Der Zoo Stralsund liegt unter der Adresse Grünhufer Bogen 4 in 18437 Stralsund am westlichen Stadtrand der Hansestadt in Mecklenburg-Vorpommern, nur wenige Kilometer von der UNESCO-Welterbe-Altstadt und dem Strelasund mit Blick auf die Insel Rügen entfernt. Seit der Eröffnung im Jahr 1925 hat sich der Zoo zum prägenden Stadt-Zoo Mecklenburg-Vorpommerns entwickelt und gehört zu den ältesten zoologischen Einrichtungen an der südlichen Ostseeküste. Auf rund 16 Hektar leben heute etwa 700 Tiere in rund 120 Arten — von einer großen Affenanlage über das Wolfsgehege und die Bärenanlage bis zu einem klassischen Streichelzoo und mehreren Vogelvolieren. Mit rund 110.000 Besuchern pro Jahr gehört der Zoo zu den wichtigsten Familieneinrichtungen der Region und ist klar als kompakter Stadt-Zoo mit norddeutschem Charakter positioniert. Anders als die großen Erlebniszoos in Hamburg, Berlin oder Rostock setzt Stralsund auf eine ruhige, parkartige Anlage mit altem Baumbestand, klaren Highlights und einer guten Anbindung an die Welterbe-Altstadt und das Ozeaneum am Hafen — eine Kombination, die einen Tag in der Hansestadt zu einem dichten Familien-Programm aus Tieren, Geschichte und Meereswelt verbindet. Der Eintritt liegt bei rund zehn Euro und positioniert den Zoo Stralsund deutlich günstiger als die großen Erlebniszoos der Republik. Mit dem Stralsunder Hauptbahnhof und mehreren Stadtbus-Linien ist auch die Anreise ohne Auto unkompliziert möglich.
Anreise und Erreichbarkeit
Der Zoo Stralsund liegt am westlichen Stadtrand der Hansestadt im Stadtteil Grünhufe, rund vier Kilometer von der Welterbe-Altstadt und dem Hafen entfernt. Die Lage am Strelasund und direkt gegenüber der Insel Rügen macht den Zoo zu einem klassischen Tagesziel für Familien aus ganz Mecklenburg-Vorpommern, dem nördlichen Brandenburg und der Hamburger Region. Die Anreise mit dem Auto erfolgt über die Autobahn A20 und die Bundesstraßen B96 und B105, die Anreise mit dem ÖPNV über den Hauptbahnhof Stralsund mit Anschluss an die Strecken nach Hamburg, Berlin und Rostock sowie mehrere Stadtbus-Linien in Richtung Grünhufe. Die Anbindung ist für eine norddeutsche Hansestadt sehr komfortabel und macht den Zoo zu einem leicht erreichbaren Ziel.
Mit dem Auto
Aus Westen über die A20 von Lübeck und Rostock bis zur Abfahrt Stralsund und weiter über die B105 in den Stadtbereich, aus Süden über die B96 von Berlin und Neubrandenburg, aus Osten über die B96 von der Insel Rügen — alle Hauptachsen führen über den Stralsunder Stadtring zum Zoo am westlichen Stadtrand. Die Beschilderung leitet ab den Stadteinfahrten klar zum Zoo, die letzten Minuten verlaufen durch den ruhigen Stadtteil Grünhufe. Der Zoo verfügt über einen großen Besucherparkplatz unmittelbar am Eingang, an warmen Wochenenden in den Sommerferien und an Mecklenburg-Vorpommern-Feiertagen füllt sich der Parkplatz am späten Vormittag — ein früher Start lohnt sich, alternative Parkmöglichkeiten in den umliegenden Straßen sind eng.
Mit der Bahn und dem ÖPNV
Stralsund hat einen großen Hauptbahnhof, der über die Strecken aus Hamburg, Berlin und Rostock angefahren wird — ICE, Intercity und Regionalexpress verkehren regelmäßig, die Fahrtzeit aus Hamburg beträgt rund drei Stunden, aus Berlin rund drei Stunden, aus Rostock rund eine Stunde. Vom Hauptbahnhof Stralsund fahren mehrere Stadtbus-Linien in Richtung Grünhufe und halten in fußläufiger Nähe zum Zoo, die Fahrt dauert rund fünfzehn Minuten. Für Tagestouristen aus Hamburg, Berlin und der Insel Rügen ist die Bahnanreise mit anschließendem Stadtbus die entspannte Alternative zum Stau auf der A20 oder dem überlasteten Rügendamm im Sommer.
Mit dem Flugzeug
Die nächstgelegenen Flughäfen sind Rostock-Laage, rund 80 Kilometer westlich, und Berlin-Brandenburg BER, rund 250 Kilometer südlich von Stralsund. Der Flughafen Hamburg liegt rund 280 Kilometer westlich. Für Besucher aus dem deutschsprachigen Raum ist die Anreise mit dem Auto oder der Bahn meist effizienter als die Anreise per Flugzeug, der Flughafen Rostock-Laage bedient vor allem saisonale Urlauber an die Ostseeküste und Anschluss-Verkehr nach Vorpommern.
Vor Ort bewegen und Parken
Innerhalb des Zoos bewegt man sich ausschließlich zu Fuß, das Gelände hat sanfte Höhenunterschiede zwischen den Anlagen und ist in weiten Teilen eben — ein klarer Vorteil gegenüber waldreichen, stark hügeligen Tierparks. Die Hauptwege sind überwiegend asphaltiert oder gut wassergebunden und kinderwagentauglich, einzelne Nebenwege zu den Außenanlagen sind etwas schmaler und im nassen Frühjahr rutschiger — feste Schuhe sind sinnvoll. Der Rundgang ist mit rund 16 Hektar in drei bis vier Stunden gut zu schaffen, was den Zoo Stralsund zu einem klassischen Tagesziel macht und genug Spielraum für Pflegervorträge, Picknick-Pause und Streichelzoo lässt. Behindertenparkplätze und ein barrierefreier Eingang liegen am Hauptparkplatz, Rollstuhl-Verleih ist nach Voranmeldung möglich.
Geschichte und Charakter des Zoos
Die Geschichte des Zoos Stralsund beginnt 1925 mit der Eröffnung als Stadt-Tierpark am westlichen Stadtrand — zu einer Zeit, in der die Hansestadt Stralsund sich zwischen Werftindustrie, Hochseefischerei und Vorpommerschem Bauernland neu sortierte. Innerhalb weniger Jahrzehnte wurde der Tierpark zum festen Bestandteil der Freizeit- und Bildungs-Infrastruktur der Hansestadt und überstand sowohl die Kriegsjahre als auch die DDR-Zeit als kommunale Einrichtung. Träger war über lange Phasen die Stadt Stralsund, heute getragen durch die Hansestadt gemeinsam mit einem engagierten Förderverein, was den Zoo bis heute klar vom Modell privatwirtschaftlich geführter Erlebniseinrichtungen abgrenzt und ihm den Charakter einer kommunalen Bildungs- und Familieneinrichtung gibt.
Nach der politischen Wende 1989 musste der Zoo, wie viele kommunale Einrichtungen in der ehemaligen DDR, einen tiefgreifenden Strukturwandel bewältigen. Der Wegfall großer Werftarbeitsplätze und die wirtschaftliche Neuausrichtung Vorpommerns stellten die Stadt vor erhebliche Herausforderungen — gleichzeitig wurde der Zoo schrittweise modernisiert und an die Standards moderner Zoologie herangeführt. Anders als die großen Erlebniszoos in Hamburg, Berlin oder Rostock setzt Stralsund nicht auf riesige Themenwelten oder spektakuläre Erlebnis-Architektur, sondern auf eine kompakte, gewachsene Anlage mit klaren Highlights — Affenanlage, Wolfsgehege, Bärenanlage, Streichelzoo und Vogelvolieren decken die wichtigsten Familien-Erwartungen ab, ohne den Park zu überfordern.
Mit rund 16 Hektar Fläche und etwa 700 Tieren in 120 Arten ist der Zoo Stralsund mittelgroß für eine norddeutsche Hansestadt und positioniert sich klar als regionaler Familienzoo Vorpommerns. Die rund 110.000 Besucher pro Jahr machen ihn zu einer der wichtigsten Freizeiteinrichtungen der Region und zu einem klassischen Ausflugsziel für Familien aus Stralsund, Greifswald, der Insel Rügen, dem Strelasund-Umland und Hamburg-Urlaubern auf dem Weg nach Rügen — viele Vorpommerinnen und Vorpommer haben hier ihre erste Begegnung mit Wölfen, Bären oder Affen erlebt. Diese Rolle als generationsübergreifender Familienzoo prägt den Charakter der Anlage bis heute und macht sie zu einem festen Bestandteil der vorpommerschen Kindheitserinnerung.
Die Anlagen im Detail — was den Zoo Stralsund trägt
Der Zoo gliedert sich in mehrere zentrale Bereiche, die sich entlang des parkartigen Geländes mit altem Baumbestand verteilen und nicht durch ein streng geographisches Konzept gegliedert sind. Statt eines reinen Kontinent-Konzepts arbeitet Stralsund mit thematischen Inseln rund um die wichtigsten Tiergruppen — Affenanlage, Wolfsgehege, Bärenanlage, Streichelzoo, Vogelvolieren sowie weitere Kleinsäuger- und Huftier-Bereiche. Diese Gliederung erlaubt einen entspannten Rundgang, ohne dass Besucher das Gefühl haben, etwas Wichtiges zu verpassen, und passt zur mittelgroßen Größe des Parks.
Affenanlage — Primaten im Stralsunder Park
Die Affenanlage gehört zu den prägenden Markenzeichen des Zoos Stralsund und zeigt verschiedene Primatenarten in einer kombinierten Anlage mit Innenhaus und Außenbereich. Die Tiere leben in komplexen Sozialstrukturen mit Rangordnung, Familienverhältnissen und ausgeprägten individuellen Persönlichkeiten — die Pflegervorträge an der Anlage erläutern Verhalten, Zuchtprogramme und Schutz der Arten. Die Anlage erlaubt gute Sichtachsen auf das soziale Miteinander der Gruppen und ist ein klassischer Pflichtstopp jeder Familien-Tour durch den Zoo, gerade bei jüngeren Kindern.
Wolfsgehege — heimische Wildtiere ganz nah
Das Wolfsgehege gehört zu den am stärksten beachteten Anlagen im Zoo Stralsund und zeigt die scheuen Wildtiere in einer naturnahen Anlage mit Wald, Felsen und Rückzugsbereichen. Wölfe sind in Mecklenburg-Vorpommern wieder eine bedeutende heimische Tierart, die Anlage in Stralsund verbindet zoologische Beobachtung mit Aufklärung zu Schutz, Verbreitung und Konfliktfeldern zwischen Wölfen, Landwirtschaft und Tourismus. Pflegervorträge erläutern Sozialverhalten im Rudel, Jagdstrategien und die aktuelle Verbreitung der Wölfe in Norddeutschland — die Anlage ist eine der interessantesten im gesamten Park.
Bärenanlage — große Räuber im Park
Die Bärenanlage zeigt ihre Tiere in einer geräumigen Anlage mit Felsen, Wasserlauf und Rückzugsbereichen unter Bäumen. Bären gehören zu den eindrucksvollsten Bewohnern des Zoos und ziehen auch in einem mittelgroßen Stadt-Zoo wie Stralsund große Aufmerksamkeit auf sich — Pflegervorträge erläutern Lebensweise, Ernährung und die Anforderungen an eine moderne tiergerechte Haltung. Die Anlage erlaubt gute Sichtachsen auf die ruhig beobachtenden Tiere und gehört zu den meist fotografierten Stationen im Park.
Streichelzoo und Bauernhof-Bereich
Im Streichelzoo treffen Kinder auf Ziegen, Schafe, Esel und andere Haustier-Rassen, die direkt gestreichelt und gefüttert werden dürfen. Dieser Bereich ist klassisch für einen Familienzoo unverzichtbar und gehört zu den am dichtesten frequentierten Stationen im Park. Die Pflegerteams achten auf einen entspannten Umgang mit den Tieren und stellen Futter bereit, das den Tieren tatsächlich gut tut — eigene Mitbringsel sind nicht erwünscht. Für jüngere Kinder ist der Streichelzoo oft das emotionale Highlight des Besuchs.
Vogelvolieren — von Eulen bis Wasservögeln
Die Vogelvolieren ziehen sich durch den gesamten Park und zeigen heimische und exotische Arten — Eulen, Greifvögel, Wasservögel, Papageien und kleinere Singvögel. Mehrere große Begehbar-Volieren erlauben Besuchern den direkten Aufenthalt zwischen den Tieren, was gerade für jüngere Kinder ein eindrückliches Erlebnis ist. Pflegervorträge erläutern Lebensräume, Zugverhalten und Schutz-Projekte für bedrohte heimische Arten — die Volieren gehören zu den am stärksten interaktiven Stationen im Park und sind ein Pluspunkt gegenüber rein klassischen Käfig-Anlagen.
Welterbe-Altstadt und Ozeaneum als Anschluss
Die UNESCO-Welterbe-Altstadt Stralsund und das Ozeaneum am Hafen liegen nur wenige Kilometer vom Zoo entfernt und machen einen Tag in der Hansestadt zu einem dichten Familien-Programm. Die Altstadt mit dem gotischen Rathaus, der Nikolai-Kirche, der Marienkirche und den hanseatischen Bürgerhäusern gehört seit 2002 gemeinsam mit der Altstadt von Wismar zum UNESCO-Welterbe. Das Ozeaneum ist eines der größten Meeresaquarien Nordeuropas mit Schwerpunkt Ostsee, Nordsee und Nordatlantik — die Kombination aus Zoo, Altstadt und Ozeaneum gibt es in dieser Form an keinem anderen Ort an der südlichen Ostseeküste und macht Stralsund zu einem dreifach starken Familienziel.
Die sechs Top-Bereiche im Überblick
Affenanlage
Kombinierte Anlage mit verschiedenen Primatenarten in Innenhaus und Außenbereich, komplexe Sozialstrukturen mit Rangordnung und Familienverhältnissen. Pflegervorträge zu Verhalten und Zuchtprogrammen, gute Sichtachsen auf das soziale Miteinander der Gruppen — fester Pflichtstopp jeder Familien-Tour durch den Zoo Stralsund, gerade bei jüngeren Kindern beliebt.
Wolfsgehege
Naturnahe Anlage mit Wald, Felsen und Rückzugsbereichen für die scheuen Wildtiere. Pflegervorträge zu Sozialverhalten im Rudel, Jagdstrategien und der aktuellen Verbreitung der Wölfe in Norddeutschland und Mecklenburg-Vorpommern — eine der interessantesten Anlagen im Park und ein klarer Beitrag zur Wolfs-Aufklärung in einer Region mit aktiver Wolfs-Population.
Bärenanlage
Geräumige Anlage mit Felsen, Wasserlauf und Rückzugsbereichen unter Bäumen. Pflegervorträge zu Lebensweise, Ernährung und Anforderungen moderner tiergerechter Haltung, gute Sichtachsen auf die ruhig beobachtenden Tiere — die Bärenanlage gehört zu den meist fotografierten Stationen im Zoo Stralsund und zieht große Aufmerksamkeit auf sich.
Streichelzoo
Ziegen, Schafe, Esel und andere Haustier-Rassen zum direkten Kontakt mit den Tieren. Klassischer Familienzoo-Bereich, häufig die dichtest frequentierte Station und für jüngere Kinder oft das emotionale Highlight — Futter wird von den Pflegerteams bereitgestellt, eigene Mitbringsel sind nicht erwünscht und werden an den Anlagen zurückgewiesen.
Vogelvolieren
Heimische und exotische Arten in mehreren großen Volieren — Eulen, Greifvögel, Wasservögel, Papageien und kleinere Singvögel. Begehbar-Volieren erlauben Besuchern den direkten Aufenthalt zwischen den Tieren, Pflegervorträge zu Lebensräumen, Zugverhalten und Schutz-Projekten — eine der am stärksten interaktiven Stationen im Park und gerade für jüngere Kinder eindrücklich.
Welterbe und Ozeaneum
UNESCO-Welterbe-Altstadt Stralsund mit gotischem Rathaus, Nikolai-Kirche und hanseatischen Bürgerhäusern sowie das Ozeaneum am Hafen mit Ostsee-, Nordsee- und Nordatlantik-Schwerpunkt. Vom Zoo nur wenige Kilometer entfernt, kombinierbar zu einem dichten Familien-Programm aus Tieren, Geschichte und Meereswelt an einem Tag in der Hansestadt.
Zoos im Vergleich — wo Stralsund steht
Der Zoo Stralsund ist im Vergleich klar als gewachsener Stadt-Zoo mit Welterbe- und Meeres-Anschluss positioniert — günstigerer Eintritt als die großen Erlebniszoos, mittelgroße Fläche, klare Highlights wie Affen, Wölfe, Bären und Vogelvolieren sowie die einzigartige Kombination mit der UNESCO-Altstadt und dem Ozeaneum am Hafen. Wer ein größeres Artenspektrum sucht, ist in Rostock, Hamburg oder Berlin besser aufgehoben — wer einen entspannten Tagesausflug mit Kindern in einer der schönsten Hansestädte der Ostsee plant, findet in Stralsund die passende Größe, den passenden Preis und ein dichtes Anschluss-Programm.
Lage am Strelasund und Umfeld
Der Zoo liegt am westlichen Stadtrand von Stralsund im Stadtteil Grünhufe und ist Teil eines parkartigen Geländes mit altem Baumbestand, das den Charakter der Anlage prägt. Der Park ist von hohen Linden, Eichen und Buchen umstanden, hat nur sanfte Höhenunterschiede zwischen den Anlagen und gibt dem Rundgang eine ruhige, parkartige Atmosphäre, die viele Stadtzoos in der Ebene nicht haben. Die Bäume machen den Besuch auch an heißen Sommertagen angenehm, weil große Teile des Rundgangs im Schatten liegen, und nehmen Wind und Wetter zwischen den Anlagen heraus — typisch für einen norddeutschen Park am Übergang zur Ostsee.
Rund um den Zoo finden sich mehrere ergänzende Ausflugsziele in Stralsund und Vorpommern. Die UNESCO-Welterbe-Altstadt Stralsund mit gotischem Rathaus, Nikolai-Kirche und hanseatischen Bürgerhäusern liegt nur wenige Kilometer vom Zoo entfernt, das Ozeaneum am Hafen mit Schwerpunkt Ostsee, Nordsee und Nordatlantik ist eines der größten Meeresaquarien Nordeuropas. Über den Rügendamm und die Rügenbrücke ist die Insel Rügen mit Binz, Sellin, Sassnitz, dem Kap Arkona und den Kreidefelsen Königsstuhl in unter einer Stunde erreichbar. Weiter südlich lohnt die Hansestadt Greifswald mit der historischen Altstadt und der Universitätsbibliothek, weiter westlich die Insel Hiddensee und der Vorpommersche Boddenlandschaft-Nationalpark. Für Wochenend-Aufenthalte ist Stralsund eine Basis, die Zoo, Welterbe, Meereswelt und Insel-Tagesausflüge zusammenbringt — eine Mischung, die Vorpommern kompakt erlebbar macht.
Praktische Tipps für den Zoo-Besuch
-
€
Online-Ticket sichern
Tickets sind online meist einige Euro günstiger als an der Tageskasse und ersparen die Warteschlange am Eingang. Die Familienkarte lohnt sich ab zwei Kindern, eine Jahreskarte amortisiert sich ab dem zweiten Besuch und beinhaltet oft Vorteile bei Sonderveranstaltungen wie Tier-Patenschafts-Tagen oder Themenwochenenden im Park. Für Tagestouristen aus Hamburg oder Berlin ist die Jahreskarte selten sinnvoll, für Familien aus Vorpommern fast immer.
-
✦
Mit Zoo, Altstadt und Ozeaneum kombinieren
Wer einen ganzen Tag in Stralsund plant, kombiniert Zoo am Vormittag, Welterbe-Altstadt am frühen Nachmittag und Ozeaneum am späten Nachmittag — die drei Standorte liegen alle in der Hansestadt und sind mit Stadtbus oder Auto schnell verbunden. Eine Stralsund-Card mit Bündel-Tarif kann sich für Familien lohnen und macht aus dem Tagesausflug eine dichte Mischung aus Tieren, Geschichte und Meereswelt.
-
+
Fütterungszeiten einplanen
Wölfe, Bären, Affen und einige weitere Arten werden zu festen Zeiten gefüttert, an den Anlagen gibt es dann Pflegervorträge mit Hintergrund zu Verhalten, Zucht und Schutz. Aktuelle Zeiten hängen am Eingang aus oder stehen auf der Website des Zoos — eine Vorab-Planung lohnt sich, weil sich die Highlights über den Tag verteilen und ein gutes Tagesgerüst ergeben. Wolfs-Fütterung am Vormittag ist besonders eindrücklich.
-
i
Bahn und Bus statt Auto wählen
Wer aus Hamburg, Berlin oder Rostock kommt, ist mit der Bahn zum Stralsunder Hauptbahnhof und anschließend mit Stadtbus entspannt am Ziel. Das spart Parkgebühren und die Suche nach einem Platz am Hauptparkplatz, der sich an warmen Wochenenden früh füllt, und vermeidet den Stau auf der A20 oder dem überlasteten Rügendamm. Ein Tagesticket im Stralsunder Stadtverkehr ist für Familien meist günstiger als die Auto-Anreise.
-
⌘
Festes Schuhwerk mitnehmen
Das Park-Gelände ist überwiegend eben, einige Nebenwege zu den Außenanlagen sind nach Regen rutschiger. Bequeme Turnschuhe oder leichte Wanderschuhe sind klar besser als Sandalen, gerade im norddeutschen Frühjahr und Herbst kann es im Park feucht und windig sein. Mit Kinderwagen sind die Hauptwege gut machbar, einzelne Wege zu höher gelegenen Anlagen verlangen etwas Kraft an den Anstiegen — insgesamt ist der Zoo aber sehr kinderwagenfreundlich.
-
♿
Barrierefreiheit prüfen
Die Hauptwege sind überwiegend rollstuhl- und kinderwagenfreundlich, die weitgehend ebene Lage macht den Zoo Stralsund zu einer der barrierefreundlicheren Anlagen Mecklenburg-Vorpommerns. Behindertenparkplätze und ein barrierefreier Eingang liegen am Hauptparkplatz, Rollstuhl-Verleih ist nach Voranmeldung möglich — vorab mit dem Zoo-Büro klären, gerade bei größeren Gruppen oder Kombinations-Touren mit Altstadt und Ozeaneum.
-
☀
Saison beachten
Der Zoo hat das ganze Jahr über geöffnet, die Öffnungszeiten variieren mit der Jahreszeit zwischen früh und spät im Sommer und kürzeren Zeitfenstern im Winter. Wölfe, Bären und Affen sind ganzjährig zu sehen, einige Außenanlagen werden im Winter eingeschränkt genutzt — das Vogelhaus und die Innenbereiche der Affenanlage sind dann besonders attraktiv. Im norddeutschen Sommer ist eine frühe Anreise sinnvoll, weil sich der Parkplatz an warmen Wochenenden früh füllt.
-
☂
Picknick erlaubt
Mitgebrachtes Essen ist im Zoo erlaubt, mehrere Picknick-Plätze und Wiesen liegen entlang des Rundgangs unter alten Bäumen im Park. Wer auf die Zoo-Gastronomie verzichten will, spart Geld und ist flexibler bei Pausenzeiten — Getränke gibt es zusätzlich an mehreren Kiosken im Park, eine Hauptrestauration liegt nahe dem Eingang. Für Streichelzoo-Tiere ist eigenes Futter nicht erwünscht, das stellen die Pflegerteams an den Anlagen.
Insider-Tipps
Für Familien mit Kindern
Der Zoo ist mit seinen rund 16 Hektar gut auch für jüngere Kinder geeignet — der Rundgang ist in drei bis vier Stunden zu schaffen, ohne dass die Kleinen erschöpft werden. Sinnvoll ist eine klare Reihenfolge mit Wolfsgehege und Affenanlage am Vormittag, Bärenanlage als Mittagshighlight und Streichelzoo als emotionalem Abschluss. Die begehbaren Vogelvolieren funktionieren für alle Altersgruppen, sind aber für sehr kleine Kinder mit dem direkten Tier-Kontakt besonders eindrücklich — ruhige Bewegungen und gedämpfte Stimmen halten die Tiere entspannt und ermöglichen längere Beobachtungen.
Für Fotografen
Die besten Motive entstehen im Morgenlicht am Wolfsgehege und in der späten Nachmittagssonne an der Bärenanlage, wenn warmes Streiflicht das Fell der Tiere im Park-Setting illuminiert. Die Affenanlage ist fotografisch dankbar, wenn die Gruppen sozial interagieren — eine schnelle Brennweite und kurze Verschlusszeiten sind Pflicht. Die Vogelvolieren verlangen Geduld und schnelle Verschlusszeiten ohne Blitz, das Licht unter den großen Bäumen ist weich und gedämpft. Die hanseatische Atmosphäre des umgebenden Parks mit altem Baumbestand gibt vielen Motiven einen klar norddeutschen Charakter, der den Zoo Stralsund von Großstadt-Zoos abhebt.
Für Tier-Liebhaber
Wer Wölfe und Bären in Ruhe beobachten will, sollte die Anlagen zweimal besuchen — einmal direkt nach Öffnung, einmal am späten Nachmittag. Die Tiere sind am Morgen meist aktiver und sozialer, in der Mittagshitze ruhen viele im Schatten oder in den Innenbereichen. Pflegervorträge geben gute Hinweise zur Sozialstruktur, zur Verbreitung in der freien Wildbahn und zu individuellen Persönlichkeiten der Tiere — der Zoo Stralsund arbeitet seit Jahrzehnten mit stabilen Gruppen und kennt seine Tiere entsprechend gut. Auch die begehbaren Vogelvolieren belohnen eine längere Verweildauer mit Beobachtungen, die bei einem kurzen Durchgang verloren gehen.
Für Wiederkehrer
Wer den Zoo öfter besucht, profitiert von der Jahreskarte, die sich ab dem zweiten Besuch amortisiert. Saisonale Höhepunkte machen mehrere Besuche pro Jahr lohnenswert — Themenwochenenden, Sommerferien-Programme mit Pflegervorführungen und besondere Veranstaltungen rund um Halloween und die Weihnachtszeit im Park. Jede Saison zeigt einen anderen Park, weil sich Tieraktivität, Vegetation und Lichtstimmung im hanseatischen Park-Gelände deutlich verändern — der Frühling mit blühenden Bäumen ist optisch besonders schön, der Herbst mit goldenem Laub fotografisch dankbar.




