Etwa eine Million Menschen nennen Ottawa ihr Zuhause – und irgendwie fühlt sich die Stadt so lebendig an, als würde sie nie ganz zur Ruhe kommen. Die Entscheidung, hier das politische Zentrum Kanadas zu etablieren, war clever: Die Lage ist ziemlich neutral, irgendwo zwischen Montreal und Toronto. So musste niemand sich bevorteilt fühlen, was die beiden Metropolen betrifft. Außerdem galt Ottawa damals als sicherer Rückzugsort – weit genug weg von der US-Grenze, um potenzielle Bedrohungen abzuhalten. Interessant ist auch der Rideau-Kanal, der hier schon seit den 1830ern existiert. Heute kannst du dir kaum vorstellen, wie wichtig dieser Wasserweg damals fürs Transportieren von Waren war – jetzt verwandelt er sich im Winter in eine gigantische Eisbahn, auf der Einheimische und Besucher gleichermaßen unterwegs sind.
Von hieraus regiert Kanada: Das Parlament mit seinen hohen Türmen, die Residenz des Generalgouverneurs Rideau Hall und zahlreiche Ministerien – all das macht Ottawa zu einem pulsierenden Ort der Macht. Nebenbei gibt’s Museen wie das Canadian Museum of History oder die National Gallery of Canada, die dich mit Kunst und Kultur versorgen. Meist kannst du dienstags bis sonntags reinschauen, Eintritt liegt so zwischen zehn und zwanzig kanadischen Dollar – gar nicht mal so üppig für das gebotene Erlebnis! Politische Debatten mischen sich hier mit Festivals und Events; ehrlich gesagt entsteht dadurch ein Flair, das man sonst nur in Hauptstädten spürt.
Alles in allem steckt hinter Ottawas Hauptstadtstatus mehr als nur eine geografische Wahl – es ist diese Kombination aus Sicherheit, zentraler Lage und kulturellem Leben, die diese Stadt einzigartig macht.