Feriendörfer im Schwarzwald sind ferienparkartige Anlagen, die freistehende Ferienhäuser im Schwarzwaldhaus-Stil mit einer zentralen Infrastruktur kombinieren — Schwimmbad, Sauna, Restaurant, Sportflächen und häufig Kinderbetreuung gehören zum festen Inventar. Die größte Dichte solcher Anlagen findet sich rund um den Schluchsee, im Hochschwarzwald und am Feldberg, ergänzt durch Standorte im Nordschwarzwald und an der Schwarzwald-Bodensee-Grenze. Anbieter sind teils familiengeführte Betriebe wie das Feriendorf Hochschwarzwald oder das Feriendorf am Schluchsee, teils europäische Ketten wie Pierre & Vacances oder die Mountain Lodge Resorts am Feldberg. Preise schwanken stark zwischen Hochsaison (Sommer-Schulferien, Weihnachten, Skiwinter) und Nebensaison; eine typische Familienferienwohnung kostet zwischen 90 und 250 Euro pro Nacht, plus Endreinigung und Kurtaxe. Dieser Ratgeber bündelt die wichtigsten Anlagen, vergleicht Konzepte und gibt Buchungstipps für Familien.

Anreise und Erreichbarkeit

Die meisten Feriendörfer im Schwarzwald liegen in Höhen zwischen 600 und 1100 Metern, häufig am Rand größerer Touristenorte wie Schluchsee, Titisee-Neustadt, Feldberg oder Bad Wildbad. Die Anreise erfolgt überwiegend mit dem Pkw, weil die Anlagen oft am Ortsrand liegen und für den Transport von Familienausrüstung praktisch ausgelegt sind. Wer mit der Bahn anreist, kommt mit der Schwarzwaldbahn, der Höllentalbahn oder der Dreiseenbahn in viele Hochlagen — der letzte Kilometer wird häufig per Anlagen-Shuttle oder Taxi überbrückt.

Mit dem Auto

Die A5 zwischen Karlsruhe und Basel ist die wichtigste Achse für den westlichen Schwarzwald, die A81 zwischen Stuttgart und dem Hochrhein bedient den Ostrand mit Anlagen rund um St. Georgen und Triberg. Für den Hochschwarzwald nimmt man die Ausfahrt Freiburg-Mitte und folgt der B31 durch das Höllental, etwa 45 bis 60 Minuten ab Autobahn. Falkenstein im Nordschwarzwald erreicht man über die A8 und die B500, dem Schwarzwaldhochstraßen-Abschnitt. Vor allem in den Sommerferien und an Skiwochenenden bilden sich auf der B31 und der B500 spürbare Staus, der frühe Morgen oder späte Abend ist die ruhigere Anreise-Zeit.

Mit der Bahn und dem ÖPNV

Die Schwarzwaldbahn von Offenburg nach Konstanz erschließt den Mittel- und Hochschwarzwald, die Höllentalbahn fährt von Freiburg über Titisee bis Seebrugg am Schluchsee. Die Dreiseenbahn verbindet Titisee mit Schluchsee und Bonndorf. Wer ein Feriendorf am Schluchsee bucht, kommt mit dem Zug bis direkt vor die Anlage. Bei abgelegeneren Häusern organisieren viele Betreiber einen Shuttle ab dem nächsten Bahnhof. Die KONUS-Gästekarte ist bei den meisten Anlagen im Aufenthalt enthalten und erlaubt während des Aufenthalts die freie Nutzung von Bahn und Bus in fast allen Verkehrsverbünden des Schwarzwaldes.

Mit dem Flugzeug

EuroAirport Basel-Mulhouse (BSL) ist für den Süd- und Hochschwarzwald am nächsten gelegen, der Flughafen Stuttgart (STR) für den Nord- und Mittelschwarzwald. Karlsruhe-Baden-Baden (FKB) liegt direkt am Nordrand der Region und ist saisonal mit Billigflieger-Verbindungen aus halb Europa zu erreichen. Mietwagen sind direkt am Flughafen verfügbar, die Bahn-Weiterfahrt klappt in beide Richtungen.

Vor Ort bewegen und Parken

Alle größeren Feriendörfer im Schwarzwald haben kostenfreie Parkplätze direkt an der Ferienwohnung oder in einer Anlagen-Tiefgarage. Der Pkw bleibt während des Aufenthalts häufig stehen, weil Schwimmbad, Restaurant, Spielplatz und Wanderwege fußläufig erreichbar sind. Mit der KONUS-Karte lassen sich Tagesausflüge nach Freiburg, Titisee-Neustadt oder ins Höllental ohne Auto bewältigen. Für Skiausflüge zum Feldberg empfiehlt sich der Bus, weil die Parkplätze an Spitzentagen früh voll sind.

Frankfurt 280 km ~2:50 h via A5
Stuttgart 160 km ~2:00 h via A81/A5
München 380 km ~3:45 h via A8
Basel 80 km ~1:15 h in den Hochschwarzwald
Zürich 160 km ~2:00 h zum Schluchsee

Das Konzept Feriendorf: zwischen Ferienpark und Schwarzwaldhaus

Ein Feriendorf im Schwarzwald ist mehr als nur eine Ansammlung von Ferienhäusern: Es ist eine geplante Anlage, die freistehende Häuser mit gemeinsamen Service-Bereichen kombiniert. Die Idee stammt aus den 1970er Jahren, als der Tourismus in der Region wuchs und Familien Alternativen zum klassischen Hotelzimmer suchten. Anders als der All-Inclusive-Ferienpark einer Kette behält ein traditionelles Schwarzwald-Feriendorf den regionalen Charakter — Schwarzwaldhäuser mit Krüppelwalmdach, Holzfassaden und Geranien an den Balkonen sind Teil des Konzepts.

Was die Anlagen verbindet

Alle Feriendörfer der Region setzen auf drei Bausteine: Erstens freistehende oder halb-freistehende Ferienhäuser im Schwarzwaldhaus-Stil mit eigener Küche, Wohnraum und mehreren Schlafzimmern. Zweitens eine zentrale Infrastruktur mit Schwimmbad, Sauna, oft Fitness und Wellness, dazu Restaurant oder mindestens ein Frühstücks-Service. Drittens ein Aktivprogramm mit Wanderkarten, Bike-Verleih, Kinderbetreuung in den Schulferien und häufig einem Animations-Team. Die Größe schwankt zwischen 30 und über 400 Einheiten je Anlage.

Was die Anlagen unterscheidet

Den klassischen Schwarzwald-Feriendörfern stehen seit einigen Jahren die größeren europäischen Ferienpark-Marken gegenüber. Center Parcs betreibt das Park Allgäu — geografisch genau genommen schon im Allgäu, nicht mehr im Schwarzwald, mit überdachtem Aqua Mundo-Erlebnisbad und französisch geprägtem Animations-Programm. Pierre & Vacances und Landal sind mit einzelnen Resorts im weiteren Schwarzwald-Umfeld vertreten, darunter Hagnau am Bodensee. Wer den regionalen Charakter sucht, ist mit familiengeführten Anlagen wie dem Feriendorf Hochschwarzwald oder dem Feriendorf am Schluchsee besser bedient als mit standardisierten Ketten-Resorts.

Saisonalität und Preisstaffeln

Im Schwarzwald gibt es vier Preisstufen: Hauptsaison Sommer (Schulferien Juli und August), Hauptsaison Winter (zwischen Weihnachten und Anfang Januar plus Faschingswoche bei Schnee), Zwischensaison (Pfingsten, Herbstferien, Skisaison Februar) und Nebensaison (November, frühes Dezember, Mitte Januar bis Ostern ohne Ferien). Zwischen Hoch- und Nebensaison kann der Nächtigungspreis sich verdoppeln. Wer flexibel ist, spart in den letzten beiden Maiwochen oder im späten September spürbar gegenüber den Schulferien.

Die Top-Anlagen im Überblick

Feriendorf Hochschwarzwald

Familiengeführte Anlage in der Schluchsee-Region mit traditionellen Schwarzwaldhäusern auf rund 1000 Metern Höhe. Eigene Schwimmhalle, Sauna, Restaurant und ein KONUS-Anschluss machen die Anlage zu einer typischen Adresse für Familien, die regionalen Charme wollen.

Feriendorf am Schluchsee

Direkt am höchstgelegenen Stausee Deutschlands gelegen, mit Bootssteg, Seebad, Wanderwegen und einem zentralen Servicebereich. Ferienhäuser für vier bis acht Personen, Bademantelgang ins Hallenbad und in die Sauna gehören zum Service.

Mountain Lodge Resort Feldberg

Modernes Ferienresort am Fuß des Feldbergs, mit direktem Zugang zum Skigebiet im Winter und zur Mountain Lodge Sommerbahn im Sommer. Ferienlofts statt klassischer Schwarzwaldhäuser, Spa-Bereich, Bistro und Skiverleih im Haus.

Ferienpark Falkenstein

Anlage im Nordschwarzwald, eingebettet in dichte Wälder. Schwarzwaldhaus-Replikate mit Holzfassaden, Spielplatz, Hallenbad, Kinderclub in den Schulferien. Beliebte Adresse für Mehrgenerationen-Reisen mit Kombination aus Ruhe und Familienprogramm.

Pierre & Vacances Hagnau

Resort an der Bodensee-Schwarzwald-Grenze, streng genommen am Westufer des Bodensees in Hagnau. Französisch geprägter Service, Pool-Landschaft und Strandlage. Wer Schwarzwald und Bodensee verbinden will, findet hier einen Mischtyp.

Center Parcs Park Allgäu

Streng genommen schon im Allgäu, nicht im Schwarzwald, aber häufig in einem Atemzug genannt. Mit Aqua Mundo, Restaurants-Plaza, Kinderprogramm und Cottages im skandinavischen Stil. Wer einen All-Inclusive-Ferienpark sucht, sollte ihn kennen — wer den Schwarzwald sucht, fährt weiter nach Westen.

Vergleich: Die fünf bedeutendsten Feriendörfer im Schwarzwald

Kriterium
Hochschwarzwald
Am Schluchsee
Mountain Lodge Feldberg
Falkenstein
Pierre & Vacances Hagnau
Lage
Hochschwarzwald, ~1000 m
Schluchsee-Ufer, ~930 m
Feldberg-Fuß, ~1100 m
Nordschwarzwald
Bodensee-Ufer, Hagnau
Charakter
Traditionelle Schwarzwaldhäuser
Seenah, familiär
Modern, ski-orientiert
Wald-Idylle, Kinderfokus
Ketten-Resort, See-Lage
Schwimmbad
Hallenbad, Sauna
Hallenbad plus Seebad
Spa und Pool
Hallenbad, Saunalandschaft
Pool-Landschaft, Seezugang
Kinderbetreuung
In Schulferien
In Schulferien
Ganzjährig saisonal
Ganzjährig in Schulferien
Ganzjährig, Mehrsprachig
Skigebiet
15 km Feldberg
20 km Feldberg
Direkt am Lift
30 km Hundseck/Mehliskopf
kein Skigebiet, Wintersport-Tagestour
Preisniveau Hochsaison
150 bis 220 Euro
160 bis 230 Euro
180 bis 280 Euro
140 bis 200 Euro
200 bis 320 Euro
Mindestaufenthalt
3 bis 7 Nächte
3 bis 7 Nächte
2 bis 7 Nächte
3 bis 7 Nächte
3 bis 7 Nächte

Preise pro Ferienhaus und Nacht, je nach Belegung und Saison. Endreinigung, Strom und Kurtaxe kommen typischerweise zwischen 60 und 180 Euro pro Aufenthalt zusätzlich hinzu.

Ausstattung der Ferienhäuser im Detail

Die Ferienhäuser in Schwarzwald-Feriendörfern sind so geplant, dass eine Familie eine Woche autark wohnen kann — auch wenn sie das Restaurant der Anlage nicht nutzt. Übliche Größen reichen von 50 Quadratmetern für zwei Personen bis zu 110 Quadratmetern für acht Personen, häufig mit zwei Etagen.

Küche und Wohnen

Die Küchenzeile ist meist voll ausgestattet mit Cerankochfeld, Backofen, Geschirrspüler, Kaffeemaschine, Wasserkocher und einem ausreichend großen Kühlschrank mit Gefrierfach. Geschirr, Töpfe und Pfannen reichen für die maximale Belegung. Der Wohnraum hat oft einen offenen Kamin oder zumindest einen Holzofen, der mit Brennholz aus der Anlage versorgt wird. Möbel sind in vielen Häusern aus Holz, häufig regional gefertigt, vereinzelt finden sich auch modernere Einrichtungs-Konzepte mit klaren Linien.

Schlafen

Die meisten Häuser haben ein bis vier Schlafzimmer, häufig mit einem Doppelbett im Hauptschlafzimmer und Einzelbetten oder Etagenbetten in den Kinderzimmern. Babybetten und Hochstühle lassen sich kostenfrei oder gegen kleine Gebühr dazu buchen. In den größeren Häusern findet sich eine Schlafgalerie unter dem Dach, von der aus der Blick durch die hohen Holzbalken in den Wohnraum fällt.

Bad und Sanitär

Bäder sind meist mit Dusche ausgestattet, in den größeren Häusern findet sich zusätzlich eine Badewanne. Manche Premium-Ferienhäuser im Schwarzwald haben eine eigene private Sauna im Haus oder auf der Terrasse, was den Aufenthalt bei kühleren Temperaturen aufwertet. Föhn, Handtücher und Bettwäsche sind in der Regel im Preis enthalten, vereinzelt zahlt man eine Pauschale pro Person.

Aktivprogramm und Animation

Ein Schwarzwald-Feriendorf lebt von dem, was rund um die Häuser passiert. Der zentrale Service-Bereich ist das Herz der Anlage — dort befinden sich Schwimmbad, Sauna, Restaurant, Rezeption, Skiverleih, Bike-Verleih und der Kinderclub. Die Wanderkarten an der Rezeption sind häufig auf das Umland abgestimmt, die KONUS-Karte ermöglicht Tagesausflüge ohne Auto.

Im Sommer

Die Sommer-Saison zwischen Mai und Oktober ist die intensivste Zeit für die Anlagen. Wanderprogramme starten direkt vor der Haustür, gemütlich oder anspruchsvoll, je nach Anlage. Bike-Touren, Mountain-Bike-Verleih, Geocaching für Familien, Erlebnis-Wanderungen mit Förstern oder Kräuterpädagogen gehören zum Programm vieler Häuser. Das Schwimmbad ist häufig sowohl Innen- als auch Außenbereich, das Restaurant öffnet die Terrasse.

Im Winter

Zwischen Dezember und März dominiert der Wintersport. Anlagen am Feldberg bieten Direktanschluss an den Lift, andere Häuser organisieren Shuttle-Service oder fahren mit der KONUS-Karte hin. Skiverleih in der Anlage, Skikurse für Kinder, Loipen-Anschluss für Langlauf und Winterwander-Programme gehören zum Standard. Wer keinen Skipass kauft, findet Schneeschuh-Touren, Rodelhänge und Pferdeschlitten-Fahrten als Alternativen.

Für Kinder

Die Kinderbetreuung in Schwarzwald-Feriendörfern ist in der Regel auf die deutschen Schulferien zugeschnitten, ergänzt durch Wochenend-Programme. Altersgruppen werden meist von vier bis sieben und von acht bis zwölf Jahren getrennt betreut. Maskottchen, Bastel-Workshops, Märchen-Stunden, Walderlebnis-Touren und Wettkämpfe am Pool gehören zum festen Repertoire. Größere Anlagen haben eine eigene Disco oder einen Teen-Raum für Jugendliche.

Praktische Tipps für die Buchung eines Feriendorfs im Schwarzwald

  • Nebensaison gezielt nutzen

    In den letzten beiden Maiwochen, im späten September und im November sind die Preise oft 30 bis 50 Prozent niedriger als in den Schulferien. Wer ohne schulpflichtige Kinder reist, sollte diese Zeit gezielt einplanen — das Wetter ist häufig stabiler als gedacht.

  • Vorlauf für Sommer und Skiwoche

    Die Sommer-Schulferien und die Faschingswoche sind in beliebten Anlagen wie dem Feriendorf am Schluchsee oft schon im Januar des laufenden Jahres ausgebucht. Wer dort hin will, plant sechs bis zwölf Monate Vorlauf ein. Last-Minute-Plätze finden sich häufiger im November oder im späten März.

  • + Nebenkosten einrechnen

    Zur Grundmiete kommen Endreinigung (60 bis 120 Euro), Strom oder Heizung in Pauschale oder nach Verbrauch, Kurtaxe pro Person und Nacht sowie häufig eine Kaution. Bei kurzen Aufenthalten erhöhen die Pauschalen den Preis pro Nacht spürbar — bei einer Woche relativieren sie sich.

  • i KONUS-Karte prüfen

    Die Konus-Gästekarte des Schwarzwalds erlaubt während des Aufenthalts die kostenlose Nutzung von Bahn und Bus in fast allen Verkehrsverbünden der Region. Bei vielen Feriendörfern ist sie automatisch im Preis enthalten — wer das Angebot nutzt, kann das Auto stehenlassen und spart Sprit und Parkgebühren bei Tagesausflügen.

  • Direkt buchen statt über Portale

    Bei familiengeführten Feriendörfern ist die Direktbuchung über die Anlagen-Website häufig günstiger als über große Buchungsportale, weil Provisionen entfallen. Bei Ketten-Resorts wie Center Parcs oder Pierre & Vacances macht der Vergleich vor allem in Sonderaktionen Sinn — Frühbucher-Rabatte gibt es direkt beim Anbieter.

  • Barrierefreiheit erfragen

    Klassische Schwarzwaldhäuser haben oft zwei Etagen und sind nicht durchgehend barrierefrei. Moderne Anlagen wie das Mountain Lodge Resort und einige Ketten-Resorts halten ausdrücklich barrierefreie Einheiten vor. Vor der Buchung beim Anbieter konkret nach Schwellen, Lift und Sanitär-Ausstattung fragen.

  • Wettermix mit überdachten Optionen

    Im Schwarzwald wechselt das Wetter im Sommer schnell. Anlagen mit großem Hallenbad und überdachtem Spielbereich verzeihen Regen-Wochen leichter. Kleinere Häuser ohne Schwimmbad sind günstiger, brauchen aber stabile Sommerwochen, damit Kinder draußen unterhalten sind.

  • Haustier-Regeln klären

    Hunde sind in vielen Schwarzwald-Feriendörfern erlaubt, aber häufig nur in bestimmten Häusern und gegen Aufpreis (8 bis 15 Euro pro Nacht). Ketten-Resorts haben oft eigene Hunde-Cottages. Vor der Buchung das Kleingedruckte prüfen — manche Anlagen begrenzen die Größe oder die Anzahl pro Buchung.

Insider-Tipps

Frühstücks-Strategie

Wer im Restaurant der Anlage frühstückt, zahlt häufig 14 bis 22 Euro pro Person. Wer am ersten Tag einen Einkauf im nahen Edeka oder beim örtlichen Bäcker macht, frühstückt eine Woche lang spürbar günstiger im Ferienhaus — und mit Schwarzwälder Schinken, Bauernbrot und frischen Hörnchen vom Bäcker oft besser. Viele Anlagen bieten alternativ einen Brötchen-Service mit Lieferung an die Haustür ab 5 Euro pro Tag.

Restaurant-Hopping in der Umgebung

Ein Vorteil der Schwarzwald-Feriendörfer gegenüber großen Ferienparks: Die Anlagen liegen oft am Rand kleiner Schwarzwaldorte mit eigenen Gasthäusern, Cafés und Höhengaststätten. Statt jeden Abend im Anlagen-Restaurant zu essen, lohnt der Wechsel ins Nachbardorf — typische Schwarzwälder Küche mit Schwarzwälder Schinken, Vesperplatte, Käsespätzle und Forelle blau zu fairen Preisen.

Saunalandschaft in der Nebensaison

Die Saunalandschaft der meisten Anlagen ist auch in der Nebensaison voll in Betrieb. Wer im November oder Anfang Dezember bucht, hat das Hallenbad und die Sauna oft fast für sich allein — und kann nach einem kalten Wandertag mit Aussicht in den Saunabereich abtauchen, ohne sich um die Verfügbarkeit der besten Plätze sorgen zu müssen.

HÄUFIGE FRAGEN

Was ist ein Feriendorf im Schwarzwald?

Ein Feriendorf im Schwarzwald ist eine geplante Anlage mit mehreren freistehenden Ferienhäusern im Schwarzwaldhaus-Stil und einer zentralen Infrastruktur aus Schwimmbad, Sauna, Restaurant und häufig Kinderbetreuung. Anders als eine einzelne Ferienwohnung kombiniert ein Feriendorf private Unterkunft mit Service-Bereichen und Aktivprogramm. Die Anlagen sind meist auf Familien zugeschnitten und liegen am Rand größerer Ferienorte wie Schluchsee, Feldberg oder Titisee-Neustadt.

Welche Feriendörfer im Schwarzwald sind am beliebtesten?

Zu den bekanntesten Adressen zählen das Feriendorf Hochschwarzwald in der Schluchsee-Region, das Feriendorf am Schluchsee direkt am Seeufer, das Mountain Lodge Resort am Feldberg, der Ferienpark Falkenstein im Nordschwarzwald und das Pierre & Vacances Resort in Hagnau am Bodensee. Center Parcs Park Allgäu wird häufig dazu gezählt, liegt geografisch aber bereits im Allgäu und nicht mehr im Schwarzwald.

Was kostet ein Aufenthalt im Feriendorf Schwarzwald?

Eine Familienferienwohnung kostet je nach Saison zwischen 90 und 250 Euro pro Nacht. In den deutschen Sommerferien, zwischen Weihnachten und Neujahr sowie in der Faschingswoche liegen die Preise am oberen Ende, in November und früher Dezember oder Mitte Januar bis Ostern (außerhalb der Ferien) am unteren Ende. Hinzu kommen Endreinigung von 60 bis 120 Euro, Kurtaxe pro Person und Nacht sowie teils Strom-Pauschalen.

Welches Feriendorf eignet sich am besten für Familien mit kleinen Kindern?

Anlagen mit großem Hallenbad, Kinderbetreuung und überdachten Spielbereichen sind für Familien mit kleinen Kindern besonders praktisch. Der Ferienpark Falkenstein im Nordschwarzwald hat ein dezidiertes Kinderprogramm, das Feriendorf am Schluchsee bietet flaches Wasser im Seebad und das Mountain Lodge Resort am Feldberg punktet im Winter mit Skischule und Skiverleih direkt vor der Tür.

Welche Ausstattung haben die Ferienhäuser typischerweise?

Die Häuser sind 50 bis 110 Quadratmeter groß, haben eine voll ausgestattete Küche (Cerankochfeld, Backofen, Geschirrspüler, Kaffeemaschine), Wohnraum mit Holzofen oder Kamin, ein bis vier Schlafzimmer und ein Bad mit Dusche, häufig auch Badewanne. Premium-Häuser haben eine eigene Sauna. Bettwäsche und Handtücher sind in der Regel inklusive.

Kann man im Feriendorf Schwarzwald ohne Auto Urlaub machen?

Ja. Die KONUS-Gästekarte des Schwarzwalds ist bei den meisten Feriendörfern im Aufenthalt enthalten und erlaubt während der ganzen Reise die kostenlose Nutzung von Bahn und Bus in fast allen Verkehrsverbünden der Region. Tagesausflüge nach Freiburg, an den Schluchsee oder zum Feldberg sind damit problemlos möglich. Lediglich für den letzten Kilometer in abgelegene Anlagen ist manchmal ein Anlagen-Shuttle nötig.

Sind Hunde in Schwarzwald-Feriendörfern erlaubt?

Hunde sind in vielen Anlagen erlaubt, aber häufig nur in bestimmten Häusern und gegen einen Aufpreis von 8 bis 15 Euro pro Nacht. Ketten-Resorts wie Pierre & Vacances haben oft eigene Hunde-Cottages, kleinere familiengeführte Anlagen sind individueller in der Handhabung. Vor der Buchung sollte man das Kleingedruckte zur Anzahl, Größe und zu möglichen Sperrzonen (Schwimmbad, Restaurant) prüfen.

Welche Saison ist die beste für ein Feriendorf im Schwarzwald?

Mai und Juni eignen sich für Wanderer und Familien mit jüngeren Kindern — die Tage sind lang, die Hauptsaison-Preise noch nicht erreicht. Juli und August sind die intensivste Familien-Saison, aber auch die teuerste. September und Anfang Oktober bieten stabiles Wetter zu Zwischensaison-Preisen. Dezember bis März ist Skisaison mit eigener Preisstaffel, besonders in den Anlagen am Feldberg.

Wie weit ist es vom Feriendorf bis zum nächsten Skigebiet?

Anlagen am Feldberg liegen direkt am Lift oder maximal fünf Minuten entfernt, Anlagen am Schluchsee und im Hochschwarzwald sind 15 bis 25 Kilometer vom Feldberg-Skigebiet entfernt. Der Ferienpark Falkenstein im Nordschwarzwald liegt rund 30 Kilometer vom Hundseck/Mehliskopf-Skigebiet entfernt. Im Winter organisieren die meisten Anlagen Shuttle-Service zu den Liften.

Wie lange im Voraus sollte man buchen?

Für die deutschen Sommerferien (Juli, August), die Weihnachts-Neujahrs-Woche und die Faschingswoche sind die beliebten Anlagen häufig schon sechs bis zwölf Monate im Voraus ausgebucht. Für die Nebensaison reichen vier bis acht Wochen Vorlauf, manchmal lassen sich auch kurzfristige Last-Minute-Buchungen finden. Wer flexibel im Reisezeitraum ist, hat die größte Auswahl im November und im späten März.

Was ist der Unterschied zwischen einem Center Parcs und einem klassischen Schwarzwald-Feriendorf?

Center Parcs setzt auf standardisierte Cottages, ein großes überdachtes Erlebnisbad (Aqua Mundo), eine Restaurants-Plaza und ein internationales Animations-Team. Ein klassisches Schwarzwald-Feriendorf wie das Feriendorf Hochschwarzwald hat Schwarzwaldhaus-Replikate mit Holzfassaden, regionale Küche, häufig nur ein Hallenbad und ein kleineres familiäres Team. Wer All-Inclusive-Komfort sucht, ist bei Center Parcs richtig — wer regionalen Charakter will, in einer traditionellen Anlage.

Kann man Center Parcs Park Allgäu noch zum Schwarzwald zählen?

Nein, streng genommen nicht. Center Parcs Park Allgäu liegt bei Leutkirch im Allgäu, etwa 200 Kilometer östlich des Schwarzwaldes. Der Park wird in Vergleichen häufig genannt, weil er das größte ferienparkartige Ressort im süddeutschen Raum ist. Wer den Schwarzwald sucht — Tannenwälder, Hochtäler, Schwarzwaldhäuser — sollte sich an Anlagen im Hochschwarzwald, am Schluchsee oder am Feldberg orientieren.
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