimmern. Pensionen und FeWos in alten Schwarzwaldhäusern sind häufig nicht barrierefrei — Treppen, niedrige Türen und Holzbalken im Eingang. Wer auf Rollstuhl-Zugang angewiesen ist, sollte vorab telefonisch klären.

  • Stornierungs-Bedingungen prüfen

    Hotels in der Hauptsaison verlangen häufig nicht-erstattbare Tarife — das spart 10 bis 20 Prozent, ist aber bei Krankheit oder Wetterstürzen ein Risiko. Flexible Tarife mit kostenfreier Stornierung bis 24 oder 48 Stunden vorher sind etwas teurer, bei wetterabhängigen Aktivitäten aber empfehlenswert.

  • Saison-Kalender beachten

    Die deutsche Schulferien-Karte ist der wichtigste Preis-Indikator: Sobald Baden-Württemberg, Bayern oder Hessen Ferien haben, ziehen die Preise im Schwarzwald deutlich an. Wer flexibel ist, sollte gezielt zwischen den großen Ferien-Wellen buchen — etwa Mitte September oder Anfang Oktober für die Herbst-Saison.

Insider-Tipps

Wo sich eine FeWo besonders lohnt

Familien mit zwei oder mehr Kindern sparen mit einer Ferienwohnung gegenüber einem Hotel häufig 30 bis 50 Prozent — und gewinnen gleichzeitig die Möglichkeit, abends gemeinsam in der eigenen Küche zu kochen. Besonders schön sind FeWos in originalen Schwarzwaldhäusern mit Holzbalken, Kachelofen und Blick ins Tal. Höfe im Glottertal, im Kinzigtal und rund um St. Märgen vermieten häufig im historischen Stammhaus, während die Bauernfamilie im modernen Anbau wohnt.

Wann sich Camping richtig lohnt

Camping im Schwarzwald ist nicht nur die günstigste Übernachtungs-Art, sondern auch eine eigene Erfahrung — Lagerfeuer am See, Frühstück auf dem Stellplatz, kurze Wege zu See, Wald und Berg. Besonders empfehlenswert sind die Plätze am Schluchsee und Titisee, weil dort der See direkt als Bade-Pool dient. Wer noch nie gezeltet hat, kann auf gut ausgestatteten Plätzen wie dem Hochschwarzwald-Camping Titisee ein Mietzelt oder einen Glamping-Pod buchen und ohne eigene Ausrüstung starten.

HÄUFIGE FRAGEN

Was ist die KONUS-Gästekarte und welche Vorteile bietet sie?

Die KONUS-Gästekarte ist seit 2005 in über 140 Schwarzwald-Orten Standard und ermöglicht Übernachtungsgästen die kostenfreie Nutzung des gesamten öffentlichen Nahverkehrs (ÖPNV). Sie ist im Übernachtungspreis enthalten und gilt als praktisches kostenloses ÖPNV-Ticket.

Welche Übernachtungsarten gibt es im Schwarzwald?

Der Schwarzwald bietet neun Übernachtungskategorien: Hotels (bis 5-Sterne), Pensionen, Ferienwohnungen, Bauernhöfe, Berghütten, Camping, Glamping, Baumhaushotels und Jugendherbergen. Die Preisspanne reicht von 25 Euro im Schlaflager bis 800 Euro für eine 5-Sterne-Suite pro Person und Nacht.

Wann ist die beste Zeit, um kostengünstig im Schwarzwald zu übernachten?

November und März gelten als Nebensaison mit häufig den günstigsten Preisen. Die Hauptsaison mit Aufschlägen von 20-40 Prozent liegt im Juli/August und Dezember/Januar.

Wie erreiche ich den Schwarzwald mit dem Auto?

Die A5 von Karlsruhe über Freiburg bis Basel erschließt den Schwarzwald von Westen, die A81 von Stuttgart bis Singen von Osten. Die B500 (Schwarzwaldhochstraße) führt quer durch das Gebirge zwischen Baden-Baden und Freudenstadt.
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