Madeira ist die Hauptinsel der gleichnamigen Inselgruppe im Atlantik, rund 1.000 Kilometer südwestlich vom portugiesischen Festland. Für Dich ist der Name vor allem dann spannend, wenn Du Wandern, kurze Ausflüge mit viel Aussicht und gutes Essen verbinden willst. Die Insel ist knapp 742 Quadratkilometer groß, Funchal liegt als größter Ort an der Südküste, und viele Wege führen in weniger als einer Stunde vom Meer in die Berge. Am besten passt Madeira für Aktivurlauber, Paare, Best Ager und Familien mit Kindern, die gern draußen sind und auch mal einen steilen Pfad mitnehmen. Für einen ersten Überblick reichen oft fünf bis sieben Tage, wer Levadas, Gipfel und Küstenorte entspannt kombinieren will, plant besser eine Woche oder mehr.
Die wichtigsten Orte und Regionen auf Madeira
Funchal
Die Hauptstadt ist der beste Startpunkt für Deinen Madeira-Urlaub. Hier liegen Markt, Hafen, Promenade, Seilbahn, viele Restaurants und die meisten Hotels dicht beieinander. Für einen ersten Abend reicht oft ein Rundgang durch die Altstadt mit Essen in einer kleinen Taverne.
Pico do Arieiro und Zentralmassiv
Hier wird Madeira rauer und höher. Die Straße führt direkt in die Berge, und viele Touren starten an Punkten über 1.700 Meter Höhe. Bei klarer Sicht bekommst Du Fernblicke, bei Wolken oft dramatische Bedingungen mit schnellen Wetterwechseln.
Nordküste
Ribeira Brava, São Vicente, Seixal und Santana zeigen Dir eine andere Seite der Insel. Es ist grüner, oft kühler und meist ruhiger als im Süden. Gerade für Tagesausflüge lohnt sich die Nordseite, wenn Du Wasserfälle, Lavapools und kleine Orte suchst.
Westen um Porto Moniz
Im Westen wird die Fahrt kurviger, aber die Strecke ist stark. Porto Moniz steht für die Naturbecken aus Lavagestein, und die Küste ist ein guter Ort für einen langen Badetag mit Atlantikblick. Dazu kommen Steilküsten und wenige, aber schöne Pausenorte.
Ponta de São Lourenço
Der Ostzipfel sieht fast karg aus und hebt sich deutlich vom Rest der Insel ab. Die Halbinsel ist ein Klassiker für eine halbtägige Wanderung mit offener Landschaft, Wind und weiten Blicken auf beide Meeresseiten. Gute Schuhe und Wasser solltest Du mitnehmen.
Porto Santo als Ergänzung
Wenn Du einen ruhigen Strandtag willst, ist Porto Santo eine gute Ergänzung. Die Insel liegt östlich von Madeira und ist für ihren langen Sandstrand bekannt. Viele Reisende kombinieren ein paar Tage Madeira mit einem Abstecher dorthin.
Was Du auf Madeira konkret tun kannst
Die Tabelle hilft Dir bei der Tourenplanung. Funchal und die Südküste funktionieren auch ohne Mietwagen, für Bergland, Norden und Westen ist ein Auto deutlich entspannter.
Die 6 Aktivitäten auf Madeira im Überblick
Levada-Wanderung
Die Wasserkanäle ziehen sich über viele Kilometer durch die Insel. Beliebt sind Touren entlang der Levadas do Caldeirão Verde, dos 25 Fontes oder Nova, je nach Kondition und Saison. Viele Strecken sind kostenlos, geführte Touren kosten je nach Anbieter und Länge meist extra.
Marktbesuch in Funchal
Der Mercado dos Lavradores ist der bekannteste Markt der Insel. Hier bekommst Du Obst, Fisch, Gewürze und viele Mitbringsel. Für einen schnellen Besuch reicht oft eine Stunde, danach lohnt sich ein Abstecher in die Altstadt oder an den Hafen.
Bergtour zum Pico do Arieiro
Der dritthöchste Gipfel der Insel ist per Straße erreichbar. Schon die Anfahrt lohnt sich, weil Du schnell über die Wolken kommst. Für sportliche Reisende sind die Wege Richtung Pico Ruivo ein echter Höhepunkt, aber nur mit guter Planung und passender Ausrüstung.
Naturbecken in Porto Moniz
Die Lavapools sind eine gute Wahl für einen Badetag mit Atlantikblick. Die Becken füllen sich je nach Wetter und Wellengang unterschiedlich. Wenn Du früh kommst, ist es meist ruhiger, und Du findest leichter einen Platz zum Umziehen und Ausruhen.
Seilbahn und Gärten in Funchal
Die Fahrt nach Monte spart Höhenmeter und gibt Dir einen guten Blick über die Stadt. Oben kannst Du den Botanischen Garten oder den Monte Palace Garden besuchen. Das passt gut zu einem halben Tag, vor allem wenn das Wetter in den Bergen nicht stabil ist.
Wal- und Delfinbeobachtung
Rund um Funchal starten ganzjährig Touren aufs Meer. Die Chancen schwanken je nach Saison und Anbieter. Achte auf kleine Gruppen und nimm im Zweifel eine Jacke mit, denn auf dem Atlantik wird es schneller frisch als an Land.
Strände, Buchten und Badeplätze
Madeira ist keine typische Strandinsel mit langen Sandabschnitten. Dafür findest Du viele Orte zum Baden, Schnorcheln oder einfach für einen Blick aufs Meer. Die Küste besteht oft aus Fels, Kies, Naturbecken und kleinen Buchten. Wenn Du Sandstrand suchst, lohnt sich ein Abstecher nach Porto Santo.
Praia Formosa in Funchal
Der bekannteste Strand im Großraum Funchal besteht aus einer Mischung aus dunklem Sand und Kies. Der Abschnitt ist lang genug für einen Spaziergang, und entlang der Promenade findest Du Cafés und Restaurants. Für Familien ist der Zugang praktisch, auch wenn das Baden wegen Steinen und Wellengang nicht überall gleich angenehm ist.
Porto Moniz
Die Naturbecken sind der bekannteste Badeplatz der Westküste. Hier kommst Du nicht wegen feinem Sand her, sondern wegen der Kombination aus Lavagestein, Atlantik und geschütztem Wasser. Gerade an warmen Tagen ist das eine gute Pause nach einer Küstenfahrt.
Calheta
Calheta gilt als einer der wenigen Orte mit künstlich aufgeschüttetem Sandstrand auf Madeira. Der Bereich ist überschaubar, aber für Familien und Badegäste angenehm, wenn Du einen einfachen Zugang zum Wasser suchst. Durch den Hafencharakter wirkt der Ort weniger wild als die Nordküste.
Machico
Auch Machico bietet einen helleren Strandabschnitt mit geschützter Lage. Der Ort eignet sich gut für einen entspannteren Badestopp nahe dem Flughafen. Wenn Du nur einen kurzen Abstecher an den Strand planst, ist das oft praktischer als die kurvigeren Ziele an der Nordseite.
Anreise und Erreichbarkeit
Madeira erreichst Du fast immer per Flug. Der Flughafen Cristiano Ronaldo liegt östlich von Funchal bei Santa Cruz. Vor Ort kommst Du mit Mietwagen, Transfer oder Linienbus weiter. Für viele Ausflüge ist ein Auto bequem, aber nicht zwingend nötig, wenn Du nur Funchal und die nähere Südküste sehen willst.
Mit dem Auto
Auf Madeira selbst ist ein Mietwagen die flexibelste Lösung. Die Schnellstraße VR1 verbindet viele Orte an der Südküste, dazu kommen kürzere Tunnel und kurvige Bergstraßen ins Inselinnere. Für den Start ab dem Flughafen ist Funchal meist in rund 20 bis 30 Minuten erreichbar, je nach Unterkunft und Verkehr. In den Bergen solltest Du mit engen Kurven, wenig Platz zum Wenden und wechselndem Wetter rechnen.
Mit der Bahn / dem ÖPNV
Eine Bahn gibt es auf Madeira nicht. Zwischen den Orten fahren Busse, vor allem an der Südküste. Für Funchal, Câmara de Lobos, Santa Cruz und Machico ist das brauchbar, für Levada-Startpunkte, Bergstraßen und abgelegene Naturbecken eher eingeschränkt. Wenn Du ohne Auto reist, plane Tagesausflüge am besten mit viel Puffer.
Mit dem Flugzeug
Der wichtigste Flughafen ist FNC auf Madeira. Direktflüge gibt es je nach Saison und Abflughafen, sonst reist Du über Lissabon, Porto oder andere europäische Drehkreuze. Von Deutschland aus sind Hamburg, Berlin und München meist mit Umstieg realistisch, die reine Reisezeit liegt dann oft bei vier bis sechs Stunden plus Wartezeit.
Vor Ort bewegen / Parken
Parkplätze sind in Funchal, an Aussichtspunkten und an beliebten Wanderstarts oft knapp, aber nicht unmöglich. In der Stadt helfen Parkhäuser und Tiefgaragen. Für Bergtouren solltest Du früh starten, weil die kleinen Parkflächen an bekannten Punkten schnell voll sind. Busse sind auf Madeira sinnvoll für kurze Strecken, ersetzen aber kein Auto für alle Touren.
Unterkunft: Wo Du auf Madeira gut wohnst
Die beste Basis ist für viele Reisende Funchal, weil Du dort Restaurants, Busse, Hafen und viele Ausflüge direkt vor der Tür hast. Wenn Du es ruhiger willst, sind Calheta, Ribeira Brava oder Orte an der Ostküste interessant. Für Wanderurlaub sind Unterkünfte mit Parkplatz und frühem Frühstück besonders praktisch.
Für Stadt und kurze Wege
In Funchal findest Du Stadthotels, kleinere Boutique-Häuser und Apartments mit guter Lage. Sinnvoll sind Unterkünfte in Gehweite zur Altstadt oder zum Hafen, wenn Du abends gern zu Fuß essen gehst. Wer ohne Mietwagen reist, profitiert von zentralen Lagen deutlich.
Für Wellness und Ruhe
Außerhalb der Innenstadt gibt es Häuser mit Meerblick, Pools und größerem Abstand zum Trubel. Das passt gut, wenn Du tagsüber Touren machst und am Abend einfach auf der Terrasse sitzen willst. Achte bei der Buchung auf Parkplätze, denn gerade an der Küste ist das nicht überall bequem.
Für Wanderurlaub
Für aktive Tage sind Unterkünfte mit guter Straßenanbindung wichtig. Orte wie São Vicente, Santana, Calheta oder die Randlagen von Funchal funktionieren gut als Stützpunkt, wenn Du verschiedene Inselteile sehen willst. Für sehr frühe Startzeiten lohnt sich ein Hotel mit Frühstück vor 8 Uhr oder ein Apartment mit Küche.
Insider-Tipps für Madeira
Früh am Markt
Der Mercado dos Lavradores ist am Morgen am lebendigsten. Später wird es voller und touristischer. Wenn Du frisches Obst sehen oder kaufen willst, geh eher früh hin und plane danach direkt einen Kaffee in der Altstadt.
Wetterwechsel einplanen
Auf Madeira kann es im Süden sonnig sein, während oben in den Bergen Nebel hängt. Pack deshalb immer eine leichte Jacke ein. Das spart Dir Umwege, wenn Du spontan von Funchal ins Hochland fährst.
Porto Santo nicht vergessen
Wenn Du nach der Wanderwoche einen echten Badetag willst, ist Porto Santo eine gute Ergänzung. Der Sandstrand dort ist deutlich länger als auf Madeira selbst. Für viele Reisende ist das die angenehmste Kombination aus Aktivurlaub und Pause.
Madeira für 5 Tage oder 10 Tage?
Praktische Tipps für Madeira
- €Mietwagen früh buchen
In Ferienzeiten und zur Blütezeit steigen die Preise spürbar. Wenn Du flexibel bleiben willst, lohnt sich die Buchung direkt nach den Flügen.
- ✦Wanderwege nach Wetter wählen
In den Bergen kann es glatt und neblig werden. Such Dir lieber eine Route im Süden oder eine Küstenwanderung, wenn die Gipfel wolkenverhangen sind.
- +Funchal als Basis nutzen
Wenn Du nur ein paar Tage auf Madeira bist, sparst Du mit einer Unterkunft in der Hauptstadt viel Zeit. Von dort kommst Du gut zu Markt, Hafen, Seilbahn und vielen Touren.
- iWetterjacke einpacken
Auch im Sommer kann es auf dem Pico do Arieiro kühl sein. Für Bergtouren reicht oft schon eine leichte, winddichte Schicht.
- ⌘Früh starten lohnt sich
An Aussichtspunkten, bei beliebten Levadas und in Porto Moniz ist am Vormittag meist mehr Ruhe. Außerdem findest Du leichter Parkplätze und bessere Fotobedingungen.
- ♿Barrierefreiheit prüfen
Viele Bergwege sind steil und schmal. Für einen barriereärmeren Tag sind Funchal, die Promenade und einige Gärten deutlich besser geeignet.
- ☀Blütezeit clever nutzen
Im Frühling ist Madeira besonders grün und blüht in vielen Gärten sichtbar. Das ist eine starke Zeit für Spaziergänge, Fotostopps und leichte Wanderungen.
- ☂Schlechtwetter-Plan haben
Wenn oben Nebel hängt, funktionieren Markt, Museen, Gärten und die Küste oft trotzdem gut. So verlierst Du keinen Urlaubstag.
Typische Fragen zu Madeira
Wenn Du Madeira zum ersten Mal planst, willst Du meist vor allem wissen, wie viel Zeit sinnvoll ist, ob ein Auto nötig ist und welche Region sich als Basis eignet. Genau daran solltest Du die Buchung ausrichten.
Funchal oder lieber außerhalb?
Für den ersten Madeira-Urlaub ist Funchal oft die einfachste Wahl. Du hast kurze Wege, viele Restaurants und gute Ausflugsmöglichkeiten. Wenn Du mehr Ruhe willst, nimm eine Unterkunft an der Südküste oder in einem kleineren Ort mit Parkplatz.
Auto oder ohne Auto?
Ohne Mietwagen geht Madeira, wenn Du vor allem in Funchal bleibst oder einzelne Ausflüge buchst. Für Levada-Startpunkte, Bergstraßen und mehrere Küstenabschnitte am selben Tag ist ein Auto aber klar praktischer.
Ist Madeira familiengeeignet?
Ja, wenn Deine Familie gern draußen unterwegs ist und kein Problem mit Fahrten durch Kurven hat. Gute Ziele sind Funchal, Calheta, Machico, die Seilbahn nach Monte und kurze Naturbecken-Besuche. Anspruchsvolle Bergtouren sind eher etwas für ältere Kinder und Jugendliche.
Kann man auf Madeira baden?
Ja, aber die Insel ist eher für Naturbecken, kleine Buchten und einige Strände mit dunklem Sand oder Kies bekannt. Für klassischen Sandstrand ist Porto Santo deutlich passender.
Wie viel Zeit sollte ich für Madeira einplanen?
Für einen ersten Eindruck reichen fünf bis sieben Tage. Wenn Du Wandern, Baden und mehrere Regionen entspannt verbinden willst, sind zehn Tage deutlich angenehmer.



