Kolmårdens djurpark liegt an der Adresse Kolmårdens djurpark, 618 92 Kolmården in der schwedischen Provinz Östergötland rund 150 Kilometer südwestlich von Stockholm und 30 Kilometer östlich von Norrköping am Nordufer des Bråviken-Fjords. Der Park öffnete 1965 und ist mit rund 140 Hektar bewaldeter Fläche, rund 750 Tieren in 110 Arten und circa 600.000 Besuchern pro Jahr der größte Wildpark Skandinaviens und einer der bedeutendsten Zoos Nordeuropas. Betreiber ist seit Jahrzehnten Parks and Resorts Scandinavia mit Sitz in Stockholm — dieselbe Gruppe führt auch Gröna Lund, Skara Sommarland und Furuvik. Die Sammlung umfasst afrikanische Großtiere wie Löwen, Geparden und Giraffen, nordische Fauna mit Wölfen, Bären und Luchsen, ein bis vor wenigen Jahren betriebenes Eisbär-Gehege und ein nach wie vor diskutiertes Delfinarium mit Show-Programm. Die international berühmteste Attraktion ist die Safari-Seilbahn mit Sechs-Personen-Gondeln, die minutenlang über die Großraubtier-Gehege schwebt — daneben steht im selben Park-Areal mit Wildfire eine der besten Holzachterbahnen Europas, eine RMC-Konstruktion aus 2016 mit drei Inversionen und einer aggressiven Streckenführung im Wald.
Anreise und Erreichbarkeit
Kolmården liegt mitten im namensgebenden Kolmårdens-Wald auf der schmalen Landzunge zwischen dem Bråviken-Fjord im Süden und der Provinzgrenze nach Södermanland im Norden. Die Anreise ist eindeutig auto-orientiert ausgelegt, denn der Park liegt im dünn besiedelten Übergang zwischen Norrköping und der Ostsee und bietet rund 30 Kilometer entfernt mit Norrköping den einzigen größeren Verkehrsknoten in fußläufiger ÖPNV-Reichweite. Wer ohne Auto anreist, sollte den Bus 433 ab Norrköping Resecentrum fest in die Tagesplanung einbauen — die Anfahrt dauert rund 40 Minuten und ist die einzige Direktverbindung zum Parkeingang.
Mit dem Auto
Von Stockholm aus führt die E4 in rund anderthalb bis zwei Stunden nach Süden bis kurz vor Norrköping, dort wird auf die Anschlussstelle Kolmården abgefahren und über die Landstraße 209 weiter rund fünfzehn Kilometer in den Wald zum Parkeingang. Aus Deutschland erreicht man Kolmården am bequemsten über die Fähre Travemünde-Trelleborg oder Rostock-Trelleborg und dann rund 350 Kilometer auf der E4 nach Norden — die Gesamt-Fahrzeit ab Hamburg liegt mit Fähre und Autoanteil bei rund achtzehn bis zwanzig Stunden. Parkplätze gibt es großzügig direkt am Eingang, das Tagesparken kostet rund 100 schwedische Kronen.
Mit der Bahn und dem ÖPNV
Norrköping Central liegt an der schwedischen Hochgeschwindigkeits-Hauptstrecke zwischen Stockholm und Malmö und wird von den SJ-Schnellzügen X 2000 sowie InterCity-Zügen mehrmals pro Stunde bedient — die Fahrt ab Stockholm Central dauert rund eine Stunde, ab Malmö rund zweieinhalb Stunden. Vom Norrköping Resecentrum direkt am Bahnhof fährt der Bus 433 mehrmals täglich zum Parkeingang Kolmårdens djurpark, die Fahrzeit beträgt rund vierzig Minuten und der Fahrplan ist eng auf die Park-Öffnungszeiten abgestimmt. Wer aus Deutschland mit der Bahn anreist, kommt mit den SJ-Snälltåget-Nachtzügen ab Berlin und Hamburg über Malmö nach Stockholm in rund vierzehn bis sechzehn Stunden und steigt dann in Norrköping um.
Mit dem Flugzeug
Der wichtigste Flughafen für Kolmården ist Stockholm Arlanda rund 200 Kilometer nördlich des Parks, von dort führt der Arlanda Express in 20 Minuten zum Stockholmer Hauptbahnhof und weiter mit dem SJ-Zug nach Norrköping. Aus Deutschland fliegen Direktverbindungen aus Frankfurt, München, Berlin und Hamburg in rund zwei Stunden nach Arlanda. Alternativ landet man kleiner auf dem Flughafen Norrköping Kungsängen, der allerdings nur wenige innerschwedische Verbindungen bedient und kaum eine Option für deutsche Reisende ist.
Vor Ort bewegen und Parken
Das Parkgelände erstreckt sich über 140 Hektar Mischwald mit deutlichen Höhenunterschieden — die Wege sind asphaltiert oder mit Sand befestigt, aber zwischen Eingang, Safari-Gondel-Station, Delfinarium und Wildfire-Coaster sollte man zu Fuß deutliche Strecken einplanen. Im Park selbst gibt es einen Bähnchen-Shuttle, der die wichtigsten Bereiche verbindet, und für mobilitätseingeschränkte Gäste ein eigenes Programm mit Rollstuhl-Verleih am Eingang. Die Safari-Gondel-Bahn ersetzt für rund anderthalb Kilometer den Fußweg über die Großraubtier-Gehege und ist gleichzeitig Transport und Attraktion. Behindertenparkplätze sind direkt am Haupt-Eingang reserviert.
Tiersammlung und Schwerpunkte
Kolmården hält mit rund 750 Tieren in 110 Arten eine der größten und vielfältigsten Sammlungen Nordeuropas. Der Park gliedert sich in mehrere Themen-Bereiche, die die Tiere geografisch und klimatisch zusammenfassen — afrikanische Savanne, arktische Region, nordische Wildnis, Tropen-Areal mit Delfinarium und Greifvogel-Anlage. Diese geographische Trennung erleichtert auch die Besucherführung über das große Gelände und gibt dem Park einen erkennbar zoologischen Bildungsanspruch jenseits reiner Show-Unterhaltung.
Afrikanische Großtiere
Im südlichen Teil des Parks erstrecken sich die Savannen-Gehege mit Löwen, Geparden, Giraffen, Zebras und Antilopen über mehrere Hektar — sie sind das Kerngebiet der Safari-Gondel-Bahn, die hier minutenlang über das Gelände schwebt und die Tiere von oben sichtbar macht, ohne den Tieren den Boden zu nehmen. Die Löwen-Gruppe gehört zu den größten in Skandinavien und wird im Rahmen des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms koordiniert, die Geparden-Anlage wurde in den letzten Jahren mehrfach erweitert.
Nordische Fauna
In den Wald-Bereichen abseits der Safari liegen Gehege für Wölfe, Braunbären, Luchse, Vielfraße und Elche — typische Vertreter der skandinavischen Wildnis. Die Wolfsanlage ist besonders aufwändig gestaltet und Teil eines Forschungs- und Auswilderungs-Programms, das mit schwedischen Naturschutz-Behörden zusammenarbeitet. Bären und Luchse leben in großzügigen Waldgehegen, die der natürlichen Umgebung außerhalb des Parks ähneln.
Eisbären und arktische Tiere
Bis 2024 lebte in Kolmården der norwegische Eisbär Anus, der zuvor aus dem norwegischen Polar Park nach Schweden umgezogen war. Inzwischen ist die Eisbärenhaltung aus Tierschutz-Gründen abgeschafft worden, weil das Klima in Östergötland und die Gehege-Größe nach heutigen Maßstäben als nicht artgerecht gelten. Auch andere skandinavische Wildparks haben in den letzten Jahren ihre Eisbärenhaltung beendet oder Tiere an spezialisierte Anlagen in nördlicheren Breiten abgegeben.
Delfinarium und Greifvögel
Das Delfinarium ist seit Jahrzehnten Park-Attraktion und gleichzeitig der umstrittenste Bereich des Zoos — Show-Programme mit dressierten Großen Tümmlern stehen international in der Kritik, Kolmården argumentiert mit Bildungs- und Forschungs-Auftrag. Die Greifvogelshow zeigt Adler, Falken und Bussarde im Freiflug über das Areal und gilt als handwerklich gut gemacht, vergleichbar mit den Programmen großer mitteleuropäischer Falknereien.
Die Safari-Seilbahn als Park-Wahrzeichen
Die Safari-Gondel-Bahn ist die international bekannteste Attraktion Kolmårdens und gleichzeitig ein Stück Zoo-Architektur, das es so kaum ein zweites Mal in Europa gibt. Sechs-Personen-Gondeln gleiten in mehreren Metern Höhe über die Großraubtier-Gehege — Besucher schauen aus der Vogelperspektive in das Tigergehege, das Wolfsareal und den Löwenbereich, ohne Zäune und ohne Massendrang auf den Wegen darunter. Die Fahrt dauert je nach Strecke zwischen acht und zwölf Minuten und ist im Park-Eintritt enthalten. Auf dem Streckenverlauf liegt auch eine Station, an der man aussteigen und einzelne Bereiche zu Fuß ergänzen kann. Aus zoologischer Sicht ist die Konstruktion bemerkenswert, weil sie den Tieren ihre vollständige Bodenfläche lässt und gleichzeitig die Besucher-Ströme entzerrt — das Konzept ist Vorbild für ähnliche Projekte in einigen amerikanischen und asiatischen Großzoos.
Wildfire — die Holzachterbahn im Wildpark
Eine Besonderheit Kolmårdens ist, dass mitten im Wildpark seit 2016 mit Wildfire eine der besten Holzachterbahnen Europas steht — eine Konstruktion von Rocky Mountain Construction aus dem amerikanischen Bundesstaat Idaho, die in Branchen-Rankings regelmäßig unter den Top 10 Holzcoastern weltweit auftaucht. Die Bahn ist 1.190 Meter lang, erreicht eine Höhe von 56 Metern und eine Streckengeschwindigkeit bis 113 km pro Stunde, dazu kommen drei Inversionen — eine Premiere für Holzachterbahnen in Skandinavien. Die Strecke führt durch dichten Mischwald und mündet in einen 83-Grad-Drop, der zu den steilsten Holzcoaster-Abfahrten Europas zählt. Wildfire ist die einzige große Themenpark-Attraktion in einem zoologischen Garten Nordeuropas und macht Kolmården für Coaster-Enthusiasten zur Pflicht-Adresse.
Safari-Gondel-Bahn
Sechs-Personen-Gondeln schweben über Löwen, Tiger und Wolfsgehege. Fahrzeit acht bis zwölf Minuten, im Eintritt enthalten und gleichzeitig Transport und Attraktion.
Wildfire-Holzachterbahn
RMC-Konstruktion von 2016, 56 Meter hoch, drei Inversionen, 83-Grad-Drop. Eine der besten Holzachterbahnen Europas mitten im Wildpark-Areal.
Delfinarium-Show
Show-Programm mit Großen Tümmlern, international kontrovers diskutiert. Mehrere Vorstellungen täglich, Saison April bis Oktober.
Greifvogelshow
Adler, Falken und Bussarde im Freiflug über das Park-Areal. Handwerklich gut gemachte Vorführung, vergleichbar mit großen mitteleuropäischen Falknereien.
Tiger-Encounter
Begegnungs-Programm im Tigerbereich, Aufpreis und vorab buchbar. Aus Tierschutz-Sicht umstritten, weil Encounter-Formate generell kritisch gesehen werden.
Nordische Wildnis-Gehege
Wolfsanlage, Braunbären, Luchse und Vielfraße in großzügigen Waldgehegen. Forschungs-Programm mit schwedischen Naturschutz-Behörden, im Rundweg gut zu Fuß zu erschließen.
Park-Bereiche im Vergleich
Die Park-Bereiche unterscheiden sich deutlich in Aufwand, Dauer und Familien-Tauglichkeit — für einen Tagesbesuch lassen sich realistisch drei bis vier der fünf Bereiche kombinieren.
Geschichte und Trägerschaft
Kolmårdens djurpark öffnete 1965 als eines der ersten Safari-orientierten Wildtier-Konzepte Skandinaviens. Initiatoren waren der Industrielle Ulf Eklund und eine Gruppe Wirtschaftsleute aus Östergötland, die das damals revolutionäre Konzept eines begehbaren Großtier-Parks mit Auto-Safari und späteren Gondel-Übergängen aufbauten. Bis in die 1980er-Jahre war der Park in regionaler Hand, danach wurde er in mehreren Schritten an die heutige Parks and Resorts Scandinavia angeschlossen — dieselbe Stockholmer Gruppe, die auch Gröna Lund, Skara Sommarland und Furuvik betreibt. Die Safari-Gondel-Bahn entstand in den 1970er-Jahren als Reaktion auf Sicherheitsbedenken bei klassischen Auto-Safaris und ist seit Jahrzehnten Markenzeichen Kolmårdens. Wildfire kam 2016 hinzu und markierte eine erste große Investition jenseits der klassischen Zoo-Domäne — die Park-Gruppe testete damit den Schritt vom reinen Wildpark zum Hybrid aus Zoo und Themenpark, der heute Kolmårdens internationales Profil ausmacht.
Praktische Tipps für Kolmården
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Online-Ticket spart Wartezeit und Geld
Der Tageseintritt liegt bei rund 50 Euro, online vorab gebuchte Tickets sparen rund zehn Prozent gegenüber dem Tageskassen-Preis und vermeiden die Schlange am Park-Eingang. Familien-Tickets sind separat ausgewiesen und lohnen sich ab zwei Erwachsenen plus zwei Kindern.
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Wildfire in der ersten Stunde fahren
Die RMC-Holzachterbahn hat in der ersten Stunde nach Park-Öffnung die kürzesten Wartezeiten — wer Coaster-Schwerpunkt setzt, geht direkt nach Eingang zu Fuß zur Wildfire-Station und fährt mehrfach hintereinander. Spätere Phasen lassen sich dann für Zoo-Bereiche nutzen.
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Safari-Gondel-Bahn zur Mittagszeit
Die Sechs-Personen-Gondeln laufen den ganzen Tag, aber zur Mittagszeit sind die Großraubtiere häufig aktiv und besser sichtbar als am späten Nachmittag bei größerer Hitze. Die Fahrt dauert acht bis zwölf Minuten und ist im Eintritt enthalten.
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Fütterungs-Zeiten beachten
Die Park-App und die Eingangs-Tafel zeigen tagesaktuelle Fütterungs-Zeiten für Löwen, Bären, Wölfe und Geparden. Wer ein bis zwei Schwerpunkte plant, kann seine Park-Tour an diesen Zeitpunkten ausrichten — sonst läuft man häufig parallel zu inaktiven Tieren.
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⌘
Park-Bähnchen für lange Strecken
Zwischen Eingang, Wildfire, Delfinarium und Greifvogel-Bühne liegen mehrere hundert Meter Weg mit Höhenunterschieden. Der Park-Bähnchen-Shuttle fährt im 15-Minuten-Takt und ist im Eintritt enthalten — sinnvoll besonders mit Kleinkindern und an heißen Sommertagen.
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Barrierefreiheit am Eingang anmelden
Rollstühle und elektrische Mobil-Hilfen stehen am Eingang zum Verleih bereit, allerdings nur in begrenzter Anzahl — Voranmeldung über das Park-Service-Center wird empfohlen. Die Safari-Gondel-Bahn ist mit Einschränkungen rollstuhltauglich, Wildfire dagegen nicht zugänglich.
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Saison Mai und September meiden Wartezeiten
Hauptsaison sind Juli und August mit den schwedischen Sommerferien, dann sind die Wartezeiten bei Wildfire und Delfinarium am längsten. Mai, Juni und September bieten meist gutes Wetter und deutlich entspannteren Park-Betrieb — ideal für Erwachsene ohne Schulkinder.
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Regen-Strategie mit Indoor-Bereichen
Bei Schauern lassen sich Delfinarium, Tropen-Haus und Tiger-Encounter als wettergeschützte Park-Bereiche kombinieren — die meisten Außen-Gehege bleiben auch im Regen geöffnet, allerdings sind die Tiere häufiger im Rückzugs-Bereich. Regenjacke und festes Schuhwerk sind Pflicht.
Insider-Tipps
Park-Hotel oder Camping
Direkt am Park betreibt Parks and Resorts Scandinavia das Kolmårdens Vildmarkshotell mit Blick auf den Bråviken-Fjord und ein angeschlossenes Camping-Areal mit Stell- und Mietplätzen. Beide Optionen erlauben einen ruhigeren Park-Beginn ohne lange Anreise am Morgen und sind in Hauptsaison frühzeitig ausgebucht.
Kombination mit Norrköping
Norrköping ist eine industriegeschichtlich spannende Stadt mit dem renovierten Hafenviertel Industrilandskapet und einer kompakten Innenstadt — wer Kolmården mit Stadt-Besuch kombiniert, hat ein gut funktionierendes Programm für ein verlängertes Wochenende.





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