Der Zoo Frankfurt liegt an der Bernhard-Grzimek-Allee 1 im Stadtteil Ostend, nur wenige Tram-Minuten vom Frankfurter Zentrum entfernt, und zählt mit seinem Gründungsdatum 8. August 1858 zu den ältesten zoologischen Gärten Deutschlands. Nach dem Berliner Zoo eröffnete der Frankfurter Tiergarten als zweiter zoologischer Garten im deutschen Sprachraum und blickt heute auf eine fast 170-jährige Geschichte zurück. Weltbekannt wurde der Zoo vor allem durch Bernhard Grzimek, der das Haus von 1945 bis 1974 leitete, mit der ARD-Sendung Ein Platz für Tiere Millionen Wohnzimmer erreichte und 1959 den Oscar für den Naturfilm Serengeti darf nicht sterben gewann. Auf nur elf Hektar mitten in der Stadt zeigt der Zoo heute rund 4.500 Tiere in etwa 510 Arten und gilt damit als einer der kompaktesten und gleichzeitig artenreichsten Zoos Deutschlands. Zu den prägenden Häusern gehören das Exotarium von 1948 für Reptilien und Amphibien, die historische Vogelhalle von 1961, das 1980 eröffnete Grzimek-Haus mit umgekehrtem Tag-Nacht-Zyklus für nachtaktive Tiere und der Borgori-Wald für die Menschenaffen, der 2009 in Betrieb ging. Mit rund 700.000 Besuchern pro Jahr und einem Eintrittspreis von etwa 13 Euro zählt der Zoo Frankfurt zu den günstigsten und am leichtesten erreichbaren Großzoos Deutschlands, die U-Bahn-Linien U6 und U7 halten an der Station Zoo direkt vor dem Haupteingang.
Anreise und Erreichbarkeit
Der Zoo Frankfurt liegt im östlichen Innenstadt-Bereich an der Bernhard-Grzimek-Allee, knapp zwei Kilometer Luftlinie vom Römer und drei Kilometer vom Hauptbahnhof entfernt. Diese zentrale Lage macht ihn zu einem der am bequemsten erreichbaren Großzoos Deutschlands — anders als Hellabrunn, Hannover oder Leipzig liegt das Gelände nicht am Stadtrand, sondern mitten im Wohngebiet des Ostend zwischen Bornheim und der Ostend-Promenade. Die meisten Besucher kommen mit der U-Bahn, da das Parkplatz-Angebot in der Umgebung sehr knapp ist und der Frankfurter Großstadt-Verkehr rund um den Zoo zu Stoßzeiten zähflüssig wird.
Mit dem Auto
Über das Frankfurter Autobahnkreuz und die Stadt-Autobahnen A3, A5 und A66 ist der Zoo aus allen Richtungen gut erreichbar. Ab dem Frankfurter Kreuz folgt man der Ausschilderung Richtung Innenstadt und nimmt die Ausfahrt Ostend oder Friedberger Landstraße. Parkplätze direkt am Zoo sind sehr begrenzt — am Haupteingang an der Bernhard-Grzimek-Allee stehen nur wenige Behindertenparkplätze zur Verfügung. Empfehlenswerte Tiefgaragen liegen in fünf bis zehn Gehminuten Entfernung an der Konstablerwache oder am Zoo-Passage-Parkhaus. Wer mit dem Auto anreist, sollte das letzte Stück ohnehin zu Fuß oder mit einer U-Bahn-Station überbrücken, weil das Wohnviertel rund um die Bernhard-Grzimek-Allee weitgehend bewirtschaftet ist und Parkscheinpflicht herrscht.
Mit der Bahn und dem ÖPNV
Frankfurt Hauptbahnhof ist als ICE-Knoten aus allen deutschen Großstädten in zwei bis vier Stunden erreichbar und zudem internationaler Anschluss-Punkt für TGV und Eurocity. Vom Hauptbahnhof zum Zoo führt die U-Bahn-Linie U5 in rund zwölf Minuten oder die S-Bahn zur Konstablerwache mit anschließender U6/U7 in zwei Stationen. Die Haltestelle Zoo der Linien U6 und U7 liegt unmittelbar vor dem Haupteingang in der Bernhard-Grzimek-Allee und ist Teil des Rhein-Main-Verkehrsverbundes. Tickets gibt es per RMV-App, an Automaten oder am Hauptbahnhof. Eine Tageskarte deckt U-Bahn, Tram und S-Bahn im gesamten Stadtgebiet ab und ist günstiger als zwei Einzelfahrten.
Mit dem Flugzeug
Frankfurt Airport ist mit über 65 Millionen Passagieren der größte Flughafen Deutschlands und liegt rund zwölf Kilometer südwestlich des Stadtzentrums. Vom Flughafen-Fernbahnhof fährt die S-Bahn-Linie S8 oder S9 in rund elf Minuten zur Konstablerwache, von dort sind es zwei Stationen U6/U7 bis zum Zoo. Internationale Gäste landen häufig direkt in Frankfurt und können den Zoo bei einem Zwischenstopp problemlos in einen halben Tag einbauen — die gesamte Wegstrecke vom Flughafen zum Zoo dauert mit Bahn und U-Bahn keine vierzig Minuten.
Vor Ort bewegen und Parken
Der Zoo erstreckt sich über kompakte elf Hektar mit minimalen Höhenunterschieden, alle Hauptwege sind asphaltiert oder fein gepflastert und damit auch mit Kinderwagen, Rollator oder Rollstuhl problemlos befahrbar. Aufgrund der überschaubaren Größe gibt es keine interne Zoo-Bahn — alle Häuser sind binnen weniger Minuten zu Fuß erreichbar. Buggy-Verleih und Rollstuhl-Verleih stehen am Haupteingang bereit, idealerweise mit Vorab-Reservierung. Barrierefreie WCs und Wickelräume sind im Zoogesellschaftshaus sowie an den Eingängen der großen Häuser zu finden. Ein durchschnittlicher Besuch dauert drei bis vier Stunden, intensive Tier-Fans mit Schwerpunkt Exotarium und Grzimek-Haus planen besser fünf Stunden ein.
Geschichte und Bernhard Grzimek
Die Geschichte des Zoo Frankfurt beginnt am 8. August 1858, als das Haus auf Initiative der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt und einer engagierten Bürgerschaft im damals noch ländlichen Pfingstweidpark eröffnete. Nur fünfzehn Jahre nach dem Berliner Zoo wurde Frankfurt damit zum zweiten zoologischen Garten Deutschlands und übernahm rasch eine wichtige Rolle in der wissenschaftlichen Tierhaltung. In den ersten Jahrzehnten wurde der Zoo mehrfach erweitert und durch repräsentative Bauten ergänzt, in den Weltkriegen erlitt er jedoch schwere Schäden — am Ende des Zweiten Weltkriegs war ein Großteil der Anlagen zerstört und der Tierbestand auf wenige Dutzend reduziert.
Bernhard Grzimek von 1945 bis 1974
Der entscheidende Wendepunkt kam im Mai 1945, als der Tierarzt Bernhard Grzimek die Direktion des zerstörten Zoos übernahm. Mit ungewöhnlicher Energie, viel Improvisations-Talent und einer Mischung aus Bürgerwerbung und persönlicher Spendenakquise baute Grzimek den Zoo wieder auf und entwickelte ihn in den folgenden drei Jahrzehnten zu einer Institution. Sein größter Coup gelang 1956 mit der ARD-Sendung Ein Platz für Tiere, die er bis 1987 monatlich moderierte und damit Millionen Wohnzimmer für Tierschutz und Naturschutz öffnete. 1959 erhielt Grzimek gemeinsam mit seinem Sohn Michael den Oscar für den Naturfilm Serengeti darf nicht sterben, der die Schutzgebiete Ostafrikas international ins Bewusstsein hob. Bis zu seinem Tod 1987 prägte Grzimek den Zoo Frankfurt wie kaum ein anderer Direktor einen deutschen Zoo — die Adresse Bernhard-Grzimek-Allee 1 wurde ihm zu Ehren benannt, der Zoo wird in der Stadt weiterhin schlicht der Grzimek-Zoo genannt.
Engagement für Tierschutz und Forschung
Über den Zoo-Betrieb hinaus engagiert sich die Zoologische Gesellschaft Frankfurt bis heute weltweit im Natur- und Artenschutz, unter anderem in der Serengeti, im Kongo-Becken und in Südamerika. Forschungs-Schwerpunkte des Zoos liegen heute auf Erhaltungs-Zucht bedrohter Arten, vor allem bei Amphibien, Reptilien und Bonobos. Mehrere internationale Zuchtbücher werden vom Zoo Frankfurt geführt. Die Verbindung von Tierpark, Forschung und konkretem Artenschutz in der Wildbahn gilt als eines der wichtigen Vermächtnisse der Grzimek-Ära.
Die historischen Häuser im Detail
Anders als jüngere Themen-Zoos setzt der Zoo Frankfurt auf eine Reihe historischer Tier-Häuser, die jeweils ihre eigene architektonische und zoologische Geschichte haben. Diese Häuser bilden das eigentliche Rückgrat des Rundgangs und machen den besonderen Charakter des Hauses aus.
Exotarium — Reptilien und Amphibien seit 1948
Das Exotarium ist eines der ältesten Reptilien-Häuser Europas und wurde 1948 in der Nachkriegszeit als eines der ersten neuen Tier-Häuser eröffnet. In stimmungsvoll beleuchteten Terrarien zeigt das Haus Krokodile, Riesenschlangen, Pfeilgift-Frösche, Gift-Schlangen und seltene Echsen. Die Zucht-Erfolge bei Pfeilgift-Fröschen und Komodo-Waranen sind international anerkannt. Das Exotarium ist auch der Hauptzugang zum Aquarium-Trakt, der Süß- und Salzwasser-Becken mit Korallen-Riffen und Mittelmeer-Fauna präsentiert.
Grzimek-Haus — Nachtwelt mit Tag-Nacht-Umkehr
Das 1980 eröffnete Grzimek-Haus widmet sich nachtaktiven Tieren und nutzt das Prinzip der umgekehrten Beleuchtung: Während des Tages ist das Haus auf Nacht-Modus geschaltet, sodass Besucher Loris, Fledermäuse, Flussbiber, Gürteltiere und Nachtaffen in ihrer natürlichen Aktiv-Phase erleben. Erst am Abend, wenn der Zoo bereits geschlossen ist, schalten die Tiere in ihre Ruhephase. Dieses Konzept ist nicht einzigartig — andere Zoos nutzen es ebenfalls — wurde in Frankfurt jedoch besonders konsequent umgesetzt. Das Grzimek-Haus gilt als eines der atmosphärischsten Häuser des Zoos und ist gerade an heißen Sommertagen ein angenehm kühler Indoor-Stopp.
Vogelhalle — eine begehbare Tropen-Volière von 1961
Die 1961 eröffnete Vogelhalle ist eine der ersten begehbaren Tropen-Volièren in Deutschland. Auf einer Glaskuppel-Fläche von rund tausend Quadratmetern leben über vierzig Arten farbenprächtiger Tropenvögel zwischen Bananen-Stauden, Palmen und Wasserläufen. Anders als die meisten Vogel-Häuser ist die Halle für Besucher direkt begehbar, die Tiere fliegen frei zwischen den Wegen und über die Köpfe. Die Halle gilt unter Vogel-Liebhabern als eine der schönsten Tropen-Volièren des deutschsprachigen Raums.
Borgori-Wald — Menschenaffen seit 2009
Der Borgori-Wald ist die jüngste Großanlage des Zoos und wurde 2009 als modernes Menschenaffen-Haus eröffnet. Auf rund 4.500 Quadratmetern leben Bonobos, Westliche Flachland-Gorillas und Sumatra-Orang-Utans in Innen- und Außen-Anlagen mit Kletter-Strukturen, Lianen und Wasser-Elementen. Die großen Glasfronten erlauben Augenkontakt aus geringer Distanz, ein begehbarer Tunnel führt durch die Anlage. Bonobos werden in Frankfurt mit besonderem Schwerpunkt gepflegt — der Zoo ist Mitglied im internationalen Bonobo-Zuchtbuch und engagiert sich im Bonobo-Schutz im Kongo-Becken.
Katzendschungel und Robbenklippen
Im Katzendschungel leben Sumatra-Tiger, Schneeleoparden und kleinere Wildkatzen-Arten in begrünten Außen-Anlagen mit Kletter-Felsen. Die Robbenklippen mit Wasser-Becken und einsehbarer Unterwasser-Glasfront zeigen Mähnen-Robben in einer 2018 erneuerten Anlage. Beide Bereiche sind kompakt, aber liebevoll gestaltet und gehören zum Standard-Rundgang.
Die sechs Leitbereiche im Überblick
Exotarium
Reptilien- und Amphibien-Haus von 1948 mit Krokodilen, Riesenschlangen, Pfeilgift-Fröschen und Komodo-Waranen. Eines der ältesten Reptilien-Häuser Europas mit international anerkannten Zucht-Erfolgen und Zugang zum Aquarium-Trakt.
Grzimek-Haus
Nachtaktiv-Haus von 1980 mit umgekehrtem Tag-Nacht-Zyklus. Loris, Fledermäuse, Flussbiber und Gürteltiere zeigen sich im gedämpften Mondlicht in aktiver Phase. Atmosphärischer Indoor-Stopp gerade an heißen Sommertagen.
Vogelhalle
Begehbare Tropen-Volière von 1961 mit über vierzig Arten farbenprächtiger Tropenvögel. Tiere fliegen frei zwischen Palmen, Bananen-Stauden und Wasserläufen — eine der schönsten Vogelhallen des deutschsprachigen Raums.
Borgori-Wald
Menschenaffen-Haus von 2009 für Bonobos, Westliche Flachland-Gorillas und Sumatra-Orang-Utans. Glasfronten für Augenkontakt aus der Nähe, internationales Bonobo-Zuchtbuch mit Schutzprojekt im Kongo-Becken.
Katzendschungel
Sumatra-Tiger, Schneeleoparden und kleinere Wildkatzen-Arten in begrünten Außen-Anlagen mit Kletter-Felsen. Kompakte, dichte Anlage typisch für den Frankfurter Innenstadt-Zoo.
Robbenklippen und Aquarium
Mähnen-Robben in einer 2018 erneuerten Anlage mit Unterwasser-Galerie sowie Süß- und Salzwasser-Aquarium mit Korallen-Riff und Mittelmeer-Fauna. Standard-Stopp am Ende des Rundgangs.
Vergleich der Leithäuser
Empfehlung für einen Besuch: Exotarium und Grzimek-Haus sind die historischen Pflicht-Stopps und gleichzeitig die wetterfestesten Häuser. Bei knapper Zeit oder Regen bilden Exotarium, Grzimek-Haus und Vogelhalle eine gut zweistündige Indoor-Tour, der Borgori-Wald gehört für Affen-Fans unbedingt dazu.
Tickets, Öffnungszeiten und Saison
Der Zoo Frankfurt ist 365 Tage im Jahr geöffnet, die Saison ist in Sommer- und Winterbetrieb gegliedert. Die Sommer-Saison von Mitte März bis Oktober läuft von 9 bis 19 Uhr, die Winter-Saison von November bis Mitte März von 9 bis 17 Uhr. Tagestickets kosten an der Kasse rund 13 Euro für Erwachsene und rund 6 Euro für Kinder von 6 bis 17 Jahren — Kinder unter 6 Jahren haben freien Eintritt. Damit gehört der Zoo zu den günstigsten Großzoos Deutschlands. Familien-Karten und ermäßigte Tarife für Studierende, Schwerbehinderte und Sozialleistungs-Empfänger sind erhältlich. Eine Jahreskarte für rund 60 Euro lohnt sich bereits ab dem fünften Besuch und ist bei Frankfurter Familien sehr verbreitet.
Beste Besuchszeit
Die schönste Zeit für einen Besuch sind Frühling und Frühsommer von April bis Juni sowie der Frühherbst im September. In diesen Monaten ist das Wetter mild, die Tiere sind aktiv und das Gelände angenehm leer. Sommer-Wochenenden im Juli und August sind besonders an warmen Tagen sehr stark besucht — Frankfurt-Familien nutzen den Zoo dann als nahegelegenes Tagesziel. Empfehlung ist die Anreise direkt zur Öffnung um 9 Uhr oder ein Nachmittags-Besuch ab 15 Uhr. Im Winter sind Exotarium, Grzimek-Haus, Vogelhalle und Aquarium vollwertige Indoor-Ziele mit konstant warmer Temperatur, der Außenrundgang fällt jedoch kürzer aus.
Praktische Tipps für den Zoo-Besuch
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Online-Ticket spart Wartezeit
An Frankfurter Sommer-Wochenenden bilden sich an den Kassen oft Schlangen — vor allem bei wechselhaftem Wetter, wenn viele Familien spontan kommen. Wer das Ticket vorab online kauft und am Smartphone speichert, geht direkt durch den Scanner-Eingang und spart 10 bis 20 Minuten. Der Preis ist identisch.
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Jahreskarte lohnt sich für Frankfurter
Die Jahreskarte für rund 60 Euro amortisiert sich bereits beim fünften Besuch und gilt 365 Tage ab Kaufdatum. Für Familien aus dem Frankfurter Stadtgebiet und Rhein-Main ist sie die wirtschaftlichste Variante — der Zoo eignet sich auch für kurze Zwei-Stunden-Ausflüge nach dem Kindergarten oder am Wochenend-Vormittag.
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Mit der U-Bahn anreisen
Parkplätze rund um den Zoo sind extrem knapp, das Wohnviertel ist weitgehend bewirtschaftet. Die U6 und U7 halten direkt am Haupteingang — vom Hauptbahnhof in zwölf Minuten, von der Konstablerwache in zwei Stationen. RMV-Tageskarte ist günstiger als zwei Einzelfahrten.
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Fütterungszeiten am Eingang checken
Die kommentierten Fütterungen finden täglich an festen Zeiten bei Bonobos im Borgori-Wald, an den Robbenklippen, im Katzendschungel und im Exotarium statt. Plan vor Ankunft am Hauptkassen-Tisch holen und Tour entlang der Fütterungs-Slots ausrichten — so sieht man die Tiere in aktiveren Phasen.
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Grzimek-Haus früh besuchen
Das Nachtaktiv-Haus ist in der ersten Stunde nach Öffnung am ruhigsten — perfekt, um die Augen an das gedämpfte Mondlicht zu gewöhnen und die kleinen Loris, Fledermäuse und Gürteltiere in Ruhe zu beobachten. Später am Tag wird es voll und unruhig, die Tiere ziehen sich dann öfter zurück.
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Barrierefrei mit Buggy und Rollstuhl
Alle Hauptwege sind asphaltiert oder fein gepflastert und damit auch mit Kinderwagen, Rollator oder Rollstuhl gut befahrbar. Buggy- und Bollerwagen-Verleih gibt es am Haupteingang gegen Gebühr, Rollstühle stehen kostenlos zur Verfügung — am besten am Vortag per Telefon reservieren.
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An heißen Tagen die Indoor-Häuser priorisieren
Im Frankfurter Hochsommer wird das offene Zoo-Gelände schnell heiß und schattenarm. Exotarium, Grzimek-Haus und Aquarium sind ganzjährig klimatisiert und bieten angenehme Abkühlung. Die Vogelhalle ist im Sommer feucht-warm, aber stimmungsvoll — Wasserflasche unbedingt mitbringen, im Zoogesellschaftshaus gibt es kühlere Pausen-Plätze.
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Regentage als Indoor-Tour
Bei Dauerregen verlagert sich ein Großteil der Besucher in die Indoor-Häuser, klassische Außen-Bereiche werden ruhiger. Eine Tour Exotarium — Aquarium — Grzimek-Haus — Vogelhalle deckt rund zwei Stunden komplett wetterfest ab und zeigt die historische Substanz des Zoos. Borgori-Wald lässt sich anschließend bei nachlassendem Regen anhängen.
Insider-Tipps
Geheimtipp Zoogesellschaftshaus
Direkt am Haupteingang steht das historische Zoogesellschaftshaus aus dem späten 19. Jahrhundert, ein gründerzeitlicher Bau mit großem Säulen-Saal, Restaurant und Café. Das Haus diente zur Gründungszeit als gesellschaftlicher Treffpunkt der Frankfurter Bürgerschaft und wird heute für Veranstaltungen, Hochzeiten und das Zoo-Restaurant genutzt. Eine Pause auf der Terrasse mit Blick auf den Zoo-Park ist eine lohnende Alternative zur Kiosk-Gastronomie im Inneren des Zoos.
Bonobo-Schutz im Kongo-Becken
Die Zoologische Gesellschaft Frankfurt unterstützt seit Jahren ein eigenes Bonobo-Schutzprojekt im Kongo-Becken, wo der Lebensraum der Tiere durch Abholzung und Wilderei stark bedroht ist. Im Borgori-Wald informieren Schautafeln über die Arbeit vor Ort. Wer mehr wissen möchte, kann bei einer geführten Tour oder über den Zoo-Shop direkt zum Schutzprojekt beitragen — die Verbindung zwischen Frankfurter Tierpark und Wildbahn-Schutz gilt als eines der wichtigen Vermächtnisse der Grzimek-Ära.




