Die Kapverden sind kein klassisches Badeziel mit einer langen Promenade und einem einzigen Hauptort. Du reist hier von Insel zu Insel und bekommst pro Insel ein anderes Programm: Strandtage auf Sal und Boa Vista, Wanderungen auf Santo Antão, Vulkantouren auf Fogo, Musik und Stadtleben in Mindelo auf São Vicente. Genau deshalb passt das Archipel gut, wenn Du nicht nur am Hotelpool sitzen willst, sondern eine Mischung aus Meer, Bewegung und kurzen Ausflügen suchst. Für Familien sind vor allem Sal und Boa Vista einfach planbar, Paare schätzen die ruhigen Buchten und die kleinen Orte, und aktive Reisende kommen auf Santo Antão und Fogo auf ihre Kosten.
Die besten Dinge auf den Kapverden
1. Strandtage auf Sal und Boa Vista
Wenn Du auf den Kapverden vor allem Meer suchst, landest Du meist auf Sal oder Boa Vista. Santa Maria auf Sal ist der bekannteste Strandort. Hier gibt es einen breiten Sandstrand, ruhiges Wasser in geschützten Abschnitten und viele Unterkünfte in kurzer Laufweite. Auf Boa Vista sind Praia de Chaves und der lange Küstenabschnitt bei Santa Monica die erste Wahl, wenn Du breite Strände ohne dichten Betrieb magst. Für Familien ist das praktisch, weil die Wege kurz sind und Du keine komplizierten Transfers einplanen musst.
2. Windsurfen und Kitesurfen
Die Kapverden sind für Wind bekannt. Das macht vor allem Sal und Boa Vista interessant, aber auch São Vicente spielt bei guten Bedingungen mit. In Santa Maria findest Du mehrere Schulen und Verleiher, die Material und Kurse für Einsteiger anbieten. Die besten Monate hängen von Deiner Sportart ab, doch für viele Wassersportler liegt die starke Saison zwischen November und März. Wer schon sicher auf dem Brett steht, bekommt oft saubere Bedingungen, kurze Wege zum Spot und unkomplizierte Einstiege vom Strand aus.
3. Wandern auf Santo Antão und Fogo
Wer Bewegung sucht, sollte die windigen Badeinseln nicht mit den Wanderinseln verwechseln. Santo Antão ist die klare Nummer eins für Touren durch Schluchten, Terrassenfelder und kleine Bergdörfer. Die Wege rund um Paul und Ribeira Grande gehören zu den bekanntesten Routen. Fogo bietet mit dem Vulkan Pico do Fogo ein ganz anderes Bild: schwarze Hänge, Lavafelder und kleine Siedlungen am Kraterrand. Für beide Inseln gilt: gute Schuhe, Wasser und ein früher Start sind wichtiger als große Planung.
4. Städte, Musik und Abendleben in Mindelo
Mindelo auf São Vicente ist der beste Ort, wenn Du Stadtleben auf den Kapverden suchst. Die Hafenstadt hat Bars, Musikclubs, Märkte und eine gute Laufbarkeit im Zentrum. Vieles dreht sich hier um Live-Musik, Morna und ein entspanntes Abendprogramm. Tagsüber kannst Du den Markt besuchen, am Hafen entlanggehen oder einen Abstecher zu den Stränden in der Umgebung machen. Wer nicht jeden Tag nur Strand will, plant hier gern zwei bis drei Nächte ein.
5. Ausflug nach Cidade Velha und Santiago
Cidade Velha auf Santiago ist die historische Seite der Kapverden. Der Ort gehört zum UNESCO-Welterbe und ist für einen Tagesausflug gut machbar, wenn Du auf der Hauptinsel unterwegs bist. Hier bekommst Du Festungsreste, historische Plätze und einen kompakten Ort mit viel Geschichte. Auf Santiago liegt auch Praia, die größte Stadt des Landes. Für alle, die einen Kontrast zu den Strandinseln suchen, ist das der beste Einstieg in den Alltag der Kapverden.
6. Bootsausflüge, Schildkröten und Meerestouren
Rund um mehrere Inseln werden Bootstouren, Küstenfahrten und saisonale Beobachtungstouren angeboten. Auf Sal und Boa Vista gehören Katamaran-Ausflüge, Schnorchelstopps und Küstenfahrten zu den typischen Angeboten. In der richtigen Saison kannst Du auch Touren zur Schildkrötenbeobachtung finden. Wichtig ist, vor Ort genau zu prüfen, wie die Tour geführt wird. Auf den Kapverden ist das Angebot nicht überall gleich dicht, deshalb lohnt sich der Vergleich direkt am Hafen oder bei lokalen Anbietern.
Anreise und Erreichbarkeit
Für die meisten Reisen auf die Kapverden ist der Flug die einzige sinnvolle Option. Die Inseln liegen weit draußen im Atlantik, und die Anreise läuft fast immer über einen der internationalen Flughäfen auf Sal, Boa Vista oder Santiago.
Mit dem Flugzeug
Die wichtigsten Flughäfen sind Amílcar Cabral International Airport auf Sal, Aristides Pereira International Airport auf Boa Vista und Nelson Mandela International Airport auf Santiago. Für Strandurlaub ist Sal oft die einfachste Wahl, weil viele Pauschalreisen dort landen. Für Santiago nimmst Du eher den Flug, wenn Du Kultur, Rundreisen oder mehrere Inseln verbinden willst. Von Deutschland aus musst Du je nach Verbindung mit Direktflug oder Umstieg rechnen.
Mit Auto und Fähre innerhalb der Inseln
Auf den größeren Inseln kannst Du mit Mietwagen oder Taxi fahren. Auf Sal und Boa Vista sind die Wege überschaubar, doch viele Strecken abseits der Orte sind unbefestigt. Auf Santo Antão kommt man meist per Fähre ab São Vicente an. Wer Inselhopping plant, sollte Verbindungen nicht zu eng takten, weil Wetter und Fahrpläne den Ablauf verschieben können.
Mit der Bahn / dem ÖPNV
Eine Bahn gibt es nicht. Öffentliche Busse sind je nach Insel unterschiedlich gut nutzbar, aber für Urlauber oft weniger bequem als Transfer, Taxi oder Mietwagen. In Städten wie Mindelo oder Praia kommst Du zu Fuß und mit kurzen Taxifahrten meist gut zurecht.
Vor Ort bewegen / Parken
Am einfachsten bist Du mit gebuchtem Transfer oder Mietwagen unterwegs. Auf den Strandinseln sind viele Hotelbereiche und Badeorte gut erreichbar, aber nicht immer barrierearm. In den kleinen Orten ist Parken oft unkompliziert, solange Du nicht direkt im engsten Zentrum stehen willst. Wer nur einen Ort besucht, braucht meist kein Auto für jeden Tag.
Welche Insel passt zu welchem Urlaub?
Wenn Du zum ersten Mal auf die Kapverden reist, ist Sal die einfachste Insel. Wenn Du mehr sehen willst, kombiniere eine Badeinsel mit Santo Antão oder Santiago.
Die 6 besten Aktivitäten auf den Kapverden im Überblick
1. Strandtag in Santa Maria
Der Klassiker für den Einstieg. Der Ort auf Sal hat kurze Wege, viele Unterkünfte und einen breiten Strand mit ruhigen und lebhafteren Abschnitten. Für einen ersten Kapverden-Urlaub ist das die einfachste Basis.
2. Kitesurfen am Windspot
Auf Sal und Boa Vista findest Du gute Bedingungen für Wind- und Kitesport. Viele Schulen bieten Kurse für Anfänger und Materialverleih an. Die beste Zeit liegt oft im Winterhalbjahr.
3. Wanderung im Paul-Tal
Das Tal auf Santo Antão ist eine der bekanntesten Wanderregionen der Kapverden. Du gehst zwischen grünen Hängen, kleinen Dörfern und Feldern. Für Einsteiger sind geführte Touren oft die bessere Wahl.
4. Aufstieg am Pico do Fogo
Der Vulkan auf Fogo ist nur etwas für gute Kondition und ein klares Zeitfenster mit stabilem Wetter. Die Tour ist anspruchsvoll, aber landschaftlich sehr markant. Unten findest Du kleine Orte und Weinbauflächen.
5. Abend in Mindelo
In Mindelo kannst Du Musik, Bars und Hafenatmosphäre verbinden. Ein Abend in der Stadt passt gut nach einem Strandtag oder vor einer Weiterreise nach Santo Antão. Besonders lebhaft wird es oft am Wochenende.
6. Tagesausflug nach Cidade Velha
Der historische Ort auf Santiago ist kompakt und gut für einen halben Tag. Du bekommst Geschichte, kurze Wege und einen klaren Gegenpol zu den Strandinseln. Besonders sinnvoll ist der Besuch mit einer Inselrundreise.
Wo Du auf den Kapverden am meisten machen kannst
Wenn Du wenig Zeit hast, nimm eine Strandinsel. Wenn Du mehr sehen willst, kombiniere eine Strandinsel mit einer Wanderinsel.
Praktische Tipps für die Kapverden
- €Inseln mischen statt alles auf einer Insel suchen
Für den ersten Urlaub reicht oft eine Insel. Wenn Du länger bleibst, kombiniere eine Strandinsel mit Santo Antão oder Santiago. So bekommst Du mehr Abwechslung ohne zu viele Transfers.
- ✦Früh starten lohnt sich
Für Wanderungen und Bootstouren sind die ersten Stunden des Tages meist angenehmer. Es ist kühler, und Du hast oft klareres Licht für Fotos und weniger Wind am Morgen.
- +Wassersport nicht spontan unterschätzen
Wer kiten oder surfen will, sollte Wind, Lehrer und Material direkt vor Ort prüfen. Gute Spots sind schnell gefunden, aber nicht jeder Strandabschnitt ist für Anfänger geeignet.
- iGenug Bargeld mitnehmen
Gerade in kleineren Orten ist Kartenzahlung nicht überall sicher möglich. Auf Ausflügen und in einfachen Cafés ist Bargeld oft die schnellere Lösung.
- ⌘Transferzeiten nicht zu knapp planen
Zwischen Inseln, Flughafen und Unterkunft können Wartezeiten entstehen. Das gilt besonders, wenn Du Fähre und Flug kombinierst oder am selben Tag weiterreist.
- ♿Barrierefreiheit vorher prüfen
In den Strandorten ist vieles flach, aber nicht automatisch rollstuhlgerecht. Auf Wanderinseln und in Altstädten sind Wege oft uneben und steiler.
- ☀Der Wind ist Teil des Urlaubs
Auch an sonnigen Tagen kann es frisch werden. Eine leichte Jacke ist oft sinnvoll, vor allem am Abend, auf Booten und bei Ausflügen ins Innere der Inseln.
- ☂Regentage sind selten, aber möglich
Wenn das Wetter umschlägt, sind Stadtgänge, Märkte, Cafés und kurze Museumsbesuche eine gute Alternative. Für aktive Tage lohnt immer ein kleiner Plan B.



