Der Schwarzwald hat sich in den letzten anderthalb Jahrzehnten zur heimlichen Gin-Hauptstadt Deutschlands entwickelt. Auslöser war 2008 die Gründung von Monkey 47 auf einem alten Schwarzwaldhof bei Loßburg-Wittendorf — ein Dry Gin mit 47 Botanicals und 47 Prozent Volumen, der heute in über 50 Ländern verkauft wird und als bekanntester deutscher Gin gilt. In seinem Sog sind zahlreiche kleinere Brennereien entstanden oder haben klassische Obstbrand-Häuser wie Schladerer in Staufen ihr Sortiment um Gin erweitert. Typische Schwarzwald-Botanicals sind frische Tannentriebe, Wacholder aus der Region, Heidelbeere, Holunder, Hagebutte, Brombeere und Vogelbeere — der Geschmack reicht von harzig-waldig bis fruchtig-süß. Die folgenden elf Destillerien zwischen Loßburg, Ottenhöfen, Sasbachwalden, Triberg, Staufen und Furtwangen prägen die Szene und sind teils auch zur Verkostung im Brennerei-Hof zu besuchen.
Anreise und Erreichbarkeit
Die Schwarzwald-Brennereien verteilen sich über die gesamte Mittelgebirgs-Höhe von Loßburg im Norden bis Staufen im Süden. Viele Höfe liegen abseits der größeren Bahnhöfe in kleinen Schwarzwald-Tälern und sind am bequemsten mit dem Auto erreichbar. Für eine Mehrtages-Route bietet sich Freiburg, Offenburg oder Baden-Baden als Basis an — von dort sind die meisten Destillerien innerhalb von 30 bis 90 Minuten Fahrtzeit zu erreichen.
Mit dem Auto
Die A5 erschließt den Schwarzwald von Norden nach Süden mit Ausfahrten Baden-Baden, Achern, Offenburg, Lahr, Herbolzheim, Freiburg-Nord und Bad Krozingen. Für die Brennereien im Mittleren Schwarzwald führt die B33 ab Offenburg über Haslach und Hausach nach Triberg, die B500 als Schwarzwaldhochstraße verbindet Baden-Baden mit Freudenstadt und passiert mehrere Hofbrennereien. Bei Höhen ab 800 Metern sind in der Zeit von Dezember bis März Schneeketten häufig nötig.
Mit der Bahn / dem ÖPNV
Die Schwarzwaldbahn führt von Offenburg über Hausach, Hornberg, Triberg, Villingen und Donaueschingen nach Konstanz und ist für Brennerei-Besuche in Triberg und Umgebung der wichtigste Schienenweg. Die Höllentalbahn ab Freiburg erschließt den Süden bis Titisee. Wer eine Brennerei in Loßburg-Wittendorf, Ottenhöfen oder Sasbachwalden besuchen will, sollte ab dem nächsten Bahnhof einen Bus oder Mietwagen einplanen — kleine Schwarzwald-Höfe liegen oft mehrere Kilometer abseits der Hauptstrecken.
Mit dem Flugzeug
Stuttgart STR liegt rund 100 Kilometer östlich, Frankfurt FRA rund 200 Kilometer nördlich und Basel-Mulhouse EAP rund 60 Kilometer südlich des mittleren Schwarzwalds. Karlsruhe-Baden-Baden FKB ist der kleine Regional-Flughafen direkt am Rand des Mittelgebirges. Für die meisten Touristen aus dem deutschsprachigen Raum ist eine Anreise per Auto oder ICE nach Freiburg oder Offenburg deutlich entspannter als per Flug plus Mietwagen.
Vor Ort bewegen und Verkostung
Wer mehrere Brennereien an einem Tag besuchen will, sollte unbedingt einen Fahrer dabei haben oder auf das eigene Glas verzichten — bei einer kompletten Hofführung mit Verkostung kommen häufig 4 bis 6 Gläser zusammen, die deutlich über der Promille-Grenze liegen. Praktischer ist die Konus-Gästekarte: Bei Übernachtung im Schwarzwald gilt sie für den gesamten ÖPNV und macht eine zwei- bis drei-tägige Brennerei-Route entspannt möglich.
Monkey 47 — der weltberühmte Schwarzwald-Gin aus Loßburg-Wittendorf
Monkey 47 ist der mit Abstand bekannteste deutsche Gin und hat den Schwarzwald als Spirituosen-Region international auf die Landkarte gesetzt. Gegründet wurde die Marke 2008 vom Unternehmer Alexander Stein auf einem alten Schwarzwaldhof bei Loßburg-Wittendorf — die Rezeptur geht auf einen britischen Offizier zurück, der nach dem Zweiten Weltkrieg im Schwarzwald lebte und einen Gin mit lokalen Botanicals destillierte.
Botanicals und Profil
Monkey 47 enthält 47 verschiedene Botanicals und wird auf 47 Prozent Volumen abgefüllt — daher der Name. Neben klassischem Wacholder kommen Lingonberry, Brombeere, Heckenrose, Holunder, Tanne, Fichte, Akazie, Lavendel und 39 weitere Pflanzen aus dem Schwarzwald zum Einsatz. Das Aromenprofil ist komplex-würzig mit waldigen, blumigen und fruchtigen Noten — kein klassischer London Dry Style, sondern eine eigene Schwarzwald-Interpretation.
Besuch und Verkostung
Die Destillerie in Loßburg-Wittendorf bietet Führungen auf Anmeldung an — mehrere Termine pro Woche von April bis Oktober, mit Hofbesichtigung, Botanical-Garten und Verkostung von vier bis fünf Sorten inklusive Sloe Gin und Distiller's Cut. Preis rund 65 bis 95 Euro pro Person je nach Programm. Kapazitäten sind häufig Monate im Voraus ausgebucht.
Black Forest Distillers — die Manufaktur hinter Monkey 47
Black Forest Distillers ist der offizielle Name der Brennerei, die Monkey 47 produziert. Neben dem Hauptprodukt entstehen hier auch limitierte Sondereditionen wie der jährliche Distiller's Cut mit jeweils einer neuen Botanical, der Sloe Gin auf Basis von Schlehen aus dem Schwarzwald und gelegentliche Experimental-Reihen. Seit 2016 gehört die Marke mehrheitlich zum Pernod-Ricard-Konzern, die Produktion bleibt aber in Loßburg.
Wacholderhof Schmieg in Ottenhöfen — Familienbrennerei mit Tradition
Die Brennerei Schmieg liegt in Ottenhöfen im Achertal und führt das Handwerk seit mehreren Generationen. Neben klassischen Obstbränden aus Mirabelle, Williamsbirne und Vogelbeere brennt die Familie auch einen eigenen Schwarzwald-Gin mit Wacholder, Tannentrieben und regionalen Wildkräutern. Der Hofladen ist regelmäßig geöffnet, Termine für Hofführungen mit Verkostung lassen sich telefonisch vereinbaren — vor allem in den Sommermonaten Juni bis September.
Bimmerle in Sasbachwalden — Kornbrand-Tradition trifft Gin
Bimmerle ist mit einer der größeren Schwarzwald-Brennereien und steht im Ortskern von Sasbachwalden direkt am Ortseingang. Der Familienbetrieb produziert seit 1956 Kornbrand und hat das Portfolio über die Jahrzehnte um Whisky, Wodka, Rum und Gin erweitert. Der Schwarzwald-Gin aus dem Haus ist mild-würzig und vergleichsweise erschwinglich — eine gute Einstiegs-Variante für Genießer, die Schwarzwald-Gin probieren wollen ohne den Monkey-47-Preis. Hofladen und Verkostung sind vor Ort möglich.
Sailer's Spezialitäten in Triberg — die Schwarzwald-Gin-Linie
Sailer's Spezialitäten liegen in Triberg im Mittleren Schwarzwald, dem Ort der berühmten Wasserfälle. Die Brennerei führt unter dem Label „Sailer's“ eine ganze Spirituosen-Linie mit Schwarzwald-Bezug — vom Wacholder-Brand über Bärwurz und Enzian bis zum modernen Schwarzwald-Gin mit eigener Botanical-Mischung. Triberg ist mit der Schwarzwaldbahn ab Offenburg in rund 45 Minuten erreichbar, die Brennerei liegt fußläufig zum Bahnhof und kann nach Voranmeldung besucht werden.
Schladerer in Staufen — vom Obstbrand-Klassiker zum Gin
Schladerer ist der bekannteste Obstbrand-Hersteller im Schwarzwald und produziert seit 1844 in Staufen am Fuß des Münstertals. Das klassische Sortiment umfasst Williams-Christ-Birnenbrand, Mirabelle, Kirschwasser und Himbeergeist in markanten Tonkrügen. In den 2010er Jahren hat das Haus das Portfolio um einen eigenen Schwarzwald-Dry-Gin erweitert, der traditionelle Wacholdernote mit Schladerer-typischer Frucht verbindet. Der Werksverkauf in Staufen ist Werktags geöffnet, die Stadt selbst ein lohnendes Tagesziel mit historischem Marktplatz und Faust-Brunnen.
Schwarzwaldhof Furtwangen — Brennerei aus der Uhrmacher-Stadt
Schwarzwaldhof in Furtwangen liegt im Bregtal auf rund 870 Metern Höhe — die kleine Stadt ist vor allem durch das Deutsche Uhrenmuseum bekannt, hat aber auch eine lebendige Brennerei-Szene. Der Schwarzwaldhof-Gin nutzt typische Höhen-Botanicals wie Tannentriebe, Vogelbeere und Heidelbeere und ergibt ein vergleichsweise nadelig-frisches Profil. Verkostungen sind nach Voranmeldung in der Brennerei möglich, der Hofladen führt auch klassische Obstbrände aus eigenem Anbau.
Tannenkönig — eigene Brennerei mit Nadelholz-Fokus
Tannenkönig setzt namensgebend auf Tannentriebe als zentrale Botanical und führt einen markant harzig-grünen Schwarzwald-Gin. Die Brennerei ist klein und produziert in begrenzten Chargen — der Gin ist eher in regionalen Feinkost-Läden, Hotelbars und über Manufaktur-Vertriebe erhältlich als im klassischen Supermarkt. Wer das Profil mag, findet hier eine deutlich eigenständige Alternative zu den großen Marken.
ParcReserve — Schwarzwald-Gin im Premium-Segment
ParcReserve positioniert sich im oberen Preisbereich und nutzt seltene regionale Botanicals wie Bärlauch, Mädesüß und wildwachsende Brombeerblätter. Die Flaschen sind häufig nummeriert und in kleinen Stückzahlen abgefüllt — eine Variante für Sammler und Genießer, die Schwarzwald-Aromen abseits des Mainstreams suchen. Erhältlich in ausgewählten Schwarzwald-Hotels und über den Online-Shop des Herstellers.
Hercynian Distilling Co — Crossover zwischen Elsass und Schwarzwald
Hercynian Distilling Co operiert im Grenzraum zwischen Elsass und Südschwarzwald und bringt französische Aromatik-Tradition mit Schwarzwald-Botanicals zusammen. Die Gins der Marke nutzen Wacholder aus dem Schwarzwald, kombinieren ihn aber mit elsässischen Kräutern und Frucht-Mazeraten — eine spannende Brücke zwischen beiden Spirituosen-Kulturen. Verkostungen sind nach Voranmeldung möglich, der Vertrieb läuft vor allem über Feinkost-Händler im Rhein-Tal.
Reisetbauer-Tradition als Inspiration für Schwarzwald-Marken
Reisetbauer aus Österreich gehört nicht zu den Schwarzwald-Brennereien, hat aber als Pionier der hochwertigen Obstbrand- und Gin-Produktion viele kleinere Schwarzwald-Manufakturen inspiriert — vor allem das Konzept aus eigenem Obst und sortenreinem Brand. Wer Schwarzwald-Gin verstehen will, sollte einen Reisetbauer Blue Gin als Referenz im Glas haben — er zeigt, woran sich viele junge Schwarzwald-Brenner stilistisch orientieren.
Die elf Schwarzwald-Gin-Brennereien im Überblick
Monkey 47
Der weltbekannte Dry Gin aus Loßburg-Wittendorf mit 47 Botanicals und 47 Prozent Volumen. Komplex-würzig, blumig, fruchtig — Aushängeschild der Schwarzwald-Gin-Szene seit 2008. Rund 35 bis 40 Euro für 0,5 Liter.
Black Forest Distillers
Manufaktur hinter Monkey 47 in Loßburg, mit Distiller's Cut, Sloe Gin und experimentellen Sondereditionen. Hofführungen mit Verkostung nach Anmeldung — meist Monate im Voraus ausgebucht.
Wacholderhof Schmieg
Familienbrennerei in Ottenhöfen im Achertal mit Obstbrand-Tradition und eigenem Schwarzwald-Gin. Wacholder, Tannentriebe und Wildkräuter prägen das Profil. Hofladen mit regulären Öffnungszeiten.
Bimmerle
Größere Brennerei in Sasbachwalden, seit 1956 in Familienhand. Schwarzwald-Gin mit mildem Profil und vergleichsweise erschwinglichem Preis — guter Einstieg für Gin-Neulinge mit Schwarzwald-Interesse.
Sailer's Spezialitäten
Brennerei in Triberg im Mittleren Schwarzwald, fußläufig vom Bahnhof. Komplettes Schwarzwald-Spirituosen-Sortiment mit eigenem Gin, Wacholder, Bärwurz und Enzian. Voranmeldung für Besuche empfohlen.
Schladerer
Traditionshaus seit 1844 in Staufen am Münstertal, weltweit bekannt für Williams-Christ-Birnenbrand. Seit den 2010er Jahren auch eigener Schwarzwald-Dry-Gin im Sortiment. Werksverkauf an Werktagen.
Schwarzwaldhof Furtwangen
Brennerei auf rund 870 Metern Höhe im Bregtal, nahe dem Deutschen Uhrenmuseum. Schwarzwaldhof-Gin mit Tannentriebe, Vogelbeere und Heidelbeere — nadelig-frisches Höhen-Profil. Hofverkauf vorhanden.
Tannenkönig
Kleine Manufaktur mit harzig-grünem Schwarzwald-Gin und Tannentriebe als Zentral-Botanical. Limitierte Chargen, Vertrieb über Feinkost-Läden und ausgewählte Hotelbars im Schwarzwald.
ParcReserve
Premium-Schwarzwald-Gin mit seltenen Botanicals wie Bärlauch, Mädesüß und wilden Brombeerblättern. Nummerierte Flaschen, kleine Stückzahlen — für Sammler und Spezialisten.
Hercynian Distilling Co
Crossover zwischen elsässischer Kräuter-Tradition und Schwarzwald-Wacholder. Spannende Brücke zwischen beiden Spirituosen-Kulturen im Grenzraum Rhein-Tal. Voranmeldung für Verkostungen.
Reisetbauer als Referenz
Kein Schwarzwälder Produkt, aber stilistischer Pate vieler junger Schwarzwald-Brenner. Blue Gin als Vergleichs-Referenz hilft, regionale Schwarzwald-Stile besser einzuordnen.
Spirituosen-Wege
Schwarzwälder Spirituosen-Wege und Brenner-Routen verbinden mehrere Höfe als Mehrtages-Tour. Praktisch mit Konus-Gästekarte und Übernachtung in einem zentralen Ort wie Baiersbronn oder Triberg.
Schwarzwald-Gin im direkten Vergleich
Die Preise sind Richtwerte für die 0,5-Liter-Flasche im Fachhandel und können je nach Saison und Verfügbarkeit deutlich abweichen.
Typische Botanicals des Schwarzwalds
Was einen Gin zum Schwarzwald-Gin macht, sind nicht starre Regeln wie bei einer geschützten Herkunfts-Bezeichnung, sondern vor allem die regionalen Botanicals. Frische Tannentriebe im Frühjahr geben harzige Nadelholz-Noten, Heidelbeere und Brombeere bringen waldige Frucht, Vogelbeere und Hagebutte fügen leicht bittere und herb-süße Akzente hinzu. Holunder, Wacholder aus dem Schwarzwald, Mädesüß und Bärlauch ergänzen das Spektrum — viele Brenner sammeln einen Teil ihrer Zutaten selbst in den umliegenden Wäldern.
Frühjahrs-Botanicals
Im Frühjahr sind frische Tannenspitzen, Bärlauch, Waldmeister und junge Birkenblätter saisonale Botanicals. Tannenspitzen werden meist im Mai geerntet — sie ergeben besonders zarte, helle Harz-Aromen. Mehrere Schwarzwald-Brenner produzieren limitierte Frühjahrs-Editionen mit diesen Saison-Zutaten.
Sommer- und Herbst-Botanicals
Im Sommer reifen Heidelbeere, Holunderblüte und später Holunderbeere — sie geben weiche fruchtige Noten. Der Herbst bringt Brombeere, Vogelbeere, Hagebutte und Schlehe — letztere als Basis für Sloe Gin nach britischer Tradition. Schwarzwälder Sloe-Gin-Varianten wie der von Monkey 47 sind eine charakteristische lokale Spezialität.
Praktische Tipps für die Schwarzwald-Gin-Tour
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Werksverkauf statt Souvenir-Laden
Im Werksverkauf von Schladerer in Staufen oder bei Bimmerle in Sasbachwalden sind die Preise häufig 10 bis 15 Prozent günstiger als im Schwarzwald-Souvenirgeschäft am Titisee oder in Triberg — und das Sortiment ist deutlich größer.
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Monkey-47-Führung früh buchen
Die Hofführungen der Black Forest Distillers in Loßburg-Wittendorf sind häufig zwei bis drei Monate im Voraus ausgebucht — wer den Besuch in den Schwarzwald-Urlaub einplanen will, sollte die Anmeldung als ersten Schritt der Reiseplanung erledigen.
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Konus-Karte spart ÖPNV-Kosten
Bei Übernachtung in vielen Schwarzwald-Orten gibt es die Konus-Gästekarte vom Vermieter — sie gilt für den gesamten Schwarzwald-ÖPNV. Eine Brennerei-Route über zwei oder drei Tage wird damit deutlich entspannter und günstiger.
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Verkostung erfordert nüchterne Fahrer
Eine vollständige Hofführung mit Verkostung bringt häufig 4 bis 6 Gläser auf den Tresen — das liegt deutlich über der 0,5-Promille-Grenze. Wer mehrere Brennereien an einem Tag besucht, braucht entweder einen Fahrer, ein Taxi oder das Bahnhofs-Hotel.
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Tasting-Set als Mitbringsel
Mehrere Brennereien bieten Tasting-Sets aus 3 bis 5 kleinen Flaschen á 50 Milliliter an — eine clevere Variante für Gastgeschenke oder zum Vergleich verschiedener Schwarzwald-Stile zuhause, ohne fünf Großflaschen kaufen zu müssen.
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Barrierearme Brennereien
Schladerer in Staufen und Bimmerle in Sasbachwalden sind ebenerdig zugänglich. Brennereien auf Schwarzwaldhöfen mit Stallgebäuden und alten Hofböden sind häufig nur über Stufen erreichbar — bei eingeschränkter Mobilität vorab telefonisch klären.
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Beste Saison für Brennerei-Besuche
Mai bis Oktober ist die Hauptsaison — Hofläden sind verlässlich geöffnet, Außenausschank in den Höfen ist möglich, viele Brennereien zeigen ihre Kräuter- und Wacholder-Gärten. Im Winter bleibt einige Höfe geschlossen oder nur nach Voranmeldung erreichbar.
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Regen-Tag-Backup im Schwarzwald
Wenn das Wanderwetter im Schwarzwald nicht mitspielt, sind Brennerei-Besuche das perfekte Schlechtwetter-Programm — die meisten Hofführungen finden im Inneren der Destillerie statt und lassen sich kurzfristig mit ein bis zwei Tagen Vorlauf buchen.
Insider-Tipps
Welches Tonic zu Schwarzwald-Gin?
Klassisches Tonic Water mit hoher Chinin-Konzentration wie Fever-Tree Indian Tonic passt zu den meisten Schwarzwald-Gins. Bei besonders fruchtigen Varianten wie Schladerer oder Bimmerle kann ein Mediterranean Tonic mit Rosmarin-Note die Beeren-Aromen verstärken. Zu nadeligen Gins wie Tannenkönig oder Schwarzwaldhof eher ein neutraleres Light-Tonic, damit die Tannen-Aromatik nicht erschlagen wird.
Garnitur passend zum Profil
Heidelbeere, Brombeere und ein kleiner Tannenzweig als Garnitur unterstreichen den Schwarzwald-Charakter. Bei Schladerer eine Scheibe Birne, bei Monkey 47 ein dünnes Stück Brombeere und ein Pfeffer-Korn. Verzichtet wird häufig auf Zitronen-Scheiben — sie passen schlechter zu den waldigen Schwarzwald-Aromen als zu klassischen London-Dry-Gins.




