Island ist seit dem Vulkanausbruch des Eyjafjallajökull 2010 und den Folgen einer aggressiven Tourismusvermarktung zur Bühne für Hunderttausende Besucher geworden, die sich am Goldenen Kreis, der Blauen Lagune und der Südküste konzentrieren. Während Reykjavík mit knapp 140.000 Einwohnern im Sommer aus allen Nähten platzt, bleiben ganze Regionen — die Westfjorde, das Hornstrandir-Naturreservat, die Ostfjorde und das Hochland — fast leer. Wer Island wirklich verstehen will, sollte die Ringstraße verlassen oder zumindest die Standard-Etappen meiden. Dieser Guide stellt zehn Regionen und Orte vor, die selbst im Hochsommer noch Geheimtipp-Qualität haben — vom Rauðasandur-Strand mit seinem rötlich-goldenen Sand über das fast menschenleere Hornstrandir-Reservat bis zum Reykjadalur-Hot-River, in dem man tatsächlich baden kann. Eine zehn- bis vierzehntägige Rundreise mit dem Allrad-Mietwagen reicht, um drei bis vier dieser Regionen ernsthaft kennenzulernen. Wer mehr will, plant zwei Reisen — eine für die Westfjorde und Snæfellsnes, eine zweite für das Hochland und die Ostfjorde. Island, soviel sei vorweggenommen, ist größer, leerer und überraschender als die Postkartenbilder vom Gullfoss und der Blauen Lagune glauben machen.
Anreise und Erreichbarkeit der Geheimtipp-Regionen
Die zehn Regionen dieses Guides verteilen sich über alle Himmelsrichtungen Islands — von den Westfjorden im Nordwesten über die Ostfjorde bis hin zum zentralen Hochland und den vorgelagerten Vestmannaeyjar-Inseln im Süden. Eine sinnvolle Anreise hängt davon ab, welche drei bis vier Regionen konkret kombiniert werden sollen. Anders als am Goldenen Kreis sind die meisten Geheimtipps nicht in einer Tagesreise ab Reykjavík machbar — sie erfordern echte Etappen mit Übernachtungen vor Ort.
Mit dem Auto
Acht der zehn Regionen profitieren stark von einem Allrad-Fahrzeug. Die Westfjorde sind über die Straße 60 erreichbar, der südliche Teil mit den Spektakulär-Stränden ist seit dem Tunnel Dýrafjarðargöng asphaltiert, der westlichste Zipfel mit Rauðasandur und Látrabjarg jedoch nur über Schotterpisten. Das Hochland mit Landmannalaugar und Þórsmörk ist ausschließlich über sogenannte F-Roads erreichbar — F26 Sprengisandur, F35 Kjölur, F208 nach Landmannalaugar, F249 nach Þórsmörk. Diese sind nur mit Allrad und ausschließlich von Mitte Juni bis Anfang September befahrbar.
Mit der Bahn / dem ÖPNV
Island hat kein Bahnnetz — der gesamte Personenverkehr läuft über Busse und Mietwagen. Strætó bietet Linienbusse auf der Ringstraße, allerdings mit eingeschränktem Takt und ohne F-Road-Erschließung. Die Westfjorde sind per Bus nur eingeschränkt erreichbar, das Hochland gar nicht. Wer ohne Auto reisen möchte, kann auf Anbieter wie Reykjavik Excursions oder Trex zurückgreifen, die Bus-Pässe für die Hochland-Routen anbieten — etwa Landmannalaugar oder Þórsmörk als Tagestour ab Reykjavík.
Mit dem Flugzeug
Internationale Anreise erfolgt fast ausschließlich über Keflavík International Airport (KEF), 50 Kilometer südwestlich von Reykjavík. Direktflüge ab Frankfurt, München, Berlin, Hamburg und Düsseldorf werden ganzjährig angeboten, Flugzeit etwa 3:30 h. Für die Westfjorde lohnt sich ein Inlandsflug ab Reykjavík-Domestic (RKV) nach Ísafjörður (IFJ) — die Strecke spart einen kompletten Reisetag. Inlandsflüge gibt es auch nach Akureyri (AEY), Egilsstaðir (EGS) und Vestmannaeyjar (VEY), allerdings stark wetterabhängig.
Vor Ort bewegen und Parken
Auf der Ringstraße und in den Westfjorden ist ein Mietwagen praktisch zwingend — die meisten Tipps liegen abseits jedes Linienverkehrs. Im Hochland gilt 4x4-Pflicht, auch das Furten von Flüssen kann erforderlich sein (etwa der Krossá vor Þórsmörk). Auf Vestmannaeyjar reicht das Festland-Auto, das auf die Fähre Herjólfur ab Landeyjahöfn verladen wird. Hornstrandir ist autofrei und nur per Boot ab Ísafjörður erreichbar, dort dann zu Fuß mit Zelt oder Hütten-Übernachtung.
Die zehn Geheimtipp-Regionen Islands im Detail
Jede der folgenden Regionen verdient für sich mindestens zwei bis drei Tage Aufenthalt. Wer in zehn Tagen alle zehn abklappern will, fährt am Ende nur Auto und sieht wenig. Sinnvoller ist eine Konzentration auf drei bis vier Regionen pro Reise — etwa Westfjorde plus Snæfellsnes, oder Hochland plus Ostfjorde plus Mývatn.
Westfjorde — Rauðasandur und Látrabjarg
Die Westfjorde sind das einsamste bewohnte Gebiet Islands — auf einer Fläche so groß wie Sachsen leben nur rund 7.000 Menschen. Der Rauðasandur-Strand im äußersten Südwesten ist zehn Kilometer langer roter bis gold-orangener Sand, der sich vom üblichen schwarzen Lava-Sand Islands fundamental unterscheidet. Die Anfahrt über die Schotterstraße 614 ist abenteuerlich, dauert ab dem Hauptort Patreksfjörður gute 45 Minuten und verlangt vorsichtige Fahrweise. Knapp 30 Kilometer weiter westlich liegen die Látrabjarg-Klippen — mit 14 Kilometern Länge und bis zu 441 Metern Höhe die größte Seevogelkolonie Europas. Hier brüten Millionen Papageientaucher, Trottellummen, Tordalken und Eissturmvögel von Mai bis August.
Hornstrandir-Naturreservat
Das Hornstrandir-Naturreservat im Norden der Westfjorde ist seit 1975 streng geschütztes Wildnisgebiet, vollständig autofrei und ohne dauerhafte Besiedlung. Erreichbar ist es nur per Boot ab Ísafjörður — meist von Mitte Juni bis Ende August. Wer ein- bis zweiwöchige Wanderungen mit Zelt mag, findet hier die letzte echte Wildnis Europas mit Polarfüchsen, Eisbrocken im Sommer und kompletter Stille. Beliebte Routen führen von Hesteyri nach Veiðileysufjörður oder vom Hornvík-Strand zur Hornbjarg-Klippe mit 534 Metern Höhe. Eine kleine Hütteninfrastruktur wird vom Ferðafélag Íslands betrieben, Reservierung Monate im Voraus zwingend.
Ostfjorde — Seyðisfjörður
Die Ostfjorde sind die östlichste und am dünnsten besiedelte Region Islands — auch hier wohnen nur rund 11.000 Menschen verstreut auf etwa zwei Dutzend Fjorden. Seyðisfjörður mit gut 700 Einwohnern liegt am Ende eines 17 Kilometer langen Fjords, umrahmt von 1.000 Meter hohen Bergen mit über 30 Wasserfällen an den Hängen. Der Ort ist berühmt für seine bunt bemalten Holzhäuser im skandinavischen Stil, die regenbogenfarbene Straße zur Bláa kirkjan (Blaue Kirche) und ein lebendiges Kunst- und Musikleben. Die Anfahrt über den Pass Fjarðarheiði mit 620 Metern Höhe bietet einen der spektakulärsten Anblicke Islands.
Hochland — Landmannalaugar und Þórsmörk
Das isländische Hochland ist nur von Mitte Juni bis Mitte September befahrbar und auch dann nur mit Allrad. Landmannalaugar im Fjallabak-Naturreservat besticht durch rhyolithische Berge in Rot-, Gelb-, Grün- und Violetttönen — eine surreale Farbpalette, die anderswo nicht zu finden ist. Die heißen Quellen direkt am Camp laden zum Baden ein. Der berühmte Mehrtages-Trek Laugavegur führt von hier in vier Tagesetappen nach Þórsmörk — 54 Kilometer durch Vulkanwüste, Geothermalfelder, Schneefelder und grüne Birkenwälder. Þórsmörk selbst, das Tal des Donnergottes Thor, ist ein grüner Garten zwischen drei Gletschern und über die F249 mit Allrad und Flussfurt erreichbar.
Vestmannaeyjar — Heimaey und Surtsey
Die Vestmannaeyjar-Inseln vor der Südküste umfassen 15 Inseln und 30 Felsen vulkanischen Ursprungs. Heimaey ist die einzige bewohnte Insel mit rund 4.500 Einwohnern und seit dem Vulkanausbruch von 1973 weltbekannt — damals wurde ein Drittel des Ortes von Lava begraben. Das Eldheimar-Museum dokumentiert die Katastrophe mit den ausgegrabenen Resten verschütteter Häuser. Im Sommer brüten in der Bucht Klauf rund 800.000 Papageientaucher — die größte Kolonie der Welt. Der Vulkan Eldfell von 1973 ist in 30 Minuten bestiegen und bietet Panoramablick auf den Hafen und die Surtsey-Insel.
Mývatn statt nur Blauer Lagune
Wer ausschließlich die Blaue Lagune kennt, hat Islands besten Geothermal-See verpasst. Mývatn im Norden ist ein flacher See aus der Eiszeit, umgeben von Krateröffnungen, Pseudo-Kratern (Skútustaðagígar), bizarren Lavaformationen (Dimmuborgir) und dem geothermal aktiven Námaskarð-Pass mit blubbernden Schlammtöpfen. Die Mývatn Nature Baths sind die nördliche Schwester der Blauen Lagune — vergleichbar warm (38 bis 40 Grad), aber mit Blick auf den See, ohne Massenandrang und für etwa die Hälfte des Preises. Das Vogelreservat des Sees beherbergt 13 brütende Entenarten — mehr als jedes andere Gewässer Europas.
Reykjadalur Hot River
Während die Blaue Lagune und das Sky Lagoon vorab gebuchte Eintritte für 50 bis 90 Euro verlangen, bietet das Reykjadalur-Tal nur eine Stunde von Reykjavík einen kostenlosen Hot River, in dem man tatsächlich frei baden kann. Vom Parkplatz bei Hveragerði führt eine moderate Wanderung von 3 Kilometern und 200 Höhenmetern in 60 bis 75 Minuten ins Tal. Dort fließt ein Bachlauf, in dem die Temperatur von oben (über 50 Grad) nach unten (etwa 38 Grad) abnimmt — jeder findet die für sich passende Stelle. Holzpaneele am Ufer dienen als Umkleide. Mitbringen — Badesachen, Handtuch, Wanderschuhe.
Snæfellsnes-Halbinsel
Snæfellsnes wird oft als Island in Miniatur bezeichnet — auf nur 90 Kilometer Länge konzentrieren sich Gletscher, schwarze Strände, Lavafelder, dramatische Klippen und farbenfrohe Fischerdörfer. Der namensgebende Snæfellsjökull-Vulkan mit 1.446 Metern und eigenem Gletscher ist Schauplatz von Jules Vernes Reise zum Mittelpunkt der Erde. Der Kirkjufell-Berg bei Grundarfjörður mit 463 Metern ist die am häufigsten fotografierte Erhebung Islands. Die Schwarzsand-Strände Djúpalónssandur und Skarðsvík, die Felsformation Lóndrangar und der Hafen Arnarstapi mit seiner Küstenpromenade bilden eine perfekte Tagesetappe ab Reykjavík.
Kayaking in der Jökulsárlón-Gletscherlagune
Die Gletscherlagune Jökulsárlón an der Südküste ist zwar bekannt — Hunderttausende stoppen am Parkplatz für ein Foto. Wer die Lagune ernsthaft erleben will, bucht eine geführte Kayak-Tour bei einem der spezialisierten Anbieter. Die Tour dauert 2 bis 3 Stunden, führt zwischen den treibenden Eisbergen hindurch zum Rand der Breiðamerkurjökull-Gletscherzunge und bietet eine völlig andere Perspektive als die Boots-Touren. Erlaubt ist die Aktivität nur von Mai bis Oktober und nur in geführten Gruppen wegen der Strömung und der teils instabilen Eisberge.
Kleine Gemeinden auf der Ringstraße
Die meisten Touristen brettern die Ringstraße ab — von Reykjavík über Vík, Höfn, Egilsstaðir, Akureyri zurück. Dabei lohnt es sich, in kleineren Gemeinden eine Nacht zu bleiben statt nur durchzufahren. Stykkishólmur auf Snæfellsnes mit seinem Hafen und der Norwegischen Kirche, Hofsós am Skagafjörður mit einem der schönsten Geothermal-Pools des Landes mit Fjordblick, Borgarnes mit dem Siedlungsmuseum, Egilsstaðir als Tor zu den Ostfjorden und Akranes mit seiner Halbinsel und dem Leuchtturm sind alles Orte mit Charakter, an denen man dem Massenstrom entkommt.
Die sechs zentralen Outdoor-Aktivitäten im Überblick
Wandern
Vom Tagesausflug im Reykjadalur bis zum mehrtägigen Laugavegur-Trek (54 km, 4 Tage) oder Hornstrandir-Trek (5 bis 10 Tage). Die Wandersaison läuft von Mitte Juni bis Mitte September, Hütten brauchen Voranmeldung beim Ferðafélag Íslands.
Heiße Quellen und Geothermal-Pools
Jedes Dorf hat sein eigenes Sundlaug — kommunaler Geothermal-Pool mit Hot Pots, oft für 8 bis 12 Euro Eintritt. Besonders empfehlenswert sind Hofsós, Selárlaug, Krossneslaug und natürlich die Mývatn Nature Baths als ruhigere Alternative zur Blauen Lagune.
Kayaking
Geführte Touren in der Jökulsárlón-Gletscherlagune zwischen den Eisbergen, alternativ im Seyðisfjörður oder Stykkishólmur mit Robbenbeobachtung. Saison von Mai bis Oktober, Vollausrüstung wird gestellt, Vorerfahrung nicht zwingend nötig.
Wal-Watching
Húsavík im Norden gilt als Wal-Hauptstadt Europas — bis zu 24 Walarten wurden in der Skjálfandi-Bucht gesichtet. Tour-Dauer 3 Stunden, Sichtungsquote im Sommer über 98 Prozent. Alternativen sind Akureyri, Ólafsvík auf Snæfellsnes und Reykjavík-Hafen.
Puffin-Watching
Papageientaucher brüten von Mitte Mai bis Mitte August auf Klippen rund um die Insel. Beste Spots — Látrabjarg in den Westfjorden, Borgarfjörður Eystri in den Ostfjorden, Heimaey auf Vestmannaeyjar und die Insel Lundey bei Reykjavík. Brut endet abrupt im August.
Fotografie
Der Mitternachtssonne im Juni und Juli ergibt sechs Stunden lang goldenes Licht — Sonnenuntergang trifft direkt auf Sonnenaufgang. Ab Mitte August beginnt die Nordlicht-Saison, ab Ende September oft sichtbar. Stativ, Polfilter und wetterfeste Ausrüstung sind Pflicht.
Geheimtipp-Regionen versus Standard-Highlights — der ehrliche Vergleich
Wer Island wirklich erleben will, kombiniert mindestens eine Geheimtipp-Region mit den Standard-Highlights — etwa Goldener Kreis (1 Tag) plus Westfjorde (4 Tage) plus Snæfellsnes (2 Tage) als zehntägige Rundreise.
Praktische Tipps für die Island-Rundreise
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Allrad-Mietwagen früh buchen
4x4-Mietwagen sind im Hochsommer vergriffen — Buchung mindestens drei Monate vorab. Hochland-Versicherung explizit dazu buchen, sonst trägt der Mieter Schäden an Unterboden und Reifen selbst. Vorsicht bei sandstorm und ash damage — diese Klauseln sind separat abzuschließen.
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F-Roads-Öffnung prüfen
Die F-Roads ins Hochland werden je nach Schneelage zwischen Mitte Juni und Anfang Juli geöffnet, schließen Anfang bis Mitte September. Tagesaktuelle Informationen über safetravel.is und road.is — Befahren geschlossener F-Roads ist strafbar und nicht versichert.
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Wettervorhersage täglich neu prüfen
Island hat hochvariables Wetter — vier Jahreszeiten pro Tag sind keine Floskel. Die offizielle Plattform vedur.is liefert detaillierte Vorhersagen pro Region. Vor jeder Tagesetappe morgens prüfen, ob die geplante Route bei Wind und Sicht machbar ist.
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Hauptferien meiden
Juli und Anfang August sind die beliebtesten Reisezeiten. Wer auf die zweite August-Hälfte oder Anfang September ausweicht, hat noch warmes Wetter, sieht aber ab Mitte August schon erste Nordlichter und zahlt 20 bis 30 Prozent weniger für Unterkünfte.
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Tankstellen-Netz beachten
In Westfjorden, Hochland und Ostfjorden sind Tankstellen rar — Abstände von 100 bis 200 Kilometern sind normal. Tank immer halbvoll halten, Reservekanister im Hochland sinnvoll. N1, Olís und Orkan sind die wichtigsten Marken, viele Stationen nur per Kreditkarte und ohne Personal.
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Barrierefreiheit nüchtern einschätzen
Reykjavík, Akureyri und der Goldene Kreis sind weitgehend barrierefrei zugänglich. Hochland-Hütten, Hornstrandir und die meisten Wanderwege sind nicht rollstuhltauglich. Mývatn Nature Baths, Sky Lagoon und Blue Lagoon bieten barrierefreien Pool-Zugang mit Vorab-Anmeldung.
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Picknick statt Restaurant
Restaurant-Mahlzeiten liegen in Island bei 30 bis 50 Euro pro Hauptgang. Wer in den Supermärkten Bónus oder Krónan einkauft und Lunch picknickt, spart die Hälfte des Verpflegungsbudgets. Tankstellen-Imbisse sind teurer als Supermarkt, aber günstiger als Restaurants.
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Schichten-Kleidung statt Regenkleidung
Wind und Niederschlag wechseln in Minuten. Drei-Schichten-Prinzip — Funktionsunterwäsche, Fleece, wasser- und winddichte Außenschicht. Wandersocken aus Merino, festes Schuhwerk und Mütze sogar im Hochsommer. Die Plattform visiticeland.com listet pro Region empfohlene Ausrüstung.
Insider-Tipps zu den Geheimtipp-Regionen
Welche Regionen gut zusammen passen
Im Norden lassen sich Akureyri, Mývatn, Húsavík und Egilsstaðir als zehntägige Rundreise verbinden, mit eingebauten Wal- und Vogelbeobachtungen. Westfjorde und Snæfellsnes ergeben eine acht- bis zehntägige Westküsten-Kombination. Hochland und Südküste mit Landmannalaugar, Þórsmörk, Vík und Jökulsárlón als Kayak-Höhepunkt funktionieren als zehntägige Allrad-Tour ab Reykjavík.
Wie ehrlich der Begriff Geheimtipp wirklich ist
Von den zehn Regionen sind drei (Mývatn, Snæfellsnes, Jökulsárlón) im Hochsommer alles andere als geheim — sie bekommen Hunderttausende Besucher und sind im Juli und August spürbar belebt. Vier Regionen (Westfjorde, Hochland, Vestmannaeyjar, Reykjadalur) sind moderat bekannt, im Hochsommer belebt, aber nie überlaufen. Drei Regionen (Hornstrandir, Ostfjorde abseits Seyðisfjörður, kleinere Gemeinden auf der Ringstraße) halten ihre Geheimtipp-Garantie auch im Sommer — wegen abgelegener Lage, begrenzter Fährkapazität oder schlichter Unscheinbarkeit.
Häufige Fragen rund um Islands Geheimtipps
Wer eine Reise zu Islands verborgenen Regionen plant, stößt auf wiederkehrende Planungsfragen — welche Reisezeit, welche Fahrzeugklasse, welche Ausrüstung, welche Budgets. Die folgenden Antworten basieren auf wiederkehrenden Erfahrungen von Island-Reisenden und bündeln die wichtigsten Hinweise zur Vorbereitung.
Warum diese zehn Regionen und nicht zehn andere
Diese Auswahl kombiniert vier Kriterien — erstens geografische Streuung über alle Himmelsrichtungen, damit der Guide für unterschiedliche Reisende funktioniert. Zweitens Mischung aus Wildnis (Hornstrandir, Hochland), Kultur (Seyðisfjörður, Vestmannaeyjar) und Geologie (Mývatn, Snæfellsnes). Drittens echte Geheimtipp-Qualität auch im Hochsommer — kein Ort, der bereits auf jeder Instagram-Liste ganz oben steht. Viertens machbare Erreichbarkeit innerhalb einer zweiwöchigen Rundreise mit normalem Reisebudget.




