Der Opel-Zoo liegt an der Königsteiner Straße 35 in 61476 Kronberg im Taunus, rund 15 Kilometer nordwestlich von Frankfurt am Main, und gehört zu den großen Landschafts-Zoos in Hessen. Gestiftet wurde die Anlage 1956 von Georg von Opel, einem Enkel des Autobauer-Gründers Adam Opel, ursprünglich als Forschungsstätte für Wildtierhaltung. Heute leben auf rund 27 Hektar Taunus-Hang etwa 1.700 Tiere in 200 Arten, jährlich besuchen rund 750.000 Gäste den Zoo. Bekannteste Bereiche sind die 2014 erweiterte Asiatische Elefanten-Anlage, der Giraffen-Hang, die Schimpansen-Anlage, die Erdmännchen, der Streichelzoo und die Greifvogel-Voliere. Eine Besonderheit ist das integrierte Hessische Pony-Zucht-Zentrum mit eigenem Reitprogramm. Das Tagesticket kostet rund 19 Euro, die Anreise per S-Bahn S4 endet am Bahnhof Kronberg, von dort sind es 15 Minuten zu Fuß oder eine kurze Fahrt mit der Buslinie 261 bis zur Haltestelle Opel-Zoo.
Anreise und Erreichbarkeit
Der Opel-Zoo liegt am südlichen Taunus-Hang zwischen den Städten Kronberg, Königstein und Oberursel und ist von Frankfurt aus in unter 30 Minuten erreichbar. Das Einzugsgebiet umfasst die gesamte Rhein-Main-Region mit Frankfurt, Wiesbaden, Mainz, Bad Homburg und Hanau, in der mehr als fünf Millionen Menschen leben. Anreise per Auto, S-Bahn plus Bus oder zu Fuß vom Bahnhof Kronberg ist gleichermaßen üblich.
Mit dem Auto
Die Hauptachse ist die Bundesstraße B455, die von der Autobahn A66 in Frankfurt-Höchst über Königstein bis nach Kronberg führt und direkt am Zooeingang vorbeiläuft. Aus Richtung Frankfurt-Innenstadt ist die A66 Ausfahrt Frankfurt-Höchst die schnellste Verbindung, aus Richtung Wiesbaden führt die A66 mit Anschlussstelle Eppstein über die L3015 nach Kronberg. Aus dem Norden über die A5 nutzen Gäste die Ausfahrt Bad Homburg und fahren über Oberursel und die L3004 nach Kronberg. Kostenpflichtige Parkplätze für rund 800 Fahrzeuge liegen direkt am Haupteingang an der Königsteiner Straße, an Wochenenden und in den Schulferien sind zusätzliche Wiesenparkplätze geöffnet.
Mit der Bahn und dem ÖPNV
Vom Frankfurter Hauptbahnhof erreichen Gäste den Bahnhof Kronberg in rund 30 Minuten mit der S-Bahn S4 in Richtung Kronberg-Süd. Vom Bahnhof Kronberg führen zwei Wege zum Zoo: der Fußweg von rund 15 Minuten bergauf über die Bahnhofstraße und die Königsteiner Straße oder die Buslinie 261 in Richtung Königstein mit Halt direkt an der Haltestelle Opel-Zoo. Aus Bad Homburg und Oberursel verbindet ebenfalls die S-Bahn-Linie S5 mit Umstieg in Frankfurt oder die Buslinie 261 als durchgehende Verbindung. An Wochenenden im Sommer setzt der Verkehrsverbund Rhein-Main zusätzliche Busse zur Entlastung ein.
Mit dem Flugzeug
Der Flughafen Frankfurt (FRA) liegt rund 25 Kilometer südlich des Zoos. Vom Fernbahnhof Frankfurt Flughafen erreichen Gäste den Zoo per S-Bahn S8 oder S9 bis Frankfurt Hauptbahnhof und dort mit Umstieg in die S4 in rund 50 Minuten, per Taxi oder Mietwagen über die A5 und die A66 in etwa 30 Minuten außerhalb der Hauptverkehrszeiten.
Vor Ort bewegen und Parken
Innerhalb des Zoos legen Besucher alle Wege zu Fuß zurück. Das Gelände liegt am Taunus-Hang und weist von Süden nach Norden eine Höhendifferenz von rund 60 Metern auf, sodass einige Wege spürbar ansteigen. Die Hauptwege sind asphaltiert oder mit festem Belag versehen und für Kinderwagen und Rollstühle nutzbar, im oberen Bereich gibt es einzelne kurze Schotterabschnitte. Kinderwagen können kostenpflichtig am Eingang ausgeliehen werden, mehrere Spielplätze, Kioske und das Restaurant Sambesi am Giraffenhaus bieten Pausen. Behindertenparkplätze liegen direkt vor dem Haupteingang.
Die Highlights des Opel-Zoo
Der Opel-Zoo unterscheidet sich von klassischen Stadtzoos durch sein Landschafts-Konzept: die Tiere leben in besonders weit dimensionierten Gehegen, die in den natürlichen Taunus-Hang eingebettet sind. Sichtachsen über mehrere hundert Meter, Hänge und alter Baumbestand erzeugen den Eindruck eines naturnahen Tierparks und unterscheiden den Opel-Zoo deutlich von kompakten Innenstadt-Anlagen.
Die Elefanten-Anlage
Die Asiatische Elefanten-Anlage gehört zu den größten ihrer Art in Deutschland und wurde 2014 mit dem neuen Elefantenhaus Elefanten-Welt umfassend erweitert. Das Haus verfügt über eine große Außenanlage am Hang, ein wasserdurchflossenes Badebecken und einen einsehbaren Innenbereich, in dem die Tiere auch bei kalter Witterung beobachtet werden können. Der Opel-Zoo ist einer der wenigen Standorte in Deutschland, an denen Asiatische Elefanten regelmäßig erfolgreich Nachwuchs bekommen.
Giraffen, Antilopen und der Afrika-Hang
Auf dem südlich exponierten Afrika-Hang teilen sich Netzgiraffen, Watussi-Rinder, Zebras und Antilopen ein gemeinsames Großgehege mit weiten Sichtachsen. Das Giraffenhaus ist über eine Plattform begehbar und bringt Besucher fast auf Augenhöhe mit den Tieren. An diese Anlage angeschlossen liegt das Restaurant Sambesi mit Terrasse und direktem Blick auf die Giraffen.
Schimpansen, Erdmännchen und die kleineren Bewohner
Die Schimpansen-Anlage gehört seit der Gründungszeit zum Bestand und wurde mehrfach modernisiert. Daneben locken Erdmännchen-Gruppen, ein großer Streichelzoo mit Ziegen und Schafen sowie eine Greifvogel-Voliere mit Flugschau-Programm besonders Familien mit Kindern an. Weitere Bereiche sind Geparde, Nashörner, Kängurus, Trampeltiere, Strauße und das Tropenhaus mit Reptilien und Aquarien.
Die 6 Bereiche im Überblick
Elefanten-Welt
Eine der größten Anlagen für Asiatische Elefanten in Deutschland, 2014 erweitert. Großes Außenbecken, einsehbares Elefantenhaus, regelmäßige Zuchterfolge in einer mehrköpfigen Herde.
Afrika-Hang mit Giraffen
Südlich exponierte Großanlage mit Netzgiraffen, Watussi-Rindern, Zebras und Antilopen in Gemeinschaftshaltung. Begehbares Giraffenhaus und Blickachse vom Restaurant Sambesi.
Schimpansen-Anlage
Gehört zum historischen Kernbestand seit der Eröffnung 1956. Innen- und Außenbereich, regelmäßige Beobachtungsmöglichkeit der Familienstruktur einer mehrköpfigen Gruppe.
Greifvogel-Voliere und Flugschau
Begehbare Großvoliere mit heimischen und tropischen Greifvögeln, ergänzt durch eine tägliche Flugvorführung im Sommer mit Falken, Bussarden und Adlern auf der Schauwiese.
Streichelzoo und Erdmännchen
Kinder-Bereich mit Ziegen und Schafen zum Anfassen sowie mehrere Erdmännchen-Gruppen in eigenen Schauanlagen mit Glasscheiben für direkten Augenkontakt.
Hessisches Pony-Zucht-Zentrum
Integrierter Reit- und Zuchtbetrieb für hessische Ponyrassen mit eigenen Stallungen, Reithalle und einem Programm für Kinder an Wochenenden und in den Ferien.
Opel-Zoo im Vergleich zu anderen Zoos der Rhein-Main-Region
Der Opel-Zoo hat mit Abstand die größte Fläche pro Tier in der Rhein-Main-Region und positioniert sich klar als Landschafts-Zoo mit Familien-Charakter, während der Zoo Frankfurt als klassischer Großstadt-Zoo mehr Artenvielfalt auf kleinerer Fläche bietet.
Geschichte und Konzept
Die Gründung geht auf Georg von Opel zurück, einen Enkel des Rüsselsheimer Autobauer-Gründers Adam Opel. 1956 stiftete er das Gelände am Taunus-Hang als Forschungsstätte für die Haltung von Wildtieren, mit dem Ziel, die Zucht bedrohter Arten unter naturnahen Bedingungen zu erproben. Seit 1971 trägt eine gemeinnützige Stiftung die Anlage, die Familie Opel ist nicht mehr unmittelbar beteiligt, der Name als Ausdruck der Gründungsgeschichte ist geblieben. Über die Jahrzehnte hat sich der Zoo vom reinen Forschungsbetrieb zu einem öffentlichen Landschafts-Zoo mit klarem Bildungsauftrag entwickelt.
Das Landschafts-Konzept
Anders als klassische Stadtzoos verzichtet der Opel-Zoo bewusst auf eine kompakte Bauweise. Die Tiere leben in besonders weiten Gehegen, die in den vorhandenen Hang eingebettet sind, und die Wege führen entlang großzügiger Sichtachsen. Diese Bauweise kostet pro Tier deutlich mehr Fläche als bei Großstadt-Zoos, ermöglicht aber Tieren wie Giraffen, Geparden oder Elefanten ein verändertes Bewegungsverhalten und schafft für Besucher den Eindruck eines Wildparks.
Stiftung und Bildung
Trägerin ist die Von Opel Hessische Zoostiftung, die den Zoo ohne dauerhafte Subventionen aus der öffentlichen Hand betreibt. Einnahmen aus Eintritt, Gastronomie und Spenden tragen die laufenden Kosten und Investitionen wie den Bau der Elefanten-Welt 2014. Begleitend bietet die Stiftung Schulprogramme, eine zooeigene Erwachsenenbildung und in Kooperation mit der Frankfurter Goethe-Universität wissenschaftliche Projekte zu Wildtierhaltung und Verhaltensbiologie an.
Praktische Tipps für den Opel-Zoo
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Jahreskarte ab dem dritten Besuch lohnt
Das Tagesticket kostet rund 19 Euro pro Erwachsenem, die Jahreskarte rund 60 Euro. Wer den Zoo öfter als zweimal pro Jahr besucht, fährt mit der Jahreskarte günstiger, hat freien Eintritt in allen Saisons und parkt am gebührenpflichtigen Parkplatz oft günstiger.
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Vormittags zur Fütterung kommen
Die Hauptfütterungen bei Elefanten, Giraffen, Schimpansen und Greifvögeln finden zwischen 10 und 12 Uhr statt und sind die aktivste Phase des Tages. Wer vor 10 Uhr am Eingang steht, vermeidet außerdem den Andrang am Parkplatz und kommt entspannter an den Tieren entlang.
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Mit der S-Bahn anreisen und Parkstress sparen
An schönen Wochenenden im Frühjahr und Sommer ist der Hauptparkplatz mittags voll, Anreise per S-Bahn S4 bis Kronberg und 15 Minuten Fußweg oder Bus 261 sind die deutlich entspanntere Option. Das RMV-Tagesticket für die ganze Region kostet weniger als die Spritkosten plus Parkgebühr.
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Greifvogel-Flugschau im Sommer einplanen
Die Flugvorführung mit Falken, Bussarden und Adlern findet von April bis Oktober täglich nachmittags auf der Schauwiese statt. Die Plätze füllen sich rund 20 Minuten vorher, ein Sitzplatz ist nur in der ersten Reihe garantiert. Wer Kinder dabei hat, sollte vorher abklären, wann genau die Schau startet.
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Festes Schuhwerk wegen der Hanglage
Das Zoogelände liegt am Taunus-Hang und überwindet rund 60 Höhenmeter zwischen Eingang und oberem Bereich. Für lange Tage mit Kindern und mehreren Runden sind feste, bequeme Schuhe deutlich angenehmer als Sandalen, und ein Kinderwagen mit Bremse hilft auf den abschüssigen Abschnitten.
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♿
Barrierefreier Zugang gut, aber mit Steigung
Die Hauptwege sind asphaltiert und für Rollstühle und Kinderwagen befahrbar, die natürliche Hanglage erzeugt aber Steigungen von bis zu acht Prozent. Behindertenparkplätze liegen am Haupteingang, ein Leih-Rollstuhl kann gegen Pfand an der Kasse ausgeliehen werden.
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Frühjahr und Herbst besonders angenehm
April, Mai, September und Oktober sind die schönsten Monate im Opel-Zoo: die Tiere sind im milden Taunus-Klima aktiv, Schul-Andrang ist außerhalb der Ferien geringer, und der Taunus-Wald rund um den Zoo zeigt im Herbst spektakuläre Farben. Hochsommertage ab 30 Grad sind im offenen Gelände anstrengend.
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Regentage gehen, sind aber begrenzt
Der Opel-Zoo ist überwiegend ein Außen-Zoo mit wenigen Tierhäusern, bei Regen lohnt sich der Besuch trotzdem, weil viele Tiere aktiver sind als im Hochsommer. Einsehbare Innenbereiche bieten vor allem die Elefanten-Welt, das Giraffenhaus und das Tropenhaus, der Rest des Geländes erfordert wetterfeste Kleidung.
Insider-Tipps
Geheimtipp Pony-Zucht-Zentrum
Viele Tagesgäste laufen am Hessischen Pony-Zucht-Zentrum vorbei, weil es etwas abseits der Hauptachse liegt. Genau dort liegen Stallungen mit historischen hessischen Ponyrassen und an Wochenenden Reitprogramme für Kinder. Wer mit Familie kommt, sollte das Zentrum gleich als ersten Stopp einplanen, bevor die Kinder müde werden.
Geheimtipp Königstein und Burg Kronberg
Der Zoobesuch lässt sich gut mit einem Spaziergang durch die historische Altstadt von Kronberg mit der Burg Kronberg verbinden, die rund 1,5 Kilometer entfernt liegt. Wer einen ganzen Tag im Taunus plant, ergänzt mit einem Stopp in Königstein im Taunus mit Burgruine oder einer Wanderung auf dem Altkönig, dem 798 Meter hohen Berg direkt nördlich von Kronberg.



