Gran Canaria ist für Strandurlaub praktisch gemacht: Im Norden liegt die Stadtstrand-Bucht Las Canteras in Las Palmas, im Süden warten Maspalomas, Amadores, Playa del Inglés und kleine Buchten mit ruhigem Wasser. Für Familien sind die geschützten Badezonen interessant, für Paare die Promenaden und Sonnenuntergänge, für Aktivurlauber die Surf- und SUP-Spots. Die Insel ist ganzjährig gut bereisbar, wirklich entspannt wird es aber oft von November bis Mai, wenn die Temperaturen angenehm sind und das Meer noch warm genug bleibt. Wer nicht nur am Hotelpool sitzen will, findet hier kurze Wege zwischen Strand, Restaurants, Dünen und Ausflügen ins Inselinnere.
Die 7 Orte im Überblick
Las Canteras in Las Palmas
Der Stadtstrand ist lang, gut organisiert und an vielen Stellen windgeschützt. Auf rund 3 km findest Du Promenade, Cafés, Rettungsschwimmer und flache Badezonen.
Maspalomas und Playa del Inglés
Die Dünen ziehen sich über mehrere Quadratkilometer. Am Rand liegen breite Strände, Hotels und lange Wege für Spaziergänge bei Sonnenuntergang.
Playa de Amadores
Die künstlich geschützte Bucht im Südwesten hat ruhiges Wasser und feinen Sand. Für Familien und Badelustige ohne Wellenstress ist das oft die einfachste Wahl.
Playa de Mogán
Der Strand liegt am Hafenort Puerto de Mogán. Hier kombinierst Du Baden mit Hafenpromenade, kleinen Restaurants und kurzen Wegen.
Puerto Rico
Der Strand ist klein, geschützt und sehr touristisch geprägt. Wer Sonne, Liegen und Wassersport sucht, ist hier schnell am Ziel.
San Agustín
Ruhiger als Playa del Inglés, mit dunklerem Sand und entspannterem Tempo. Gut für Gäste, die Strandtage ohne großen Trubel mögen.
Anfi del Mar
Die Bucht ist klein, hell und ordentlich angelegt. Das Wasser ist meist ruhig, drumherum gibt es Hotels und Strandservice.
Strände und Küstenorte für Deinen Gran-Canaria-Urlaub
Las Canteras Strand: Stadtstrand mit kurzer Wege-Kette
Las Canteras liegt in Las Palmas de Gran Canaria und ist einer der praktischsten Strände der Insel. Die Bucht ist rund 3 km lang, die Promenade läuft direkt daneben, und viele Abschnitte eignen sich gut zum Baden, Spazieren und für den Abend im Café. Das vorgelagerte Riff beruhigt das Wasser in vielen Bereichen. Genau das macht den Strand für Familien und für alle interessant, die nicht jeden Tag mit starkem Wellengang rechnen wollen.
Am westlichen Ende wird es sportlicher. Dort gehen Surfer, Schnorchler und Stand-up-Paddler häufiger ins Wasser. In der Hauptzone stehen Strandliegen, Duschen und Restaurants dicht beieinander. Wenn Du Stadt und Strand kombinieren willst, ist Las Canteras fast immer der einfachste Startpunkt auf Gran Canaria.
Maspalomas Dünen: Sand, Weite und der lange Weg bis zum Wasser
Die Maspalomas Dünen liegen im Süden und gehören zu den bekanntesten Naturflächen der Insel. Das Schutzgebiet ist mehrere Quadratkilometer groß. Zwischen den Sandhügeln läufst Du auf weichem Untergrund, daneben liegen Strandabschnitte, die sich über viele Kilometer ziehen. Besonders am frühen Morgen oder kurz vor Sonnenuntergang ist hier mehr Platz als später am Tag.
Direkt am Rand findest Du Hotels, Strandzugänge und die Wege zum Leuchtturm von Maspalomas. Wer gern fotografiert oder lange spaziert, ist hier richtig. Für kleine Kinder ist der Sand toll, aber der Weg durch die Dünen kann an heißen Tagen anstrengend werden. Wasser, Kopfbedeckung und ein früher Start helfen deutlich.
Playa de Amadores: ruhige Bucht mit viel Komfort
Playa de Amadores liegt an der Südwestküste zwischen Puerto Rico und Tauro. Die Bucht ist künstlich angelegt und mit Wellenbrechern geschützt. Deshalb ist das Wasser meist ruhiger als an offenen Atlantikstränden. Der Sand ist hell, der Einstieg ins Meer angenehm flach, und rund um die Bucht gibt es Liegen, Restaurants und einfache Wege ohne lange Anstiege.
Wenn Du mit Kindern reist oder einfach entspannt schwimmen willst, ist Amadores eine der unkompliziertesten Optionen. Der Strand selbst ist nicht groß. Genau das ist sein Vorteil. Alles wirkt nah beieinander, und Du musst nicht viel organisieren, bevor der Badetag losgeht.
Playa de Mogán: kleiner Strand am Hafenort
Playa de Mogán liegt in Puerto de Mogán, einem Ort mit niedrigen Häusern, Kanälen und einem kleinen Hafen. Der Strand ist überschaubar, gut geschützt und ideal für Gäste, die es ruhiger mögen als in den großen Ferienzonen. Der Ort lässt sich gut zu Fuß erkunden. Strand, Hafen, Restaurants und Bootsanleger liegen nah beieinander.
Für einen halben Strandtag mit Mittagessen reicht Mogán völlig aus. Wer gern bummelt, bleibt später noch an der Promenade oder setzt sich in ein Café am Wasser. Der Strand selbst ist kein Ort für Wellenjagd. Er ist eher die bequeme Lösung für Badetage mit wenig Aufwand.
Puerto Rico Strand: kompakt, sonnig, sehr touristisch
Puerto Rico liegt ebenfalls im Südwesten und ist ein typischer Ferienort mit einer kleinen Bucht. Der Strand ist durch die Lage geschützt, darum ist das Wasser oft ruhiger als an den offenen Küstenabschnitten. Rundherum findest Du Hotels, Bars, Läden und Anbieter für Ausflüge und Wassersport. Wer viel Service direkt am Strand möchte, wird hier schnell fündig.
Der Ort ist deutlich dichter bebaut als Mogán oder Amadores. Dafür sind Wege kurz und alles läuft auf Urlaubsbetrieb. Wenn Du einen Strandtag mit Jetski, Parasailing oder Bootstour kombinieren willst, ist Puerto Rico sehr praktisch.
San Agustín: etwas ruhiger als die großen Nachbarn
San Agustín liegt östlich von Playa del Inglés und ist oft die entspanntere Alternative für längere Aufenthalte. Der Strand ist kleiner, der Ort ruhiger, und es gibt weniger Trubel am Abend. Der Sand ist dunkler, der Atlantik je nach Wetter bewegter als in den geschützten Buchten im Südwesten.
Für Gäste, die Spaziergänge mögen und nicht jeden Abend direkt in Partyzonen wohnen wollen, ist San Agustín sinnvoll. Von hier kommst Du trotzdem schnell zu den großen Stränden im Süden. Damit eignet sich der Ort auch gut als Basis für eine gemischte Strandwoche.
Anfi del Mar: klein, hell und auf Komfort ausgelegt
Anfi del Mar ist eine kleine, sehr ordentliche Bucht mit hellem Sand und meist ruhigem Wasser. Der Strand ist überschaubar, die Umgebung auf Resort-Gäste ausgerichtet. Wer Liegen, saubere Wege und ein ruhiges Badegefühl sucht, bekommt hier viel auf engem Raum.
Der Strand eignet sich für einen Badetag ohne lange Planung. Gleichzeitig ist er weniger natürlich und weniger weitläufig als Maspalomas oder Las Canteras. Wenn Du eher Komfort als Küstenwildnis suchst, passt Anfi gut in die Auswahl.
Was Du an den Stränden machen kannst
Schwimmen in geschützten Buchten
Amadores, Mogán, Puerto Rico und Anfi sind für ruhigeres Wasser bekannt. Je nach Wind und Wellenlage sind sie angenehmer als offene Strandabschnitte. Die Buchtform hilft besonders Familien mit kleinen Kindern.
Schnorcheln an Riffkanten
Las Canteras ist dafür einer der bekanntesten Orte. Das vorgelagerte Riff sorgt für ruhigeres Wasser und macht den Blick unter die Oberfläche interessanter als an vielen offenen Stränden.
Wandern durch die Dünen
In Maspalomas läufst Du auf Sand, nicht auf festen Wegen. Plane dafür lieber 30 bis 60 Minuten zusätzlich ein. Besonders morgens ist die Temperatur angenehmer und der Boden noch nicht so heiß.
SUP und Kajak
An den geschützten Buchten im Süden findest Du Verleiher für Stand-up-Paddling und Kajaks. Die ruhigen Wasserzonen sind für Einsteiger gut geeignet, wenn Wind und Wellen mitspielen.
Bootsausflüge und Küstenfahrten
Von Puerto Rico und Mogán starten im Regelfall verschiedene Touren entlang der Südwestküste. Beliebt sind kurze Rundfahrten, Delfinbeobachtung und Fahrten zu kleineren Buchten.
Abendspaziergänge auf der Promenade
Las Canteras und Maspalomas sind dafür besonders angenehm. Du kannst essen gehen, noch ein Stück am Wasser laufen und den Tag ohne große Wege ausklingen lassen.
Vergleich der 7 Orte: Welcher Strand passt zu Dir?
Wenn Du Strandtage mit Stadtleben kombinieren willst, ist Las Canteras die einfachste Wahl. Für die typische Dünenlandschaft fährst Du nach Maspalomas. Amadores, Mogán und Puerto Rico sind die bequemsten Adressen für ruhiges Baden im Südwesten.
Anreise und Erreichbarkeit
Für die meisten Urlauber ist Gran Canaria über den Flughafen Las Palmas de Gran Canaria (LPA) am bequemsten erreichbar. Danach fährst Du je nach Ziel mit Bus, Taxi oder Mietwagen weiter. Die großen Strandorte liegen im Süden und Südwesten der Insel. Von dort bist Du oft schneller am Meer als im Stadtzentrum von Las Palmas.
Mit dem Auto
Auf der Insel selbst sind die wichtigsten Verbindungen gut ausgebaut. Vom Flughafen fährst Du über die GC-1 in Richtung Süden zu Maspalomas, Playa del Inglés, Puerto Rico, Amadores und Mogán. Nach Las Canteras geht es nach Las Palmas hinein. Für die Dünen bei Maspalomas und die Strandzonen in den Ferienorten ist ein Mietwagen praktisch, wenn Du flexibel bleiben willst. In Las Palmas kann das Parken in der Hochsaison dagegen mühsam sein.
Mit der Bahn / dem ÖPNV
Eine klassische Bahn gibt es auf Gran Canaria nicht. Zwischen Flughafen, Las Palmas und den Ferienorten laufen Buslinien, die sich für Tagesausflüge und Hoteltransfer gut nutzen lassen. Für Las Canteras ist der Stadtbus oft die einfachste Lösung. In die südlichen Orte kommst Du ebenfalls per Bus, allerdings mit mehr Fahrzeit und je nach Ziel mit Umstieg.
Mit dem Flugzeug
Der nächste Flughafen ist LPA. Von Deutschland aus gibt es vor allem im Winterhalbjahr viele Direktverbindungen. Für einen Strandurlaub ist das gut, weil Du ohne Umweg auf die Insel kommst und Dich direkt auf Deinen Ort konzentrieren kannst.
Vor Ort bewegen / Parken
In Las Palmas brauchst Du im Zweifel Geduld beim Parken. In den großen Ferienorten im Süden sind Hotelparkplätze und öffentliche Stellflächen je nach Lage vorhanden, aber nicht immer direkt am Strand. Für Maspalomas lohnt es sich, möglichst früh anzukommen. In Puerto Rico und Amadores sind die Wege oft steil oder mit Treppen verbunden, also nicht ideal, wenn Du mit viel Strandgepäck unterwegs bist.
Praktische Tipps für Deinen Strandurlaub
- €Liegestühle nicht überall einplanen
Die Preise schwanken je nach Strand und Saison. Wenn Du sparen willst, nimm ein Handtuch mit und such Dir Abschnitte mit freiem Zugang.
- ✦Früh an den Dünen starten
In Maspalomas wird der Sand mittags sehr heiß. Am besten gehst Du früh los oder erst wieder am späten Nachmittag.
- +Badeschuhe einpacken
An einigen Stellen gibt es Fels, Kies oder Riffkanten. Das gilt besonders bei Las Canteras und an kleineren Buchten.
- iWetter und Wind prüfen
Der Atlantik kann an einem Tag ruhig und am nächsten deutlich bewegter sein. Vor allem für kleine Kinder lohnt ein kurzer Check am Morgen.
- ⌘ÖPNV für Stadtstrand nutzen
Las Canteras erreichst Du in Las Palmas oft unkomplizierter mit Bus oder Taxi als mit dem Mietwagen. Das spart Parkplatzsuche.
- ♿Auf Zugänge achten
Amadores und Las Canteras sind an vielen Stellen gut erschlossen. In Puerto Rico und Teilen von Mogán können Treppen und Steigungen stören.
- ☀Abends an die Promenade
Für den schönsten Tagesausklang eignen sich Las Canteras und Maspalomas besonders gut. Dort findest Du Restaurants und Spazierwege direkt am Wasser.
- ☂Im Winter auf warme Badesachen setzen
Auch wenn es tagsüber mild ist, kann der Wind am Abend frisch werden. Eine leichte Jacke gehört deshalb ins Gepäck.



