Die Höllentalbahn zählt zu den spektakulärsten Bahnstrecken Deutschlands und gilt als eine der steilsten regelspurigen Adhäsionsbahnen Europas. Auf 75 Kilometern verbindet sie Freiburg im Breisgau mit Donaueschingen am Rand der Baar-Hochebene und überwindet dabei einen Höhenunterschied von rund 700 Metern zwischen dem Rheintal und dem Hochschwarzwald. Die Hauptstrecke wurde 1887 eröffnet, die berühmte Steilrampe zwischen Hirschsprung und Höllsteig folgte 1901 und brachte die Bahn mit einem Gefälle von 55 Promille (5,5 Prozent) auf eine Höhe, die zuvor nur mit Zahnrad-Technik möglich schien. Die Strecke führt durch das tief eingeschnittene Höllental, quert den Hirschsprung-Felsen mit der bronzenen Hirsch-Skulptur und die spektakuläre Hornbrücke und hält an Bahnhöfen wie Himmelreich, Hirschsprung, Höllsteig, Hinterzarten, Titisee und Neustadt. Heute fährt die Höllentalbahn als Linie 3 der Breisgau-S-Bahn im Halbstundentakt und ist die schnellste Verbindung zwischen Freiburg und dem Titisee. Eine Tageskarte kostet rund 12 Euro und macht die Höllentalbahn zum klassischen Schwarzwald-Tagesausflug.

Anreise und Erreichbarkeit

Die Höllentalbahn ist selbst ein Verkehrsmittel und gleichzeitig eine Sehenswürdigkeit. Ihr Westportal liegt mitten in Freiburg im Breisgau am Hauptbahnhof, ihr Ostportal in Donaueschingen am Übergang zur Schwäbischen Alb. Wer die Strecke fahren möchte, reist üblicherweise nach Freiburg an, weil die Steilrampe in Richtung Hinterzarten am eindrücklichsten zu erleben ist. Die meisten Tagesausflügler steigen am Titisee aus, weil der See in wenigen Minuten Fußweg vom Bahnhof zu erreichen ist und sich dort Schifffahrt, Wandern und Bummel anbieten. Wer die Strecke als komplette Durchquerung des Schwarzwalds nutzen möchte, fährt bis Donaueschingen und kann von dort die Schwarzwaldbahn nach Konstanz, die Donautalbahn nach Ulm oder den Hochrhein-Anschluss nach Singen weiterfahren.

Mit dem Auto

Freiburg ist von Norden über die A5 (Karlsruhe-Basel, Ausfahrt Freiburg Mitte) und von Osten über die B31 aus Donaueschingen erreichbar. Wer die Höllentalbahn als Tagesausflug nutzt, parkt sinnvollerweise nicht in Freiburg selbst, sondern in Hinterzarten, Titisee oder Neustadt und fährt mit der Bahn beide Richtungen. In Titisee gibt es zentrumsnah mehrere bewirtschaftete Parkplätze, in Hinterzarten und Neustadt sind Bahnhof-Parkplätze günstiger als die Stadt-Parkhäuser in Freiburg. Wer dennoch in Freiburg parken möchte, nutzt am besten das Parkhaus am Hauptbahnhof oder die Park-and-Ride-Plätze an der Straßenbahn-Endhaltestelle Diehlplatz, Munzinger Straße oder Paduaallee.

Mit der Bahn und dem ÖPNV

Freiburg Hauptbahnhof ist ICE-Halt auf der Rheintalstrecke zwischen Frankfurt und Basel und in 2:00 Stunden ab Frankfurt, 45 Minuten ab Basel SBB sowie 1:15 Stunden ab Karlsruhe erreichbar. Die Höllentalbahn startet direkt am Hauptbahnhof auf den Gleisen 1 und 2 und fährt im Halbstundentakt als Regionalbahn der Breisgau-S-Bahn. Bis Titisee dauert die Fahrt rund 40 Minuten, bis Neustadt etwa 50 Minuten und bis Donaueschingen rund 1:20 Stunden. Wer eine Übernachtung im Hochschwarzwald gebucht hat, profitiert von der KONUS-Gästekarte, die in über 140 Orten kostenfreien ÖPNV ermöglicht. Damit wird auch die Hin- und Rückfahrt zwischen Hinterzarten, Titisee oder Neustadt und Freiburg während des gesamten Aufenthalts kostenfrei.

Mit dem Flugzeug

Basel-Mulhouse BSL/EAP ist der nächste internationale Flughafen für Freiburg und mit dem Bus 50 in 55 Minuten am Freiburg Hauptbahnhof. Zürich ZRH liegt mit 1:50 Stunden Bahnfahrt über Basel ebenfalls in guter Reichweite. Stuttgart STR und Frankfurt FRA bedienen Donaueschingen am Ostende der Strecke, Frankfurt ist mit dem ICE in 2:00 Stunden bis Freiburg und 2:30 Stunden bis Donaueschingen erreichbar. Wer von außerhalb Europas anreist, plant am besten über Frankfurt mit Weiterfahrt im ICE bis Freiburg.

Vor Ort bewegen und Tickets

Innerhalb des Verbunds Regio-Verkehrsverbund Freiburg (RVF) gilt die Höllentalbahn als regionale S-Bahn-Linie. Die einfache Fahrt Freiburg-Titisee kostet rund 7 Euro, eine Tageskarte rund 12 Euro und gilt zusätzlich für Bus und Straßenbahn in Freiburg. Wer länger im Hochschwarzwald bleibt, nutzt die KONUS-Karte als Gästekarten-Vorteil. Fahrräder werden in den Bahnen außerhalb der Hauptverkehrszeit kostenfrei mitgenommen, in der Sommer-Saison sind die Züge an Wochenenden oft voll besetzt — eine frühe Anreise ist empfehlenswert. An den Bahnhöfen Hinterzarten, Titisee und Neustadt schließen Wanderbusse und Linienbusse an, die in den Hochschwarzwald Richtung Feldberg, Schluchsee und St. Märgen weiterführen.

Freiburg Hbf → Titisee 37 km Bahn ~40 min via Höllentalbahn
Freiburg Hbf → Hirschsprung 22 km Bahn ~25 min, Halt im Höllental
Freiburg Hbf → Donaueschingen 75 km Bahn ~1:20 h, Gesamtstrecke
Basel SBB → Freiburg Hbf 70 km ~45 min via Rheintalbahn
Stuttgart Hbf → Donaueschingen 130 km ~2:00 h via Gäubahn

Geschichte und Bau der Höllentalbahn

Die Höllentalbahn ist das Ergebnis einer langen technischen Auseinandersetzung mit der schwierigen Topografie des Schwarzwalds. Bereits in den 1860er Jahren wurde über eine Bahnverbindung zwischen Freiburg und der oberen Donau diskutiert. Das Höllental galt als schwierigste Trasse, weil es zwischen Hirschsprung und Höllsteig auf nur 8 Kilometern Strecke über 400 Höhenmeter überwinden muss. Die Hauptstrecke zwischen Freiburg und Hinterzarten wurde 1887 eröffnet, aber die Steilrampe konnte erst 1901 nach jahrzehntelanger Planung gebaut werden.

Hauptstrecke 1887 und Zahnrad-Vergangenheit

Beim Bau der Hauptstrecke ab 1885 entschied man sich zunächst gegen eine reine Adhäsionsbahn und plante die Steilrampe als Zahnradbahn nach dem System Riggenbach. Die Hauptstrecke zwischen Freiburg und Hirschsprung wurde am 21. Mai 1887 eröffnet, die Fortsetzung mit Zahnstange bis Hinterzarten und Titisee folgte als Übergangslösung. Die Zahnradtechnik machte die Strecke jedoch langsam und wartungsintensiv: maximal 15 Kilometer pro Stunde auf der Steilrampe, häufige Reparaturen an Zahnstange und Triebzahnrad. Bereits Anfang des 20. Jahrhunderts wurde klar, dass eine reine Adhäsionsbahn schneller und wirtschaftlicher wäre.

Steilrampe 1901 als technische Meisterleistung

Der Umbau zur reinen Adhäsionsbahn zwischen 1899 und 1901 brachte die Höllentalbahn in ihre heutige Form. Mit modernen Lokomotiven und einer optimierten Linienführung konnte das Gefälle von 55 Promille (5,5 Prozent) erstmals ohne Zahnrad bewältigt werden. Die Steilrampe ist 8 Kilometer lang und steigt von Hirschsprung auf rund 540 Metern Höhe bis Höllsteig auf rund 690 Metern und weiter nach Hinterzarten auf 885 Metern. Damit gehört die Höllentalbahn bis heute zu den steilsten regelspurigen Adhäsionsbahnen Europas — nur wenige Strecken in der Schweiz und in Norwegen erreichen ähnliche Werte. Die Elektrifizierung folgte erst spät: bis 1936 war die Strecke mit Dampf betrieben, danach mit speziellen Wechselstrom-Lokomotiven, und seit 1995 fährt die Höllentalbahn mit dem deutschen Standard von 15 Kilovolt 16,7 Hertz.

Vom Eilzug zur Breisgau-S-Bahn

Über Jahrzehnte fuhren auf der Höllentalbahn Eilzüge, später Interregio-Verbindungen bis Konstanz und sogar internationale Züge nach Zürich. Mit der Bahnreform und der Regionalisierung des Schienenpersonennahverkehrs wurde die Strecke 2002 als Teil der Breisgau-S-Bahn neu strukturiert. Heute fährt sie als Linie S1 beziehungsweise S10 im Halbstundentakt zwischen Freiburg und Seebrugg am Schluchsee, im Stundentakt bis Donaueschingen. Moderne Triebwagen ersetzten die alten Lokbespannungen, der Komfort stieg, die Frequenz wurde verdichtet, und die Höllentalbahn entwickelte sich vom Fernverkehrs-Notbehelf zur attraktiven Pendler- und Ausflugsstrecke.

Die Strecke: Halte, Tunnel und Brücken

Die Höllentalbahn fährt vom Freiburger Hauptbahnhof auf einer Höhe von 277 Metern los, quert zunächst das östliche Stadtgebiet und die Vororte und beginnt nach dem Halt Himmelreich den Aufstieg ins eigentliche Höllental. Zwischen Hirschsprung und Höllsteig folgt die Steilrampe mit ihren spektakulären Kunstbauten, ehe der Zug die Hochfläche bei Hinterzarten erreicht und über Titisee und Neustadt weiter nach Donaueschingen rollt.

Hirschsprung-Tunnel und Hornbrücke

Die Steilrampe ist nicht nur wegen ihres Gefälles berühmt, sondern vor allem wegen ihrer ingenieurtechnischen Bauwerke. Der Hirschsprung-Tunnel ist mit rund 70 Metern Länge zwar nicht der längste Tunnel der Strecke, aber er durchquert den eigentlichen Hirschsprung-Felsen — jenen markanten Felssporn, der das Höllental fast vollständig verriegelt. Die Hornbrücke nördlich von Höllsteig ist eine Viaduktbrücke aus Granitquadern und Stahl, die das Höllental in luftiger Höhe überspannt und einen der besten Aussichtspunkte der Strecke bietet. Insgesamt hat die Höllentalbahn neun Tunnel und mehrere kleinere Brücken — jeder Meter ist mit Granit, Beton und Stahl gegen die Steilheit des Höllentals gesichert.

Höllsteig als legendärer Aussichts-Halt

Der Bahnhof Höllsteig liegt mitten in der Steilrampe auf rund 690 Metern Höhe und gilt als einer der schönsten Aussichts-Bahnhöfe Deutschlands. Von hier blickt man tief ins Höllental hinunter und auf die gegenüberliegende Felswand der Hirschsprung-Schlucht. Der Halt selbst ist klein, hat keinen Schalter mehr und wird nur von wenigen Wanderern und Hotel-Gästen genutzt. Direkt am Bahnhof beginnt der Aufstieg zur Ravennaschlucht-Wanderung, die mit dem 36 Meter hohen Ravenna-Viadukt der Höllentalbahn ein weiteres ikonisches Fotomotiv bietet. Wer zwischen Hirschsprung und Höllsteig aussteigt, sollte den Halt vorher beim Schaffner abklingeln — Bedarfshalt ist die Regel, nicht die Ausnahme.

Hinterzarten, Titisee, Neustadt — die Hochschwarzwald-Halte

Nach der Steilrampe erreicht die Höllentalbahn die Hochfläche von Hinterzarten auf 885 Metern Höhe — der höchste Punkt der Strecke. Hinterzarten ist klassischer Luftkurort mit Hotel-Tradition und Ausgangspunkt für Wanderungen zum Mathisleweiher und zum Feldberg. Wenige Minuten später erreicht der Zug den Bahnhof Titisee direkt am See, einer der bekanntesten Touristen-Bahnhöfe des Schwarzwalds. Vom Bahnsteig sind es 200 Meter Fußweg zum Seeufer mit Schiffsanleger, Promenade und Schwarzwald-Souvenir-Geschäften. Neustadt im Schwarzwald als nächster Halt ist die größte Stadt der Strecke mit historischem Marktplatz, Münster und Verkehrsknotenpunkt mit Busanschlüssen ins Hochschwarzwald-Hinterland. Donaueschingen am Endpunkt liegt bereits auf der Baar-Hochebene und ist mit der Donauquelle im fürstenbergischen Schlosspark eine eigene Sehenswürdigkeit.

Die sechs zentralen Halte im Überblick

Freiburg Hauptbahnhof

Westportal der Strecke auf 277 Metern Höhe, ICE-Halt mit direkten Verbindungen nach Frankfurt, Basel und Karlsruhe. Direkt am Bahnhof beginnt die Altstadt mit Münster, Bächle und Schwabentor.

Himmelreich

Der Halt mit dem schönsten Namen der Strecke markiert den Eingang ins Höllental. Hier wechselt die Landschaft vom offenen Dreisamtal in die enge Schlucht, und die Steigung beginnt zu wachsen.

Hirschsprung

Der namensgebende Halt direkt am Hirschsprung-Felsen mit der bronzenen Hirsch-Skulptur über der Schlucht. Ausgangspunkt für Wanderungen ins Höllental und zur Ravennaschlucht.

Höllsteig

Legendärer Aussichts-Halt auf 690 Metern Höhe mitten in der Steilrampe. Bedarfshalt mit grandiosem Blick ins Tal und Anschluss an das Hotel Hofgut Sternen.

Hinterzarten

Höchster Punkt der Strecke auf 885 Metern, klassischer Hochschwarzwald-Luftkurort. Skisprung-Tradition mit dem Schanzenzentrum Adler-Skistadion und Ausgangspunkt zum Feldberg.

Titisee Neustadt

Touristen-Halt direkt am Titisee mit 200 Metern Fußweg zur Seepromenade. Schifffahrt, Glasbläserei, Schwarzwälder Trachten-Läden und Ausgangspunkt für die Hochschwarzwald-Wanderbusse.

Vergleich: Wo aussteigen?

Kriterium
Hirschsprung
Höllsteig
Hinterzarten
Titisee
Neustadt
Höhe
540 m
690 m
885 m
858 m
805 m
Fahrzeit ab Freiburg
~25 min
~30 min
~35 min
~40 min
~50 min
Charakter
Wanderhalt
Aussichts-Bedarfshalt
Luftkurort
Touristen-See
Mittelstadt
Ideal für
Höllental-Wanderung
Ravennaschlucht
Feldberg-Aufstieg
Tagesausflug am See
ÖPNV-Knoten
Bahnhof-Service
unbesetzt
Bedarfshalt
Café, Schalter
Touristik-Info
Bus-Bahnhof
Parken am Bahnhof
nicht möglich
nicht möglich
kostenpflichtig
P+R am Bahnhof
Bahnhof-Parkplatz
Anschluss
Wanderwege
Hofgut Sternen
Bus zum Feldberg
Schiffe, Busse
Regionalbusse

Wer die Steilrampe als Erlebnis sucht, fährt bis Hinterzarten oder Titisee. Wer wandern möchte, steigt in Hirschsprung oder Höllsteig aus. Wer in die Tiefen des Hochschwarzwalds will, fährt bis Neustadt und nutzt von dort die Wanderbusse.

Hirschsprung-Felsen und die Sage vom flüchtenden Hirsch

Der Hirschsprung ist die wohl bekannteste Geländeform des Höllentals. Auf rund 40 Metern verengt sich das Tal zwischen zwei steilen Felswänden zu einer schmalen Schlucht, durch die heute Bundesstraße 31, Höllentalbahn und Wanderweg gemeinsam führen. Über der Schlucht thront seit 1907 die Bronze-Statue eines springenden Hirsches, die an die Sage erinnert, der den Ort seinen Namen gab.

Die Sage

Die Geschichte stammt aus dem 18. Jahrhundert und erzählt von einem Hirsch, der von Jägern durch das Höllental verfolgt wurde. Als der Hirsch an der schmalen Stelle des Tals ankam, hatte er nur zwei Möglichkeiten: vor den Hunden stehen bleiben oder den scheinbar unmöglichen Sprung über die Schlucht wagen. Der Hirsch sprang — und überwand die Lücke zwischen den Felsen. Ob die Geschichte historisch ist oder eine reine Wandersage, lässt sich heute nicht mehr klären. Sicher ist nur, dass der Name Hirschsprung bereits in Karten des 19. Jahrhunderts erscheint und die Sage damals schon weit verbreitet war.

Bronze-Hirsch von 1907

Die heutige Bronze-Skulptur wurde 1907 vom Karlsruher Bildhauer Karl Gnauth geschaffen und auf einem Felsvorsprung über der Schlucht installiert. Der Hirsch ist lebensgroß, springt aus dem Stand in die Höhe und ist von der Bundesstraße ebenso sichtbar wie aus dem fahrenden Zug. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Statue zur Metallspende-Aktion eingezogen und eingeschmolzen, aber bereits 1953 als Replik nach den Original-Plänen wieder aufgestellt. Sie gilt heute als eines der Wahrzeichen des Schwarzwalds und ist Fotomotiv von Generationen von Tagesausflüglern.

Praktische Tipps für die Höllentalbahn-Fahrt

  • Tageskarte statt Einzelfahrt

    Die Tageskarte des Regio-Verkehrsverbunds Freiburg kostet rund 12 Euro und gilt für Hin- und Rückfahrt zwischen Freiburg und Titisee plus Stadtverkehr in Freiburg. Wer hin und zurück fährt, spart damit gegenüber zwei Einzeltickets rund 25 Prozent.

  • Richtige Seite im Zug wählen

    Auf der Fahrt von Freiburg in Richtung Titisee bietet die linke Wagenseite den besseren Blick auf das Höllental, die Hornbrücke und den Hirschsprung-Felsen. Auf der Rückfahrt entsprechend die rechte Seite. Wer früh einsteigt, hat freie Platzwahl.

  • + Höllsteig als Bedarfshalt anmelden

    Der Halt Höllsteig wird nur bei Bedarf bedient. Wer aussteigen will, drückt rechtzeitig den Halt-Knopf im Zug. Wer einsteigen will, gibt sich am Bahnsteig deutlich zu erkennen — der Lokführer erkennt wartende Fahrgäste meist erst auf den letzten 200 Metern.

  • i KONUS-Karte bei Übernachtung nutzen

    Wer im Hochschwarzwald übernachtet, erhält bei Anmeldung in der Unterkunft automatisch die KONUS-Gästekarte. Sie gilt für die gesamte Aufenthaltsdauer und ermöglicht die kostenfreie Nutzung der Höllentalbahn und aller anderen Verbund-Linien.

  • Fahrräder in Nebenzeiten mitnehmen

    Die Mitnahme von Fahrrädern ist außerhalb der Hauptverkehrszeit kostenfrei und mit etwas Glück auch unkompliziert. An Wochenenden in der Hauptsaison Juli bis September ist der Andrang groß — wer mit Fahrrad reist, sollte die ersten Züge morgens nehmen.

  • Barrierefreiheit prüfen

    Die modernen Triebwagen der Breisgau-S-Bahn sind barrierefrei mit Niederflur-Einstieg, aber die kleinen Halte wie Hirschsprung und Höllsteig haben keine erhöhten Bahnsteige. Wer im Rollstuhl reist, sollte die Halte Hinterzarten, Titisee oder Neustadt wählen.

  • Beste Jahreszeit für die Fahrt

    Die Höllentalbahn fährt ganzjährig im Halbstundentakt. Im Frühjahr blühen die Wiesen im Höllental, im Sommer sind Wanderungen und Schwimmen am Titisee möglich, im Herbst leuchtet der Hochschwarzwald in Gelb und Rot, im Winter fahren die Züge sogar bei Schnee zuverlässig — die Strecke ist gegen Schneeverwehung geschützt.

  • Wetter im Höllental ist anders

    Zwischen Freiburg und Hinterzarten liegen 700 Höhenmeter — im Winter kann es in Freiburg regnen und in Hinterzarten schneien. Wer aussteigt, sollte immer eine Jacke und festes Schuhwerk mitnehmen, weil die Bahnhöfe Hirschsprung und Höllsteig auf rutschigen Felswegen liegen.

Insider-Tipps

Bahn-Fotografie und beste Fotopunkte

Für Bahn-Fotografen ist die Höllentalbahn eine der dankbarsten Strecken Deutschlands. Die besten Fotopunkte liegen am Ravenna-Viadukt (Zugang vom Hofgut Sternen oder von Höllsteig), am Hirschsprung-Felsen mit Blick von der Bundesstraße auf den Tunnel-Ausgang und am Bahnhof Höllsteig selbst mit Talblick und Steilrampen-Perspektive. Im Spätherbst und Winter sind die Lichtverhältnisse zwischen 10 und 14 Uhr am besten — vorher liegt das Höllental im Schatten der östlichen Felswand.

Wanderkombinationen mit der Bahn

Die Höllentalbahn ermöglicht klassische Linien-Wanderungen, bei denen man an einem Halt aussteigt, eine Etappe wandert und am nächsten Halt wieder einsteigt. Drei besonders schöne Touren: erstens die Höllental-Wanderung von Hirschsprung nach Höllsteig entlang der alten Talstraße (rund 3 Kilometer, 150 Höhenmeter), zweitens die Ravennaschlucht-Runde von Höllsteig über den Großen Falkensteinfelsen zurück nach Höllsteig (rund 6 Kilometer, 250 Höhenmeter), drittens die klassische Hinterzarten-Titisee-Wanderung über den Saiger Hochkopf (rund 9 Kilometer, 200 Höhenmeter).

Kombi-Ticket mit Schifffahrt am Titisee

Die Schifffahrtsgesellschaft am Titisee bietet im Sommer Kombi-Tickets mit der Höllentalbahn an. Mit der Tageskarte des Regio-Verkehrsverbunds erhält man am Schiffsanleger einen Rabatt auf die Rundfahrt, die etwa 30 Minuten dauert und vor allem bei Familien beliebt ist. Wer den Titisee zu Fuß umrunden möchte, plant 2 Stunden für die rund 6 Kilometer lange Promenade rund um den See.

HÄUFIGE FRAGEN

Wie steil ist die Höllentalbahn und was macht sie besonders?

Die Höllentalbahn gilt als eine der steilsten regelspurigen Adhäsionsbahnen Europas mit einer Steilrampe von 55 Promille (5,5 Prozent) zwischen Hirschsprung und Höllsteig, die 1901 eröffnet wurde und technisch revolutionär war.

Wie lange dauert die Fahrt und wie oft fährt die Bahn?

Die Höllentalbahn fährt heute als Linie 3 der Breisgau-S-Bahn im Halbstundentakt, wobei die Fahrt bis Titisee etwa 40 Minuten und bis Donaueschingen rund 1 Stunde und 20 Minuten dauert.

Was kostet eine Fahrt auf der Höllentalbahn?

Eine Tageskarte kostet etwa 12 Euro und ist damit ein günstiger Klassiker für einen Schwarzwald-Tagesausflug.

Wo sollte man parken, wenn man die Höllentalbahn als Tagesausflug nutzen möchte?

Empfehlenswert sind Parkplätze in Hinterzarten, Titisee oder Neustadt, von wo aus man mit der Bahn beide Richtungen fahren kann, statt in Freiburg selbst zu parken.
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