Der Zoologische Garten Schwerin liegt in der An der Crivitzer Chaussee 1a am Südufer des Schweriner Sees und ist der Stadtzoo der mecklenburgischen Landeshauptstadt, eingebettet in eine der schönsten Seenlandschaften Norddeutschlands. Auf 25 Hektar Wald- und Seegelände leben heute rund 700 Tiere in etwa 130 Arten, jährlich besuchen rund 250.000 Gäste den traditionsreichen Tiergarten, der bereits 1956 als bürgerlicher Volkstierpark gegründet wurde und sich seither vom kleinen Heimattierpark zu einem mittelgroßen Stadtzoo mit Schwerpunkt auf Säugetiere, Vögel und Reptilien entwickelt hat. Die Lage direkt am Schweriner See ist europaweit selten und macht den Besuch zu einem besonderen Erlebnis, weil sich Tier- und Naturerlebnis ungewöhnlich eng verschränken: vom Zoogelände führen Wege ans Seeufer, von dort lässt sich entlang der Promenade in rund einer Stunde bis zum berühmten Schweriner Schloss spazieren. Zu den Highlights gehören die große Humboldt-Pinguin-Anlage mit Unterwasser-Einblick, das Affenhaus mit Schimpansen und kleineren Primaten, die Bärenanlage, das Tigerhaus mit Sibirischen Tigern, ein liebevoll gestalteter Streichelzoo für Familien mit kleinen Kindern sowie ein Aquarium-Terrarium-Haus mit tropischen Fischen, Schlangen und Echsen. Der Eintritt liegt bei rund 15 Euro für Erwachsene, die Buslinien 17 und 18 bringen Gäste vom Hauptbahnhof in rund 20 Minuten direkt zur Haltestelle Zoo, womit der Tiergarten zu den am bequemsten erreichbaren mittelgroßen Zoos Norddeutschlands gehört.
Anreise und Erreichbarkeit
Der Zoo Schwerin liegt am südlichen Stadtrand der Landeshauptstadt Mecklenburg-Vorpommerns, unmittelbar am Südufer des Schweriner Sees und am Übergang zur weitläufigen Wald- und Seenlandschaft südlich der Stadt. Vom Schweriner Hauptbahnhof sind es rund vier Kilometer durch das Stadtgebiet, die Buslinien 17 und 18 bringen Gäste in etwa 20 Minuten direkt zur Haltestelle Zoo am Haupteingang. Die Lage am Stadtrand mit unmittelbarem Seezugang macht den Tiergarten zu einem klassischen Familien-Ausflugsziel für die gesamte Region zwischen Hamburg, Lübeck, Rostock und Wismar, häufig kombiniert mit einem Schloss-Besuch oder einem Spaziergang am See.
Mit dem Auto
Aus Hamburg führt die A24 in Richtung Berlin mit Abfahrt Schwerin direkt in die Stadt, von dort ist der Zoo über die innerstädtische Beschilderung in rund 15 Minuten erreichbar. Aus Berlin kommt die A24 ebenfalls in Frage mit Abfahrt Wittenburg oder Schwerin, aus Rostock führt die A20 in einer guten Stunde nach Schwerin, aus Lübeck und Wismar liegt die Stadt nur rund eine Stunde entfernt. Vor dem Haupteingang in der Crivitzer Chaussee stehen mehrere Besucherparkplätze zur Verfügung, an Wochenenden und in den Sommerferien sind sie häufig vormittags gut belegt. Die Parkgebühr liegt im überschaubaren Rahmen, eine Anfahrt vor 10 Uhr ist in der Hochsaison empfehlenswert.
Mit der Bahn und dem ÖPNV
Schwerin Hauptbahnhof ist als IC-Halt aus Hamburg in rund einer Stunde, aus Berlin über Wittenberge in rund zweieinhalb Stunden und aus Rostock in rund einer Stunde erreichbar. Vom Hauptbahnhof bringen die Buslinien 17 und 18 Gäste in rund 20 Minuten direkt zur Haltestelle Zoo am Haupteingang, Tickets gibt es am Automaten, beim Fahrer oder per Nahverkehrs-App. Eine Tageskarte des Schweriner Nahverkehrs deckt alle Linien im Stadtgebiet ab und lohnt sich besonders, wenn nach dem Zoo noch ein Besuch von Schloss, Altstadt oder Pfaffenteich auf dem Programm steht. Für Gäste aus dem direkten Umland fahren Regional-Busse aus Crivitz, Plate und weiteren Nachbarorten ebenfalls in die Schweriner Innenstadt.
Mit dem Flugzeug
Schwerin selbst hat keinen Linien-Flughafen für den Tourismus, der nächste größere Verkehrsflughafen ist Hamburg-Fuhlsbüttel rund 110 Kilometer westlich der Stadt. Von dort fahren stündliche IC-Verbindungen über Hamburg Hauptbahnhof nach Schwerin, alternativ ist die Anreise per Mietwagen über die A24 in etwas mehr als einer Stunde möglich. Berlin-Brandenburg ist rund 230 Kilometer entfernt und über Bahn oder Auto in zweieinhalb bis drei Stunden erreichbar. Für die meisten innerdeutschen Gäste lohnt sich ohnehin die direkte Bahn-Anreise nach Schwerin Hauptbahnhof statt eines Flugs.
Vor Ort bewegen und Parken
Der Zoo erstreckt sich über 25 Hektar mit leichten Höhenunterschieden zwischen Hauptgelände und Seeufer und ist damit kompakt genug, um in einem entspannten halben Tag komplett zu erleben. Alle Hauptwege sind asphaltiert oder fein geschottert und auch mit Kinderwagen, Rollator oder Rollstuhl gut befahrbar, einzelne Nebenwege im Waldbereich können nach Regen etwas matschig sein. Bollerwagen, Buggys und Rollstühle stehen am Haupteingang zur Ausleihe bereit, barrierefreie WCs, Wickelräume und Wasserstellen sind über das gesamte Gelände verteilt. Mehrere Spielplätze und schattige Picknickwiesen laden zu Pausen ein, wer den Zoo entspannt erleben möchte, sollte mindestens drei bis vier Stunden einplanen, mit Streichelzoo, Aquarium-Terrarium und einem Spaziergang am See gerne auch fünf bis sechs Stunden für einen vollen Tag.
Highlights und Anlagen
Der Schweriner Zoo ist als klassischer Stadtzoo mittlerer Größe konzipiert und legt seinen Fokus weniger auf spektakuläre Großbauten als auf eine gut sortierte Tiersammlung mit Schwerpunkten bei Säugetieren, Vögeln und Reptilien sowie auf die einzigartige Lage am Schweriner See. Die Mischung aus altem Baumbestand, gewachsenen Gehegen und unmittelbarer Wasserlage ist europaweit selten und gibt dem Tiergarten einen ruhigen, fast parkähnlichen Charakter. Wer aus den großen Metropol-Zoos kommt, erlebt Schwerin als entspannte, übersichtliche Alternative, in der sich Tierbeobachtung und Naturerlebnis am Wasser stimmig verbinden.
Humboldt-Pinguin-Anlage
Die Humboldt-Pinguin-Anlage gehört zu den Publikumslieblingen und ist eine der bekanntesten Tierhaltungen des Schweriner Zoos. Eine größere Felslandschaft mit Wasserbecken und Brutnischen bietet den Tieren naturnahe Bedingungen, eine Unterwasser-Scheibe erlaubt Gästen den Blick auf die schwimmenden Pinguine — gerade für Kinder eines der eindrücklichsten Erlebnisse des Besuchs. Die Anlage ist Teil eines Europäischen Erhaltungszuchtprogramms für die in Südamerika bedrohten Humboldt-Pinguine, regelmäßige Fütterungen werden mit Erklärungen begleitet.
Affenhaus und Primaten-Anlagen
Das Affenhaus zeigt Schimpansen und mehrere kleinere Primatenarten in modernisierten Innengehegen mit zugehörigen Außenanlagen. Die Tiere haben Zugang zu Klettermöglichkeiten, Wasserstellen und beschäftigungs-fördernden Strukturen, die der Pflegeauftrag des Zoos kontinuierlich erweitert. An warmen Tagen sind die Schimpansen meist draußen zu sehen, die Fütterungszeiten am späten Vormittag und frühen Nachmittag gelten als beste Beobachtungs-Fenster.
Bären- und Tigerhaus
Die Bären-Anlage und das Tigerhaus zählen zu den großen Raubtier-Stationen des Zoos. Im Tigerhaus leben Sibirische Tiger in einem Außengehege mit Wasserstelle und schattigen Rückzugsbereichen, die Bären-Anlage bietet Wald-Charakter mit Felsen, Baumstämmen und einem Bachlauf. Beide Anlagen wurden in den letzten Jahren modernisiert, die Tiger-Fütterung ist eines der Tages-Highlights und wird mit Live-Kommentar der Pflegerinnen begleitet.
Streichelzoo und Aquarium-Terrarium
Der liebevoll gestaltete Streichelzoo ist ein eigenes Erlebnis-Areal für Familien mit kleinen Kindern: Ziegen, Schafe und Kaninchen lassen sich aus nächster Nähe beobachten und streicheln, ein angegliederter Bauernhof-Bereich zeigt Schweine, Esel und Hühner. Das Aquarium-Terrarium-Haus zeigt tropische Fische, Schlangen, Schildkröten und Echsen in dimmer Hallen-Beleuchtung und bietet eine willkommene Wetter-Alternative an Regentagen sowie eine kühle Pause an Sommer-Hitzetagen.
Die sechs Top-Bereiche im Überblick
Humboldt-Pinguin-Anlage
Naturnahe Felslandschaft mit Wasserbecken, Brutnischen und Unterwasser-Scheibe für den Blick auf schwimmende Tiere. Teil eines Europäischen Erhaltungszuchtprogramms mit regelmäßigen kommentierten Fütterungen.
Affenhaus
Schimpansen und kleinere Primaten in Innen- und Außenanlagen mit Klettermöglichkeiten und Wasserstellen. Beste Beobachtung an warmen Tagen draußen, Fütterungen am späten Vormittag und Nachmittag.
Bären-Anlage
Wald-Anlage mit Felsen, Baumstämmen und Bachlauf für die Bären. Modernisiert mit Rückzugsbereichen und Spiel-Strukturen, ruhige Beobachtung am Vormittag oder gegen Abend besonders lohnenswert.
Tigerhaus
Sibirische Tiger in Außengehege mit Wasserstelle und schattigen Bereichen. Tiger-Fütterung mit Live-Kommentar der Pflegerinnen gehört zu den Tages-Highlights und füllt die Zuschauer-Reihen.
Streichelzoo
Eigenes Familien-Areal mit Ziegen, Schafen und Kaninchen aus nächster Nähe. Angegliederter Bauernhof-Bereich mit Schweinen, Eseln und Hühnern, besonders beliebt bei Familien mit Kindern unter sechs Jahren.
Aquarium-Terrarium
Hallen-Haus mit tropischen Fischen, Schlangen, Schildkröten und Echsen in dimmer Beleuchtung. Perfekte Wetter-Alternative an Regentagen und kühle Pause an Sommer-Hitzetagen, etwa 30 bis 45 Minuten Rundgang.
Zoo Schwerin im Vergleich zu anderen norddeutschen Stadtzoos
Schwerin ist der charmante mittelgroße Zoo der Region, ideal für einen halben bis ganzen Familientag — wer einen Großzoo sucht, fährt nach Rostock oder Hamburg, wer eine bezahlbare und kompakte Alternative wünscht, ist in Schwerin genau richtig.
Geschichte und Charakter des Schweriner Zoos
Der Zoologische Garten Schwerin wurde 1956 als bürgerlicher Volkstierpark gegründet und gehörte damit zu den jüngeren Zoo-Gründungen Norddeutschlands. Ursprünglich als Heimattierpark mit überwiegend europäischen Wildtieren angelegt, entwickelte sich der Tiergarten in den folgenden Jahrzehnten zu einem mittelgroßen Stadtzoo mit deutlich erweitertem Artenspektrum. In der DDR-Zeit war der Zoo ein wichtiger Bestandteil des Naherholungs-Angebots in der Region und blieb auch nach 1989 als kommunaler Tiergarten bestehen. Modernisierungen der letzten Jahrzehnte konzentrierten sich auf die Tieranlagen, Besucher-Infrastruktur und Bildungs-Angebote, ohne den ruhigen, fast parkähnlichen Charakter der Anlage zu verlieren — was viele Stammgäste bis heute besonders schätzen.
Lage am Schweriner See
Die Lage direkt am Südufer des Schweriner Sees ist das prägende Merkmal des Zoos und unterscheidet ihn von praktisch allen anderen Stadtzoos in Deutschland. Der Schweriner See ist mit rund 60 Quadratkilometern einer der größten Binnenseen Deutschlands, geprägt von Wäldern, Schilfgürteln und kleinen Inseln, und gehört zu den landschaftlich reizvollsten Seengebieten Norddeutschlands. Vom Zoo führen ausgeschilderte Wege ans Seeufer, von dort lässt sich entlang der Promenade in rund einer Stunde Spazierweg bis zum berühmten Schweriner Schloss laufen — eines der schönsten Schlösser Deutschlands und Hauptwahrzeichen der Stadt.
Kombination mit der Landeshauptstadt
Schwerin ist mit rund 96.000 Einwohnern eine der kleineren Landeshauptstädte Deutschlands, was den Stadtbesuch übersichtlich macht. Neben Zoo und Schloss bieten sich der Pfaffenteich mit Promenade, die historische Altstadt rund um den Markt, das Schweriner Dom und das Staatliche Museum für regelmäßige Stopps an. Viele Familien kombinieren den Zoo-Besuch mit einer Schloss-Besichtigung am Folgetag oder mit einer Schiffstour über den Schweriner See, die im Sommer mehrmals täglich vom Anleger in der Innenstadt aus startet.
Praktische Tipps für den Zoo-Besuch
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Online-Tickets sparen Wartezeit
Tickets im Zoo-Webshop sind meist günstiger als an der Tageskasse und ersparen besonders in der Hochsaison spürbare Wartezeiten am Eingang. Eine Familienkarte lohnt sich ab zwei Erwachsenen mit zwei Kindern, eine Jahreskarte ab dem zweiten Besuch pro Jahr.
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Früher Vormittag ist die beste Zeit
Viele Tiere sind in den ersten zwei Stunden nach Öffnung am aktivsten, gerade Affen, Tiger und Bären zeigen sich morgens am besten. Wer um 9 Uhr da ist, hat zudem die Wege noch fast für sich und kann in Ruhe an den beliebten Anlagen wie Pinguinhaus und Tigerhaus stehen.
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Fütterungszeiten mitnehmen
Mehrere kommentierte Fütterungen prägen den Tagesablauf, besonders die Pinguin-, Tiger- und Affenfütterung sind Besuchermagnete. Die aktuellen Zeiten hängen am Haupteingang aus und werden auch in der Zoo-App veröffentlicht, lohnt sich für Familien mit Kindern besonders.
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Drei bis vier Stunden reichen für die Hauptrunde
Wer den Zoo ohne Hetze einmal komplett laufen möchte, kommt mit drei bis vier Stunden gut hin. Für einen vollen Familientag mit Streichelzoo, Aquarium-Terrarium und Spielplätzen sollten Sie fünf bis sechs Stunden einplanen, mit anschließendem Seespaziergang gerne einen ganzen Tag.
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ÖPNV statt Auto am Wochenende
An sonnigen Wochenenden in der Hauptsaison sind die Zoo-Parkplätze häufig schon vormittags voll, die Buslinien 17 und 18 fahren vom Hauptbahnhof aus dagegen entspannt. Eine Tageskarte des Schweriner Nahverkehrs lohnt sich, weil sie zusätzlich Fahrten zu Schloss und Altstadt einschließt.
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Barrierefrei mit kleinen Einschränkungen
Alle Hauptwege sind asphaltiert oder fein geschottert und für Kinderwagen, Rollator oder Rollstuhl gut befahrbar. Am Haupteingang stehen Rollstühle zur Ausleihe bereit, Behindertenparkplätze liegen direkt vor dem Eingang. Einzelne Nebenwege im Waldbereich sind nach Regen rutschig und werden besser umgangen.
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Frühling und Herbst sind besonders schön
April bis Juni und September bis Oktober gelten als angenehmste Monate, weil die Tiere aktiver sind als bei Sommerhitze und das Gelände am See im Herbst besonders schön gefärbt ist. Die Hauptferien bringen mehr Andrang, frühe Anreise oder Wochentag-Besuch wird dann zur Empfehlung.
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Regentag-Plan steht bereit
Auch an Regentagen lohnt sich der Zoo, weil das Aquarium-Terrarium-Haus, das Affenhaus und mehrere überdachte Bereiche ausreichend Innen-Programm bieten. Mit regenfester Kleidung und gutem Schuhwerk lässt sich die Hauptrunde auch bei Schauer entspannt absolvieren — die Tiere sind dann oft sogar besonders aktiv.
Insider-Tipps
Kombi mit Schloss und Pfaffenteich
Wer einen vollen Tag in Schwerin verbringen möchte, kombiniert den Zoo am Vormittag mit einem Schloss-Besuch am Nachmittag. Das Schweriner Schloss auf der eigenen Schlossinsel ist eines der bedeutendsten romantischen Historismus-Schlösser Europas und beherbergt heute den Landtag von Mecklenburg-Vorpommern. Der Schlosspark und die anschließende Promenade am Pfaffenteich gehören zum Pflichtprogramm jeder Schwerin-Reise.
Seespaziergang als Ausklang
Der Spaziergang vom Zoo am Seeufer Richtung Innenstadt dauert je nach Tempo eine bis anderthalb Stunden und führt durch ruhige Park-Bereiche mit Bänken, kleinen Anlegestellen und Blick auf die Inseln im See. An warmen Sommertagen laden mehrere Badestellen am Weg zum kurzen Sprung ins Wasser ein. Wer es eilig hat, fährt mit Bus 17 oder 18 vom Zoo direkt zurück zum Hauptbahnhof oder zur Altstadt.
Schiffstour über den Schweriner See
Im Sommerhalbjahr starten vom Anleger in der Innenstadt mehrmals täglich Schiffstouren über den Schweriner See, die je nach Route 60 bis 120 Minuten dauern. Eine besonders schöne Option ist die Kombi aus Zoo-Vormittag, Mittag in der Altstadt und Schiffstour am Nachmittag, die Schloss, Stadt und Seenlandschaft aus der Wasserperspektive zeigt und besonders bei Kindern gut ankommt.




