Das Wetter auf den Kapverden ist warm, trocken und oft erstaunlich konstant. Die Inselgruppe liegt vor der Westküste Afrikas, rund 570 Kilometer von Senegal entfernt. Im Jahresverlauf liegen die Lufttemperaturen meist zwischen 20 und 30 Grad, dazu kommt fast immer Wind. Für Strandurlaub passt vor allem die Zeit von November bis Juni. Wenn Du wandern willst, sind die grünen Monate auf Santo Antão und São Nicolau interessant. Für Badeurlaub auf Sal und Boa Vista kannst Du fast das ganze Jahr rechnen, nur die Passatwinde machen den Strand dort oft etwas kühler als erwartet.
Anreise und Erreichbarkeit
Das Klima ist auf den Kapverden nur sinnvoll einzuordnen, wenn Du die Inseln getrennt betrachtest. Sal und Boa Vista stehen für trockenes Badewetter mit viel Sonne. Santo Antão und São Nicolau sind deutlich grüner und bekommen mehr Feuchtigkeit. Auf Santiago schwanken die Bedingungen je nach Höhe und Lage stärker als auf den flachen Sandinseln.
Mit dem Flugzeug
Für die meisten Reisen geht es per Flug nach Sal oder Boa Vista. Der wichtigste Flughafen ist der internationale Flughafen Amílcar Cabral auf Sal, dazu kommen Flughäfen auf Boa Vista, São Vicente, Santiago und einzelnen weiteren Inseln. Direktflüge aus Deutschland sind vor allem für die Winter- und Frühjahrsmonate üblich. Für Wetterreisen mit Strandfokus ist Sal oft die einfachste Wahl.
Mit der Fähre
Zwischen einigen Inseln verkehren Fähren, etwa zwischen São Vicente und Santo Antão oder zwischen Santiago und Fogo. Das ist für Inselhopping praktisch, aber wetterabhängig. Bei stärkerem Wind und Seegang können Verbindungen unruhig werden oder ausfallen. Plane deshalb nicht zu knapp, wenn Du mehrere Inseln kombinieren willst.
Vor Ort bewegen / Klima einplanen
Auf den flachen Inseln merkst Du den Wind direkt am Strand. Auf den gebirgigen Inseln ändern sich Temperatur und Wolkenlage schnell mit der Höhe. Für Wanderungen auf Santo Antão brauchst Du andere Kleidung als für einen Strandtag in Santa Maria. Eine leichte Jacke gehört selbst im Winter ins Gepäck, vor allem für Abende und frühe Morgenstunden.
Wann ist die beste Reisezeit für die Kapverden?
Winter für Strandurlaub
Von November bis April ist das Wetter meist am angenehmsten für Badeurlaub. Die Sonne scheint oft zuverlässig, die Luft ist warm, aber nicht drückend. In den deutschen Wintermonaten lohnt sich die Reise besonders, wenn Du Wärme ohne Tropenhitze suchst.
Frühjahr für ruhiges Wetter
Im März, April und Mai ist es häufig trocken und stabil. Das Meer bleibt noch leicht frisch, aber die Tage sind meist lang und hell. Für Paare und Best Ager ist das oft die entspannteste Zeit.
Sommer für Inseln mit Höhenlage
Zwischen Juni und Oktober steigt die Luftfeuchtigkeit. Es wird wärmer, auf den Sandinseln aber selten unangenehm heiß. Wer wandern will, fährt besser auf grüne Inseln wie Santo Antão oder in höhere Lagen auf Santiago.
August bis Oktober mit Regenrisiko
Das ist die Zeit mit den höchsten Chancen auf kurze Regenfälle. Meist bleibt es trotzdem sonnig, nur einzelne Schauer können kräftig ausfallen. Für reine Strandtage ist die Trockenzeit berechenbarer.
Wind für Surfer und Kiter
Der Passatwind ist auf Sal, Boa Vista und São Vicente oft ein klarer Pluspunkt. Wer Kitesurfen oder Windsurfen plant, findet meist gute Bedingungen. Auf sehr windigen Tagen ist der Strand dagegen eher etwas für Spaziergänge als für langes Liegen.
Wandern nach Regenphasen
Die grünsten Eindrücke bekommst Du nach etwas Regen auf Santo Antão, São Nicolau oder Teilen von Santiago. Dann sind Täler und Hänge sichtbar frischer. Für reine Foto- oder Trekkingreisen lohnt sich ein genauer Blick auf die lokale Niederschlagslage.
Die Inseln im Wettervergleich
Sal und Boa Vista sind die sicherste Wahl für Sonne und Strand. Wenn Du mehr Landschaft und Grün willst, sind Santiago und Santo Antão spannender, aber auch wetterlich unruhiger.
Temperaturen, Wind und Regen im Jahreslauf
Die Kapverden haben kein klassisches Jahreszeitenmodell wie Mitteleuropa. Statt Frühling, Sommer, Herbst und Winter gibt es eher eine trockene, etwas kühlere Phase und eine wärmere, feuchtere Phase. Der Wind kommt meist aus Nordost und hält die Temperaturen angenehm. Gerade deshalb fühlen sich 28 Grad dort oft leichter an als an vielen Mittelmeerorten.
Im Winter liegen die Tageswerte oft um 23 bis 26 Grad. Nachts kann es auf den höher gelegenen Inseln oder in windoffenen Lagen auf 18 bis 20 Grad abkühlen. Im späten Frühling und Sommer steigen die Werte auf 27 bis 30 Grad, lokal auch darüber. In den Bergen von Santo Antão oder im Inselinneren von Santiago kann es trotzdem deutlich kühler sein als am Strand.
Niederschlag fällt insgesamt wenig. Wenn es regnet, dann häufig in kurzen Schüben. Längere Regenperioden sind selten. Die wichtigsten Regenmonate liegen meist zwischen August und Oktober, wobei die Mengen von Insel zu Insel und sogar von Tal zu Tal stark schwanken. Auf den Sandinseln reicht oft ein kurzer Schauer, während weiter oben schon grüne Hänge zu sehen sind.
Welche Insel passt bei welchem Wetter?
Sal für verlässliche Sonne
Wenn Du möglichst wenig Wetterrisiko willst, ist Sal meist die einfachste Antwort. Die Insel ist flach, trocken und oft stabil. Für Strandurlaub und Badeferien ist das die bequemste Wahl.
Boa Vista für warmen Strandurlaub
Boa Vista ist ähnlich trocken, wirkt aber etwas ursprünglicher und offener. Der Wind ist oft spürbar, die Strände sind lang und breit. Wenn Du Weite und Sonne suchst, passt die Insel gut.
Santiago für Mischung aus Küste und Bergen
Auf Santiago ist das Wetter nicht überall gleich. An der Küste kann es warm und trocken sein, während das Inland schneller Wolken sammelt. Das macht die Insel spannend, wenn Du nicht nur am Strand bleiben willst.
São Vicente für Stadt, Wind und Abendklima
Mindelo liegt windoffen, bleibt aber meist trocken. Für einen Städtestopp mit gutem Klima ist São Vicente praktisch. Abends fühlt es sich oft frischer an als auf Sal oder Boa Vista.
Santo Antão für grüne Täler
Wenn Du wandern willst, ist Santo Antão die spannendste Insel. Die Berge fangen mehr Feuchtigkeit ein, dadurch sind Täler und Terrassen oft deutlich grüner. Dafür ist das Wetter stärker wechselhaft.
Fogo für vulkanische Landschaft
Auf Fogo ist das Wetter abhängig von der Höhe. Unten ist es trocken und warm, oben am Vulkan kann es merklich kühler werden. Für Touren rund um den Pico do Fogo solltest Du Kleidung für mehrere Temperaturstufen mitnehmen.
Praktische Tipps für das Wetter auf den Kapverden
- ☀Leichte Kleidung reicht meist tagsüber
T-Shirts, Shorts und luftige Kleider passen fast immer. Nimm aber eine dünne Jacke für Wind und Abendstunden mit, besonders von Dezember bis März.
- ☂Regen kann kurz, aber kräftig sein
Von August bis Oktober lohnt sich ein kleiner Schutz für Rucksack und Kamera. Längere Regenphasen sind selten, aber einzelne Schauer kommen schnell.
- €Früh buchen hilft in der Hauptsaison
Die beliebtesten Monate für Sonne liegen oft zwischen November und April. Dann steigen Flugpreise und Hotelraten schneller, vor allem für Sal und Boa Vista.
- ✦Windschutz ist am Strand nützlich
Ein Strandtuch reicht oft nicht, weil der Passatwind konstant spürbar ist. Wer empfindlich auf Wind reagiert, sollte eine leichte Strandmuschel oder ein großes Tuch einplanen.
- iWandern und Strandurlaub trennen
Für Santo Antão brauchst Du andere Schuhe und Kleidung als für die Sandinseln. Plane beides nur zusammen, wenn Du genug Tage hast.
- ♿Barrierefreiheit hängt stark von der Insel ab
Die flachen Orte auf Sal oder Boa Vista sind oft einfacher als Bergorte auf Santo Antão. Prüfe Wege, Rampen und Transfers vorab, wenn Mobilität wichtig ist.
- ⌘Für Fotos ist Licht am Vormittag oft besser
Dann ist die Sonne klarer und der Wind oft etwas ruhiger. Gegen Abend kann der Dunst zunehmen, besonders an der Küste.



